Waldnaabtal-Runde

Oder wie ich es nenne – mein Klein-Kanada

Hinweis: Beitrag enthält unbezahlte werbung
Mein eigenes Klein-Kanada. Hier bekommt man Wildnis-Gefühle.

Die Waldnaabtal-Runde führt uns, wie der Name schon sagt, durchs wilde und zugleich wunderschöne Waldnaabtal.

Vorweg sei gleich erwähnt: Man bewegt sich während der gesamten Wanderung in einem Naturschutzgebiet, weshalb eine Leine stets Pflicht sein sollte.

Abenteuerlich war bereits der Weg zum Parkplatz. Zwischen Windischeschenbach und Falkenberg geht es, von Windischeschenbach kommend, rechts in den Wald in Richtung Uferparkplatz. Mein erster Gedanke war „da darfst du mit Sicherheit nicht offiziell lang, aber es ist angeschrieben – komisch.“ Und siehe da, mitten im Wald zwei Bänke, ein großes Schild auf dem ein Wanderparkplatz ausgewiesen ist und ein Parkplatz. Was will man mehr.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: 12 km
  • Höhenmeter: 210
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: teilweise Gittertreppen, nicht Kinderwagen-tauglich, Einkehr bei Blockhütte möglich (Montags Ruhetag), Rundtour, geeignet für warme Tage, Naturschutzgebiet
  • Start: Uferparkplatz
  • Koordinaten: Geographisch: 49.826222, 12.177026
  • Ziel: = Start

Los gehts – starten wir die Runde entlang der Waldnaab

Schnell die Wanderschuhe geschnürt, Freya das Geschirr angezogen, den Rucksack auf den Rücken geschnallt und schon ging es los.

Vom Parkplatz aus folgen wir dem Weg mit der Markierung U, wer wie ich auch etwas suchen muss – es ist der mittlere Weg von den dreien. Der Weg führt über einen breiten Forstweg hinunter ins Tal.

Und plötzlich steht man da – direkt vor einem Fluss, der Waldnaab. Ich war richtig sprachlos, so schön sieht es dort aus.

Ruhig und sanft fließt hier die Waldnaab – aber sie kann auch anders.

Man folgt zur Linken flussaufwärts dem Fluss. Hier geht es über Stock und Stein, weshalb man durchaus trittsicher sein sollte und die Augen Richtung Boden halten muss – was gar nicht so einfach ist, weil die sagenhafte Landschaft die Blicke fesselt.

Bereits nach ein paar Metern wechselt die Waldnaab vom stillen Bächlein zum reißenden Fluss. Sie schlängelt sich durch riesige Granitblöcke. Zu unserer Linken ragen sagenhafte Felsen empor.

Granitblöcke findet man hier überall, egal ob im Flussbett oder außerhalb.

Weiter geht es über Wurzeln, (Gitter)Treppen, vorbei an kleinen Brücken und über den Tischstein, welcher umgangen übergangen werden muss. Keine Angst, eine Bank auf der anderen Uferseite steht schon bereit und lädt dazu, den Felsblock einfach nur anzuschauen.

Freya kennt solche Treppen und hat auch keine Probleme damit. Soweit ich erkennen konnte, kann man die Stelle aber auch umgehen.
Zum Erfolg gibt es keinen Lift. Man muss die Treppe benützen. (Emil Oesch)

Nach etwa 5 km kommt man zur Blockhütte. Hier lässt es sich einkehren, wenn es nicht gerade Montag ist, denn montags hat die Blockhütte Ruhetag. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der ruft am besten vorher an (Tel.: 09637415).

Nachdem wir noch das Wasserrad bei der Blockhütte besucht haben, nahmen wir die nächste Brücke und folgten der Waldnaab flussabwärts.

Wasserrad bei der Blockhütte.

Nun folgt man einem breiten Forstweg, welchen man sich mit Radfahrern teilt. Ein Schild an der Brücke verweist auf gegenseitige Rücksichtnahme. Da das Wetter nicht so prickelnd und es unter der Woche war, waren aber weniger Radler unterwegs. Allgemein haben wir wenige Personen getroffen und konnten so die Ruhe genießen.

Nach rund 7,5 Kilometern insgesamter Wegstrecke stehen wir nun hier – der Tischstein. Da das Wetter nicht mehr so gut war und es bereits leicht regnete, gab es nur ein paar „Beweisfotos“ und schon gings weiter Richtung Butterfass mit seinen Felsformationen.

Vor uns der Tischstein.
Madame war schon sichtlich genervt, wie ihr Blick verrät. Sie wollte eigentlich nur noch so schnell wie möglich zum Auto – nichts ahnend, dass wir die kürzere Wegstrecke übersehen sollten…

Wir kamen an der letzten Brücke vorbei und warum auch immer, habe ich mir gedacht, dass mit Sicherheit in naher Zukunft eine weitere Brücke kommt. Pustekuchen!

Nachdem glücklicherweise die Komoot-App im Hintergrund lief um die Tour aufzuzeichnen, konnte ich immer wieder einen Blick auf die Wege werfen. Nur irgendwie war mein Internet nicht das Beste und so verließ ich mich lieber auf meine Orientierung. „Irgendwann muss doch hier wieder eine Brücke kommen, das kann doch gar nicht sein“, dachte ich mir.

Bereits auf dem Rückweg… Irgendwann kommt mit Sicherheit eine Brücke, denn das Auto steht auf der anderen Flussseite.

Der Forstweg machte eine Linkskurve, während wir einfach geradeaus weitergingen. Hier geht es über einen schmalen Pfad am Hang entlang, während die Waldnaab ruhiger wurde.

Und siehe da, es kam eine Brücke (eine Gitterbrücke, es ist aber ein Teil mit Metallplatten abgedeckt). Beim 11ten Kilometer war es soweit. Wir überquerten die Waldnaab ein zweites Mal und waren wieder auf der richtigen Seite. Ab hier geht es noch knapp 2 Kilometer, mit leichter Steigung, zurück zum Parkplatz.

Man kann sich kaum verlaufen. Der Uferpfad und die Forststraße sind nicht verfehlbar und der kleine „Abstecher“ war sogar richtig schön, da er weiterhin am Wasser entlang ging. Wer die Tour aber lieber abkürzen möchte, nimmt von der Blockhütte kommend, eine der Holzbrücken – spätestens aber jene nach dem Tischstein.

Eine tolle Tour, welche wir auf jeden Fall wiederholen werden. Dann aber mit Badeklamotten und sommerlichen Temperaturen im Rucksack.

Wart ihr auch schon an der Waldnaab wandern?