Wandern mit Hund im Altmühltal

Traumhafte Panoramen, eine tolle Höhle & ein Gipfelkreuz – all das wartet auf den Wanderer bei dieser Rundwanderung bei Kipfenberg im Altmühltal.
Am Sonntag, den 16.02.2020 war es einmal wieder Zeit für eine Wanderung. Da wir in (toller) Begleitung unterwegs waren und wir alle nicht so weit fahren wollten, suchte ich uns eine nette Rundtour im Altmühltal raus. Die Tour besteht aus einem Mix von verschiedenen Wanderwegen, sowie einigen Highlights wie z. B. die Arndthöhle, das Schloss Arnsberg, die Arnsberger Leite und der Michelsberg. Wundervolle Weitblicke ins Tal und tolle Pfade begleiteten uns ebenfalls.
Infos zur Tour:
- Gesamtlänge in Kilometer: 16,3
- Höhenmeter: 370
- Besonderheiten/Schwierigkeiten: gutes Schuhwerk sowie Trittsicherheit erforderlich; nicht kinderwagengeeignet; viele Stufen sowie eine Metalltreppe (eventuell könnte hier der ein oder andere Hund Probleme haben); Fledermausschutz in der Arndthöhle – Betreten der Höhle zwischen Oktober & April untersagt, ansonsten unbedingt Taschen- oder Stirnlampe einpacken; bei der Arnsberger Leite handelt es sich um ein Naturschutzgebiet – bedeutet Leinenpflicht (!); Einkehrmöglichkeiten: in Kipfenberg oder Schloss Arnsberg (Öffnungszeiten beachten); Beschaffenheit der Wege: viele (Wald)Pfade, wenig Asphalt, einige Treppenstufen, teils steile An-/Abstiege – Ostab-/aufstieg Michelsberg (je nachdem, wie rum man die Tour geht), abschnittweise Forst-/Feldwege; am Schloss Arnsberg, an der Arnsberger Leite (NSG) sowie auf dem Michelsberg sollte man „übermütige“ Hunde am besten an der Leine führen (Absturzgefahr); Frequentierung: wir waren am Sonntag unterwegs und trotzdem hielt es sich in Grenzen, dennoch sind wir einigen Personen begegnet, vor allem rund um Schloss Arnsberg und am Michelsberg, unter der Woche ist vermutlich um einiges weniger los
- Highlights: Waldlehrpfad Birktal; Husarensteig; Arndthöhle; Aussichtspunkt Ruine Bergfried; Schloss Arnsberg; Arnsberger Leite; Michelsberg
- Varianten: Tour kann auch umgekehrt gelaufen werden (allerdings ist der Aufstieg zum Michelsberg recht steil); Tour kann abgekürzt werden.
- Start: Bachgasse 22, 85110 Kipfenberg (Alternativ kann auch am Parkplatz im Birktal oder am Schloss Arnsberg gestartet werden)
- Ziel: = Start
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Wir starten in Kipfenberg
Pünktlich 9:30 Uhr starteten wir an o. g. Parkplatz in Kipfenberg. Dieser Parkplatz liegt direkt unterhalb des Michelsbergs, aber unsere Route führte uns nicht gleich auf den Gipfel.
Wir folgten dennoch zuerst dem Anstieg, welcher bereits etwas Trittsicherheit erfordert. Denn es geht über Serpentinen und sogar eine Eisentreppe hinauf (die Eisentreppe kann umgangen werden, indem man nicht den direkten Anstieg wählt, sondern zuerst dem Waldlehrpfad im Tal etwas folgt und dann über den Plazottasteig hinauf geht).

Bei nächster Gelegenheit biegen wir links ab (geradeaus geht es über den Ostanstieg weiter zum Michelsberg) und gelangen auf den Plazottasteig. Auch dieser erfodert unsere Konzentration, denn es handelt sich um einen schmalen Hangweg, welcher oberhalb einer Wacholderheide entlang führt. Wir folgen dem Plazottasteig nicht abwärts, sondern gehen weiter geradeaus auf den Mühlenweg. Der Mühlenweg ist ein Schlaufenweg des Altmühltal-Panoramawegs und trägt die Nr. 16.

Der Mühlenweg verläuft über schmale Pfade durch einen Mischwald mit vielen Buchen und reichlich Totholz. Auch einige Felsen ragen empor und ein schöner Blick auf Burg Kipfenberg zeigt sich (siehe Bild oben).
Moos streicheln
Meine beiden Begleitungen entdeckten die Faszination „Moos“. Denn Moos gibt es an den Felsen reichlich. Also wurde die Gunst der Stunde genutzt und das Moos gestreichelt (sicher auch eine Form des Waldbadens 😉 ).

Der Husarensteig und eine Grotte im Fels
Nach den Streicheleinheiten ging es weiter auf den Husarensteig. Auch dieser Weg ist schon ein Highlight an sich, denn es geht über Holzstege entlang von Felsen und sogar eine kleine Grotte befindet sich im Fels.

Langsam wird der Steig zu einem breiteren Weg, bei welchem sich Forstarbeiten bemerkbar machen. Zum Teil hinterließen schwere Maschinen tiefe Furchen im Waldboden und Jack nutzte die Pfützen für ein Fuß ähm Pfotenbad.

Wir gelangten auf eine geschotterte Forststraße, welche wir nur kurz überquerten, um anschließend nochmals über einen Pfad den Berg hinauf zu wandern (die parallel verlaufende Schotterstraße wäre die Alternative, aber uns war weicher Waldboden lieber).
Der Pfad endete dennoch auf dem Forstweg. Nach dreimaligem Rechtsabbiegen gelangten wir zu unserer Linken zu einem Schild…

Die Arndthöhle
Auf dem Schild steht groß und in roter Schrift „Arndthöhle„. Zugegeben, wäre das Schild nicht da, wären wir wahrscheinlich daran vorbei gelaufen, denn außer einem Tisch mit einer Bank und einem geschnitzten Tier (ich vermute, es soll einen Säbelzahntiger oder einen Höhlenbären darstellen – bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege) ist von hier keine Höhle zu erkennen.

Aber natürlich siegte unsere Neugierde und so liefen wir zu der Bank mit dem Tisch und siehe da…
Ein Höhleneingang liegt vor uns. Die Arndthöhle ist durch eine Treppe nach unten frei begehbar. Ein Schild verweist auf das Fledermaus-Winterquartier und die Bitte, die Höhle in den Wintermonaten (Oktober – April) nicht zu betreten. Damit hatten wir vorher schon gerechnet und somit haben wir auch auf eine Begehung verzichtet – ein Grund mehr, hier nochmals herzukommen.


Mittagspause
Wir gönnten uns bei der Sitzgruppe neben dem Eingang der Arndthöhle eine Pause. Da jeder von uns etwas dabei hatte, wurde kräftig geschlemmt – natürlich haben auch die Hunde ein paar Leckereien bekommen – und nach dem Kräfte sammeln ging es weiter. Schließlich lagen noch etwa 8 Kilometer vor uns.
Also gingen wir wieder auf den Forstweg zurück und folgten diesem – es handelt sich immer noch um den Mühlenweg Nr. 16. Anschließend kamen wir an den Waldrand, wo wir nach rechts abgebogen sind. Ein Häuschen mit 2 Hunden (keine Angst, ein Zaun trennt die beiden vom Weg) und dann kam eine sternförmige Wegführung. Geradeaus wäre es weiter auf dem Mühlenweg gegangen, aber wir wählten den Weg zweiten Weg am Haus (siehe Komoot).
Es ging über einen ziemlich matschigen Forstweg durch den Wald und anschließend wechselten wir geradeaus auf einen Pfad. Immer weiter geradeaus, bis wir wieder auf einem geschotterten Weg kamen. Bei einer Kreuzung hielten wir uns links und kamen an einem Tümpel mitten im Wald vorbei. Ein schönes Fleckchen, aber die Hunde ließen wir trotzdem nicht ins Wasser.


Beim Tümpel gingen wir den rechten Weg, um anschließend wieder links auf einen Pfad zu kommen, welcher uns entlang des Waldrandes vorbei an Feldern Richtung Schloss Arnsberg brachte.
Schloss Arnsberg und Burgruine Bergfried
Da uns im Hof des Schlosses ein freilaufender, bellender Hund „begrüßte“, bogen wir gleich Richtung Burgruine Bergfried ab. Von hier hat man einen schönen Ausblick ins Tal und nach ein paar Schnappschüssen ging es weiter zur Arnsberger Leite.


Der Weg zur Arnsberger Leite verläuft durch den Wald. Pfade mit Wurzeln und kleinen Felsen gilt es zu bewältigen und es geht auf und ab. Wir kamen auf den Altmühltal-Panoramaweg und folgten der Beschilderung bis wir direkt auf der Arnsberger Leite standen. Hier gilt es übrigens ein Tor zu passieren und ein Hinweis auf einen Elektrozaun ist ebenfalls angebracht. Lasst eure Hunde also bitte nicht an den Zaun.

Leider war die Bank besetzt und so führte uns der Weg weiter, bis wir bei nächster Gelegenheit wieder auf der rechten Seite durch ein Tor zurück in den Wald gelangten.
Rechts, links, rechts, geradeaus, links und wieder geradeaus 😉 und wir liefen geradewegs auf unser nächstes Ziel, den Michelsberg zu.

„Kaffeepause“ am Gipfel des Michelsberg
Da wir uns nun schon oberhalb unseres Parkplatzes befanden, gönnten wir uns nochmal eine Pause. Wir hatten uns Mittags noch Krapfen aufgehoben und die Bank auf dem Michelsberg lud förmlich zu dieser kleinen Kaffeepause ein.

Hier oben hat man nicht nur einen schönen Ausblick ins Altmühltal, sondern auch die Burg Kipfenberg lässt sich sehr gut bestaunen. Wir rätselten noch etwas, welches Gebäude wohl die Mauerreste einmal darstellten und machten uns dann an den Ostabstieg.


Dieser verläuft serpentinenartig, aber zum Glück mit Geländer, steil nach unten. Wir gelangten zu der Abzweigung zum Plazottasteig und liefen den Rest des Weges auf bekanntem Terrain (den letzten Abschnitt sind wir ja morgens schon hoch) wieder zum Auto.


Insgesamt waren wir rund 6 Stunden unterwegs, bei einer reinen Gehzeit von 4 Stunden.
Fazit zur Tour:
Jederzeit wieder. Sehr gut haben uns die Wege gefallen. Die schmalen Waldpfade, Felsen und die Treppen lassen die 16 Kilometer sehr abwechslungsreich erscheinen. Absolutes Highlight ist sicher die Arndthöhle, welche wir auch definitiv in den Sommermonaten nochmals aufsuchen werden – denn wir sind total neugierig, wie es im Inneren aussieht. Aber auch die Arnsberger Leite und der Michelsberg sind ein schönes Ausflugsziel im Altmühltal, welche durchaus auch einzeln erkundet werden können.
Ins Waggerlloch, eine Höhle, welche sich beim Auf-/Abstieg befindet, sind wir nicht gekrabbelt. Es wird zwar von einer begehbaren Höhle gesprochen, aber ob dem wirklich so ist, kann ich nicht sagen. Man sieht vom Weg aus nur ein Loch im Fels.
Übrigens, der Waldlehrpfad im Birktal ist insgesamt nur ca. 4-5 Kilometer lang, was sich doch sicherlich für einen (aufgrund der Wege) anspruchsvolleren Spaziergang eignen würde, oder nicht?
Und für alle Begeisterten und Nachwanderer gibt es anbei die Tour bei Komoot:
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Hier noch ein paar (unsortierte) Impressionen:
















Bis bald!
Hallo Andrea!
Das hört sich nach einer richtig abenteuerlichen Wanderung an. Ich kann gar nicht glauben, dass man in die kleine Höhle wirklich rein kann!
Übrigens erinnert mich das Gesicht der Schnitzerei irgendwie an eine Affenschnute ?
Viele Grüße Svenja & Akila ? ?
Hi Svenja.
Es war eine richtig tolle Wanderung und mittlerweile bin ich sogar ziemlich gern im Altmühltal unterwegs (war am Anfang irgendwie nicht so, weil mir die Berge total gefehlt haben). Die Arndthöhle ist eine riesige Höhle, selbst der Eingang ist schon mächtig (ich tippe auf 3-4 Meter Höhe), das sieht man aber auf dem Bild nicht wirklich.
Stimmt, ein Affe könnte es auch sein – da hier allerdings viele Ausgrabungen stattgefunden haben (und teils noch stattfinden), tippe ich dann doch eher auf etwas „Steinzeitliches“.
Liebe Grüße Andrea und Freya ☺️