Grenzwanderweg West-Route – Wandern mit Hund im Altmühltal

Auf einer Gassi-Runde bei Stauf entdeckten wir den Grenzwanderweg bei Thalmässing. Die Neugierde war geweckt und so recherchierte ich bereits am selben Tag, worum es sich bei diesem Wanderweg handelt.

Die Markierung des Grenzwanderwegs bei Eysölden.

Beim Grenzwanderweg wandert man entlang der ehemaligen Grenze zwischen der Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach und dem Kurfürstentum Pfalz-Neuburg (Quelle: Faltplan Grenzwanderweg).

Neben zahlreichen Grenzsteinen erwartet den Wanderer eine schöne und abwechslungsreiche Landschaft. Die insgesamt 29 Kilometer lange Route lässt sich wunderbar in zwei Rundwege aufteilen, sodass sich eine West- und eine Ost-Route ergibt. Wer also nicht die kompletten 29 Kilometer an einem Tag laufen will, der macht es so wie wir. Wir sind den Grenzwanderweg auf diesen beiden Routen gewandert und was wir auf der West-Route erlebt haben, erfahrt ihr hier.

Die West-Route des Grenzwanderweg ist die längere Tour der beiden genannten Wege. Ich verrate euch allerdings schon mal, dass uns die Ost-Route besser gefallen hat ;-)…

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: 15,5
  • Höhenmeter: 230
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: Rundtour; auch mit mäßiger Kondition machbar; festes Schuhwerk von Vorteil; Wasserstellen gibt es in Eysölden und bei Zell, in Stauf gibt es einen Brunnen – deshalb unbedingt genug Wasser für den Vierbeiner mitnehmen; Wegearten: überwiegend breite Forst- und Feldwege, hoher Asphalt-Anteil; Einkehrmöglichkeiten: Eysölden, Tiefenbach (Öffnungszeiten beachten); Route verläuft viel durch Felder und Wiesen hindurch – wenig Schatten, daher nicht für besonders heiße Tage geeignet; überwiegend kinderwagen-/hundebuggygeeignet, bzw. kann man die wenigen Stellen umfahren; wildreiche Gegend – jagdfreudige Hunde sollten an der Leine bleiben; Frequentierung: außer ein paar Radfahrer und wenige Wanderer um die Ortschaften herum, waren wir alleine unterwegs;
  • Varianten: Tour kann auch umgekehrt gelaufen werden; Tour kann mit der Ost-Route verbunden werden; Route kann auch in Stauf gestartet werden;
  • Highlights: Grenzsteine entlang der Route
  • Start: Raiffeisenbank, Eysölden J 41, Eysölden
  • Ziel: = Start

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Start der West-Route des Grenzwanderwegs in Eysölden

Wir starteten die West-Route des Grenzwanderwegs am Sonntag, den 03.05.2020 um 9:30 Uhr am Parkplatz der Raiffeisenbank in Eysölden. Es gelten zwar immer noch die (coronabedingten) Ausgangsbeschränkungen, jedoch darf man sich seit ein paar Tagen mit einer Kontaktperson treffen und so wanderten wir in Begleitung – yeah!

Da der Grenzwanderweg gut markiert ist, die GPX-Daten heruntergeladen werden können und ihr natürlich wieder die Komoot-Tour am Ende des Beitrags bekommt, gehe ich nicht groß auf die Wegführung ein, sondern mehr auf unsere Erlebnisse und Eindrücke.

Endlich gehts auf schmale Pfade, nur wie lange?

Über einen Rasengitter-Weg gelangen wir bald auf einen Schotterweg außerhalb von Eysölden. Dieser Weg führt uns weiter an ein Waldgebiet. Über einen schmalen Pfad geht es schnell hindurch, um anschließend wieder auf einem breiten Schotterweg ohne Wald zu landen… Wir sehen ein Reh in sicherer Entfernung davon hüpfen.

Auf dem Grenzwanderweg bei Eysölden: Das ist ein Wanderweg nach unserem Geschmack. Leider war das fast die einzige Stelle, wo wir nicht über Schotter oder Asphalt gelaufen sind.

Nach kurzer Zeit erreichen wir eine Teerstraße und folgen dieser nach Pyras. Ja, hier ist die bekannte Pyraser Brauerei. Da die Ortschaft selbst aber nicht sehr groß ist, haben wir diese relativ zügig durchquert. An der Brauerei vorbei und endlich sind wir wieder von der Straße weg.

Der Grenzwanderweg zwischen Pyras und Zell.

Weiher heißt baden, zumindest bei Jack

Abwechselnd geht es am Waldrand oder durch den Wald weiter, bis wir kurz vor Zell einen Weiher erspähen. Natürlich haben wir diesen angesteuert und die Hunde nutzten ihn für ein Bad. Also zumindest Jack – Freya hat nur ein bisschen was getrunken. So frisch gebadet und gestärkt, läuft es sich gleich besser – denken sich die Hunde vermutlich.

Über einen schönen Waldweg geht es nach Zell. Am Ortsrand führt der Weg an der kleinen Ortschaft vorbei.

Wir folgen dem Weg am Waldrand bergauf, kreuzen den Gredl-Radweg, entdecken einen Grenzstein und über Wiesen und Felder erreichen wir Tiefenbach.

Grenzstein auf dem Grenzwanderweg.
Die West-Route des Grenzwanderwegs verläuft viel über Wiesen und Felder.

Mittagspause

Tiefenbach ist ein kleines Örtchen, weshalb auch dieses, schnell hinter uns liegt. Über offene Flächen (aber leider überwiegend geteerten Wegen) geht es wieder an zahlreichen Feldern vorbei und am Waldrand entdecken wir das erste Reh, welches schnell vor Radfahrern in die Dickung flüchtet. An einem weiteren Grenzstein verläuft der Weg am Waldrand entlang nach oben. Etwas abgelegen vom Hauptweg gönnen wir uns eine Pause.

Noch ein Grenzstein.

Nun folgen wir dem Schotterweg leicht bergab Richtung Kolbenhof/Alfershausen, biegen aber nach ein paar Metern und einem weiteren Grenzstein am Weg, ab.

Und wieder ein Grenzstein – ein paar haben wir aber sicher übersehen.

Der Asphalt-Anteil wird leider nicht weniger

Wir überqueren die Straße und erneut den Gredl-Radweg. Ab hier sind wir nun (schon) wieder auf einem geteerten „Feldweg“ unterwegs. Wir erkennen aus etwas Entfernung zwei Rehe, welche durch das hochgewachsene Feld hüpfen. Natur pur. Die Hunde sind an der Leine und nachdem sie ihre Blicke losreißen konnten, konnten wir unsere Wanderung fortsetzen ;-).

Suchspiel: wer entdeckt die zwei Rehe?!

Leicht bergauf und der Teerstraße folgend, geht es an einer Sitzgruppe vorbei in den Wald. Stauf ist die nächste Ortschaft auf unserer Route. Bei einer weiteren Sitzgruppe in Stauf befindet sich ein Brunnen und die Hunde nehmen einen kräftigen Schluck.

Schöne Sitzgruppe im Grünen.
Brunnen und Sitzgruppe in Stauf.

Bald geschafft!

Es geht vorbei am Michael-Kirschner-Museum und anschließend kurz, aber steil bergauf. Ein freilaufender Dobermann lässt sich glücklichweise relativ schnell von seinen Besitzern abrufen und wir setzen unseren Weg fort. Oben angekommen, kann man links einen Abstecher zu einer Sitzgruppe machen. Da wir hier jedoch schon einmal unschöne Erfahrungen mit einem „dämlichen“ Hundebesitzer gemacht haben, gehen wir rechts weiter.

Das Michael-Kirschner-Museum in Stauf bei Thalmässing.

Über einen geschotterten Weg geht es am Waldrand entlang, bis wir bei nächster Gelegenheit links in den Wald abbiegen.

Von nun an gings bergab

Ab hier folgen wir dem Weg bergab. Lustigerweise kommt einem der Weg irgendwie nur halb so steil und lange vor, wenn man ihn von unten nach oben läuft. Aber das ist uns egal, denn die Sonne scheint und die Blätter wirken dadurch noch viel grüner.

Weg zwischen Stauf und

Als wir kurz vor Eysölden noch am Waldrand zu einer Sitzgruppe gelangen, machen wir nochmal kurz Pause und lassen den Weg Revue passieren, bevor wir zurück nach Eysölden, dem Startpunkt unserer heutigen Grenzwanderweg-Tour, laufen.

Insgesamt waren wir fast 5 Stunden unterwegs, wobei die reine Gehzeit bei 3 Stunden und 20 Minuten lag.

Fazit zur West-Route des Grenzwanderwegs:

Da die West-Route weitestgehend mit einem Kinderwagen machbar ist, verläuft er viel über befestigte, breite Wege. Der Asphalt-Anteil war für unseren Geschmack zu viel, liegt aber natürlich im Auge des Betrachters. Aufgrund dessen, dass man sehr viel durch Felder und Wiesen läuft, liegen auf dieser Route wenig Schattenplätze. Deshalb sollte die Tour nur gelaufen werden, wenn es für den Hund nicht zu heiß ist. Betrachtet man die gesamte West-Route, so ist es dennoch ein schöner Weg.

Und hier findet ihr den gesamten Verlauf des Grenzwanderwegs:

https://www.thalmaessing.de/deutsch/freizeit-tourismus/rad-wanderwege/wanderwege/grenzwanderweg-wanderweg-9?type=98

Weitere Impressionen:

Einer von vielen Grenzsteinen auf dem Grenzwanderweg – wo genau sich dieses Exemplar befand, kann ich euch leider nicht mehr sagen.
Weg kurz nach Tiefenbach – wieder mal Asphalt.
Blick auf Eysölden vom Grenzwanderweg aus.
Einfach mal vor Freude Bäume umarmen.

Auf gehts zur Ost-Route!

Bis bald!

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