Heute geht es auf unsere zweite Etappe auf dem Westweg im Fichtelgebirge. Die gestrige Route war ja etwas kürzer, also genau richtig um sich einzulaufen. Ich hoff(t)e bei dieser Etappe auf etwas mehr Pfade – sollte mein Wunsch in Erfüllung gehen?

Allgemeine Infos zur Tour:
- Gesamtlänge in Kilometer: 23,4
- Höhenmeter: 920 bergauf; 900 bergab
- Besonderheiten/Schwierigkeiten: Strecken-/Etappentour; nicht geeignet für Kinderwagen/Hundebuggy; gute Grundkondition Voraussetzung; gutes Schuhwerk; langer und teils steiler Anstieg am Rindschenberg;
- Wasserstellen für Hunde: ab und an kleine Rinnsale am Wegrand, Bach in Sophienthal, Heidenaabquelle (unbedingt genug Wasser mitnehmen)
- Wegearten: überwiegend Forst- und Waldwege, teils Pfade, Asphalt
- Highlights: Gänskopfhütte; Heidenaabquelle;
- Einkehrmöglichkeiten: Gasthof zum Fichtelberg Sophienthal; Gänskopfhütte; Immenreuth; (Öffnungszeiten beachten)
- Start: Untersteinach b. Weidenberg
- Ziel: Immenreuth
- Von Ort zu Ort (Angaben in Kilometer): Hütte b. Untersteinach b. Weidenberg => Sophienthal (7,5) => Ahornberg (10) => Immenreuth (6)
- Varianten: Tour kann in beide Richtungen gegangen werden.
- Frequentierung: Wie auch schon bei unserer vorherigen Etappe war auch bei dieser Etappe nicht viel los.
(Von Ort zu Ort Angaben stammen teilweise von der Seite Das Fichtelgebirge)
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Hundefreundliche Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Route:
Nachfolgende Pensionen/Hotels/Campingplätzen habe ich für euch recherchiert, um euch entlang des Westwegs hundefreundliche Unterkünfte zu nennen (inklusive Entfernungen zum offiziellen Weg):
Sophienthal: Gasthof zum Fichtelgebirge (ca. 300 vom Weg entfernt);
Immenreuth: bitte bei der Gemeindeverwaltung fragen. Direkt habe ich leider nichts gefunden.
Ihr Gasthaus/Ihre Pension oder Campingplatz liegt auch entlang der Route oder in der Nähe zum Westweg und bei Ihnen sind Hunde willkommen?
Dann schreiben Sie mir doch eine E-Mail oder nutzen Sie die Kommentar-Funktion. Gerne nehme ich Ihr Angebot mit auf.
(Änderungen der Gastgeber vorbehalten. Bei der Buchung sollte stets auf den/die Hund/e aufmerksam gemacht werden, damit keine Missverständnisse entstehen).
Auf geht’s zu Etappe 3 auf dem Westweg im Fichtelgebirge
Nach einer erholsamen und ruhigen Nacht in unserem Waldhäuschen (ich hab hier tatsächlich noch nie schlecht geschlafen), ging es gegen 9 Uhr los. Zuerst mussten wir einmal quer durch den Wald nach oben, um wieder auf den Westweg zu gelangen. Dieser führte, sehr zu meiner Freude, dann auch erst einmal auf einem Pfad weiter (siehe das Bild ganz oben).
Auch der anschließende Forstweg ist noch nicht der typische Schotter, sondern eher etwas verwachsen. Die Markierung des Westwegs ist hier sehr gut, weshalb ich mich nicht immer auf Komoot konzentrieren muss.
So erkenne ich auch den großen Stein am Weg. Es handelt sich um ein Denkmal an die 4 Opfer des Flugzeugabsturzes vom 24. November 1938 (in Wikipedia steht der 25.).
Erste Ortschaften und Badezeit für Freya
Nach rund 1,5 Stunden erreichen wir Kattersreuth. Ein kleines Dörfchen am Weg. Nun geht es auf der (wenig befahrenen) Straße an Wildenreuth vorbei und mit großen Schritten (ich wollte von der Straße weg) hinab zur Warmen Steinach und vor nach Sophienthal. Hier gönnt sich Freya erstmal eine Abkühlung im Bach, bevor es weiter geht.


Der gefühlt schlimmste Anstieg meines Lebens 😆
Nach Sophienthal wartete der, für mich schlimmste Teil dieser Etappe. Auch wenn der Weg über den Steinbachsteig sehr idyllisch verläuft, so ist der Anstieg nicht von schlechten Eltern. Es geht rund 1,5 km mit einer Steigung zwischen 8 und 18 % durchgehend nach oben. Ab und an brauch ich eine kurze Pause, um nicht aus den Latschen zu kippen. Und dann sehe ich endlich das Ende…

Nun sind wir oben… Und es geht wieder hinab 🙈🙄🤣.
Wir wandern auf einem Forstweg durch ein schönes Tal, bis es dann auf einem tollen Pfad wieder bergauf geht. Unser nächster Halt sollte die Gänskopfhütte sein. Jedoch wartete dort leider eine „unangenehme“ Überraschung auf uns…
Die Gänskopfhütte befindet sich fast am Westweg
Eigentlich wollte ich eine kurze Pause bei der Gänskopfhütte einlegen und die tolle Aussicht auf den Rauhen Kulm genießen, aber leider war dort ein älteres Ehepaar mit einem freilaufenden Hund und dieser bewegte sich zielstrebig auf uns zu.
Ich habe kein Problem damit, wenn Hunde frei laufen. Aber dann sollen sie doch bitte abrufbar sein. Das war hier leider nicht der Fall. Die Dame versuchte zwar stets den Hund zu sich zu rufen – geklappt hat es nicht. Ich hatte keine Lust auf eine Hundebegegnung, zumal Freya sich schon leicht versteift hatte.
Genervt zog ich weiter und schrie den Herrschaften nur noch zu, dass sie ihren Hund doch anleinen sollen, wenn er nicht hört. Daraufhin entschuldigte sich die Frau und meinte nur, dass es nicht ihr Hund wäre. Äh ja…Wieso entschuldige ich mich dann dafür, dass der Hund nicht hört?! Naja, soll nicht mehr mein Problem sein, dachte ich mir…
Wir treffen unsere Freunde
Ich hatte euch ja erzählt, dass die heutige Etappe auf dem Westweg etwas besonderes ist. Corinna und ihre beiden Vanpfötchen Tina und Tommy liefen uns nämlich entgegen. Ihr Startpunkt ist sozusagen unser Etappenziel. Und so ging es nun gemeinsam weiter. Sofort erzählte ich von der Begegnung an der Gänskopfhütte, ohne zu wissen, dass diese nicht die einzige war.
Wohl verdiente Pause an der Heidenaabquelle
Nachdem wir alle nun etwa die Hälfte des Weges hinter uns hatten, machten wir an der Heidenaabquelle eine ausgedehnte Pause. Plötzlich stand der Hund wieder bei uns (ja genau der, den wir bei der Gänskopfhütte schon hatten). Während Corinna ihre beiden einfach mal abgeleint hat, behielt ich Freya lieber weg. Sie hatte auf den Vierbeiner keine Lust und dabei blieb sie auch. Das war an ihrem Verhalten sichtbar. Vermutlich wäre die Situation am Ende eskaliert und auf eine Beißerei hatte ich natürlich keine Lust.
Prompt folgten auch die beiden Herrschaften und liefen vorbei. Auch auf Corinnas Anmerkung hin, sie mögen den Hund doch bitte anleinen, wenn er nicht hört, kam nur ein „der gehört uns nicht“. Immerhin trollten sich die 3 ziemlich schnell und wir hatten unsere Ruhe.

Zu fünft ging es nun noch über einen schönen Pfad, bevor wir dann auf einer Forststraße landeten. Immerhin war diese nicht geteert, sondern geschottert. Am Wegrand gab es noch ein bisschen was zu sehen – insofern man den Anblick von Wald mag und nach einiger Zeit folgten wir der Markierung in Richtung Poppenberg hinunter und von dort aus weiter nach Ahornberg.


Vom Waldrand aus, wo der Westweg entlang führt, haben wir eine schöne Aussicht auf den Rauhen Kulm. Dieser ist sozusagen das Ende des Westwegs.
Nächster Halt der Tannenberg
Ahornberg passieren wir nicht direkt, sondern laufen außerhalb daran vorbei. Dafür gibt es eine kleine Badepause für die Hunde bei der Hölzlmühle, ein Hof, wo der Weg direkt hindurch führt. Der kleine Hund ist zum Glück angeleint und so können wir ohne Probleme weiter. Schnell die Straße überquert und dann müsste man schon eher nach Gefühl laufen – das Gras auf der Wiese, über die der Westweg führt, steht sehr hoch. Corinna kannte den Weg jedoch bereits und so folgten wir ihr einfach.
Ein Reh sprang hastig unweit vor uns in den Wald. Gut dass wir die Hunde sowieso angeleint hatten.
Nach 20 Kilometer erreichten wir den Tannenberg. Direkt beim Gipfel waren wir nicht oben, aber wir machten nochmal eine Pause an der Bergwachthütte am Skilift oben. Die Aussicht vom Tannenberg ist zwar schön, aber nicht grandios, weshalb es hier diesmal kein Bild gibt ;-).
Endspurt auf unserer Etappe auf dem Westweg – es geht nach Immenreuth
Während dem Abstieg vom Tannenberg hat man nochmal eine klasse Aussicht auf den Rauhen Kulm. Eigentlich ist es schade, dass der Westweg ab Immenreuth fast ausschließlich nur noch über Teerstraßen und freie Flächen führt – und wahrscheinlich ist auch dies der Grund, warum wir bis heute nicht weitergelaufen sind. Bleibt abzuwarten, ob wir die letzte Etappe auch noch irgendwann laufen.

Nachdem wir zwar die erste Stelle, bei der sich Corinna etwas verlaufen hatte als sie uns entgegen lief, einwandfrei gefunden hatten, schafften wir es trotzdem bei einem anderen Abzweig daran vorbei zu laufen. Zum Glück haben wir es dann doch ziemlich schnell kapiert und sind dann kurz „querwaldein“ gegangen.
Tina schnüffelte interessiert am Wegrand und bekam die Hochlandrinder neben ihr wohl gar nicht mit. Auf jeden Fall ist sie ziemlich erschrocken, als nur noch der Weidezaun sie und das Hochlandrind trennte – wir mussten ziemlich lachen.

Der letzte Kilometer
Die letzten 1,5 Kilometer von Plößberg nach Immenreuth verlaufen wenig spektakulär durch die beiden Ortschaften Plößberg und Immenreuth. Freya hatte am Ende echt genug und legte sich 200 Meter vor Corinnas Auto in den Schatten. Aber auch die letzten Meter schafften wir dann noch gemeinsam.
Am Auto angekommen stiegen wir alle ein und es ging zurück zur Hütte, wo wir abends noch gemeinsam gegrillt haben und den Tag Revue passieren ließen. Schön wars! Und wir hatten definitiv mehr Trails, wie ich erwartet hatte. Dann schauen wir mal, wann und ob es auf dem Westweg noch weitergeht…
Hier gehts zu Etappe 2 – Bad Berneck bis Untersteinach b. Weidenberg
