Von Leuzenberg zum Glatzenstein – Wandern mit Hund im Nürnberger Land

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Das Gipfelkreuz am Glatzenstein.

Eigentlich war am Sonntag, den 29. September, ja etwas anderes geplant…

Luna, eine unserer Samtpfoten wurde angefahren und muss nun in regelmäßigen Abständen via Sonde gefüttert werden. Ich hatte damit gerechnet, dass Freya und ich in den nächsten Wochen nicht (viel) wandern würden…

Umso erfreulicher war es, dass Chriss sich um Luna gekümmert hat (Danke 🙏 nochmal) und wir an diesem Sonntag dann doch auf eine kurze Tour starten konnten.

Genauso toll war, dass unsere Begleitung ebenfalls Zeit und Lust hatte und wir somit wieder zu Viert auf Wanderschaft gingen.

Unser Ziel war der Glatzenstein nahe Neunkirchen am Sand in der Fränksichen Alb.

Die Felsen am Glatzenstein.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: ca. 7,5 Kilometer*
  • Höhenmeter: 210*
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: gutes Schuhwerk; Rundtour; Einkehrmöglichkeiten Leuzenberger Hof (Start-Ziel) oder Berggasthof Glatzenstein (nicht direkt am Weg); bedingt kinderwagengeeignet; an schönen (Wochenend)Tagen stark frequentiert; Wegarten – überwiegend Forst- bzw. Feldwege, Pfade, Teerstraßen; Abkürzungen und andere Varianten möglich; wenig bis kein Wasser (unbedingt etwas mitnehmen); tolle Aussicht vom Glatzenstein ins Tal;
  • Start: Leuzenberger Hof, Dorfstraße 5, 91244 Reichenschwand
  • Ziel: = Start

( * Daten stammen aus der Komoot-App)

Start der Tour

Pünktlich um 10:30 Uhr (diesmal ohne Stau, Umleitungen oder sonstige Maleure) starteten wir am Parkplatz am Leuzenberger Hof.

Wir folgen der Dorfstraße leicht bergauf und biegen bei der vierten Straße Zum Seeanger nach links ab. Hat man das Dorf hinter sich gelassen, zeigt sich bereits die erste herrliche Fernsicht über die Felder und Wiesen.

Bei dieser Aussicht muss man einfach kurz inne halten.

Es geht weiter bergauf, bis wir zu einer Weggabelung mit einer Bank und einem alten Grenzstein gelangen, wo wir uns rechts halten. Kuhglocken-Geläute lässt mein „Allgäu-Herz“ höher schlagen und die Gegend ähnelt wirklich einer Alm, aber keine Angst – die Kühe sind eingezäunt (Vorsicht, dass der Vierbeiner nicht an den Zaun kommt – Strom!!!).

Eine Tafel mit Erklärungen zum Archäologischen Wanderweg soll uns auf unserem Weg noch des öfteren begegnen.

Auch ein Teil des Archäologischen Wanderwegs begleitete uns bei dieser Tour.

Wir bleiben vorerst auf dem Forstweg, bis uns die Beschilderung nach links auf einen Pfad führt. Diesem Pfad folgen wir wieder nach links. Es ist ein schöner Weg durch den Wald und das scheinen noch mehr Wanderer entdeckt zu haben 🙄.

Es war eine tolle Atmosphäre, als wir so durch den Buchenwald gewandert sind.

Abwechselnd geht es über Pfade und Forstwege, wobei uns die Pfade lieber sind, denn auch einige Mountainbiker sind unterwegs. Viele sind freundlich, grüßen zurück und bedanken sich, dass man auf die Seite geht, andere bekommen „die Zähne nicht auseinander“ (vielleicht bleiben sonst zu viele Mücken zwischen den Zähnen hängen 😉).

Die Wege sind abwechslungsreich, obwohl die Tour nicht besonders lang ist.

Nächster Halt – Glatzenstein

Nach etwa 3 Kilometer erreichen wir unser eigentliches Ziel. Der Glatzenstein ist ein Berg der Fränkischen Alb. Und obwohl er mit seinen 572 m ü. NN nicht sonderlich hoch ist, bietet er eine grandiose Aussicht. Wenn nicht gerade so viel los ist wie bei uns, lässt es sich hier sicher lange aushalten.

Blick zur Burgruine Rothenberg.
Weitsicht vom Glatzenstein ins Tal.
Die Bank am Glatzenstein haben wir nicht genutzt, aber hier einen Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang zu erleben, wäre sicherlich eine tolle Sache.

Übrigens: Wir haben am Glatzenstein eine Versteinerung (manche nennen auch Fossil) entdeckt. Wer weiß, wo diese Versteinerung ist und was war das einmal 😃?

Kersbacher Felsenlabyrinth

Nun, nachdem uns am Glatzenstein zu viel Trubel herrschte und es auch ziemlich windig war, ging es für uns in Richtung Kersbacher Felsenlabyrinth (Beschilderung vorhanden).

Dass sich nahe des Glatzensteins auch eine Höhle befindet, habe ich leider erst jetzt entdeckt, während ich diesen Beitrag hier schreibe 😔. Naja, dann müssen wir wohl noch einmal dort hin 😁, um die Höhle zu erkunden.

Felsen im Kersbacher Felsenlabyrinth.
Wald im Kersbacher Felsenlabyrinth.

Auf einer Lichtung nahe des Frühzeitlichen Kalkbrennofen machten wir eine schöne Brotzeit-Pause.

Die wärmende Sonne und die Windstille haben zwar richtig gut getan, dennoch ging es zügig weiter.

Der Rückweg

Einige Höhenmeter, welche wir zuvor bergauf gelaufen sind, führten nun vorerst wieder nach unten. Bereits seit einiger Zeit (ich kann euch gar nicht mehr genau sagen, seit wann) ist auch der Frankenweg Teil unseres Wegs. Wer möchte, kann dem Pfad etwas unterhalb des Kalkbrennofen nach rechts folgen. Das ist dann eine kleine Abkürzung und man landet nicht wie wir, zu weit unten.

Den Wald lassen wir bald hinter uns und gelangen auf eine Teerstraße, welche uns durch Felder führt. Von hier hat man eine schöne Aussicht und wieder erinnert mich alles ziemlich ans Allgäu.

Auch wenn ich Teerstraßen beim Wandern nicht gern mag, man kommt zumindest flott voran.
Die Aussicht ist einfach nur herrlich.

Wir folgen dieser Teerstraße geradeaus, bis wir in der Kurve am Berg nach rechts abbiegen. Nun sind wir auf dem Jura-Gebirgsweg.

Der Jura-Gebirgsweg kommt auf jeden Fall auf meine „Da-will-ich-wandern-Liste“.

Der Jura-Gebirgsweg führt in Richtung Großer Hansgörgel, welchen wir aber auslassen und uns für den kürzeren, direkten Weg in Richtung Leuzenberg entscheiden. Ein paar liegende Baumstämme auf einer Wiese nutzten wir nochmals für eine kurze Rast. Sonne tanken. Die Hunde hatten ihren Spaß und Freya spielte sogar ausgiebig mit Jack (normalerweise ist Freya kein „Spiel-Hund“, umso schöner war es für mich, dass sie Spaß dabei hatte).

Über einen Pfad gelangten wir zu einem kleinen Bächlein, weiter zu einem (leicht versteckten) Weiher, wo die Hunde sich abgekühlt haben (nein, es war nicht heiß) und von dort aus wieder nach Leuzendorf, wo unsere Autos standen.

Kleiner Bachlauf im Wald.
Und sogar ein Mini-Mini-Wasserfall.

Insgesamt waren wir 3 Stunden unterwegs, die reine Gehzeit betrug etwas über 2 Stunden (leider habe ich aus Versehen die Aufzeichnung bei Komoot gelöscht). Unsere Pausen fielen bei dieser Tour sehr knapp aus, was natürlich auch daran lag, dass ich schnell wieder nach Hause zu unserem „Patienten“ wollte. Aber auch die starke Frequentierung des Wegs war nicht so unser Ding. Andere Hunde haben wir keine bzw. nur in der Ferne gesehen.

Die Route an sich ist abwechslungsreich und durchaus zu empfehlen, dann aber lieber unter der Woche.

Schaut mal, wie der Baum gewachsen ist?!
Auf dem Weg zum Glatzenstein.
Gipfelkreuz am Glatzenstein.
Pilze.
Abkühlung muss sein – und wenns Minusgrade hat 😉

Anbei gibts noch den Link zur (zwar nur geplanten, aber so gelaufenen) Tour auf Komoot.

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Wart ihr auch schon beim Glatzenstein? Wie hat es euch gefallen? Schreibt mir doch einfach einen Kommentar, ich freu mich. Bis bald!

Von der Kindinger Klause zum Felsentor Unteremmendorf – Wandern im Altmühltal

Eine Tour im Naturpark Altmühltal – für Archäologie-Fans, Höhlenbegeisterte und Naturfreunde.

Eine Tour im Naturpark Altmühltal, bei welcher sowohl Archäologie-Fans, wie auch Höhlenbegeisterte und Naturfreunde voll und ganz auf „ihre Kosten kommen“. Schöne Ausblicke, abwechslungsreiche Wege sowie dunkle Höhlen warten auf dieser Tour. Wer auf dem 200 Kilometer langen Altmühltal Panoramaweg wandert, kann sich ebenfalls dieser Naturjuwelen erfreuen, denn der Altmühltal Panoramaweg führt hier entlang.

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Start und Ziel der Tour ist ein kleiner Parkplatz neben der Straße, zwischen Kinding und Kipfenberg. Die Markierungen sind hier super.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: (je nach Variante) ca. 9 – 11 Kilometer*
  • Höhenmeter: 200*
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: festes Schuhwerk; Rundtour; nicht kinderwagengeeignet; wenige Treppenstufen – jedoch keine Gittertreppen; Östliches Schneiderloch (Höhle am Felsentor) kann nur über eine Leiter erreicht werden (geübte Hunde können sicherlich mit etwas Hilfe seitlich hoch, haben wir aber nicht gemacht); Taschenlampe oder Stirnlampe nicht vergessen; Wegarten => breite (Forst- oder Wiesen)Wege, Pfade, Hohlwege, Treppen, Asphalt; Wegmarkierungen Altmühltal Panoramaweg und Burgenweg Kinding (gut ausgeschildert); Einkehrmöglichkeiten in Unteremmendorf und Kinding (Öffnungszeiten beachten); Landschaftsschutzgebiet; genug Wasser für den Hund mitnehmen => keine Trinkmöglichkeiten außer am Bach in Unteremmendorf und je nach Variante, abschnittsweise an der Altmühl; wegen des Fledermausschutzes sollten Höhlen vom 01. Oktober bis 31. März nicht begangen werden
  • Highlights: Kindinger Klause (auch Binnleitenhöhle genannt), Felsentor, Östliches Schneiderloch
  • Varianten: Tour kann auch umgekehrt gegangen werden (der Aufstieg von Unteremmendorf zum Felsentor ist jedoch steiler, als von der Kindinger Klause); Rückweg kann identisch mit dem Hinweg sein; Rückweg kann am Waldrand entlang erfolgen (empfohlen an heißen Tagen); Rückweg kann entlang der Altmühl erfolgen (nicht geeignet für heiße Tage => kein Schatten und nur wenig Möglichkeiten, um an die Altmühl zu kommen);
  • Start: kleiner Parkplatz an der Straße von Kinding Richtung Kipfenberg, etwa 300 Meter ab der Brücke
  • Ziel: = Start

(*Daten stammen aus Komoot)

Auf geht´s

Unsere Tour startete am 18. September 2019 um 13:15 Uhr am o.g. Parkplatz. Wir wanderten wieder in Begleitung, denn so macht es gleich doppelt so viel Spaß.

Steht man am Parkplatz und blickt Richtung Hügel, folgt man dem geteerten Weg bergauf (nicht der Hauptstraße Richtung Kipfenberg folgen). An der Scheune befindet sich bereits der erste Wegweiser mit der Aufschrift „Klause“.

An der kleinen Kapelle (eher ein Bildstock) an der Weggabelung folgten wir dem Weg geradeaus. Es geht auf einem steilen Waldpfad weiter (auch hier finden wir den Wegweiser „Klause“), bis wir nach etwa 300 Meter die Kindinger Klause erreichten.

Hier geht es geradeaus in den Wald.
Aufstieg zur Kindinger Klause.

Kindinger Klause

Die Kindinger Klause wird auch Binnleitenhöhle genannt. Es handelt sich bei dieser Höhle um ein Felsdach, welches 10 Meter breit, 3,5 Meter hoch und 7 Meter tief ist. Nach links zweigt ein 10 Meter langer Gang ab, über welchen man wieder ins Freie gelangt.

Die Höhle hat bereits unseren Vorfahren jahrtausendelang Unterschlupf gewährt, was Grabungen und Funde belegen. Der spektaluärste Fund ist wohl ein Teil eines Mammutknochens.

Naturpark Altmühltal
Und da ist sie, die Kindinger Klause. Dieser Ort wirkt imposant und irgendwie geheimnisvoll. Erst wenn man direkt davor und im Inneren der Höhle war, bemerkt man die wahre Größe.

Nachdem wir die Kindinger Klause dann auch ein zweites Mal erkundet hatten 😉 (Sonnenbrille in der Höhle vergessen) ging es ein kurzes Stück zurück, bis wir dann weiter dem Weg bergauf folgten und auf einen Forstweg kamen.

Durch den Buchenwald geht es weiter nach oben.

Die Markierung zeigt nach links, ein Blick auf die Karte zeigte auch, dass wir nach links müssen, also gingen wir auch links.

Hügelgräber

Nach etwa 700 Meter erreichten wir einen kleinen netten Picknickplatz (Mülleimer vorhanden) an den Hügelgräbern. Diese Hügelgräber stammen vermutlich auch von den damaligen Bewohnern der Kindinger Klause.

Steinmännchen auf einem der Hügelgräber.

Wir folgten weiter geradeaus dem Forstweg und auch der Hinweis, dass durch Rückearbeiten der Wegzustand schlecht sei, schreckte uns nicht ab (wenn es vorher geregnet hat, kann es allerdings durchaus eine matschige Angelegenheit werden).

Bei vorangegangenem Regen kann der Weg durchaus sehr matschig sein.

Der Forstweg ändert sich in einen Waldpfad – klasse, das ist genau unser Ding. Auch die Vegetation ändert sich. Der lichte Buchenwald wechselt zu Fichten und Gestrüpp.

Der lichte Buchenwald wechselt zu Fichten und Kiefern…
…und ein wenig Gestrüpp. Der Weg ist dennoch gut begehbar. (Hier musste ich dann doch ein bisschen an Abschnitte des Goldsteigs im Bayerischen Wald denken).

Immer folgend der Beschilderung des Altmühltal Panoramawegs und des Burgenwegs Kinding, gelangen wir über Pfade und einen Wiesenweg an die Straße, welche Irlahüll mit Unteremmendorf verbindet. Diese überqueren wir um wieder einem breiten, geschotterten Forstweg zu folgen. Bei nächster Gelegenheit biegen wir jedoch schon wieder links auf einen weichen Waldpfad ab.

Wegweiser auf der anderen Seite der Straße. Wir folgen in Richtung Unteremmendorf/Beilngries.

Die Aussicht des Herrn – Panoramablicke ins Altmühltal

Wir genießen die Aussicht des Herrn – von hier aus hat man wirklich einen fantastischen Ausblick über das Altmühltal – schweift der Blick nach rechts, sieht man Unteremmendorf, den Kratzmühlsee und Beilngries im Hintergrund, sieht man nach links blickt man nach Kinding. Auch Gleitschirmflieger konnten wir einige beobachten. Nach einer kurzen Rast auf der Bank ging es dann auch schon weiter.

Blick nach rechts von der „Aussicht des Herrn“.
Ausblick nach links von der „Aussicht des Herrn“.
Gleitschirmflieger im Altmühltal.

Erholt ging es weiter in Richtung Felsentor. Oberhalb befinden sich zwei Bänke mit einem Tisch, weil es aber ziemlich „frisch“ war, wollten wir im Schatten keine weitere Rast einlegen.

Saufelsen – gefunden oder nicht?

Wir waren schon fast am Abstieg zum Felsentor – aber was ist da? Saufelsen ca. 200 Meter – wir folgtem der Markierung zum Saufelsen und entdeckten tatsächlich nach rund 170 Meter einen kleinen, unerreichbaren (zumindest mit Hund und Rucksack) Höhleneingang in einem Felsen. Ist das der Saufelsen? – Wir wissen es nicht, denn leider war er nicht beschriftet. Also zurück zur Treppe, welche uns hinab zum Felsentor bringt.

Ein kleiner Höhleneingang – ist das der Saufelsen oder nicht?
Die Treppe hinab zum Felsentor. Wer möchte, kann auch dem Pfad rechts folgen – hier gelangt man nochmals zu einer traumhaften Aussicht (vorsicht, Absturzgefahr – nicht mit einem Geländer o.ä. gesichert) – man muss jedoch wieder zurück zur Treppe.

Felsentor und Östliches Schneiderloch

Das Felsentor bei Unteremmendorf, auch Burgstall „Torfelsen“ genannt, ist natürlich entstanden und war früher vermutlich der Eingang zu einer Burg.

Unterhalb des Felsentors, im Fels selbst, befindet sich eine 25 Meter lange Höhle, welche mit einer Taschenlampe begangen werden kann und mit in die damalige Burganlage einbezogen war.

Naturpark Altmühltal
Das Felsentor. Auch Burgstall „Torfelsen“ genannt, natürlich entstanden und als Burganlageneingang genutzt.
In der Höhle, welche sich im Fels beim Felsentor befindet.
Der Höhleneingang kann über eine Leiter erreicht werden.

Nachdem wir unsere Höhlenleidenschaft gestillt und unsere geplanten Highlights erreicht hatten, ging es an die Planung des Rückwegs. Hierfür stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.

Rückweg

Variante 1: Man nimmt den selben Weg, wie zuvor (das machen wir aber nur sehr, sehr selten – deshalb war diese Variante nichts für uns).

Variante 2: (empfohlen, wenn es sehr heiß ist, da man hier noch ein wenig Schatten hat) Diese Variante verläuft entlang des Waldrands. Ist man in Unteremmendorf angekommen, biegt man vor der Kirche links ab und folgt dem Weg, bis man wieder an der Kapelle angelangt (oder man biegt vorher einmal nach rechts ab und gelangt auf den unteren Weg).

Variante 3: Weil es nicht mehr so heiß war und wir unbedingt noch die Sonne genießen wollten, wählten wir Variante 3. Dieser Weg verläuft (mit mal mehr, mal weniger Abstand) parallel zur Altmühl. Wir liefen also an der Kirche vorbei, um bei nächster Gelegenheit links abzubiegen und hielten uns dann rechts.

Badepause in der Altmühl.

Nach einer ausgiebigen Badepause für die Hunde, blieben wir auf diesem Weg, bis wir um 17:30 Uhr wieder am Auto ankamen.

Insgesamt waren wir also 4 Stunden und 15 Minuten unterwegs, bei einer reinen Gehzeit von 2 Stunden und 45 Minuten. (Durch unsere kurze Doppelstrecke zur Kindinger Klause und dem Abstecher Richtung Saufelsen haben sich die Höhenmeter auf 240 Meter summiert).

Hier gibts noch ein paar Impressionen für euch:

Vor der Höhle beim Felsentor – zwei brav wartende Hunde.
Im hinteren Teil der Kindinger Klause.
Gruppenfoto in der Kindinger Klause – vielen Dank, an meine Begleitung, dass ich das Bild verwenden darf.
Blick aus der Kindinger Klause.
Burgfräulein und Burgherr? – vielen Dank für die tolle Begleitung und dass ich das Bild verwenden darf.
Freya und ich im Felsentor. Bis bald ihr Lieben!

„Hirschbacher Höhlenrundweg“ – Kombination Weg # 2 und # 3

Für Abenteuerlustige und Höhlenliebhaber!

Die Hunde hatten mindestens genauso viel Spaß.
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Die Höhlen im Hirschbachtal waren mir nicht mehr ganz neu, denn wir sind bereits im Mai 2018 eine Tour dort gegangen. Aber wie es so ist, vergisst man einige Eindrücke schnell und so wollte ich unbedingt nochmal diese Wege laufen. Der Plan war ein wenig anders als die Umsetzung, aber vermutlich war es so sogar besser. Alle Infos zur Tour gibts im nachfolgenden Beitrag.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: 12,9
  • Höhenmeter: 520 bergauf, 530 bergab
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: Rundtour; festes Schuhwerk; Trittsicherheit erforderlich; keine Wasserstellen für Hunde (genügend Wasser mitnehmen), außer am Gasthof Goldener Hirsch in Hirschbach; manche Höhlen müssen kriechend erforscht oder begangen werden (ältere Kleidung); Taschen- oder Stirnlampe nicht vergessen; nicht kinderwagengeeignet; eher für größere Kinder geeignet; Einkehrmöglichkeit Gasthof Goldener Hirsch (Öffnungszeiten beachten); bei Schnee könnte die Tour gefährlich rutschig werden; Fledermausschutz beachten – Höhlen vom 01. Oktober bis 31. März nicht begehen; Naturschutzgebiet (!)
  • Highlights: Schmiedberghöhle, Prellstein, Frankenkammer, Schlossberg-Durchgangshöhle, Brünnlesloch, Dürnberghöhle(n), Bodenberghöhle, Aussichtspunkt am „Himmel“
  • Start: Wanderparkplatz im Reichental in Hirschbach (nahe Gasthof Goldener Hirsch)
  • Ziel: = Start

(Daten stammen aus Komoot)

Am Parkplatz findet man eine große Tafel.

Der gesamte Hirschbacher Höhlenrundweg hat eine Länge von etwa 20 Kilometer. Da wir an jenem 11. September 2019 mit Begleitung wanderten und uns die 20 Kilometer etwas zu lang waren, entschieden wir uns für eine kürzere Variante.

Markierung „weiße 3 auf grünem Untergrund“

Wir starteten um 9:30 Uhr am Parkplatz. Zuerst ging es zurück Richtung Ortsmitte. Unser Weg sollte die # 3 werden. Wegmarkierung weiße 3 mit grünem Untergrund.

Wir folgten dem Bach etwa 100 Meter stromaufwärts und überquerten bei der Fußgängerampel die Straße. Weiter geradeaus, ging es an Häusern vorbei (etwas steil) nach oben. Zwischen einer Garage und einem Haus hindurch, führt der Weg über einen Pfad am Waldrand entlang.

Ein schöner Pfad am Waldrand entlang.

Nach rund 200 Meter zweigt die 3 nach rechts ab. Über einen steilen, laubbedeckten Hang und einige rutschige Wurzeln ging es nach oben zur Schmiedberghöhle (Beitragsbild: Sicht aus der Schmiedberghöhle). Der Regen der letzten Tage machte den Abstieg genauso interessant, aber wir kamen alle Vier unbeschadet wieder auf deWeg am Waldrand, welchem wir nach rechts folgten.

Über einen steilen Hang geht es nach oben zur Schmiedberghöhle.
Die Schmiedberghöhle.

Als wir auf einen Fahrweg trafen, ging unser Weg über ein paar Wurzeln links weiter. Wir blieben auf dem Weg mit der 3, hatten aber wohl eine Markierung übersehen. Zum Glück lief die App Komoot im Hintergrund mit, sodass wir nach ein paar hundert Meter umgekehrt hatten, denn die Cäciliengrotte liegt weiter links. Leider haben wir, trotz intensiver Suche, die Cäciliengrotte nicht gefunden, aber wir kommen mit Sicherheit nochmal.

Der weitere Wegverlauf führt uns zum Prellstein. Mit ein bisschen Kletter-Geschick kann man sich bestimmt nach oben arbeiten. Da wir aber ja die Hunde dabei hatten und ich den Aufstieg nicht kenne, war mir das Risiko zu groß. Wir blieben lieber unten und machten eine kurze Pause auf der Bank gegenüber.

Der Prellstein.
Freya wäre ja am liebsten auf den Prellstein, aber das war mir dann doch etwas zu gefährlich.

Nun ging es links an der Bergwachthütte vorbei und bei der nächsten Abzweigung links zur Frankenkammer. Alleine der Name ist schon klasse, aber die Location ist auch prima, um ein paar Schnappschüsse zu machen. Die Frankenkammer ist ein Ende des Höhenglücksteigs – einem Klettersteig – und im Inneren befinden sich Auf- bzw. Abstiegmöglichkeiten zum/vom Steig.

Da gehts zur Frankenkammer – Ja, da!

Weiter bergauf geht es über Wurzeln und Felsen zum Aussichtspunkt bei einem anderen Ende des Höhenglücksteigs. Die Aussicht ist traumhaft und hat uns scheinbar so „betüdelt“, dass wir gleich ein weiteres Mal den falschen Weg gegangen waren.

Von hier oben hat man eine tolle Aussicht.
Da mussten die beiden unbedingt auch mal schauen.

Während wir der Meinung waren, wir müssten einen Teil des Weges zurück, bemerkte ich erst bei einem weiteren Blick auf mein Handy, dass der Weg rechts neben dem Aussichtspunkt weiter geht. Also wieder zurück und rechts vorbei.

Es ging bergab. Wir gelangten auf einen Schotterweg und wir folgten diesem Weg (# 3) vorbei an Maisfeldern, bis wir bei einem (hässlichen) Sendemast wieder auf einen schmalen Pfad kamen und irgendwann auf eine (wenig befahrene) Teerstraße gelangten.

Kleine Abkürzung

Hier hielten wir uns rechts, damit wir bei nächster Gelegenheit wieder links gehen konnten und vor einer Weggabelung standen. Die 3 zeigt hier den linken Weg an. Da auf der Karte aber ersichtlich war, dass es sich nur um eine Schlaufe handelt und der Weg danach sowieso hier weitergeht, entschieden wir uns gleich für den rechten. Nach einem kurzen Stück auf dem Feldweg geht es wieder rechts auf einen Waldpfad.

Unser nächstes Ziel war das Schlossberg-Felsentor und die Schlossberg-Durchgangshöhle. Die beiden liegen direkt nebeneinander und so begutachteten wir zuerst das Felsentor und setzten unseren Weg durch die Schlossberg-Durchgangshöhle fort. Große Personen müssen hier schon ziemlich den Kopf einziehen und auch wir machten es uns fast unseren Hunden nach und „liefen auf allen Vieren“ durch die Höhle (was aber durchaus Spaß gemacht hat :-)). Wer nicht durch die Höhle gehen möchte, kann diese selbstverständlich auch umgehen. Der Spaßfaktor der gesamten Tour sinkt jedoch erheblich ;-).

Links der Eingang in die Schlossberghöhle, rechts das Schlossberg-Felsentor.
Auf dem Weg durch die Schlossberg-Durchgangshöhle.
Eher krabbelnd geht es durch die Schlossberg-Durchgangshöhle. Ein absolutes Highlight.

Obwohl man aufgrund der vielen Blätter den Pfad manchmal nur erahnen kann, kamen wir dank der guten Wegmarkierung nicht mehr vom richtigen Weg ab.

Über eine Wiese kamen wir auf die Straße bei Hauseck, welcher wir kurz folgten Straße um dann wieder rechts in den Wald zu gehen.

Eine Wegmarkierung führt zum Brünnlesloch. Keine Durchgangshöhle, aber dennoch interessant. Diese Höhle scheint für Fledermäuse ein wichtiger Winterplatz zu sein, denn es befindet sich ein Hinweisschild am Eingang der Höhle zum Thema Fledermausschutz. Dieser gilt ab dem 01. Oktober und endet am 31. März. Da wir uns noch außerhalb diesen Zeitraums befanden, holten wir die Stirnlampen aus dem Rucksack und schauten uns ein wenig im Inneren der Höhle um.

Der Eingang zum Brünnlesloch.
Der erste Flattermann ist schon ins Brünnlesloch eingezogen. Wenn auch keine Fledermaus.

Das Brünnlesloch war ganz nett, aber viel abenteuerlicher war für uns der Weg durch die Dürnberghöhle(n). Genauer gesagt führt der Weg durch EINE der Dürnberghöhlen und hier mussten wir sogar unsere Rucksäcke abnehmen, um hindurch zu passen. Sehr große oder auch sehr korpulente Personen sollten vielleicht wirklich lieber den Weg um die Höhlen nutzen, aber für uns war es Abenteuer pur. Wir brauchten zwar keine Stirnlampen, weil der Ausgang nicht weit ist, aber es hat richtig Spaß gemacht.

Durchs Brünnlesloch. Nix für Leute mit Platzangst. Aufrecht laufen? Fehlanzeige.
Unsere Begleitung schlängelt sich durch die Dürnberghöhle.

Auf der anderen Seite befindet sich noch eine kleine Höhle. Diese ähnelt mehr einem Felsvorsprung. Hier scheinen wohl schon einige ein Lager aufgebaut zu haben, denn es ist ein Hinweis angebracht, dass ein weiteres Lagerfeuer zur Anzeige gebracht wird. Wirklich schade, dass sich manche Leute nicht an Regeln und Gesetze halten können – denn Wildcampen ist in Deutschland verboten und außerdem herrscht gerade nach solch langer Trockenheit wie in den letzten Jahren akute Waldbrandgefahr.

Noch völlig „hin und weg“ von den Dürnberghöhlen führte uns der Weg steil hinauf. Es ging zur Bodenberghöhle.

Fast geschafft – gleich erreichen wir die Bodenberghöhle.

Wer diese Höhle betreten möchte, der braucht ein wenig Kraxelgeschick, denn der Eingang liegt etwa 3 Meter hoch im Fels. Während einer von uns bei den Hunden blieb, erkundete der andere die Höhle. Da meine Stirnlampe im Rucksack war, schaute ich mir nur den vorderen Teil an, während meine Wanderbegleitung auch etwas weiter hinter die Felsbrocken ging. Sehr beeindruckend.

Der Weg hinter den Felsbrocken führt weiter, wohin genau wissen wir aber nicht.
Wer ins Innere der Bodenberghöhle möchte, sollte ein paar Kletterkünste in der Hinterhand haben. Der Eingang liegt ca. 3 Meter hoch im Fels.

Obwohl der Weg hier eigentlich entlang der Felsen weitergeht, entschieden wir uns, auf den Hauptweg abzusteigen und dann unseren Weg fortzusetzen. Ich bin den Weg entlang der Felsen 2018 gegangen und war froh, dass ich Freya bei Chriss am Hauptweg gelassen hatte. Ohne Hund JA – mit Hund NEIN.

Wechsel auf die weiße 2 auf grünem Untergrund

Unser Weg wäre noch etwas weiter geplant gewesen, aber wir mussten uns langsam auf den Rückweg machen. Also wechselten wir kurze Zeit nach der Bodenberghöhle auf die Wegmarkierung 2. Eine weiße 2 mit grünem Untergrund.

Vorbei an schönen Felsen ging es weiter zum Aussichtspunkt am „Himmel„, welcher oberhalb des Höhenglücksteigs liegt und nach kurzer Rast ging es weiter.

Was für eine Fernsicht am Himmel!

Wir kamen nochmal an der Frankenkammer und am Prellstein vorbei und folgten dem selben Weg wie zu Beginn unserer Tour – die Cäciliengrotte haben wir wieder nicht gefunden – nahmen den Abstieg dann jedoch über den Schotterweg.

Fast geschafft.

Bei den Häusern angekommen, ging es wieder nach unten (ich hatte schon fast die Hasen in einem Garten vergessen, aber Freya nicht ;-)) zur Straße. Am Bächlein beim Gasthaus Goldener Hirsch konnten sich die beiden Hunde noch die Füße abkühlen, sodass wir dann kurz nach 15:30 Uhr wieder am Parkplatz waren.

Die reine Gehzeit betrug 3 Stunden und 16 Minuten. Auf den ersten 10 Kilometern waren wir völlig allein auf dem Weg, später haben wir dann ein paar wenige Wanderer und Klettersteig-Geher getroffen. Die Wege sind abwechslungsreich und führen über verschiedene Wegarten.

Da bei dieser Tour die Wegbeschreibung echt schwierig ist, gibts anbei eine Übersichtskarte.

Höhlenrundwanderweg
Quelle: https://www.hirschbachtal.de/Wanderparadies/Hohlenrundweg/hohlenrundweg.html

Und hier (https://www.hirschbachtal.de/Wanderparadies/Hoehlenweg.pdf) kann man sich noch den Flyer über den Hirschbacher Höhlenrundweg als PDF herunterladen.

Seid ihr auch so höhlenverrückt? Ich liebe sie abgöttisch, da man dort jede Menge Abenteuer erleben kann. Allerdings bin ich ein ziemlicher Angsthase und freue mich natürlich umso mehr, dass das mit unserer Begleitung wieder einmal geklappt hat. Dankeschön :-*

Felsen neben der Schmiedberghöhle.
Das Schlossberg-Felsentor.
Abwechslungsreiche Wege.
Mein Seelenhund.
Trittsicherheit erforderlich – die Wege führen auch über Wurzeln und Steine.

Bis bald!

Wanderung durch die „Starzlachklamm“

Kein Vergleich zu den „großen Geschwistern“

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Die Starzlach.

Chriss hat seinen Gleitschirmkurs in der Nähe von Oberstaufen weitergemacht und ich wollte die „Gunst der Stunde“ nutzen und mit Freya durch die Starzlachklamm wandern. Schließlich stand diese schon ewig auf meiner „Da-will-ich-hin-Liste“ und da ich anschließend die Nacht noch in unserem Wohni verbringen konnte, war die Anfahrt nicht so wild.

Das Wetter war herrlich – blauer Himmel, Sonnenschein und warme Temperaturen – aber die Ferien hatten in Bayern noch nicht begonnen, es war unter der Woche (Donnerstag, der 18. Juli 2019) und ich hatte gehofft, dass deshalb nicht so viele Menschen die gleiche Idee hatten wie ich. Denkste…

Die Anreise verlief noch gut. Kein Stau und auch das Navi hat mich direkt zum richtigen Parkplatz geführt (unbedingt bis zum Ende der Straße fahren, auch wenn man unten ebenfalls parken könnte). Das Hinweisschild „Parken mit Parkschein“ wollte ich nicht ignorieren und so bekam ich schon den ersten Schockmoment am Parkautomaten. Bitte?? 3 Euro für 3 Stunden parken?!? „Naja, ich bin scheinbar verwöhnt und parke wohl zu oft kostenlos“ dachte ich mir und bezahlte mein Parkticket und habe es fein säuberlich hinter der Autoscheibe platziert. Rucksack rauf und los.

Wasserfall in der Starzlachklamm.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: 5,87 Km
  • Höhenmeter: 280 bergauf, 270 bergab
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: gutes Schuhwerk erforderlich, Rundweg, viele Wurzeln und Stufen, nicht kinderwagengeeignet, bei schönem Wetter ziemlich überlaufen, teils enge und felsige Wege (Rutschgefahr), Weideviehbetrieb auf den umliegenden Wiesen, Wasser gibts zwar in der Klamm, ist aber nicht immer erreichbar (deshalb selbst nochmal was für die Fellnase mitnehmen), Highlight ist der große Wasserfall beim Klammwirt, Einkehr möglich beim Klammwirt oder der Alpe Topfen (Öffnungszeiten beachten), mehrere Varianten möglich (Bsp. Start am Parkplatz beim Berggasthof Alpenblick oder nach der Klamm rechts abbiegen und über den Weg rechts zurück); wenig Ausweichmöglichkeiten, wenn einem andere Hunde entgegen kommen
  • Start: Parkplatz zur Starzlachklamm in Winkel (3 Euro Parkgebühr, Automat wechselt nicht (!), es gibt aber einen Geldwechsler daneben, Toiletten 50 Cent)
  • Ziel: = Start

(Daten stammen aus der Komoot-App)

Freya in der Starzlach, bevor die Tour los ging.

Weil es bereits jetzt schon ziemlich warm war, gönnte sich Freya gleich zu Beginn eine Abkühlung in der Starzlach. Anschließend querten wir eine Brücke, einen weiteren Parkplatz und folgten einem geschotterten Weg bis es rechts durch ein Drehkreuz auf einen Waldpfad ging.

Hier wären wir besser gleich geblieben

Nach etwa 700 Meter erreichten wir ein schönes Plätzchen an der Starzlach, aber bereits hier tummelten sich Familien im Bachbett und die Bänke waren alle besetzt. Also kühlte Freya nur schnell ihre Füße und wir gingen weiter. Der Weg führt über Wurzeln und auch ein paar Treppenstufen, ist aber nicht allzu anstrengend.

Hier hätten wir am besten gleich bleiben sollen.

Knappe 300 Meter später kamen wir zu einem schönen großen Wasserfall und beobachteten kurz die Canyoning-Verrückten, welche sich hier ins Wasser stürzen. Aber auch hier ist einiges los und so ging ich rasch zum Eingang der Klamm, bevor die Seniorengruppe mit knapp 15 Mann/Frau sich ebenfalls in die Klamm begab.

Großer Wasserfall am Eingang zur Starzlachklamm.

Ein weiteres Mal wird zur Kasse gebeten

3,50 Euro Eintritt. „Okay, jede Klamm kostet Eintritt, warum also nicht auch die Starzlachklamm“ (dass ich das Eintrittsgeld noch für unangemessen anpreisen würde, hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht gedacht).

Die Klamm kann von beiden Richtungen begangen werden. Sonderbar ist (und das ist mir jetzt gerade erst aufgefallen, als ich diesen Bericht hier schreibe), dass sich aber nur am unteren Eingang (beim Wasserfall) eine Kasse befindet, nicht aber, wenn man von „oben“ kommt.

Enge Wege, viele Leute

Enge Wege und viele Menschen ergeben eine Kombination, die mit Hund (aber auch ohne) nichts für mich sind. Die Strecke durch die Starzlachklamm ähnelt teils mehr einem Parcours den es zu bewältigen gilt, als einem schönen Naturerlebnis. Dass die Klamm aus beiden Richtungen durchwandert werden kann, macht das ganze noch viel schlimmer.

An einigen Stellen musste ich Freya zwischen meine Beine und eine Felswand „quetschen“ um zu verhindern, dass ihr die entgegenkommenden Menschenmassen auf die Pfoten treten. Hinzu kamen glitschige Felsen auf dem Weg, an denen das Geländer gerade recht kam, weil man sonst kaum hinauf gekommen wäre.

Ziemlich eng wird es bei einem Durchgang durch einen Felsen.

Während ausgerechnet immer an den engsten Wegpunkten dann auch noch die Leute standen, um beim Canyoning zuzusehen, war ich eigentlich nur noch damit beschäftigt, uns heil und ohne Absturz durch diese Klamm zu bringen.

Wenn hier noch „Gegenverkehr“ herrscht, dann wird es ziemlich eng.
Auch schmale Brücken gibt es in der Klamm.

Endlich wirds ruhiger, oder doch nicht?

Die Starzlachklamm selbst, ist nur etwa 1,5 Kilometer lang und der Wasserfall beim Klammwirt ist eigentich das einzige Highlight, vielleicht noch ein paar Stellen – aber ich war ja mehr damit beschäftigt, mich an Zuschauern vorbeizuschlängeln und aufzupassen, dass Freya nicht getreten wird – als die Klamm richtig anzuschauen.

Umso mehr hatte ich mich eigentlich auf eine ruhige „Zurück-zum-Auto-Strecke“ gefreut. Aber auch der restliche Weg hinauf auf den Berg in Richtung Alm war nicht viel besser.

Die Gitter können seitlich vom Hund umgangen werden.
Vorsicht! Manche Stufen sind Morsch. Eigentlich kenne ich es so, dass die Eintrittsgelder für den Erhalt der Wege genutzt werden. Scheinbar in dieser Klamm nicht.

Die Wege wurden zwar etwas breiter und die Menschenmassen etwas weniger , dafür waren diese umso lauter. Geschrei und Herumgetolle begleiteten uns auf dem weiteren Weg, bis wir endlich auf einer Wiese und am Ende des Klammwegs (Vorsicht, hier stehen manchmal Kühe) ankamen. Den Weg zur Alpe Topfen ersparte ich uns und so gingen wir geradeaus weiter, Richtung Berggasthof Alpenblick. Hier steht die „Eis-Hiddé“ – ein Automat mit Eis.

Nicht alle Kühe sind eingezäunt, also Vorsicht bitte.

Über die Teerstraße gelangten wir zu einem Parkplatz. Hier sind wir links abgebogen und folgten einem Pfad über eine Weide, bis es in den Wald hinein ging. Bei einer Gabelung hielten wir uns rechts (vermutlich wäre es auf dem linken Weg sogar besser gewesen) und über ein paar ausgesetzte Stellen sowie eine ziemliche Kraxelei entlang der Kletterfelsen gelangten wir auf eine weitere Weide samt Viehbetrieb.

Auf dem Rückweg wurde es dschungelartig.

Ich behielt Freya nah bei mir und beobachtete die weit entfernte Kuhherde. So kamen wir unbeschadet und ohne Zwischenfall wieder auf den Weg, den wir zu Beginn gegangen waren. Ich weiß leider nicht, wie der Weg rechts neben der Klamm aussieht, vermutlich könnte dies aber der schönere Weg sein und eventuell wird dieser irgendwann getestet (bei schlechterem Wetter oder außerhalb jeglicher Ferien oder so ;-)).

Links sind ein paar Kühe zu erkennen. Die Wiese ist aber groß genug, um die Herde zu umgehen.

Nach einer erneuten und wesentlich entspannteren Abkühlung für Freya in Starzlach ging es zurück zum Auto. Eigentlich wollte ich am Parkplatz noch die Toilette aufsuchen, weil hier aber auch noch 50 Cent verlangt wurden, habe ich es mir „verkniffen“.

Am Ende der Tour wurde nochmal ausgiebig in der Starzlach gebadet.

Fazit:

Die Tour durch die Starzlachklamm ist keinesfalls vergleichbar mit der Breitach- oder Partnachklamm – quasi den Geschwistern der Starzlachklamm. Vermutlich hat es auch deshalb so lange gedauert, bis ich mich zum Tourenbericht durchringen konnte. Kennt ihr das? – Man schreibt ungern über Dinge, die einem nicht so gut gefallen haben?!

Vielleicht wäre es besser gewesen, zu einer anderen Tageszeit oder bei schlechterem Wetter zu gehen bzw. wirklich außerhalb jeglicher Ferien (falls es diesen Zeitpunkt überhaupt gibt), aber schon die Kosten (ja ich weiß, sie sind verhältnismäßig klein, aber für solch eine Strecke in meinen Augen zu hoch) scheuen mich vorerst vor einem erneuten Besuch.

Welche Klamm ist euer Favorit? Ich freue mich auf eure Kommentare.

Bildausschnitt vom Flyer der Starzlachklamm (erhältlich am Parkautomaten).
Diese Infotafel befindet sich am Ende des Aufstiegs in Richtung Alpe Topfen bzw. Berggasthof.
Nichts für Fußkranke oder Kinderwägen.
Gleich zu Beginn wird es eng und wurzelig.
Kleiner Wasserfall in der Klamm.

„Grenzgänger“

2-Tages-Trekkingtour im Dreiländereck D, A, CZ – und eine Nacht im Zelt im Narodni park Sumava

Narodni park Sumava
Hinweis: Beitrag enthält unbezahlte Werbung

Unsere „Grenzgänger“ 2-Tages-Trekkingtour führt uns vom Bayerischen Wald übers Dreiländereck, entlang der Grenze zu Österreich in den Narodni park Sumava. 2 Tage waren wir unterwegs und hier ist unser Bericht.

Der Národní park Šumava ist das tschechische Gegenstück zum, auf deutscher Seite angrenzenden Nationalpark Bayerischer Wald.

Rastplatz am Dreiländereck

IDEE UND PLANUNG

Vor einiger Zeit entdeckte ich im Internet ein Foto. Unberührte Natur und eine „wilde“ Landschaft war zu sehen. Darunter stand nur „Narodni park Sumava„. Meine Neugier war geweckt und sofort suchte ich nach mehr Infos. Auf der offiziellen Website des tschechischen Nationalparks (hier finden sich auch sämtliche Verhaltensregeln im Nationalpark) bin ich auf die Möglichkeit der Notübernachtungsplätze gestoßen. Insgesamt 7 solcher Plätze erlauben es einem, im Nationalpark zu zelten – übrigens ist es der einzige Nationalpark den ich gefunden habe, bei dem das geht (Wildes Zelten ist verboten!). „Das ist genau meins, da muss ich hin„, dachte ich mir. Und so ging es ein Jahr später endlich los.

Hinter dem überdachten Rastplatz liegt der Zeltplatz Pod Plesnym jezerom (leider habe ich aufgrund der einbrechenden Dunkelheit davon kein Foto gemacht)

Die Planung war ziemlich einfach, obwohl es verhältnismäßig wenig Berichte über Trekkingtouren dort gibt. Es gibt eine Übersichtskarte mit allen Zeltplätzen und Komoot kennt diese Plätze zum Glück auch. Das gestaltete die Routenplanung gleich viel einfacher.

Dank meiner Packliste für die 12-Gipfel-Tour war alles schon vorbereitet und ich habe nur ein paar Dinge geändert (was genau erfahrt ihr im Beitrag).

DIE ROUTE

Obwohl wir nur etwa 48 Stunden unterwegs waren, hatten wir doch ein paar Highlights unterwegs.

Tag 1 (12.07.2019) – Von Frauenberg nach Pod Plešným jezerem

Wir starteten auf deutscher Seite und zwar im Bayerischen Wald in Frauenberg bei Haidmühle. Der Weg beginnt direkt am Parkplatz und führte zuerst über einen Forstweg zur Kanalstraße – eine ziemlich unbefahrene Nebenstraße. Von hier aus wanderten wir bergauf und überquerten die Straße zur Dreisesselalm.

Die ersten Meter auf dem Weg zum Dreisessel.
Und ja, ich bin auch dabei.

Über eine Hofeinfahrt eines Chalets (Betreten für Wanderer nicht gestattet! Den Hinweis haben wir aber erst gesehen, als wir schon durchgelaufen waren) kommen wir wieder auf eine Forststraße.

Manchmal fragt man sich dann schon, was Komoot unter der Bezeichnung „Weg“ versteht, denn von hier aus ging es weiter den Berg hinauf. Allerdings nicht über den Forstweg, sondern eine verwilderte, mit sehr hohem Gras bewachsene Rückegasse. „Naja, hilft nichts, da müssen wir jetzt durch!“ – dachten wir uns.

Auf diesem Wanderweg ist wohl schon lange niemand mehr gegangen…
Chriss schaute mehrmals, ob wir WIRKLICH auf dem richtigen Weg sind. Aber scheinbar war er richtig.

Am Ende des verwilderten Weges kommt man wieder auf einen Schotterweg. Eine Bank und ein Wegweiser zeigen einem zumindest, dass man richtig ist. Wir folgten der Beschilderung zum Dreisessel (nicht dem Dreisessel-Rundweg!) und bewältigten, über teils steinige Pfade, weitere Höhenmeter bis wir zum Hochstein gelangten. Da es ziemlich windig war, haben wir nur kurz den Gipfel bestiegen und machten uns auf den Weg zum Berggasthof Dreisessel, wo wir uns eine Pause und eine warme Mahlzeit gönnten.

Am Hochstein.
Ein traumhaftes Panorama vom Gipfel des Hochsteins.
Wir waren oben – auf dem Gipfel des Hochsteins.
Angekommen am Berggasthof Dreisessel – endlich gibts Essen, dachte sich Chriss wohl.

Danach folgten wir dem Weg paralell zur Grenze in Richtung Steinernes Meer. Insgesamt 3 solcher Blockhalden müssen überquert werden – sehr zum Leidwesen von Chriss. Für ihn ist es wirklich anstrengend gewesen, während Freya nahezu über die Steine schwebte. (Man folgt hier übrigens einer Teilstrecke des Goldsteigs). Ein steiniger Weg führt hinauf auf eine freie Fläche – diese ist aber keine Almwiese, sondern es sind die Überreste der vom Borkenkäferbefall abgestorbenen Bäume. Der „neue“ Wald wächst gerade erst nach.

Ja, das ist der Weg und die dazugehörige Markierung.
Überquerung einer Blockhalde am Steinernen Meer – Freya macht das mit einer Leichtigkeit.
Okay – Chriss schwebt beinahe (aber nur beinahe) so wie Freya über die Felsen…
Blockhalden sind durchaus nützlich, auch wenn sie manchmal schwierig zu laufen sind.
Keine Wiese, sondern ein „noch toter“ Wald. Dennoch ist es hier traumhaft.

Nach knapp 7 Stunden erreichten wir den Grenzstein im Dreiländereck. Hier treffen sich die Landesgrenzen Deutschland, Österreich und Tschechien. Nach kurzer Rast, ging es über den Grenzsteig (wandern zwischen Tschechien und Österreich), weiter zum Plöckenstein. Um von hier aus weiterzukommen, muss man am Plöckenstein vorbei – dahinter befinden sich weitere Wegweiser in verschiedene Richtungen. Wir folgten noch etwa einen Kilometer dem Grenzsteig, bis wir vom Pod Plechym nach Tschechien hinabstiegen.

Die „Rückseite“ vom Plöckenstein.

Der Abstieg zum Zeltplatz Pod Plešným jezerem war schwierig und steil (bei Nässe nicht zu empfehlen!). Chriss war mit seinen Kräften am Ende und wir legten einige Pausen ein. Kurz vor dem Zeltplatz (direkt am Platz gibt es kein Wasser) füllten wir an einem Rinnsal (es Bach zu nennen wäre übertrieben) unsere Wasservorräte auf. Hierfür hatten wir unseren Katadyn Hiker Pro Wasserfilter dabei. Und da mir die Culinario-Flaschen für ihr geringes Volumen etwas zu schwer sind, hatten wir uns eine leichtere Flasche besorgt. Ich werde mir definitv noch eine zweite (oder dritte) besorgen, da ich von dieser Flasche ziemlich begeistert bin.

Hier haben wir noch eine schöne Aussicht gehabt, bevor der schwierige Abstieg zum Zeltplatz kam.
Stellenweise fühlt man sich hier wie im Urwald. Farn – beinahe größer als ich (nicht schwer bei 1,63 cm).
Hier haben wir noch unseren Wasservorrat aufgefüllt, bevor es ins „Lager“ ging.

Nach 8,5 Stunden erreichten wir den Zeltplatz und stellten zuerst unser Zelt (O4G Sumas 3.0) auf. Wir waren nicht die einzigen. Ein Zelt, ebenfalls mit zwei Personen und einem Hund (gesehen haben wir zwar keinen, aber gehört), stand bereits auf dem Platz. Anschließend gab es Abendessen, welches wir bei der überdachten Sitzgruppe vor dem Platz einnahmen.

Am Platz befinden sich auch „Dixie-Klos“, welche jedoch scheinbar eher als Mülleimer genutzt werden. Jede Menge Toilettenpapier und Taschentücher finden sich rund um die Toiletten. Da jedoch Toilettenpapier rar ist, sollte man auf jeden Fall selbst eines mitnehmen.

Um etwas Wasser zu erhitzen hatte ich vor kurzem einen kleinen Topf gekauft. Da jeder von uns einen Bugaboo Cup dabei hatte, blieb die Schüssel des Kochsets zuhause und wir haben nur noch einen zweiten Göffel besorgt.

Unsere Bugaboo Cups.

Nach dem Abendessen krochen wir in unser Zelt und wollten eigentlich(!!!) schlafen. Und warum schreibe ich jetzt „EIGENTLICH“?!

Tag 1:

14 Kilometer, 650 Meter bergauf – 560 Meter bergab, reine Gehzeit 4 Stunden

Highlights: Hochstein, Dreisessel, Steinernes Meer, Grenzstein Dreiländereck, Plöckenstein

Daten aus Komoot
„Dieser Weg, wird kein leichter sein. Dieser Weg wird steinig und schwer.“ – Da bekommt das Lied von Xavier Neidoo eine ganz andere Bedeutung (ich muss gerade irgendwie lachen).
Herrliche Weitsicht auf dem Weg zum Dreiländereck-Grenzstein.
Drei Seiten hat der Grenzstein – Deutschland, Österreich und Tschechien
Chriss wäre am liebsten sitzen geblieben. Wenn er gewusst hätte, was für ein Abstieg folgt, hätte er das wahrscheinlich auch gemacht.
Nicht nur tote Bäume, sondern auch Blumen.
Die Wege sind genauso wechselhaft, wie das Wetter.
Füße kühlen im „Moorbad“.

Tag 2 (13.07.2019) – Von Pod Plešným jezerem nach Frauenberg

Die Nacht war extrem kurz, was aber defnitiv nicht an meiner neuen Nordisk Grip 3.8 Isomatte lag. Zwei heftige Gewitter mit starkem Regen haben uns den Schlaf geraubt und…? …und unser Zelt etwas durchnässt. Wir waren am Abend zu faul, das Zelt komplett abzuspannen – obwohl Regen angesagt war. Die eigene Faulheit (wir haben aus unserem Fehler gelernt) hat dazu geführt, dass das Außenzelt auf das Innenzelt drückte, was die Feuchtigkeit schön (schön wars natürlich nicht, also Ironie aus) ins Innere geleitet hat. Es war ziemlich feucht, genau genommen nass.

Wir krabbelten aus dem Zelt und machten uns erst einmal ans Frühstück. Es sollten Rühreier werden. Dafür hatte ich extra Volleipulver bestellt. Tja, beim „sollten es werden“ ist es geblieben. Das Pulver löste sich im kalten Wasser schlecht auf und als wir es erhitzten, brannte das Pulver-Wasser-Gemisch sofort an. Noch dazu wollte es ohne Hitze nicht fest werden, sodass es nicht im Geringsten die Konsistenz von Rührei erreichte. Geschmacklich soll es laut Chriss okay gewesen sein, aber Rührei in Trinkform war nichts für mich – schon gar nicht am Morgen. So gab es für mich dann später ein paar Müsliriegel.

Der Versuch, ein gelungenes Frühstück zuzubereiten…
…hat nicht so ganz geklappt.
Vielleicht würde es mit einer Pfanne besser gehen – für den Topf scheint das Eipulver wohl ungeeignet zu sein.
Beim nächsten Mal teste ich das Milchpulver und dann gibts hoffentlich Müsli zum Frühstück.

Nach dem missglückten Versuch eines gelungenen Frühstücks packten wir zuerst unsere Rucksäcke. Anschließend kam das klitschnasse Zelt dran. Ich hasse es Zelte einzupacken, aber noch viel mehr hasse ich es, ein nasses Zelt einzupacken.

Eingemummelt in unsere Regenkleidung ging es los. Wir hatten beide keine Lust den gleichen steilen und steinigen Weg zurück zugehen, weshalb wir Richtung Nové Údolí gestartet sind. (Hätten wir eine weitere Nacht im Nationalpark verbracht, wäre das unser zweiter Zeltplatz gewesen).

„Es regnet, es regnet, es regnet seinen Lauf. Und wenns genug geregnet hat, dann hörts auch wieder auf!“ (Kinderlied)
Aber wer entscheidet, wann es genug geregnet hat?

Der Weg führt anfangs über eine Teerstraße, was aber gar nicht so schlecht war. So kamen wir schneller voran als am Vortag – und außerdem wurden wir (zumindest von unten) nicht so nass. Sehr zu Freyas Freude war der kleine Bach, welcher unseren Weg ein gutes Stück begleitete, gut mit Wasser gefüllt. Mit ein Grund, warum wir mehr Kilometer in weniger Zeit geschafft hatten, sind die moderaten Höhenmeter. Man läuft zwar immer leicht bergauf, aber das merkt man kaum – hier konnte auch Chriss etwas „beflügelter“ laufen. Allerdings war sein Ansporn eher das nahende Auto, welches den Heimweg versprach (grins).

Auch einer unserer Rastplätze. Es gibt auch eine Hütte, wo man sich zumindest unter das Dach setzen kann.
Durch den Regen entstanden an Tag 2 nur wenig Bilder.

Bis zum Rosenauer Denkmal wechselt der Weg zwischen Teer und Schotter und führt größtenteils entlang des Schwarzenberg Kanals. Dieser ist allerdings, trotz Regen, nicht immer gefüllt. Obwohl das Wetter um einiges schlechter ist als am Tag zuvor, sind deutlich mehr Leute unterwegs. Radfahrer, Wanderer, Spaziergänger – heute ist einiges los. Zuvor hatten wir lediglich am Hochstein, am Dreisessel und auf dem Weg zum Plöckstein andere Personen getroffen (ausgenommen das zweite Zelt am Zeltplatz).

Am Rosenauer Denkmal.
Trotz nasser Bänke machten wir hier eine kleine Pause.

Die Landschaft im Narodni park Sumava ist, meiner Meinung nach, einzigartig. Man wandert durch abwechslungsreiche Wälder. Mal sind es Buchen, im nächsten Moment Fichten. Die Spuren des Borkenkäfers sind hauptsächlich nur in der 1. Zone des Nationalparks zu sehen. Wobei sich auch hier der Wald, etwa 20 Jahre nach der „Verwüstung durch den Forstschädling“, wieder erholt. In der 1. Zone gilt absolutes Wegegebot, d. h. die Wege dürfen nicht verlassen werden; außerdem ist in dieser Zone das menschliche Eingreifen nahezu ausnahmslos verboten und es besteht im gesamten Nationalparkgebiet Leinenpflicht!

Vom Rosenauer Denkmal geht der Weg in einen schmalen Waldpfad über. Wir wandern ein kurzes Stück den Grenzsteig (Grenzgänger zwischen Deutschland und Tschechien) entlang, bis wir links auf einen Schotterweg abbiegen. Ein bisschen erinnert der Grenzsteig an die verwucherte Rückegasse (diese Wege scheinen wirklich nicht oft begangen zu werden), aber es handelt sich um einen offiziellen Wanderweg.

Als wir die Fahrstraße zum Dreisessel erreichten, war für Chriss die Tour geschafft. Ich ging die restlichen knappen 5 Kilometer allein bis zum Auto und holte die beiden ab. Da ich ohne Freya schneller vorankomme, habe ich sie bei Chriss gelassen.

Auf den letzten Kilometern kam ich (allerdings unfreiwillig, da meine Internetverbindung noch nicht wieder so wollte wie ich und ich deshalb einen Umweg gelaufen bin) bei der Kreuzbachklause vorbei. Weil ich aufgrund des nächsten anstehenden Regenschauers unter Zeitdruck stand, war für ein Foto keine Zeit – sorry, wird irgendwann nachgeholt.

Anschließend war nochmals ein kurzer aber knackiger Anstieg durch hohes Gras zu bewältigen, nur damit ich dann wieder die (jetzt noch nassere) Rückegasse hinunterlaufen konnte (Augenroll und Jaaaa, da war ich tatsächlich leicht genervt). Allerdings war ich schlau genug, einmal nicht auf Komoot zu hören, sondern meinen eigenen Weg zu wählen und habe mir zumindest dazwischen einen „Kampf“ mitten durch den Wald erspart (manchmal muss man auch einfach auf seine weibliche Intuition hören).

Der Weg war mir dann doch lieber, als wieder mitten durch den Wald.

Knapp 7 Stunden nach unserem Aufbruch am Morgen, erreichte ich gegen 15:30 Uhr das Auto und „düste“ los, um meine zwei müden Krieger am Straßenrand einzusammeln.

Chriss hatte für Freya einen „Unterstand“ gebastelt, damit sie nicht nass wird und nicht friert (total süß, findet ihr nicht auch?).

Freya blieb dankbar darunter liegen, auch wenn ihr Blick eher genervt aussieht.

Tag 2:

bis zur Straße Richtung Dreisessel => 16,4 Kilometer, 210 Meter bergauf – 230 Meter bergab, 3:40 Stunden reine Gehzeit; dazu noch rund 5 Kilometer und 1 Stunde bis zum Auto zurück

Daten aus Komoot

Und wie war die Tour jetzt sonst so?

EMPFEHLUNGEN UND FAZIT:

Ich fange Mal mit den positiven Eindrücken an:

  • Der Ausblick vom Hochstein ist einfach nur grandios
  • Das Essen beim Berggasthof Dreisessel ist sehr lecker und auch günstig, außerdem sind die Bedienungen sehr nett => eine Einkehr kann ich wirklich empfehlen
  • Wer den Anblick von „unberührter“ Natur liebt, der kommt bei dieser Tour „voll und ganz auf seine Kosten“
  • Das Steinerne Meer ist ein absolutes Highlight für jeden, der Blockhalden liebt (ich mag sie ja besonders gern, seitdem ich auf dem Plattengipfel im Fichtelgebirge war)
  • Dreiländereck: Die „Ecke“ bei der sich drei Ländergrenzen treffen => muss ich mehr dazu sagen? – Ich denke nicht
  • Der Zeltplatz Pod Plesnym jezerem => obwohl der Platz etwas klein gehalten ist, ist er toll. Quasi mitten im Wald, was für Naturfreaks wie mich ein absoluter Traum ist
  • Auch wenn Chriss die Wege zu anspruchsvoll fand, so waren die Pfade für Freya und mich super zu laufen (wir sind diese Art Weg aber auch schon vom Fichtelgebirge gewohnt)
Ich liebe diese Landschaft.
Junge Bäumchen kommen nach.

Und was war jetzt nicht so toll?

Einstimmig haben wir beschlossen, dass es nichts gab, was nicht toll war… Okay, die 100.000 Mücken am Zeltplatz waren dann doch nicht so toll.

Ich werde auf jeden Fall noch den kompletten Nationalpark Sumava durchwandern. Zwar nicht mehr in diesem Jahr, aber im nächsten. Ein paar Tagestouren wird es auch noch im Dreiländereck geben. Die Landschaft ist ein Traum und ich bin immer noch total „geflasht“. Natürlich erhoffe ich mir dann auch, ein paar „wilde“ Tiere zu Gesicht zu bekommen, diesmal waren nämlich die Mücken die einzigen, die wir auf unserer Tour gesehen haben. Chriss wird uns vermutlich, zumindest bei solchen Touren, nicht mehr so schnell begleiten.

Chriss an der Grenze Deutschland – Tschechien
Hinter mir liegt der Nationalpark Sumava.
„Hintem Horizont gleich rechts?“ – nicht ganz. Aber hinter dem nächsten Hügel befindet sich bald der Berggasthof Dreisessel.
Bald ist der Aufstieg geschafft.
Wald, soweit das Auge reicht.
Zugegeben, bei 30 Grad wäre es hier ziemlich warm geworden.
Wälzen muss sein.
Rückblick zum Hochstein.
Der Weg zum Hochstein.
Ein Nachbar von Hochstein und Dreisessel.
Und noch einer.
Aber auch sowas findet man auf der Tour. Außerhalb der 1. Zone wird dennoch mit Harvestern gearbeitet…

Ich hatte dieses Mal einiges an „Zeug“ aussortiert, was ich bei der letzten Tour sowieso nicht gebraucht hatte oder was wettertechnisch sinnfrei erschien: kein Inlett für den Schlafsack, kein Sitzkissen, keine Schleppleine, keine kurze Hose. Wäre das Zelt noch dazu gekommen (das hatte jedoch Chriss am Rucksack) wäre mein Rucksack immer noch unter 15 Kg gewesen. Ich bin nämlich mit 12,9 Kg gestartet (nicht schlecht, oder?). Chriss sein Gepäck brachte 16,8 Kg auf die Waage, davon waren aber fast 3 Kg Getränke. Wir hatten Essen und Kleidung für 3 Tage dabei, falls das Wetter besser gewesen wäre, wären wir noch eine Nacht auf dem Zeltplatz bei Nove Udoli geblieben.

Apropos! Dank meinen neuen Schuhen (ich hatte mich ja trotzdem wieder für meine Lowa Renegade entschieden) gab es weder eine Blase, noch einen schmerzenden Knöchel, was die Tour gleich noch angenehmer machte. Manchmal hilft es eben schon, das ausgelatschte Paar einfach nur durch ein neues Paar zu ersetzen (freu).

Mal sehen, wo uns die nächste Tour hinführt. Wer war denn auch schon im Nationalpark Sumava oder im Grenzgebiet D, A, CZ unterwegs? Wie hat es euch gefallen? Schreibt doch einfach einen Kommentar – ich würde mich freuen.

Waldnaabtal-Runde

Oder wie ich es nenne – mein Klein-Kanada

Hinweis: Beitrag enthält unbezahlte werbung
Mein eigenes Klein-Kanada. Hier bekommt man Wildnis-Gefühle.

Die Waldnaabtal-Runde führt uns, wie der Name schon sagt, durchs wilde und zugleich wunderschöne Waldnaabtal.

Vorweg sei gleich erwähnt: Man bewegt sich während der gesamten Wanderung in einem Naturschutzgebiet, weshalb eine Leine stets Pflicht sein sollte.

Abenteuerlich war bereits der Weg zum Parkplatz. Zwischen Windischeschenbach und Falkenberg geht es, von Windischeschenbach kommend, rechts in den Wald in Richtung Uferparkplatz. Mein erster Gedanke war „da darfst du mit Sicherheit nicht offiziell lang, aber es ist angeschrieben – komisch.“ Und siehe da, mitten im Wald zwei Bänke, ein großes Schild auf dem ein Wanderparkplatz ausgewiesen ist und ein Parkplatz. Was will man mehr.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: 12 km
  • Höhenmeter: 210
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: teilweise Gittertreppen, nicht Kinderwagen-tauglich, Einkehr bei Blockhütte möglich (Montags Ruhetag), Rundtour, geeignet für warme Tage, Naturschutzgebiet
  • Start: Uferparkplatz
  • Koordinaten: Geographisch: 49.826222, 12.177026
  • Ziel: = Start

Los gehts – starten wir die Runde entlang der Waldnaab

Schnell die Wanderschuhe geschnürt, Freya das Geschirr angezogen, den Rucksack auf den Rücken geschnallt und schon ging es los.

Vom Parkplatz aus folgen wir dem Weg mit der Markierung U, wer wie ich auch etwas suchen muss – es ist der mittlere Weg von den dreien. Der Weg führt über einen breiten Forstweg hinunter ins Tal.

Und plötzlich steht man da – direkt vor einem Fluss, der Waldnaab. Ich war richtig sprachlos, so schön sieht es dort aus.

Ruhig und sanft fließt hier die Waldnaab – aber sie kann auch anders.

Man folgt zur Linken flussaufwärts dem Fluss. Hier geht es über Stock und Stein, weshalb man durchaus trittsicher sein sollte und die Augen Richtung Boden halten muss – was gar nicht so einfach ist, weil die sagenhafte Landschaft die Blicke fesselt.

Bereits nach ein paar Metern wechselt die Waldnaab vom stillen Bächlein zum reißenden Fluss. Sie schlängelt sich durch riesige Granitblöcke. Zu unserer Linken ragen sagenhafte Felsen empor.

Granitblöcke findet man hier überall, egal ob im Flussbett oder außerhalb.

Weiter geht es über Wurzeln, (Gitter)Treppen, vorbei an kleinen Brücken und über den Tischstein, welcher umgangen übergangen werden muss. Keine Angst, eine Bank auf der anderen Uferseite steht schon bereit und lädt dazu, den Felsblock einfach nur anzuschauen.

Freya kennt solche Treppen und hat auch keine Probleme damit. Soweit ich erkennen konnte, kann man die Stelle aber auch umgehen.
Zum Erfolg gibt es keinen Lift. Man muss die Treppe benützen. (Emil Oesch)

Nach etwa 5 km kommt man zur Blockhütte. Hier lässt es sich einkehren, wenn es nicht gerade Montag ist, denn montags hat die Blockhütte Ruhetag. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der ruft am besten vorher an (Tel.: 09637415).

Nachdem wir noch das Wasserrad bei der Blockhütte besucht haben, nahmen wir die nächste Brücke und folgten der Waldnaab flussabwärts.

Wasserrad bei der Blockhütte.

Nun folgt man einem breiten Forstweg, welchen man sich mit Radfahrern teilt. Ein Schild an der Brücke verweist auf gegenseitige Rücksichtnahme. Da das Wetter nicht so prickelnd und es unter der Woche war, waren aber weniger Radler unterwegs. Allgemein haben wir wenige Personen getroffen und konnten so die Ruhe genießen.

Nach rund 7,5 Kilometern insgesamter Wegstrecke stehen wir nun hier – der Tischstein. Da das Wetter nicht mehr so gut war und es bereits leicht regnete, gab es nur ein paar „Beweisfotos“ und schon gings weiter Richtung Butterfass mit seinen Felsformationen.

Vor uns der Tischstein.
Madame war schon sichtlich genervt, wie ihr Blick verrät. Sie wollte eigentlich nur noch so schnell wie möglich zum Auto – nichts ahnend, dass wir die kürzere Wegstrecke übersehen sollten…

Wir kamen an der letzten Brücke vorbei und warum auch immer, habe ich mir gedacht, dass mit Sicherheit in naher Zukunft eine weitere Brücke kommt. Pustekuchen!

Nachdem glücklicherweise die Komoot-App im Hintergrund lief um die Tour aufzuzeichnen, konnte ich immer wieder einen Blick auf die Wege werfen. Nur irgendwie war mein Internet nicht das Beste und so verließ ich mich lieber auf meine Orientierung. „Irgendwann muss doch hier wieder eine Brücke kommen, das kann doch gar nicht sein“, dachte ich mir.

Bereits auf dem Rückweg… Irgendwann kommt mit Sicherheit eine Brücke, denn das Auto steht auf der anderen Flussseite.

Der Forstweg machte eine Linkskurve, während wir einfach geradeaus weitergingen. Hier geht es über einen schmalen Pfad am Hang entlang, während die Waldnaab ruhiger wurde.

Und siehe da, es kam eine Brücke (eine Gitterbrücke, es ist aber ein Teil mit Metallplatten abgedeckt). Beim 11ten Kilometer war es soweit. Wir überquerten die Waldnaab ein zweites Mal und waren wieder auf der richtigen Seite. Ab hier geht es noch knapp 2 Kilometer, mit leichter Steigung, zurück zum Parkplatz.

Man kann sich kaum verlaufen. Der Uferpfad und die Forststraße sind nicht verfehlbar und der kleine „Abstecher“ war sogar richtig schön, da er weiterhin am Wasser entlang ging. Wer die Tour aber lieber abkürzen möchte, nimmt von der Blockhütte kommend, eine der Holzbrücken – spätestens aber jene nach dem Tischstein.

Eine tolle Tour, welche wir auf jeden Fall wiederholen werden. Dann aber mit Badeklamotten und sommerlichen Temperaturen im Rucksack.

Wart ihr auch schon an der Waldnaab wandern?

Tierische Gefahren – „Die Wilden“

Wolf, Bär, Wildschwein und Co.

HINWEIS: BEITRAG ENTHÄLT UNBEZAHLTE WERBUNG
Bild: eigene Aufnahme
So entspannt, wie im Wildpark Hundshaupten, sind sicher nicht alle Wildtiere, welche man auf einer Wanderung treffen kann.

Wer wandern geht, bewegt sich meistens mitten in der Natur. Und die Natur ist das Zuhause zahlreicher „wilden“ Tiere. Nicht alle dieser Wilden sind gefährlich für uns, aber bei manchen Genossen kann ein Aufeinandertreffen durchaus unangenehm werden, vor allem wenn man einen Hund mit sich führt.

Von welchen Tieren spreche ich? Was kann passieren und vor allem, wie kann ich ein Aufeinandertreffen vermeiden und wie verhalte ich mich, wenn es doch einmal passiert? Diese Fragen behandle ich in diesem Beitrag.

Bild: Carola Heinelt
Der Wolf – naher Verwandter unserer Haushunde. Dennoch kann eine Begegnung mit Hund zu Problemen führen.

Welche „tierischen“ Gefahren gibt es beim Wandern (mit Hund)?

In diesem Artikel geht es um Wildtiere, welche man durchaus in den Wäldern Europas und auch mittlerweile in Deutschland antreffen kann. In Kürze folgt dann auch ein weiterer Beitrag, in welchem es dann um weitere „Tierische Gefahren“ geht.

Die Tiere, welche man in der Natur antrifft, richten sich selbstverständlich nach der Region, in der man unterwegs ist. In Deutschland und vor allem in Bayern, wird man eher selten auf einen Elch oder einen Bären treffen – Bruno wurde ja vor einiger Zeit erlegt und verweilt nun im Museum – aber nicht jeder wandert nur in Deutschland und niemand kann ausschließen, dass sich nicht doch mal wieder ein Tier in die Region „verirrt“.

Natürlich gibt es auch noch Löwen, Tiger, Pumas und andere „gefährliche Tiere“, aber in diesem Artikel beschränke ich mich auf die „Wilden“, welche in Europa angetroffen werden könn(t)en.

Der Wisent

Bild: Carola Heinelt
Wisente sind mit den Kühen verwandt.

Wisente sind in Europa sehr selten. Sie gelten als streng geschützt und wurden in Deutschland vor 250 Jahren ausgerottet. Aber im Rothaargebirge gibt es ein Projekt, bei welchem die Tiere ausgewildert wurden. Ebenso in Teilen der Slowakei und Rumänien. Hier besteht also durchaus die Möglichkeit, dass man einer ganzen Herde gegenübersteht.

In Polen gibt es gleich mehrere freilebende Wisent-Populationen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein Tier nochmal die Oder durchschwimmt, wie bereits vor ein paar Jahren der Fall war.

Welche Gefahr stellt ein Wisent für Mensch und Hund dar und wie verhalte ich mich richtig?

Wisente, welche nicht an Menschen gewöhnt sind, sind sehr scheue Tiere. Sie zu Gesicht zu bekommen, ist meist sehr schwierig. Ein Aufeinandertreffen ist dennoch nicht ganz ausgeschlossen. Werden die Tiere von einem Wanderer im Wald überrascht, flüchten sie. Vor allem Herden mit Jungtieren sind sehr scheu. Können die Tiere jedoch nicht weitgenug flüchten, weil ihnen der Weg versperrt wird, reagieren besonders Bullen während der Brunft und jungtierführende Kühe aggressiv.

Schüttelt ein Wisent seinen Kopf, bewegt den Schwanz heftig und scharrt am Boden, dann sollte man sich langsam entfernen, während man das Tier/die Herde auf jeden Fall im Blick behält, da ein Angriff nicht mehr ausgeschlossen werden kann.

Hunde werden, anders als bei Kühen, oft ignoriert. Aber – Ausnahmen bestätigen die Regel. Darauf verlassen würde ich mich nicht. Ich rate hier dazu, den Hund anzuleinen, sich ruhig zu verhalten und ebenfalls, mit Blick auf die Tiere, das Revier weiträumig zu umgehen. Der Hund könnte auf die Hörner genommen oder zertrampelt werden.

Der Elch

Elche sind in Deutschland immer häufiger anzutreffen, vor allem in Brandenburg und im ehemaligen Ostpreußen, aber auch in Bayerischen Wald werden immer wieder Tiere gesichtet. In Tschechien, Polen, Schweden und Norwegen – welches durchaus beliebte Wander-Länder sind, lassen sich sogar größere Populationen finden. Elche trifft man meistens in schwergängigem Gelände an, jedoch eher selten auf freien Flächen. Sie sind Einzelgänger – einer ganzen Herde zu begegnen ist also ziemlich unwahrscheinlich.

Bild: Carola Heinelt
Eine Elchkuh mit drei Kälbern. In freier Natur sollte man hier äußerst vorsichtig sein.
Welche Gefahr stellt ein Elch für Mensch und Hund dar und wie verhalte ich mich richtig?

Elche weichen dem Menschen für gewöhnlich aus. Aber gerade während der Brunft sind die Tiere sehr leicht erregbar. Man sollte großen Abstand halten und sie nicht bedrängen, auch der Hund sollte angeleint und ruhig sein.

Vor allem eine Elchkuh mit Kälbern versteht keinen Spaß, wenn es um ihren Nachwuchs geht. Wölfe sind natürliche Feinde der jungen Kälber und die Mütter verteidigen ihren Nachwuchs – auch gegen Hunde.

Ein Hufschlag eines Elchs trifft sehr schnell und mit ziemlicher Wucht und kann sowohl für uns Menschen wie auch für den Hund tödlich sein. Kommt einem ein Elch entgegen, signalisiert er damit seine Angriffsbereitschaft. Es kann auch sein, dass ein Elch von hinten angreift und einen niedertrampelt.

Greift ein Elch an, wird dazu geraten, sich zu einer Kugel zu formen und den Kopf zu schützen. Aufstehen sollte man erst, wenn der Elch sich weitgenug zurückgezogen hat. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich schnellstmöglich zurückziehen oder sich hinter etwas verstecken, sodass der Elch einen nicht mehr sehen kann.

Der Wolf

Bild: eigene Aufnahme
Ein Wolfsrüde im Wildpark Gondorf.

150 Jahre lang war der Wolf in Deutschland ausgerottet. Seit dem Jahr 2000 ist er auch bei uns wieder Zuhause. Wölfe sind sehr vorsichtige Tiere und einen zu Gesicht zu bekommen, ist gar nicht so einfach. Aber die Sichtungen und das Aufeinandertreffen häufen sich mit zunehmender Population. In einigen Ländern waren die Tiere nie fort. In Bayern siedeln sie sich in letzter Zeit gebietsweise neu an. Um einem Wolf zu begegnen, muss man sich nicht fernab der Wanderwege bewegen. Sie nutzen auch unsere Feld- und Waldwege. Wie verhalte ich mich, wenn ich einem Wolf beim Wandern begegne und was mache ich mit meinem Hund?

Welche Gefahr stellt ein Wolf für Mensch und Hund dar und wie verhalte ich mich richtig?

Der Mensch fällt nicht in das Beuteschema eines Wolfs. Wenn also ein Angriff stattfindet, dann nicht, weil der Wolf Hunger hat. Und auch bei direkten, überraschten Begegnungen stürzen sich Wölfe nicht gleich auf ihr Gegenüber, sondern beobachten und entfernen sich langsam. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich groß machen und in die Hände klatschen.

Bild: eigene Aufnahme
Ob die Wölfin im Eifelpark Gondorf Freya beobachtet hat? Wir wissen es nicht genau, aber auch Freya war sehr interessiert, hatte aber auch ein klein wenig Respekt.

Der eigene Vierbeiner sollte angeleint sein und nahe bei sich gehalten werden. Hunde gelten oft als Revier-Eindringlinge und es kommt immer wieder vor, dass vor allem freilaufende Jagdhunde von Wölfen getötet werden.

Zusammenfassend: Hund an die (kurze) Leine und nahe bei sich behalten, sich groß machen und in die Hände klatschen oder anderweitig bemerkbar machen. Manchmal hilft auch ein Stock oder ähnliches, um etwas mehr Distanz zu gewinnen. Keine hastigen Bewegungen und mit Blick auf das Tier langsam von der Stelle entfernen.

Auch ein Pfefferspray kann helfen, jedoch sollte man aufpassen, da auch die eigenen Augen und die Nase des Hundes darauf reagieren.

Der (Braun)Bär

Bären sind in Deutschland und vor allem bei uns in Bayern nicht das Tier, das man überall antrifft. 2006 „verirrte“ sich ein Bruno zu uns und verweilt seit diesem Besuch im Museum. Es gibt jedoch Wanderregionen, wo man durchaus auf einen Braunbären treffen kann.

Bild: eigene Aufnahme
Meister Petz im Eifelpark Gondorf. Ich finde, er sieht ganz niedlich aus, aber in freier Wildbahn auf ihn zu treffen… Naja, da hätte ich doch ziemlich Respekt.

Sie gelten als Allesfresser, ernähren sich aber hauptsächlich von Pflanzen und Menschen gehören nicht zu ihrer Beute, dennoch kann so ein Bärentreffen ziemlich unangenehm enden. Sowohl für die Fellnase, wie auch für uns Menschen. In Österreich lebt eine kleine Population und in den Alpen gibt es vereinzelt durchwandernde Tiere, ansonsten finden sich Braunbären heutzutage im italienischen Trentino, in Slowenien, Rumänien (Karpaten) aber auch in Finnland, Schweden und Norwegen.

Welche Gefahr stellt ein Braunbär für Mensch und Hund dar und wie verhalte ich mich richtig?

Wie bei (fast) allen genannten Wildtieren, ist ein Aufeinandertreffen mit einem Bären eher gering. Für gewöhnlich flüchten sie schon lange bevor wir auch nur erahnen, dass sich dort ein Bär aufhält. Allerdings können Mütter mit ihren Jungen, mit fressen beschäftigte oder verletzte Tiere durchaus zur Gefahr werden.

Ein Prankenhieb eines Braunbären kann tödlich enden. Auch ein Biss oder Kratzer, mit den bis zu 8 cm langen Krallen, führt zu erheblichen, zum Teil lebensbedrohlichen Verletzungen.

Da ich mich mit Bären nicht so gut auskenne, hier zwei Links.

Gute Verhaltensregeln im Bärengebiet gibt’s hier

und hier fürs Wandern mit Hund

Der Luchs

Bild: eigene Aufnahme
„Schau mir in die Augen Baby“ – oder denkt sich dieser schöne Luchs gerade etwas anderes?!

Luchse sind zwar immer noch sehr selten, jedoch streifen sie mittlerweile u. a. wieder im Harz, Fichtelgebirge, Rothaargebirge, Spessart, Bayerischen Wald und Böhmerwald durch die Wälder. Auch im Jura und in den Alpen siedeln sie sich wieder an. Luchse gehören zu den größten Raubtieren Europas.

Einem Luchs zu begegnen ist also sehr gering, auch weil sie sehr scheue Tiere sind und einen meist schon bemerken und flüchten, bevor man überhaupt in die Nähe kommt. Dennoch kann es immer passieren, dass vor allem freilaufende Hunde einem Luchs mit seiner Beute zu Nahe kommt. Hier können die knapp 25 kg schweren Großkatzen durchaus zur Gefahr für den Hund werden.

Welche Gefahr stellt ein Luchs für Mensch und Hund dar und wie verhalte ich mich richtig?

Auch wenn die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist – wer unterwegs auf einen Luchs trifft, sollte seinen Hund sofort zu sich rufen und ihn anleinen und sich langsam zurückziehen.

Ist der eigene Vierbeiner bereits mit dem Luchs in einer Rangelei, so sollte man keineswegs dazwischengehen, sondern durch Werfen verschiedener Gegenstände und Rufen versuchen, die beiden auseinanderzubringen.

Eventuelle Biss- und Kratzspuren sollten sofort von einem Tierarzt behandelt werden. Ein nötiger Impfschutz ist Pflicht und sollte bei Bedarf unverzüglich aufgefrischt werden.

Bild: eigene Aufnahme
Mit diesen Pranken kann ein Luchs ordentlich zuschlagen und die Krallen sind der Größe angepasst – Biss- und Kratzspuren sollten unbedingt von einem (Tier)Arzt untersucht werden.

Das Wildschwein

Wildschweine sind häufig anzutreffende Zeitgenossen. Besonders in den letzten Jahren haben sie sich stark vermehrt und sind mittlerweile eigentlich überall zuhause. Um auf Wildschweine zu treffen, muss man sich nicht fernab der Zivilisation bewegen. Unfälle mit den „wilden Sauen“ sind ein um ein Vielfaches höher, als mit einem Wolf oder einem anderen Wildtier. Das mag zum einen an der höheren Populationsdichte liegen, zum anderen aber auch daran, dass die Tiere weniger Scheu sind, als Wolf, Luchs oder Bär.

Bild: eigene Aufnahme
Dieses Wildschwein im Wildpark Mehlmeisel macht einen sehr entspannten Eindruck.
Welche Gefahr stellt ein Wildschwein für Mensch und Hund dar und wie verhalte ich mich richtig?

Auch Wildschweine sind keine aggressiven Wald-Rambos, aber vor allem bei falschem Verhalten kommt es immer wieder zu Unfällen. Die Tiere haben viel Kraft und sehr lange, messerscharfe Eckzähne. Es kommt immer wieder vor, dass Wildschweine Menschen und auch Hunde angreifen und diese Angriffe nicht immer glimpflich ausgehen.

Bild: Carola Heinelt
Hier erkennt man ziemlich gut, die großen Eckzähne mancher Wildschweine.
Mit ihren Zähnen können sie schwere Verletzungen verursachen.

Gerade in der Dämmerung und nachts sind die allesfressenden Wildschweine aktiv. Wer also einem Aufeinandertreffen geringere Chancen bieten will, der sollte seine Wanderung auf den Tag verlegen.

Aber es gibt für nichts eine Garantie. Damit man nicht doch auf eine ruhende Rotte, womöglich mit Frischlingen trifft, gelten folgende einfache Regeln:

  • Der Hund sollte angeleint sein
  • Auf den Wegen bleiben
  • Sich am besten etwas lauter durch den Wald bewegen, damit die Tiere einen früh genug hören können, um zu flüchten

Vor allem Bachen, also weibliche Wildschweine, mit Jungen und Keiler – so werden die männlichen Wildschweine genannt – können aggressiv gegenüber Störungen durch Menschen und vor allem durch Hunde sein.

Wie man sich am besten verhält, wenn man auf Wildschweine trifft, ist in diesem Bericht sehr gut beschrieben, deshalb schreibe ich nichts weiter dazu.

Ich persönlich habe tatsächlich mehr Bedenken davor, einer Wildsau gegenüberzustehen, als einem Wolf oder einem anderen Wildtier.

Der Rothirsch

Bild: eigene Aufnahme
Ein imposanter Rothirsch – der für seine Art ziemlich weiß ist – im Wildpark Mehlmeisel.

Rothirsche sind nicht überall anzutreffen – vor allem in Deutschland gibt es Regionen, in denen kein Rotwild zu finden ist. In Deutschland gibt es nämlich Gesetze, die das Rotwildvorkommen und deren Gebiete regeln.

Dennoch sind Rothirsche unter anderem im Mittelgebirge, in den Alpen und im Alpenvorland vertreten. In Ländern wie Rumänien, Tschechien, Ungarn und Polen gibt es größere Bestände.

Rothirsche zählen nicht zu den Raubtieren, sondern sind Pflanzenfresser. Sie können dennoch ein Gewicht von bis zu 220 kg und einer Schulterhöhe an die 150 cm.

Sie leben in Rudeln und sind standorttreu.

Welche Gefahr stellt ein Rothirsch für Mensch und Hund dar und wie verhalte ich mich richtig?

Dass ein Rothirsch einen Menschen attackiert ist beinahe ausgeschlossen. Dennoch kann es passieren, dass die Tiere sich auf der Flucht vor etwas befinden oder man sie aus Versehen aufschreckt und sie somit in Panik rennen. Das hat z. B. im Naturpark Soonwald (Hunsrück) schon dazu geführt, dass eine Frau mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden musste.

Ein Rothirsch erwischte die Frau mit den Hufen im Gesicht und an der Schulter. Sie befanden sich vermutlich auf der Flucht vor einem Hund.

In Frankreich hat ein Jäger einen Hirsch vermutlich erschreckt, welcher daraufhin aufgesprungen ist und den Jäger über den Haufen gerannt hat.

Während der Brunft kommt es vor allem in Tierparks ab und an zu Unfällen mit den Tieren. Sie sind während dieser Zeit „mit besonderer Vorsicht zu genießen“, nicht nur im Wildpark.

Bild: eigene Aufnahme
Diese Aufnahme ist uns im Wildpark Hundshaupten gelungen. Bevor er so posierte, übersprang er einfach einen 1,50 m hohen Zaun.

Auch ein Hirschgeweih kann schwere Verletzungen hervorrufen. Die Enden sind besonders spitz und so kann ein Rothirsch einen ziemlich unsanft aufs Geweih nehmen. Auch Hunde können so in Gefahr kommen, wobei sie ebenso mit den Hufen geschlagen werden können. Es gibt auch ein Video, in dem ein Hirsch mit seinen Hufen einen Jäger regelrecht „verprügelt“.  

Verhaltensregeln sind auch hier, dass man sich auf den Wegen bewegen soll, den Hund nicht unbeaufsichtigt durch den Wald rennen lässt und sich am besten bemerkbar macht, sowie die Wanderung in den Tag verlegt.

Der (Alpen)Steinbock

Bild: eigene Aufnahme
Die Hörner eines Steinbocks können bis zu einem Meter lang werden.

Zugegeben – Steinböcke sind noch weniger verbreitet, wie der Rothirsch, aber gerade in den Alpen gibt es wieder ein paar Populationen. Auch in Südtirol, Tirol und auch in Bayern gibt es wieder Steinböcke. Die Tiere verfügen über Hörner, die bis zu einem Meter lang werden können und die Böcke erreichen ein Gewicht von rund 100 kg.

Anzutreffen sind die Tiere, meist in Herden, in höheren Gebirgslagen.

Ein Steinbock wird größer als eine Gämse und auch seine Hörner sind um einiges größer als deren Gehörn. Steinböcke sind nicht allzu scheu, aber auch hier gibt es Unterschiede.

Welche Gefahr stellt ein Steinbock für Mensch und Hund dar und wie verhalte ich mich richtig?

Steinböcke können in einem Hund einen natürlichen Beutegreifer erkennen, wodurch sich ein Angriff nicht ausschließen lässt. Deshalb gilt es, bei Steinböcken den Hund anzuleinen und bei sich zu behalten. Im Berchtesgadener Nationalpark kam es bereits zu einem Vorfall, wo der Hund der Auslöser für einen Angriff war. Zuerst wurde der Hund attackiert. Als dieser zu seinem Herrchen lief, wurde auch der Mann umgestoßen.

Dass ein Steinbock auch mit seinen Hörnern schwere Verletzungen verursachen kann, ist bei der Größe der Hörner nicht verwunderlich.

Wer einen einzelnen Steinbock oder eine ganze Herde erblickt, sollte darauf achten, dass man genügend Abstand zu den Tieren hält und auch der Hund nicht zu den Tieren läuft und/oder diese aufscheucht.

Bild: eigene Aufnahme
Noch ziemlich jung, dafür schon sehr neugierig, war dieser Steinbock.
Obwohl wir in einem Wildpark waren, wo die Tiere sowohl Mensch wie auch Hund gewöhnt sind, wurde es mir doch leicht mulmig, weil er direkt auf Freya und mich zulief.

Die Kreuzotter/Aspisviper

Vor allem in Deutschland gibt es nur zwei Giftschlangen und zwar die Kreuzotter und die Aspisviper. Eine Kreuzotter kann bis zu 80 cm lang werden – eine Aspisviper bis zu 90 cm.

Die Kreuzotter fühlt sich auf den Ostseeinseln Rügen und Hiddensee am wohlsten. Aber auch in Moor- und Heidelandschaften, sowie in alpinen Regionen ist sie zu finden. Wir wurden bei einer Tour um den Eibsee von einer netten Spaziergängerin gewarnt, dass sich gerade um die kleinen Seen rund um den Eibsee einige Kreuzottern aufhalten.

Die Aspisviper ist nur im südlichen Schwarzwald zu finden, jedoch auch in den Ländern Spanien, Slowenien, Frankreich, Italien und der Schweiz zuhause.

Bild: Uwe Pleschke
Eine Kreuzotter beim Sonnenbad.
Welche Gefahr stellt eine Kreuzotter/Aspisviper für Mensch und Hund dar und wie verhalte ich mich richtig?

Die beiden Schlangenarten sind natürlich keine Biester, welche lauernd darauf warten, dass sie endlich einen Menschen oder einen Hund beißen können.

Das Gift einer Kreuzotter ist zwar giftiger als das einer Diamant-Klapperschlange, aber die Kreuzotter hat weniger Vorrat davon. Kreuzottern beißen selten und sind scheue Tiere. Nur wenn man sie reizt, auf sie tritt oder anfasst, beißt sie zu. Deshalb sollte man am besten vor dem Hund laufen, die Augen offenhalten und aufpassen, wo man hintritt.

Das Gift der Aspisviper ist ähnlich dem der Kreuzotter. Eine Aspisviper ringelt sich zuerst zusammen, bevor sie angreift. Wer sie überrascht oder bedrängt, muss damit rechnen, dass auch sie zubeißt. Meist flieht sie aber bereits bei der geringsten Störung.

Und was, wenn man trotz aller Vorsicht doch gebissen wird?

Dann sollte man nach dem Biss das betroffene Körperteil ruhigstellen und sich um einen Arzt oder ein Krankenhaus kümmern. Der Biss kann für Kinder oder kranke und alte Personen tödlich sein. Meist bildet sich aber nur eine schmerzhafte Schwellung. Auch allergische Reaktionen können auftreten, mit denen ähnlich wie bei Bienengift, nicht zu spaßen ist.  

Auch für den Hund kann so ein Biss tödlich sein, vor allem, wenn nicht bekannt ist, dass der Hund gebissen wurde. Wie schnell sich das Gift ausbreitet und wie schwer die Vergiftung ist, hängt vom Gewicht, alter und gesundheitlichem Zustand des Vierbeiners ab. Besonders Stellen wie der Kopf-Schnauzen-Bereich und der Pfoten-Beine-Bauch-Bereich sind Schlangenbiss-gefährdete Bereiche.

Um sich selbst vor Schlangenbissen zu schützen, sollte man auf festes, geschlossenes Schuhwerk achten. Auch feste Gamaschen helfen.

Beim Hund hilft meistens nur, dass man vorausläuft und man den Weg im Auge hat. Dabei sollte der Hund nicht mehrere Meter neben einem gehen, sondern den gleichen Weg benutzen, wie sein Besitzer.

Bild: Uwe Pleschke
Gut getarnt, liegt die Kreuzotter im Gebüsch. Hunde sollten nicht zu weit neben dem Weg schnuppern.

Nach all den großen Tieren, sollte man natürlich auch kleinere Tiere, wie Wespen, Bienen, Hornissen, Zecken und verschiedene Mücken- und Spinnenarten nicht außer Acht lassen, aber diese hier alle aufzuzählen, würde vermutlich den Rahmen dieses Beitrags sprengen.

Auch Quallen und viele andere Tiere in Gewässern, können auf Wanderungen zur Gefahr werden. Ich finde, es kommt wirklich darauf an, wo man unterwegs ist (ich rate jedem, sich vor Antritt der Wanderung Infos über die Flora und Fauna der Route und der Region einzuholen), wie man sich verhält und vor allem, wie man auf seinen Hund achtet. Wer sich achtsam und respektvoll in der Natur bewegt, der kann Unfälle mit Wildtieren zwar nie ganz verhindern, aber zumindest reduzieren.

Um das Alles nochmal etwas Revue passieren zu lassen, gibts hier noch ein paar…

Allgemeine Tipps, zu den „Wilden Tieren“ beim Wandern:

  • Vor Antritt der Wanderung Infos zu Fauna einholen
  • Sich ruhig etwas lauter bewegen (singen, sprechen), so können die Tiere einen früh genug wahrnehmen
  • Eventuell ein Glöckchen an Schuh oder Rucksack befestigen
  • Auf den Wegen bleiben
  • Keine Wildtiere füttern (Lebensmittel und Müll gut verpacken, wenn das nicht möglich ist, nicht direkt in der Nähe des Nachtlagers lagern oder hoch oben an einem Baum mit Seil)
  • Bekannte Rückzugsorte der Tiere meiden
  • Den Hund an der Leine führen (je nach Region/Ortschaft auch Pflicht) und nicht unbeaufsichtigt lassen

Packliste für unsere „12-Gipfel-Tour im Fichtelgebirge“

HINWEIS: BEITRAG ENTHÄLT UNBEZAHLTE WERBUNG
Na, was schätzt ihr, wie schwer der Rucksack ist?
Ich habe für euch alles detailliert aufgeschrieben…

In diesem Beitrag geht es darum, welche Ausrüstung ich bei unserer 3-tägigen „12-Gipfel-Tour im Fichtelgebirge“ dabei habe und was die Ausrüstung wiegt. Seid ihr auch so gespannt, wie ich es war?

„Und das muss natürlich auch noch mit…

Oder? Lieber nicht, zu viel Gewicht!“

Wie oft habe ich mir beim Packen gedacht: „Das muss unbedingt mit, ohne geht es gar nicht“ und als ich dann meine kleine Küchenwaage neben mir stehen und alles bis aufs Gramm genau abgewogen hatte… Ja, ihr ahnt es wohl – kam die Ernüchterung.

Bei einer Tagestour, wo man morgens das Haus verlässt und abends wieder in sein gewohntes Bett steigen kann, ist es ziemlich egal, wenn man ein paar Kilos zuviel mit sich rumschleppt. Abends ist man den Rucksack ja wieder los. Aber wenn man die Sachen 3 Tage lang auf dem Buckel hat, dann schaut man doch ein bisschen mehr aufs Gewicht.

AUSRÜSTUNG

Zur Ausrüstung zähle ich auf jeden Fall meinen Rucksack, aber auch Dinge wie Zelt oder Schlafsack.

Das Overmont 1-2 Personen-Zelt ist innerhalb weniger Minuten aufgebaut.
WasWas genauGewicht in Gramm
Gesamtgewicht5513
RucksackDeuter Aircontact 40+10 sl2170
ZeltOvermont 1-2 Pers. Zelt1939
Schlafsack High Peak lite 800842
Isomatteaufblasbare Isomatte 518
KarabinerSchnappkarabiner44

Die Ausrüstung lässt sich variieren und kommt selbstverständlich auch auf die Region an. Vor allem im Punkt Zelt und Schlafsack kommen immer neue, leichtere Produkte auf den Markt. Allerdings ist natürlich gerade das Geld und der Einsatzbereich ein Kritikpunkt, der für mich mindestens genauso interessant ist, wie das Gewicht. Selbstverständlich habe ich trotz geringerer Investition nicht das schwerste Zelt ausgewählt, da ich ja trotz allem meinen Rücken und meine Schultern nicht überbelasten möchte. Wie sich das Overmont im Praxistest schlägt, werde ich natürlich auch berichten.

Der Karabiner ist kein Muss, aber ich habe ihn gern dabei. Damit kann ich Freya in schwierigem Gelände etwas sichern und außerdem kann ich die Leine damit am Bauchgurt des Rucksacks befestigen (bitte nur in einfachem Gelände, da ansonsten die Absturzgefahr von Mensch und Hund zu groß ist). 

Ich denke, dass ich für 3 Tage mit Übernachtungen auf Campingplätzen gut gerüstet bin. Wir sind im Fichtelgebirge unterwegs, nicht im Hinterland Alaskas und deshalb hoffe ich, dass auch der Schlafsack mit einer Komfort-Temperatur von 12 Grad, ausreichend ist.

KOCHEN UND GESCHIRR

Alles dabei, um sich etwas Warmes zuzubereiten… Für ein paar Tage reicht das auf jeden Fall.

Wer sich viel bewegt, verbraucht viel Energie. Da ich während meinen Touren nicht allzu oft in Restaurants gehe, habe ich einen Gaskocher und Kochgeschirr, sowie Besteck dabei. Damit lässt sich ohne viel Aufwand ein wenig Wasser erhitzen und dank vieler Fertiggerichte und sogenannter Trekking-Nahrung, wo man nur mit Wasser aufgießen muss, ist dann auch schon gekocht.

Auch in diesem Punkt lassen sich mit Sicherheit ein paar Gramm einsparen, aber gerade beim Topf habe ich gern ein Modell, in welchem ich problemlos mal eine etwas größere Portion erwärmen kann, ohne mehrmals den Kocher anzuschmeißen.

WasWas genauGewicht in Gramm
Gesamtgewicht3662
Kochgeschirr und BesteckTopf, Geschirr und Besteck je nur für eine Person, dazu noch eine Tasse aus Aluminium485
KocherCampingkocher289
Gas100 Gramm Kartusche Coleman Xtreme 2.0 Butan/Propan-Gemisch192
WasserbehälterCulinario Flavour 700 ml127
MesserTaschenmesser49
Feuerzeugherkömmliches Feuerzeug20
Essen und Getränkeverschiedenes2500 (durchschnittlich)

Da wir auf Campingplätzen übernachten, werde ich dort einen Teil meiner Vorräte auffüllen oder mir auch den Luxus gönnen und ein Restaurant besuchen.

Bäche, Seen und Weiher gibt es auf der Route genug, weshalb ich nur 700 ml Wasser und ein paar Teebeutel und noch etwa einen Liter Eistee oder ähnliches einpacken werde. Freya trinkt sowieso lieber aus einem Bach.

Egal, worauf man unterwegs Lust hat – auf jeden Fall sollte man genügend Energiespender in Form von Müsliriegeln oder auch Nüssen dabei haben. Sie wiegen nicht viel und nehmen wenig Platz in Anspruch, können aber im „Ernstfall“ hilfreich sein. Gleiches gilt für Traubenzucker und Obst – wobei Obst und Gemüse ziemlich schwer sind. Wem es schmeckt, der kann auf Trockenobst ausweichen.

Verschiedene Müsliriegel und ein paar Teebeutel bringen oft schon etwas Abwechslung auf den Speiseplan.

HYGIENE UND GESUNDHEIT

Da ich auch beim Wandern nicht auf bestimmte Hygieneartikel verzichten möchte, muss natürlich auch hier Verschiedenes mit in den Rucksack. Die Industrie macht sich in diesem Bereich viele Gedanken und so gibt es auch Zahnbürsten, Duschgels und andere Utensilien im rucksacktauglichen Kleinformat.

Und noch ein kleiner Hinweis: Umweltschutz wird immer größer geschrieben, weshalb es mittlerweile umweltfreundliche/biologisch abbaubare Seife gibt. Dennoch sollte man sich lieber etwas abseits des Gewässers abwaschen, damit der Boden die Stoffe filtern kann.

Taschentücher sind praktischer als eine Rolle Toilettenpapier. Dennoch bitte beides nicht in die Natur, sondern ab in eine Tüte und auf zum nächsten Mülleimer.
WasWas genauGewicht in Gramm
Gesamtgewicht1183
Handtuch Microfaser Badetuch gestreift L216
HundehandtuchReisehandtuch Microfaser S42
ZahnpflegeReise-Zahnpflege-Set50

Haarbürstekleine Haarbürste53
Duschen/WaschenCareplus Bioseife (geeignet für Körper, Haar, Geschirr, Wäsche)
Sprüh-Spülung für die Haare, Deo
223

PflegeGesichtscreme, Nagelschere, Nagelfeile, Pinzette, Rasierer, Desinfektionstücher, Tempos, Tampons, Anti-Mücken-Spray214
Erste HilfeErste Hilfe-Set354
KotbeutelKotbeutel (20 Stück)
31

Meine langen Haare möchte ich gerne behalten, weshalb es ohne etwas Haarpflege nicht funktioniert.

Und wer freut sich tierisch darüber, wenn die Fellnase gerade noch Planschen im See war und danach pitschnass ins Zelt kommt?! – richtig… ich auf keinen Fall. Und mit meinem Handtuch werde ich sie garantiert nicht trocknen. Deshalb habe ich für Freya ein eigenes Handtuch dabei. Es ist nicht groß und auch nicht schwer, aber ungemein praktisch, da Freyas Fell zwar verhältnismäßig schnell trocknet, aber auch nur wenn es warm genug ist. Und noch dazu liebt sie es, wenn sie abgetrocknet wird.

Freya hat ihr eigenes Handtuch.

TECHNIK

Eigentlich bin ich ein sehr minimalistischer Mensch und hab während der Kindheitsurlaube gut ohne Strom und technische Geräte gelebt, aber… Die Technik hat mich in den letzten Jahren eingeholt und so gehe ich nicht mehr ohne Handy wandern. Zum einen natürlich aus Sicherheitsgründen – man kann im Fall der Fälle einen Notruf absetzen – aber ein weiterer Grund ist die Tourenaufzeichnung.

Damit ihr auch seht, welche Route wir gegangen sind, zeichne ich alle Wanderungen mit meinem Handy auf. Dafür gibt es verschiedene Apps und zwei Bekanntere stelle ich euch in Kürze hier vor. Und um auch im Dunkel die Übersicht zu behalten, habe ich natürlich eine Lampe dabei. Auch eine Kamera darf natürlich nicht fehlen, sonst wird das nix mit den Schnappschüssen unterwegs.

WasWas genauGewicht in Gramm
Gesamtgewicht1385
LampeStirnlampe Pezl (älteres Modell) 81
SolarpanelAnker Solar Ladegerät483
PowerbankAnsmann Powerbank 5.4 (5000 mAh)137
StativYobi Gorilla-Pod162
SmartphoneCubot X18 plus213
Kamera + SD Karte + ErsatzakkuKompaktkamera Olympus Tough TG 5252
Ladekabel Micro-USB Kabel inkl. kleiner Stecker (sollte das Solarpanel nicht so viel Strom erzeugen)57
Noch das Handy dazu und das wars das schon an technischem „Schnick-Schnack“.

Zugegeben, ich könnte natürlich auch alle Fotos mit dem Handy machen, aber mit der Kamera und einem Stativ dazu werden sie einfach besser. Zuerst wollte ich meine Bridgekamera mitnehmen. Sie macht einfach tolle Bilder. Aber nach mehreren Wanderungen geht sie mir immer mehr auf die Nerven. Sie ist ziemlich schwer und sperrig obendrein. Ist das Gepäck leicht und die Tour kurz – alles kein Problem. Aber nicht bei der 12-Gipfel Tour. Und so habe ich mich für meine neue Olympus Tough TG5 entschieden.

Da die App für die Tourenaufzeichnung ziemlich viel Akku verbraucht, habe ich ein Solarpanel dabei. Ansonsten hätte ich vermutlich spätestens nach dem ersten Tag weder Handy noch Powerbank voll. Wie und ob das Solarpanel funktioniert, berichte ich euch dann einmal in einem separaten Produkttest-Beitrag.

Die Stirnlampe bietet Licht und eignet sich sehr gut, um im Dunklen das Zelt noch schnell aufzubauen oder bei der abendlichen Gassi-Runde nicht „unsichtbar“ herumzuirren. Mit einer Stirnlampe hat man außerdem die Hände frei. Um auch im Zelt etwas Licht zu haben, befestige ich sie einfach mit Hilfe des Hakens am Zelt oben. So erspare ich mir, eine zweite Zelt-Lampe mitzuschleppen.

KLEIDUNG UND SCHUHE

Ich habe vor Jahren einen Spruch gelesen…

„Bergliebe ist…

…wenn ein Paar Socken drei Tage reicht“

Wer ihn verfasst hat, kann ich euch leider nicht mehr sagen, aber genauso gut könnte man sagen: „Wanderliebe ist, wenn ein paar Socken drei Tage reicht“.

Auch unterwegs lege ich Wert darauf, meine durchgeschwitzten Klamotten zu wechseln. Viele Hersteller von Sportbekleidung bieten sowohl leichte, wie auch funktionale Wanderbekleidung an.

Man braucht nicht viel, wenn man unterwegs ist… Dennoch möchte ich gerade nach dem Duschen frische Kleidung tragen.

Und auch wenn man beim Wandern eigentlich nur ein paar Schuhe, nämlich Wanderschuhe, benötigt, so habe ich gern noch ein weiteres Paar Schuhe dabei. Wer freut sich nicht, abends aus den Wanderstiefeln zu können und einfach ein paar leichte Sandalen oder ähnliches anzuziehen?

WasWas genauGewicht in Grammoptional/am Körper
Gesamtgewicht18111264
WanderschuheLowa Renegade gtx Mid Ws (auch für Herren erhältlich)-880
SandalenCrocs176-
HosenLeggins
Leggins
kurze Hose
204
-
112
-
230
-
Shirts/Tops2 Tank-Tops
1 Tank-Top
178
-
-
89
Socken2 Paar
1 Paar
80
-
-
40
Unterwäsche11025
Pullover1803 Born in the Alps220-
Weste/Jacke1803 Born in the Alps299-
RegenhoseRegatta Kids Pack-it Regenhose148-
RegenjackeRegatta Pack-it Jacket (auch als Damen-/Herrenversion verfügbar)192-
Bikini92-

Ein Paar Socken zum Wechseln, wenn die anderen einmal nass geworden sind, sowie Kleidung zum Schlafen sollte man auf jeden Fall mitnehmen.

Ebenso sollte eine leichte Regenjacke (und eventuell eine Regenhose) auf Wanderungen nie fehlen. Man kann schnell in einen Wolkenbruch kommen und ist dann froh, wenn man nicht bis auf die Knochen nass wird.

Der Bikini ist jetzt nicht das „MUST-HAVE“, da ich mich aber im See oder Bach wasche und so auch mal eine kleine Bade-Pause einlegen kann, nehme ich die wenigen Gramm Mehr-Gewicht gerne in Kauf.

Aufgrund der kurzen Wanderung von 3 Tagen, habe ich mich dazu entschlossen, ohne ein zweites Paar Wanderschuhe loszuziehen, obwohl ich gern noch meine leichteren Lowa Innox mitgenommen hätte. Aber das bedeutet auch mehr Gewicht und so bleibe ich bei meinen LOWA Renegade, welche ich an den Füßen habe. Fürs Zelt und zum Baden/Duschen habe ich meine CROCS dabei.

Nur zwei Paar Schuhe – früher undenkbar – heute Alltag.

Ein Gewichtsproblem ist auch eine weitere, wärmere Jacke. Deshalb gehts ohne los und ich hoffe einfach auf warme Temperaturen. Zur Not muss halt die Regenjacke drüber.

PERSÖNLICHES

WasWas genauGewicht in Gramm
Gesamtgewicht526
GeldbeutelGeldbeutel inkl. EC-Karte, Kreditkarte, Bargeld, Personalausweis, Krankversichertenkarte100
Sonnenbrille28
Sitzkissenein leichtes, faltbares Sitzkissen von Fritz Berger18
SchnürsenkelErsatzpaar Schnürsenkel13
EU-HeimtierpassImpfpass von Freya30
Persönliche Dinge329
Wäscheklammern2 Stück8

Der Geldbeutel sollte auf gar keinen Fall fehlen. Der Inhalt richtet sich danach, wo und wie lange man unterwegs ist. Ist man im Ausland, sollte man in jedem Fall Bargeld in der jeweiligen Währung in der Geldbörse haben, wie auch eine Kreditkarte, um an einem Bankautomaten (kostenlos) etwas Geld abzuheben. Wer in Deutschland wandert, ist ebenfalls mit einer Kreditkarte „vorn dabei“. Gelangt man nicht zur Hausbank, lässt sich mit der Kreditkarte meist kostenlos bei allen Automaten Bargeld abheben. Bei EC-Karten fallen hingegen häufig Gebühren an, wenn man nicht bei der eigenen Bank abhebt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist selbstverständlich der Ausweis. Wer unterwegs auf einem Campingplatz nächtigt, muss sich hier ausweisen können und auch, wenn das hoffentlich nie der Fall sein wird, es kann auch sein, dass man sich gegenüber einem Ranger, der Polizei oder ähnlich befugten Personen ausweisen muss.

Wer mit der Fellnase wandert, sollte stets auch den EU-Pass des Tiers vorzeigen können. Natürlich ist hier darauf zu achten, dass die jeweils vorgeschriebenen Impfungen des bereisten Landes eingehalten werden. Welche das sind, kann man über den Tierarzt oder das zuständige Veterinäramt des Landes erfragen. Je nach Land reichen eventuell auch Kopien oder Fotos der eingetragenen Daten. Eine Kopie der Versicherungspolice kann auch hilfreich sein, aber da sollte auch ein Handyfoto reichen.

Selbstverständlich dürfen auch ein paar persönliche Dinge nicht fehlen.

FREYAS AUSRÜSTUNG

Geschirr, Halsband, Futter, Napf und Leine… Freyas Ausrüstung ist damit komplett.
WasWas genauGewicht in Grammhat Freya am Körper
Gesamtgewicht1670443
NapfReisenapf60
SchleppleineSchleppleine 5 m151
Halsband mit Adressanhänger45
FutterTrockenfutter für 3 Tage760
GeschirrPetlando Y-Comfort Geschirr204
HundeleineJoggingleine194
Knabbersachenverschiedenes300 (durchschnitt)
Hundedecke Dogs Creek Everest M399
Natürlich darf auch die Jogging-Leine nicht fehlen. Sie war eine sehr gute Investition und ich möchte nicht mehr auf die Leine verzichten müssen…

Freyas Ausrüstung bezieht sich auf das Wesentliche. Futter, Napf, Decke und Schleppleine kommen in den Rucksack, Halsband und Geschirr trägt sie am Körper. Und die Jogging-Leine? –

Probeliegen auf der neuen Decke – sie scheint zu gefallen.

Da ich kein spezielles und auch nicht mehr Futter gebe, sondern alles „beim Alten bleibt“, nehme ich für diese Tour jene Sorte, mit dem meisten Fettgehalt. Dazu gibt es verschiedene Knabbersachen.

„Der Pack-Esel lässt grüßen…“

WasGewicht
Gesamt15.750
Ausrüstung5912
Kochen und Essen3662
Hygiene und Gesundheit1183
Technik1385
Kleidung und Schuhe1811
Persönliches526
Freyas Ausrüstung1271

Wie schon am Anfang geschrieben, lässt es sich am Gesamtgewicht immer wieder ein bisschen feilen. Aber für die erste Tour und die geringe Investition, bin ich mit knapp 16 kg durchaus zufrieden.

Wahrscheinlich bin ich trotzdem froh, wenn der Rucksack leichter wird – und das tut er jeden Tag ein Stück mehr. Freyas Futter wird weniger und die Hygieneartikel werden leichter, auch wenn es nur ein paar Gramm sind – ich werde die paar Gramm auf jeden Fall merken.

Ich hoffe, ich konnte euch einen Einblick in meinen Rucksack verschaffen und ein klein wenig für eure nächste Tour in Sachen „Rucksack packen“ unterstützen.

Habt ihr auch schon einmal nachgewogen, wie schwer euer Rucksack ist, wenn ihr unterwegs seid? Was habt ihr alles dabei? Ihr könnt gern einen Kommentar hinterlassen. Ich bin gespannt.

Zeckenschutz für Mensch und Hund

Krabbelvieh, Blutsauger, Krankheitsüberträger

HINWEIS: BEITRAG ENTHÄLT UNBEZAHLTE WERBUNG

Beim Zeckenschutz handelt es sich um ein elementares Thema bei meinen Wanderungen. Nicht nur unsere Hunde können von Zecken befallen werden, sondern auch wir Menschen.
Welche Möglichkeiten es gibt, sich vor den lästigen Blutsaugern zu schützen und wie man Zecken am besten entfernt, wenn sie sich erstmal festgebissen haben, das erfahrt ihr in diesem Artikel.

Das Frühjahr beginnt und damit auch die Zeckenzeit

entfernte Zeck

Als es im Winter noch lange Temperaturen unter 0 Grad hatte und der Schnee beinahe jeden Flecken Erde bedeckt hielt, hatte man zumindest während dieser Zeit Ruhe vor Zecken. Aber mit der Klimaerwärmung (ja, ich weiß, viele streiten sie immer noch ab) und den damit einhergehenden „oft zu warmen Wintern“, hat man meist das ganze Jahr über mit den kleinen Biestern zu kämpfen. Wenn es dann Frühling wird, geht’s wieder richtig los.

Wie sieht also so eine Zecke aus

Zecken gehören zur Klasse der Spinnentiere. Sie bestehen aus einem Rumpf, einem Kopf mit dem Mundwerkzeug und 8 Beinen. Je nach Art unterscheiden sie sich farblich. Ich habe schon graue, rot-braune, schwarze, aber auch weiße Zecken gesehen. Es kommt natürlich immer ein wenig auf die Region an.

Als Kind wurde mir erzählt, Zecken würden auf Bäumen sitzen und warten, bis ein Mensch oder ein Tier vorbeikommt, um sich auf ihn fallen zu lassen. Das ist nicht so. Zecken halten sich meistens in hohem Gras oder Gestrüpp auf und man streift sie im Vorbeigehen ab.

Leider übertragen viele Zecken, zum Teil lebensgefährliche Krankheiten. FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), Borreliose, Babesiose, Ehrlichiose, Rickettsiosen oder Neoehrlichiose sind vor allem für den Menschen ein ernstzunehmendes Thema. Aber auch Hunde können sich beispielsweise mit Borrelien infizieren

Aber was gibt es denn nun für Möglichkeiten, mich und meinen Hund vor ihnen zu schützen und welche Variante ist die Beste?

saugende Zecke

Nun, es gibt nicht DEN Zeckenschutz. Es spielen immer mehrere Faktoren eine Rolle. Die Zeckenarten sind oft abhängig von der Region und für einen Hund, der mehr am Ufer bleibt, reicht oft ein anderer Schutz aus, als für eine ambitionierte Wasserratte – schon wegen des Gewässerschutzes sollte hier auf wasserfeste Produkte geachtet werden und dann gibt es Mittel, welche repellent (abstoßend) aber nicht abtötend wirken. Diese Methode des Zeckenschutzes bevorzuge ich.

Ihr seht hier nun ein paar Zeckenschutz-Varianten, die ihr entweder bei eurem Tierarzt, in der Zoofachhandlung, dem Drogeriemarkt oder in der Apotheke bekommt.

Der Zeckenschutz für den Hund

  • Spot Ons: Sogenannte Spot Ons sind kleine, mit flüssigem Wirkstoff gefüllte Tuben, welche auf der Haut (beispielsweise im Nacken und bei der Schwanzwurzel) verteilt werden. Der Wirkstoff kann sowohl pflanzlich wie auch chemischen Ursprungs sein und hält meistens 4 Wochen.
  • Bravecto: Die Tablette gegen Zecken. Sie hält 3 Monate und wirkt ziemlich zuverlässig. Zwei- oder dreimal bekam sie Freya auch. Nachdem ich jedoch ein wenig über Bravecto recherchiert hatte, bekam sie diese Tablette nie wieder. Die Nebenwirkungen sind mir persönlich einfach zu risikoreich.
  • Halsbänder: Zeckenhalsbänder gibt es in pflanzlicher, wie auch chemischer Form. Egal ob Leder-, Kautschuk- oder Stoffhalsband – alle sind mit einem, zeckenfernhaltenden oder zeckentötendem Wirkstoff versehen. Der Vorteil eines Halsbandes gegenüber Spot Ons oder Tabletten liegt darin, dass ein Halsband bei Unverträglichkeit wieder abgenommen werden kann und der Wirkstoff schneller abgebaut ist, als bei Mitteln, welche direkt auf die Haut aufgetragen oder oral verabreicht werden. Chemiefrei und ohne weitere Zusätze sind Keramikhalsbänder oder Bernsteinketten. Zu deren Wirkung kann ich allerdings nichts sagen.
  • Sprays: Zeckenschutzsprays gibt es ebenfalls in verschiedenen Varianten. Während u. a. das Frontline-Spray einer Chemiekeule ähnelt, basiert beispielsweise der Canina Bio-Insect-Shocker auf Auszügen des Kokosöls, ist also eher von pflanzlicher Art. Ein kleiner Tipp von mir: Nicht selten wird empfohlen, das Fell direkt einzusprühen. Da es aber Hunde gibt, die das „Zisch-zisch“ der Flasche nicht mögen, empfehle ich, sich die Hände einzusprühen und dann durchs Fell zu wuscheln. Dafür trage ich Handschuhe. Je nach Hersteller helfen Sprays entweder für ein paar Stunden (wie z. B. Ballistol stichfrei Animal – Wirkungsdauer bis zu 8 Stunden) oder auch über mehrere Wochen.
  • Puder: Bei Pudern sind die Wirkstoffe meistens dieselben wie bei Sprays. Es gibt sie hauptsächlich in der Zoohandlung vor Ort. Mit Pudern habe ich jedoch bisher keinerlei Erfahrungen gemacht, da mich persönlich die Anwendungsweise stört.
  • Shampoo: Auch Shampoos gibt es mit dementsprechenden Mitteln, welche gegen Zecken helfen. Da ich jedoch kein Fan von häufigem Shampoonieren beim Hund bin, würde ich ein Shampoo nur nutzen, wenn ich gerade nichts anderes zur Hand habe.
  • Schaum: Ein Schaum wird ähnlich wie ein Spray aufgetragen. Die Wirkstoffe sind oft rein pflanzlicher Herkunft. Die Wirkungsdauer beschränkt sich häufig auf maximal 2 Wochen.
  • Alternativen: Alternativen können Knoblauch, Kokosöl, Schwarzkümmelöl oder Kokosflocken sein.
    • Knoblauch gibt es als Pulver, Tabletten oder Pellets. Da hier sorgfältig auf die Dosierung geachtet werden sollte (Zwiebelgewächse sind eigentlich nichts für Hunde), stehe ich dieser Variante der Zeckenabwehr, sehr skeptisch gegenüber.
    • Das Kokosöl wird beispielsweise mit den Händen, direkt vor der Wanderung, im Fell verteilt. Hund und Hände riechen angenehm nach Kokos. Die Wirkung hält aber leider auch nur ein paar Stunden. Alternativ lassen sich auch aus Kokosöl und Bierhefeflocken Leckerlis herstellen. Das Rezept dazu findet ihr unter https://www.smillaswohngefuehl.com/2018/05/natuerlich-gegen-zecken-und-floehelfe-gegen-zecken-und-floehe-bei-hunden.html/
    • Wer Schwarzkümmelöl gibt, sollte dies mehrmals pro Woche über das Futter verabreichen. Es verändert den Körpergeruch und macht den Hund für Zecken uninteressant (Vorsicht: Schwarzkümmelöl ist für Katzen giftig!). Es sollte auf die Dosierung geachtet werden.
    • Kokosflocken können auch über das Futter gegeben werden. Selbst habe ich es noch nicht getestet, es soll allerdings durchaus beim wirksamen Zeckenschutz helfen.
  • Auch Halsbandanhänger, wie der „tic-clip von Anibio“ sollen Zecken bis zu 2 Jahren fernhalten. Auf welche Art das funktionieren soll, könnt ihr hier https://www.anibio.de/hunde/ungeziefer/tic-clip nachlesen. Zugegeben, ich liebäugle mit dem Anhänger seit einigen Jahren, konnte mich aber noch nicht durchringen ihn zu kaufen. Zum einen wegen dem Preis, zum anderen hat Freya selten ein Halsband um. Sollte ich ihn testen, lasse ich es euch wissen.

Der Zeckenschutz für den Menschen:

  • Kleidung: Ein großer Beitrag zur Zecken-Prophylaxe kann die Wahl der richtigen Kleidung sein. Es gibt mittlerweile, vor allem für den Jagdbedarf, zeckenabwehrende Hosen. Inwiefern diese Hosen einen gewissen Komfort beim Wandern bieten, habe ich nicht getestet. Vermutlich werde ich es auch nie. Aber auch hohe Socken, geschlossene Schuhe und lange, am besten eng-anliegende Hosen, helfen schon gut, um sich vor den Blutsaugern etwas zu schützen.
  • Sprays: Was es für den Hund gibt, gibt es auch für den Menschen. Authan und Ballistol stichfrei (ich nehme selbst auch oft das Ballistol stichfrei Animal, da ich das für die Fellnasen auch habe) sind bewährte Sprays, welche jedoch auch öfter aufgetragen werden müssen. Aber ein paar Pumpstöße Ballistol auf der Jeans, halten die lästigen Zecken bei mir ganz gut fern.
  • Ernährung: Inwiefern die eigene Ernährung wirklich die Zeckenabwehr beeinflusst, kann ich nicht beurteilen. Ich esse, worauf ich gerade Lust hab und was ich dabei hab. Jedoch scheint es auch hier Veränderungen durch die Aufnahme von Knoblauch zu geben.

Ein guter Erfolg stellt sich auch ein, wenn man sich nach dem Spaziergang einfach nach den Zecken absucht und eventuell abduscht. Wer den Hund nicht Baden möchte, kann die Fellnase auch mit einem etwas feinerem Kamm durchkämmen.

Bei Freya hatte ich längere Zeit das Ballistol stichfrei animal im Einsatz. Ich verwende es mittlerweile aber nur noch für mich selbst (es gibt auch eines für Kids und eins für Erwachsene), weil ich stets vergessen hatte, Freya einzusprühen. Das vielbeworbene Kokosöl erzielte bei uns keinerlei Effekt

Auch nach 6 Jahren habe ich noch nicht den optimalen Zeckenschutz für Freya gefunden, aber ich werde weitersuchen

Und bitte vergesst nicht: Egal, welches Mittel ihr verwendet. Es kann immer passieren, dass die Zecken mit der Zeit resistent werden oder das eingesetzte Produkt nicht das richtige für den eigenen Vierbeiner ist. Am besten bespricht man dies mit seinem Tierarzt, oder lässt sich in einem guten Fachhandel beraten.

Das richtige Entfernen von Zecken – NUR BEIM EIGENEN TIER!

Zecken bei Menschen, insbesondere bei Kinder, nur mit Einverständnis der Person und / oder des Erziehungsberechtigten. Unbedingt nach erfolgter Entfernung sehr zeitnah einen Facharzt aufsuchen

Hat der Zeckenschutz versagt, oder man hat ihn vergessen und es hat sich doch einmal ein Blutsauger den Weg in die Haut gebahnt, ist es notwendig, diesen sicher und zeitnah zu entfernen. Wie das funktioniert und worauf ihr achten solltet, erfahrt ihr hier

Kleine Helferlein – leicht, klein aber praktisch

Zeckenzange
  • Zecken-Zange: Der Klassiker ist die Zeckenzange. Vorn die kleine Zange, die sich auf Knopfdruck öffnet. Lässt man den Knopf los, schließt sie sich. Optimalerweise hat man den Kopf der Zecke bereits gefasst. Nun nur noch leicht drehen und „schwupps“, ist die Zecke entfernt.
  • Zecken-Karte: Eine Zeckenkarte hat meistens das Format einer EC-Karte. An einer Ecke besitzt sie eine Auskerbung, mit welcher man unter die Zecke fährt und diese abstreift bzw. herauszieht.
  • Zecken-Haken: Zeckenhaken kamen erst vor ein paar Jahren auf den Markt, haben sich aber mittlerweile zu meinem bewährten Zeckenentferner entwickelt. Hin und wieder hat Freya eine Zecke direkt am Auge. Eine Stelle, wo ich mit der Zeckenzange nicht richtig hinkomme. Man fährt einfach mit dem Schlitz des Hakens unter die Zecke und „dreht“ sie langsam heraus. Ganz ohne Zwicken (was mir mit der Zange leider an solchen Stellen häufiger passiert ist).
Zeckenhaken
  • Zecken-Schlinge: Eine Zeckenschlinge sieht ähnlich aus, wie eine Zecken-Zange. Lediglich der vordere Teil ist eine Schlinge. Die Handhabung ist jedoch gleich.

Alle aufgezählten „Helferlein“ zur Entfernung von Zecken, bekommt ihr sowohl in der Apotheke wie auch in Zoofachhandlungen oder in gut sortierten Drogeriemärkten.

Ob man sich dazu entscheidet, die Zecke herauszudrehen, oder herauszuziehen, sei jedem selbst überlassen. Entgegen einiger Behauptungen „man solle die Zecke niemals herausdrehen“, habe ich keinerlei Unterschied bemerkt. Wichtig ist allerdings, dass man die Zecke beim Entfernen nicht zu sehr quetscht, da man hierbei manche Krankheitsstoffe erst vermehrt in den Blutkreislauf drücken könnte. Deshalb sollte man auf eine Entfernung mit den Fingernägeln verzichten.

Bitte Zecken auch niemals mit Kleber beträufeln. Das hat man früher gemacht (also zumindest meine Mutter machte das so), um die Zecke zu ersticken. Es könnte aber sein, dass gerade in Stresssituationen, Zecken die meisten Krankheitserreger absondern.

Was mache ich mit der Zecke jetzt? – klingt jetzt böse, aber ich zerquetsche sie mit einem Stein oder zünde sie mit dem Feuerzeug an. Macht man dies nicht und schmeißt sie einfach wieder in die Natur, wartet sie einfach auf ihr nächstes „Opfer“.

Nachbehandlung eines Zeckenbisses

Ich behandle einen Zeckenbiss, weder bei mir noch bei Freya, nicht wirklich großartig nach. Da es sich jedoch um eine offene Wunde handelt, halte ich den Biss einfach sauber. Es gibt verschiedene Wundsalben, welche auch für Zeckenbisse geeignet sind. Getestet habe ich bisher keine der Salben, da die meisten nicht abgeleckt werden sollten. Wenn ich den Biss desinfizieren möchte, benutze ich Octenisept. Ein Spray, welches auch bei Haustieren gut angewendet werden kann, da es nicht brennt.

Was ich jedoch immer mache, wenn ich selbst von einer Zecke gebissen wurde:

Ich notiere mir das Datum und beobachte die Stelle. Bildet sich nach ein paar Tagen/Wochen ein roter Kreis oder Fleck, oder bekommt man grippeähnliche Symptome, sollte man schleunigst einen Arzt aufsuchen. Es kann durchaus sein, dass man sich mit Borreliose angesteckt hat. Hier hilft oft eine rechtzeitige Antibiotika-Gabe um weitere Komplikationen zu vermeiden.

Das wars von meiner Seite zum Thema Zeckenschutz.

Wie schützt ihr euch und eure Lieblinge vor Zecken? Ich freue mich auf eure Kommentare.