Hundeernährung unterwegs – „Transport- und Beschaffungsmöglichkeiten von Hundefutter auf Trekkingtouren“

Hinweis: Beitrag enthält unbezahlte Werbung

Welche Möglichkeiten habe ich, auf längeren Wanderungen, das Hundefutter zu transportieren oder zu beschaffen?

Bestimmt ist für viele der Punkt „Transport und Beschaffung“ interessant – also die Frage, wie ich das Hundefutter von „A“ nach „B“ schaffe, oder wo ich Futter herbekomme.

Hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Ich habe zwar selbst noch nicht alle getestet, werde aber ein paar Punkte sicherlich noch ausprobieren. Sobald es sich ergibt, werde ich euch dann auch von meinen eigenen Erfahrungen berichten.

Wie ihr das Futter auf eurer Wanderung zu dem Ort bringt, wo ihr es benötigt, hängt davon ab, wie die Gegebenheiten unterwegs sind. Wer ausschließlich in der Wildnis unterwegs ist, wird beispielsweise keine Möglichkeit haben, das Futter an eine Packstation oder eine Pension liefern zu lassen. Aber dazu komme ich gleich.

Vor- und Nachteile der jeweiligen Transport- und Beschaffungsmöglichkeiten

  • HUNDEFUTTER IM EIGENEN RUCKSACK:

Der Klassiker (zumindest gedanklich) wird sein, dass man das Hundefutter im eigenen Rucksack transportiert. Und tatsächlich mache ich das bei unseren Touren so.

Ist der Rucksack schon relativ voll und vor allem schwer, kann es ganz schön anstrengend werden, das Hundefutter auch noch selbst zu schleppen.

Vorteil: Ein Vorteil dabei ist, dass der Hund nicht selbst tragen muss und sich, vor allem in schwierigem Gelände, „freier“ bewegen kann.

Nachteil: Wer längere Zeit unterwegs ist, hat nicht nur das Hundefutter für mehrere Tage dabei, sondern auch seinen eigenen Proviant, Ausrüstung und Kleidung. Schnell stößt man an die Grenzen des Rucksackvolumens. Das Gewicht des Rucksacks sollte dabei natürlich auch nicht unterschätzt werden.

  • HUNDERUCKSACK / PACKTASCHEN:
Bei einem Hunderucksack sollte stets auf die optimale Gewichtsverteilung beider Seiten geachtet werden.

Trägt der Hund einen Hunderucksack bzw. Packtaschen, hat man hier die Möglichkeit, Hundefutter für mehrere Tage unterzubringen.

Vorteil: Der eigene Rucksack wird entlastet. Unermüdliche Fellnasen können „ausgelasteter“ erscheinen und haben eine „Aufgabe“.

Nachteil: Der Hund kann sich nicht so frei bewegen, als wenn er ohne Rucksack läuft. Das Gewicht des Rucksacks kann zu schwer sein und man muss auf die korrekte Gewichtsverteilung achten. Die Hitze staut sich oft unter den Satteltaschen.

  • LIEFERUNG AN PACKSTATIONEN, HOTELS, PENSIONEN ETC.:

Wer seine Route fest geplant hat und ein festes Zeitmanagement verfolgt, kann sich das Futter im Voraus an Packstationen, Pensionen oder Campingplätze schicken. Selbst habe ich diese Variante noch nicht ausprobiert. Von einigen Freunden weiß ich jedoch, dass dies zuverlässig und reibungslos funktioniert. Sollte ich also einmal eine geplante Route gehen, so werde ich von meinen eigenen Erfahrungen diesbezüglich berichten.

Postsendungen sollten rechtzeitig versendet werden.

Vorteil: Es muss nicht viel oder gar kein Futter auf der Route getragen werden und die Kosten für den Versand halten sich in Grenzen.

Nachteil : Routenänderungen sind dadurch schwierig bis gar nicht möglich. Auch Pakete können verzögert geliefert werden – hier muss wirklich rechtzeitig verschickt werden.

  • FUTTER UNTERWEGS KAUFEN:
Natürlich kann man, wenn es die Umstände zulassen, das Futter auch täglich im Supermarkt kaufen.

Ebenfalls eine Möglichkeit ist es, das benötigte Futter unterwegs zu kaufen. Einige (Fern)Wanderwege verlaufen auch durch Ortschaften mit Geschäften und man kann dort Futter nachkaufen.

Vorteil: Der Rucksack ist leichter. Man ist nicht auf die (Hilfs)Bereitschaft von Pensionen (etc.) angewiesen, braucht keine Postfiliale oder Packstation vor Ort und kann die Route jederzeit flexibel umplanen.

Nachteil: Was mache ich, wenn ich es nicht rechtzeitig zum nächsten Futterladen schaffe, die gewünschte Sorte vergriffen oder es ein Feiertag oder Sonntag ist? – Richtig. Entweder muss mein Hund an diesem Tag ohne Futter ins Bett oder ich muss auf irgendwelche (im dümmsten Fall) ungewohnten Marken von Tankstellen o. ä. ausweichen.

  • BOLLERWAGEN / WANDERWAGEN (RUCKSACKWAGEN):

Wer mit einem Wanderwagen wandert, der hat selten das Problem: „Wohin mit dem Hundefutter?“. Aber auch diese Art des Transports bietet seine Vor- und Nachteile.

Bild: Katrin Hofmann von „20paws along the Baltic sea“ (Facebook) mit ihren Hunden und ihrem tollen Wanderwagen. (Fotograf: Urmas Luik)

Vorteil: Auch größere Mengen Futter (und natürlich auch alles andere) lassen sich mit einem Wanderwagen angenehm transportieren. Das Gewicht sollte zwar auf Dauer nicht unterschätzt werden, da auch der Wagen gezogen werden muss, aber man trägt das Gewicht nicht auf den Schultern.

Nachteil: Wer mit einem Wanderwagen wandert, hat sicherlich bei manchen Wegen Probleme. Gerade wenn es steil bergauf (aber auch bergab ist heftig) oder über viele Wurzeln und Steine geht, ist das Wandern mit Wagen sicher kein Genuss. Ich denke dabei gerade daran, als ich mit meinem Kajak im Schlepptau, durchs Ilztal gelaufen bin. So in etwa stelle ich mir das mit einem Wanderwagen vor.

Ihr seht also, es gibt durchaus ein paar Möglichkeiten, um das Hundefutter auf längeren Wanderungen von „A“ nach „B“ zu bekommen.

Wie handhabt ihr den Transport oder die Beschaffung des Hundefutters? Habt ihr noch andere Ideen? Ich freue mich auf eure Kommentare.

Altmühltal-Panoramaweg mit Hund – Etappe 8: Beilngries – Dietfurt

Hinweis: Beitrag enthält unbezahlte Werbung

Es geht auf zur nächsten Etappe. Da wir den Altmühltal-Panoramaweg ja nicht an einem Stück laufen, sind wir ein bisschen flexibler mit den Touren und können auch mal „kurz“ eine Etappe laufen – so wie hier.

Mit Hund unterwegs auf dem Altmühltal-Panoramaweg.

Zuerst gibt es wieder die allgemeinen Infos zum Panoramaweg (wer sie schon kennt, kann diese natürlich überspringen) und anschließend geht es zur 8. Etappe.

Über den Altmühltal-Panoramaweg

Der Altmühltal-Panoramaweg verläuft durch den Naturpark Altmühltal. Auf insgesamt 200 Kilometer, welche den Wanderer von Gunzenhausen nach Kehlheim führen, gibt es einiges zu entdecken. Egal ob Geschichts- oder Archäologiefreund, Naturfreak oder Kulinarischer Fan – es ist für jeden was dabei.

Der komplette Weg (Infoheft des Naturpark Altmühltal).

Auszeichnungen des Altmühltal-Panoramawegs*:

  • Top Trail of Germany
  • Qualitätswanderweg Wanderbares Deutschland

(*Info stammt aus der Broschüre des Altmühltal-Panoramweg)

Etappen:

Der Fernwanderweg kann in viele einzelne Etappen unterteilt werden. Jeder kann sich die Länge der Touren selbst „zusammenschneidern“. Wir haben uns für die sportliche Variante entschieden und werden den Altmühltal-Panoramaweg in 10 Tagesetappen gehen. Die Länge der Etappen variiert zwischen 11 und 30 Kilometer.

Die 10 Etappen im Überblick:

  1. Etappe: Gunzenhausen – Spielberg
  2. Etappe: Spielberg – Treuchtlingen
  3. Etappe: Treuchtlingen – Solnhofen
  4. Etappe: Solnhofen – Dollnstein
  5. Etappe: Dollnstein – Eichstätt
  6. Etappe: Eichstätt – Kipfenberg (gelaufen am 30.10.2019)
  7. Etappe: Kipfenberg – Beilngries
  8. Etappe: Beilngries – Dietfurt (gelaufen am 07.11.2019)
  9. Etappe: Dietfurt – Riedenburg
  10. Etappe: Riedenburg – Kehlheim

Markierung:

Das Zeichen des Altmühltal-Panoramaweg.

Die Markierung des Altmühltal-Panoramaweg ist (in beide Richtungen) ausgezeichnet, weshalb ich bei den Berichten keine Richtungsangaben mache, sondern lediglich auf „schwer erkennbare“ Markierungen hinweisen werde.

Schlaufenwege Altmühltal-Panoramaweg:

Wer sich am Altmühltal nicht sattsehen kann oder die Gegend gerne noch etwas näher kennenlernen möchte, der kann den Fernwanderweg mit insgesamt 16 Schlaufenwegen ergänzen und verlängern. Die Schlaufenwege sind (mit wenigen Ausnahmen) alle Rundwanderwege, welche auch einzeln gegangen werden können.

Wanderkarten sowie detailliertes Infomaterial zum Altmühltal-Panoramaweg und seinen Schlaufenwegen könnt ihr unter folgendem Link im Infozentrum Naturpark Altmühltal bestellen.

Mit Hund auf dem Altmühltal-Panoramaweg:

Bei allen Berichten findet ihr Infos zum Altmühltal-Panoramaweg und wie sich die jeweilige Etappemit Hund meistern lässt. Natürlich gibt es auch hundefreundliche Übernachtungsmöglichkeiten für euch, damit ihr euren Weg am nächsten Morgen ohne Extra-Anreise fortsetzen könnt.

Etappe 8 – Altmühltal-Panoramaweg: Von Beilngries nach Dietfurt/Griesstetten

Unsere zweite Etappe auf dem Altmühltal-Panoramaweg führte uns am 07.11.2019 von Beilngries nach Dietfurt. Genauer gesagt nach Griesstetten, das liegt direkt neben Dietfurt a.d. Altmühl. Geht man den Altmühltal-Panoramaweg der Reihe nach, so ist dies die 8. Etappe des Fernwanderwegs.

Wegweiser auf dem Altmühltal-Panoramaweg bei Beilngries – dem Startpunkt unserer Etappe.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: 12,4 Kilometer*
  • Höhenmeter: 280 bergauf, 300 bergab*
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: gutes Schuhwerk; Streckentour; Etappentour; der Aufstieg zum Arzberg ist der einzige „lange“ Aufstieg; Abstieg nach Töging ist teilweise etwas steil (Vorsicht bei nassem Laub); viele befestigte Wege, hauptsächlich Forst- bzw. Feldwege, aber auch kurze Stücke auf Teerstraßen – wenig Waldpfade; keine ausgesetzten Stellen oder „Kraxelpassagen“; unbedingt Wasser für den Hund mitnehmen – Wasserstellen/Bademöglichkeiten für Hunde gibt es lediglich am Startpunkt in Beilngries, in Töging und Griesstetten; die kürzeste Etappe auf dem Altmühltal-Panoramaweg; Weg verläuft überwiegend außerhalb der Ortschaften; da wir unter der Woche unterwegs waren, war die Route wenig frequentiert (getroffen habe ich außerhalb der Ortschaften: 2 Radfahrer, einen Spaziergänger, einen Spaziergänger mit Hund und ja, auch ein Auto fuhr im Wald)
  • Einkehrmöglichkeiten: Beilngries (meine Empfehlung: Ringhotel Gams oder Kaiserbeck); Dietfurt (liegt nicht direkt am Weg) – bitte beachtet bei allen Gaststätten die Öffnungszeiten
  • Highlights: Geotop Malmschichten (hierbei handelt es sich um einen alten Steinbruch) zwischen Kottingwörth und Töging; weitere Highlights – befinden sich jedoch nicht direkt auf dem Weg – Sulzpark in Beilngries, Alcmona bei Dietfurt, Chinesenbrunnen Dietfurt
  • Varianten: die Route lässt sich abkürzen, indem man nach Töging nicht dem Weg zum/durch den Wald folgt, sondern unten den Feldweg entlang geht; im Wald nach Töging können die Treppen ausgelassen werden, wenn man nach links abbiegt kommt man „gleich“ nach Griesstetten; natürlich kann die Tour auch umgekehrt gegangen werden
  • Von Ort zu Ort (Angaben in Kilometer)**: Beilngries -> Töging (9) -> Griesstetten (2,2)
  • Start: Parkplatz Rewe, Im Oehl 8, 92339 Beilngries
  • Ziel: Griesstetten

(*Daten stammen aus der Komoot-App, **Angaben aus der Infobroschüre Altmühltal-Panoramaweg)

Hundefreundliche Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Route:

Bei nachfolgenden Pensionen/Hotels/Campingplätzen habe ich für euch nachgefragt, um euch entlang des Altmühltal-Panoramawegs hundefreundliche Unterkünfte zu nennen (inklusive Entfernungen zum offiziellen Weg):

Kottingwörth: leider keine hundefreundliche Unterkunft gefunden

Griesstetten: Gasthof Zu den 3 Heiligen (liegt direkt am Weg, 3 Euro pro Nacht/Hund)

(Änderungen der Gastgeber vorbehalten, deshalb sollte bei der Buchung stets auf den/die Hund/e aufmerksam gemacht werden, damit keine Missverständnisse entstehen).

Jetzt aber los

Bei der Etappe von Beilngries nach Dietfurt handelt es sich um die kürzeste Etappe des Altmühltal-Panoramawegs. Da ich vormittags noch ein paar Dinge zu erledigen hatte, kam mir das gerade recht. Ich startete um 12:45 Uhr am Parkplatz des Beilngrieser Rewe. Der Altmühltal-Panoramaweg verläuft fast daneben und nach einer Überquerung der Straße waren wir auch schon am Start unserer heutigen Tour.

Ein kleiner Park zu Beginn. Hier gibt es Wasser für den Hund – danach kommt lange nichts.

Den kleinen Park ließen wir schnell hinter uns und es ging an den Aufstieg zum Arzberg.

Der Arzberg

Ein schöner Pfad führt hier nach oben und lässt mich ein wenig ins Schwitzen kommen, bis es anschließend (ein wenig auf und ab) den Hang entlang geht. Die Buchen haben mittlerweile ihr Laub fast komplett abgeworfen und so lässt sich immer mal wieder ein Blick auf die Dächer der Stadt Beilngries erhaschen.

Noch am „Fuße“ des Arzberg.
Ein schöner Pfad führt entlang des Arzberghangs.
„Verkrüppelte“ Kiefer.
Ausblick auf Beilngries vom Altmühltal-Panoramaweg. Rechts oben im Bild Schloss Hirschberg.

Auch auf dieser Etappe ist die Markierung des Altmühltal-Panoramawegs gut. Sie führt uns weiter entlang des Hangs, etwas unterhalb an einem alten Steinbruch vorbei.

Alter Steinbruch am Arzberg.

Wir kommen auf einen befestigten Weg. Auch hier geht es noch ein Stück bergauf, bis wir den Arzberg „bezwungen“ haben.

Der Altmühltal-Panoramaweg ist auch (oder besonders?) im Herbst schön.
Wir sind oben!

Aufstieg geschafft

Wer das Bild genau betrachtet, kann 3 Wege erkennen. Der mittlere ist der richtige Weg, wobei man auch den rechten nehmen könnte. Die beiden Wege treffen sich nach ein paar 100 Meter wieder.

Ich wollte aber die Route des Panoramawegs laufen, weshalb ich mich eben für den mittleren Weg entschied.

Über einen Pfad geht es entlang des Waldrandes zu einem Musikinstrument und anschließend weiter durch den Wald, bis wir wieder auf einer Forststraße landeten.

Musikinstrument am Arzberg – Altmühltal-Panoramaweg.

Der Forstweg führt zu einem Aussichtspunkt und ändert sich dann in einen Feldweg. Ein kurzes Stück auf der Teerstraße und fast hätte ich auf Höhe des Pfenninghof die Abzweigung übersehen. Es geht, neben der Hecke rechts über die Wiese nach oben.

Nach einem kurzen Vergnügen durch den Wald kommen wir auf eine offene Fläche.

Ein kurzer Blick auf Kottingwörth und schon setzten wir unseren Weg fort.

Geotop „Malmschichten“

Eine Absperrung mit einem hohen Zaun irritierte mich kurz. Ein Blick auf die Schilder brachte Licht ins Dunkel.

Absperrung.
Vorsicht Absturzgefahr.

Irgendwie hatte die Absperrung aber meine Neugier geweckt und so folgten wir einem ausgetretenen Pfad, krabbelten über einen kleinen Wall standen plötzlich da…

Achtung! Hier geht es mehrere Meter steil nach unten.
Das Geotop „Malmschichten“ bei Kottingwörth.

Der Abstecher hatte sich wirklich gelohnt.

Ab nach unten

Über einen Pfad ging es weiter auf einen breiteren Weg, bis wir – nach einem etwas steileren Abstieg – auf den Forstweg nach Töging gelangten.

Die Ortschaft hatten wir schnell durchquert und wir kamen am Biber-Spielplatz vorbei. Für alle, die es noch nicht wissen – Ich liebe Biber! und deshalb war der Weg einfach toll für mich.

Eine Tafel über Biber bei Töging im Naturpark Altmühltal.
Und einen Biber haben wir auch gesehen.
Biberspur entlang des Altmühltal-Panoramawegs bei Töging.

Über eine Brücke ging es über die Altmühl. Hier gibt es übrigens auch einen Bootsrastplatz mit einer Sitzgruppe, aber zelten ist nicht erlaubt.

Bei Töging führt der Altmühltal-Panoramaweg über eine Brücke. Mit schönem Blick auf die Altmühl.

Ab durch die Hecke – ähm, durchs Gestrüpp

Der weitere Wegverlauf kann kurz nach der Brücke variiert werden. Entweder man folgt der Markierung (der Weg führt dann ein Stück entlang des Waldrands, verläuft ein Stück durch den Wald und über eine Wiese etwas oberhalb entlang) oder man nimmt gleich den unteren Weg. Bei diesem handelt es sich jedoch wieder um einen Feldweg.

Wir entschieden uns natürlich für den oberen Weg. Nachdem ich hier scheinbar eine Markierung übersehen hatte, sind wir direkt dem Pfad in den Wald gefolgt. Richtig wäre wohl der Weg direkt neben der Scheune gewesen, denn wir standen auf einmal im Gestrüpp.

Naja, machte nicht viel aus. Schnell waren wir wieder auf dem richtigen Weg und es ging weiter.

Wieder auf dem richtigen Weg.

Wir erreichten die nächste Möglichkeit, die Strecke abzukürzen. Wer schneller ans Ziel kommen möchte, der biegt hier links ab. Wer dies nicht tun möchte, folgt der Treppe nach oben – so wie wir es getan haben.

Die letzten (Kilo)Meter

Der Aufstieg über die Stufen war nur halb so schlimm wie erwartet und über eine Wiese gelangten wir zur Straße, wo zufällig Chriss (unser „Taxi“) gerade war. Eigentlich hatten wir den, noch 600 Meter entfernten, Wohnmobilstellplatz in Griesstetten als Treffpunkt vereinbart, aber so wechselten wir direkt vom Weg ins Auto.

Unser Fazit zur 8. Etappe auf dem Altmühltal-Panoramaweg lautet:

Die 11 Kilometer von Beilngries nach Griesstetten verlaufen größtenteils auf befestigten Wegen. Das hatte den Vorteil, dass wir schnell voran kamen, allerdings sind mir persönlich (Trampel)Pfade lieber. Aber das ist Geschmackssache.

Der Weg am Arzberg bei Beilngries hat mir persönlich am besten gefallen.

Anbei gibts noch den Link bei Komoot. Da mir diese App im Moment immer wieder Streiche spielt, gibts „nur“ die geplante Tour. Die Aufzeichnung klappte nämlich wieder mal nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.komoot.de zu laden.

Inhalt laden

Ich bin schon total gespannt, auf die nächsten Etappen. Ihr etwa auch? Wart ihr auch schon auf dem Altmühltal-Panoramaweg unterwegs? Wie waren eure Erfahrungen? Ich freue mich auf eure Kommentare.

Impressionen Etappe 8 – Altmühltal-Panoramaweg:

Blick auf Felsen.
Auf dem Altmühltal-Panoramaweg.
Insektenhotel am Altmühltal-Panoramaweg bei Töging.
Jep, es hat gestunken 😉
Pilze.
Links Buchen, rechts Fichten. Wie unterschiedlich der Waldboden aussieht…
Kreuz am Arzberg.
Wer auf dem Altmühltal-Panoramaweg eine Runde „abhängen“ möchte, kann dies hier tun – Hängematte bei Töging.
Bis bald, auf dem Altmühltal-Panoramaweg.

Insgesamt waren wir 3 Stunden und 45 Minuten unterwegs. Die reine Gehzeit betrug ca. 3 Stunden.

„Große Rachel-Tour“ – Wandern mit Hund im Nationalpark Bayerischer Wald

Hinweis: Beitrag enthält unbezahlte Werbung

Die Große Rachel-Tour führt uns auf die Gipfel des Kleinen Rachel, des Großen Rachel und zum Rachelsee über die Rachelkapelle.

Auf dem Weg zum Rachel.

Am Sonntag, den 20. Oktober starteten wir um kurz nach 10 Uhr unsere Große Rachel-Tour.

Eigentlich sollte die Wanderung nicht so lange werden – geplant waren 14 gemütliche Kilometer – aber ich hatte erst am Gipfel des Kleinen Rachel von einem netten, jungen Mann erfahren, dass man zum eigentlichen Startpunkt der Tour in Gfäll, nur mit dem Igelbus gelangt. Deshalb sind wir etwa 4 Kilometer entfernt, von einem anderen Parkplatz gestartet. Das hat unsere Route „dramatisch“ verlängert ;-).

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: 23,3 Kilometer*
  • Höhenmeter: 810*
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: Rundtour; festes Schuhwerk erforderlich; Vorsicht bei Nässe – gerade die Wege durch die Buchen können dann sehr rutschig sein; Trittsicherheit – durch das Laub sind viele Wurzeln und Steine kaum bzw. überhaupt nicht erkennbar; abwechslungsreiche Wege – Forstwege, (steinige und wurzlige) Pfade, Teerstraße; Wasserstellen an der Flanitz, am Rachelsee, am Seebach und am Waldhüttenbach, zwischen der Rachelkapelle und dem Rachelsee gibts noch einen kleinen Brunnen und am Waldschmidthaus kann ebenfalls Wasser aufgefüllt werden (es sollte aber trotzdem genug Wasser mitgenommen werden); Nationalparkgebiet = Leinenpflicht! (leider halten sich hier nicht alle daran); Kerngebiet des Nationalparks = auf den Wegen bleiben; das Gipfelkreuz vom Kleinen Rachel haben wir leider nicht gefunden; am Gipfelkreuz des Großen Rachel und an der Rachelkapelle war „die Hölle los“; Frequentierung auf der Route: bei den Gipfeln und am Waldschmidthaus waren sehr viele Leute und auch Hunde (das Wetter war traumhaft und es war Sonntag), am Rachelsee wurde es weniger und am Ende waren wir quasi alleine unterwegs; Einkehr im Waldschmidthaus möglich (Öffnungszeiten beachten!)
  • Start: Wanderparkplatz Flanitzbene in Klingenbrunn-Bhf.
  • Ziel: = Start

(*Daten stammen aus Komoot)

Start am Parkplatz Flanitzebene in Klingenbrunn-Bahnhof

Ursprünglich sollte die Tour ja in Gfäll starten. Der Startpunkt ist jedoch, wie ich später erfahren hatte, nur mit dem Igelbus erreichbar und auf eine Busfahrt hätte ich sowieso keine Lust gehabt. Also fuhren wir bis zur nächsten Ortschaft, wo es einen Wanderparkplatz gibt. Die Flanitzebene in Klingenbrunn-Bahnhof. Hier gibt es übrigens auch ein Toilettenhäuschen. Übernachten ist jedoch verboten.

Große Tafel am Parkplatz Flanitzebene in Klingenbrunn-Bahnhof.

Schnell die Schuhe gewechselt, den Rucksack geschultert und Freya Geschirr und Leine angezogen und schon gings los.

Klingenbrunner Rachelsteig

Wir folgten knapp 2 Kilometer dem breiten Forstweg mit moderater Steigung, um anschließend rechts auf den Klingenbrunner Rachelsteig zu wechseln. In den Klingenbrunner Rachelsteig kann man auch bereits nach ca. 600 Meter vom Start aus gelangen, aber da verpasste ich wohl die Abzweigung.

Der Weg verläuft zu Beginn auf einer breiten Forststraße mit moderater Steigung.

Nach einer kurzen Trinkpause an der Flanitz, ging es anschließend steiler bergauf. Puh – Steigungen bis zu 20 % forderten uns ganz schön. Wir sind ja aktuell etwas aus dem Training.

Die Flanitz.
Der Klingenbrunner Rachelsteig ist mit Steigungen bis zu 20 % durchaus fordernd…
…aber auch sehr schön.

Waldschmidthaus

Insgesamt geht es etwa 6 Kilometer bergauf, bis man das Waldschmidthaus erreicht hat. Hier bietet sich die Möglichkeit für eine Einkehr (im Sommerhalbjahr täglich von 10 – 17 Uhr). Da ich aber selber eine Brotzeit im Rucksack hatte, die Bänke alle gut besucht und auch einige andere Vierbeiner anwesend waren, gingen wir weiter.

Das Waldschmidthaus mit dem Großen Rachel im Hintergrund.

Hier muss man sich entscheiden, ob man zum Gipfel des Kleinen Rachel möchte oder gleich weiter zum Großen Rachel geht.

Gipfel Nr. 1 – Kleiner Rachel (1399 m)

Kurz hatte ich überlegt, ob wir den Kleinen Rachel auslassen. Die Tour war ja nicht so lange geplant. Aber… Ich hatte mir die beiden Rachelgipfel und den Rachelsee für heute vorgenommen, also kann ich den Gipfel nicht einfach auslassen, oder wie seht ihr das?.

Wir folgten also, nach dem Waldschmidthaus, der linken Abzweigung zum Kleinen Rachel.

Der Weg verläuft etwa 1 Kilometer ausschließlich über einen schmalen Pfad. Man wandert durch stehende und liegende Baumleichen, aber auch durch mit Heide bewachsene Wiesen. Schön, einfach nur schön.

Heide, Heide und nochmal Heide. Auf dem Weg zum Gipfel des Kleinen Rachel.

Am Kleinen Rachel gibt es ein Gipfelkreuz. Allerdings haben wir dieses nicht gefunden. Auf den Bildern, welche ich gesehen hatte, kann man vom Kreuz aus direkt auf die Trinkwassertalsperre Frauenau blicken, weshalb ich vermute, dass das Kreuz unterhalb eines Felsvorsprungs liegt. Naja, macht nichts, vor uns liegt noch eine weite Strecke, weiter gehts – dachte ich mir.

Irgendwo da muss das Gipfelkreuz des Kleinen Rachel versteckt sein. Die Talsperre haben wir zumindest entdeckt.

Gipfel Nr. 2 – auf zum Großen Rachel (1452 m)

Wer vom Kleinen auf den Großen Rachel möchte, der muss über den selben Weg, zurück zum Waldschmidthaus. Den Großen Rachel haben wir dabei stets im Blick.

Blick vom Kleinen Rachel zum Großen Rachel.

Am Waldschmidthaus folgen wir der Beschilderung nach links. Der Anstieg hat es wieder einmal in sich. Nach ein paar Minuten erreichen wir endlich den Gipfel… Aber auch hier gibt es kein Gipfelkreuz-Foto :-(.

Wir haben den Gipfel zwar erreicht und auch das Gipfelkreuz gefunden, aber es war einfach zu viel los. Die Menschen standen Schlange, um zum Kreuz zu gelangen und so machten wir uns gleich wieder an den Abstieg in Richtung Rachelsee.

Zu viele Menschen „pilgerten“ zum Gipfelkreuz, weshalb wir uns für ein Weitergehen entschieden hatten.

Nächster Halt – Rachelkapelle

Der Abstieg zur Rachelkapelle und zum Rachelsee ist nicht ohne und sollte nur mit geeignetem Schuhwerk erfolgen.

Eine Hinweistafel macht nochmal aufmerksam, auf den „heftigen“ Abstieg zum Rachelsee.

Nach etwa 30 Minuten erreichten wir die Rachelkapelle. Diese war heute ebenfalls gut besucht, aber endlich konnte ich ein Bild machen, ohne fremde Menschen auf dem Foto zu haben. Der Blick von der Rachelkapelle zum Rachelsee ist wunderschön.

Die Rachelkapelle mit Blick zum Rachelsee.

Endlich etwas Ruhe und die lang ersehnte Brotzeit

Die Rachelkapelle hatten wir schnell hinter uns gelassen. Wir machten uns auf zum weiteren Abstieg über den Kapellensteig

Auf dem Kapellensteig.

und erreichten nach einer weiteren halben Stunde den Rachelsee. Hier war nicht mehr ganz so viel los und Freya nutzte den See für eine Abkühlung (baden und schwimmen verboten, ob dies auch für Hunde gilt?).

Abkühlung im Rachelsee.

Am Rachelsee gibt es gleich mehrere Sitzgelegenheiten und so nutzten wir eine Bank für unsere Brotzeit und haben ein wenig die Stille genossen.

Herbst am Rachelsee.

Ein Blick in den Himmel verriet, dass bald die Sonne untergehen würde. Deshalb packte ich schnell den Rucksack zusammen. Es warteten noch fast 12 Kilometer auf uns.

Noch ein letzter Blick zum Rachelsee und dann ging es auch schon weiter.

Föhraufilz

Den Aussichtsturm im Föhraufilz hatte ich bei der kurzen Tourenplanung ausgelassen. Jetzt liegt er jedoch genau auf dem Weg zum Auto und so führte uns der Weg dorthin, durch unzählige Buchen und anschließend durchs Filz.

Aussichtsturm Föhraufilz.

Dieses Moor ist ganz anders, als das Zwieselter Filz. Dicht bewaldet mit vielen Bäumen und Sträuchern und so war auch der Ausblick vom Aussichtsturm nicht in die Ferne, sondern – wer errät es? – natürlich auf Bäume.

Weg durchs Föhraufilz.

Auch wenn der Weg durchs Föhraufilz kurz und der Ausblick vom Turm nicht berauschend ist, lohnte es sich. Denn „Der Weg ist das Ziel“ – und der Weg ist durchaus schön und abwechslungsreich.

Auch eine Holzbrücke (Vorsicht rutschig) musste im Föhraufilz überquert werden.

Auf zum Auto

Das Föhraufilz ließen wir hinter uns und machten uns auf zum Auto. Wir setzten unseren Weg auf breiten, ebenen Forstwegen fort. Das hatte den Vorteil, dass wir nun etwas schneller vorwärts kamen.

Wir gelangten zur Schwarzach, einem kleinen Bach. Auch hier gibt es einen WanderparkplatzSchwarzachebene (ebenfalls campen verboten).

An der Schwarzach.

Der geteerten Schwarzachstraße folgten wir etwa einen Kilometer flussabwärts. Da es sich um die Straße nach Gfäll handelt, kam uns auch einmal der Igelbus entgegen.

Anschließend bogen wir rechts ins Lindaustraßl ein und kamen zum Waldhüttenbach. Hier hielten wir uns wieder rechts. Ein Pfad führt etwas entlang der Gleise und um die Ortschaft herum.

Am Waldhüttenbach. Jetzt ist es nicht mehr weit zum Auto.

Nach 23,3 Kilometer, 810 Höhenmeter und 7 Stunden und 49 Minuten erreichten wir dann, noch vor Einbruch der Dunkelheit, den Parkplatz Flanitzebene, wo unser Auto stand. Die reine Gehzeit betrug 5,5 Stunden.

Fazit:

Ich denke, gerade die unterschiedlichen Eindrücke der Tour sprechen für die große Abwechslung, welche die Landschaft bietet. Egal ob lichte Buchenwälder, ein dicht bewachsenes Moor, Heide- und Wiesenlandschaften und Blicke über die vom Borkenkäfer geschädigte Landschaft (welche sich aber mittlerweile erholt), die Natur gibt hier einiges her.

Auch wenn die Tour eigentlich ganz anders und viel kürzer geplant war und wir keines der beiden Gipfelkreuze gesehen haben, war es eine tolle Tour. Im Hochsommer oder im tiefsten Winter würde ich die Route allerdings nicht gehen wollen. Die Wege verlaufen viel über Steine und Wurzeln und das herabgefallene Laub der Buchen, setzt ein großes Maß an Trittsicherheit voraus. Eine ausreichende Grundkondition vom Hund und Halter sollte ebenfalls vorhanden sein ;-).

Weitere Impressionen:

Auf dem Rachel.
Klingenbrunner Rachelsteig.
Weg zur Rachelkapelle.
Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da…
Die letzten Meter auf dem Klingenbrunner Rachelsteig.
Blick vom See zur Kapelle.
„Erklärbär“ – ähm… Infotafel am Rachelsee.
In allen Schutzhütten ist das Übernachten verboten.
Bis bald!

Anbei noch die Tour zum Nachwandern.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.komoot.de zu laden.

Inhalt laden

Wart ihr auch schon am Rachel? Wie lang war eure Tour?

Herbstliche Wanderung zum „Schlögener Blick“ – Wandern mit Hund in Oberösterreich

Hinweis: Beitrag enthält unbezahlte Werbung

Was macht man, wenn gute Freunde fast 500 Kilometer weit weg wohnen und man aber zusammen wandern gehen will? Richtig – man trifft sich in der Mitte 😅. So führte uns unsere Tour, gemeinsam mit Anna und Fina von Fina the adventuredog, am Sonntag den 13.10.2019 nach Schlögen in Oberösterreich zum Schlögener Blick.

Vom Schlögener Blick hat man eine tolle Aussicht auf die Donauschlinge – auch bekannt als Schlögener Schlinge.

Die Donauschlinge von „unten“.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: 13,5 Km*
  • Höhenmeter: 370*
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: Rundtour; am Parkplatz an der Anlegestelle in Schlögen Parkgebühren 5 € (Toilettennutzung 50 Cent); festes Schuhwerk; Trittsicherheit; Tour kann auch umgekehrt gegangen werden (allerdings hat man dann fast 30 Minuten einen ziemlich steilen Anstieg); gesamte Tour nicht kinderwagengeeignet – wer allerdings den direkten Weg zum Schlögener Blick wählt, sollte es mit einem geländegängigen Kinderwagen (und genügend Ausdauer wegen des steilen Anstiegs) schaffen; rund um den Schlögener Blick stark frequentiert – auf dem restlichen Weg waren wir aber fast alleine unterwegs; Wasser für die Hunde mitnehmen – an der Donau gibt’s Wasser, aber dazwischen keine Wasserstellen; Einkehrmöglichkeiten in Inzell oder am Parkplatz (5 € Parkgebühren werden bei Verzehr von min. 10 € angerechnet); Naturschutzgebiet = Leinenpflicht
  • Highlights: Aussichtspunkt Schlögener Blick, Steinerfelsen
  • Start: Anlegestelle Schlögen; Schlögen 2, 4083 Haibach ob der Donau, Österreich
  • Ziel: = Start

(* Daten stammen aus Komoot)

Start unserer Tour!

Wir hatten uns um 10 Uhr am Parkplatz an der Anlegestelle in Schlögen verabredet. Selbst die Anreise war für mich bereits ein Genuss. Strahlender Sonnenschein und eine tolle Gegend 😍 erwarteten uns.

Da wir beide etwa 15 Minuten früher am Treffpunkt waren, haben wir noch schnell die Parktickets geholt und konnten pünktlich um 10 Uhr unsere Tour starten.

Der Weg ist ein Rundweg und mit einer blauen Markierung ausgeschildert. CICONIA WEG steht auf dem Schild – das bedeutet wohl Großer Vogel.

Die Markierung des Ciconia Weg weist uns den richtigen Weg und ist in beide Richtungen ausgeschildert.

Man kann entweder gleich zum Aussichtspunkt hoch wandern (Gehzeit ca. 30 Minuten, aber sehr steil), oder man entscheidet sich – wie wir es getan haben – zuerst für den Weg entlang der Donau.

Während sich am Parkplatz noch Menschenmassen tummelten, waren wir auf dem weiteren Wegverlauf eher einsam unterwegs. Obwohl es sich um den offiziellen Radwanderweg und eine Verbindungsstraße handelt, haben wir außer ein paar Anglern nur sehr wenige Menschen (und auch Autos) gesehen.

Wir verließen die Teerstraße und folgten dem Treppelweg. Dieser führt direkt an der Donau entlang. So hatten wir einen angenehmeren Weg, als die Teerstraße unter den Füßen und die Hunde hatten Wasser. Außerdem waren weit genug entfernt von den Forstarbeiten (ja, auch am Sonntag wurde gearbeitet) und hatten keine Autofahrer.

Rechts verläuft der Radweg, aber der Treppelweg ist viel schöner.
Der Treppelweg – ein schöner Weg.
Noch ein Bild vom Treppelweg – etwa bei der Hälfte zwischen Schlögen und Inzell.

Ab nach oben

In Inzell angekommen, sind wir bei nächster Gelegenheit nach rechts abgebogen, um kurz nach der Kurve links in den Wald zu gehen.

Dieser Weg war am Anfang nicht so schön. Die feuchte Witterung und die Forstarbeiten machten sich bemerkbar. Es erforderte etwas „Fingerspitzengefühl“ um nicht knöcheltief im Matsch zu versinken. Aber hat man dies geschafft, verwandelt sich der Weg fast in eine Reise durch einen Märchenwald.

Matsch soweit das Auge reicht. Und noch dazu geht es bergauf – aber auch das haben wir geschafft.
Und dann verwandelt sich der Matsch-Weg in einen schönen Weg.
Mit vielen tollen Pilzen.

Es geht abwechslungsreich bergauf. Mal über einen breiten Forstweg, mal über einen schmalen Pfad. Ab und an lässt sich ein Blick auf die Donau erhaschen.

Wandern auf dem „Bergrücken“

Wir folgten immer dem CICONIA WEG und dieser führte uns zu einem schönen Aussichtspunkt mit Bank. Die Aussicht mussten wir einfach genießen und legten eine kleine Pause ein, bevor es auf den „Bergkamm“ ging.

Auf zur Bank mit Aussicht.
Freya genießt ebenfalls die Aussicht.

Dieser Weg entspricht total meinem Geschmack 😊. Zugegeben, ein bisschen aufpassen muss man schon, wo man seine Füße absetzt, aber ich liebe diese schmalen Pfade mit Baumwurzeln und Steinen.

Über Wurzeln und Steine und durch Heide geht es Richtung Steiner Felsen.
Ein bisschen trittsicher sollte man schon sein.

Ab hier begegneten wir auch mehr Menschen und auch ein paar Hunde haben wir gesehen.

Steiner Felsen (auch Steinerfelsen) und kurze Pause

Über den Bergrücken geht’s zum Steiner Felsen und anschließend machten wir Pause – oder wie man in Österreich sagt 😉 – „Jause“.

Mit einer traumhaften Aussicht und der (noch) wärmenden Sonne ließ es sich hier sehr gut aushalten, aber wir wollten ja noch weiter zum Schlögener Blick.

Ein toller Weg – der Ciconia Weg.

Kleiner Steiner Felsen (auch Kleiner Steinerfelsen)

Unser nächster Halt war beim Kleinen Steiner Felsen. Allerdings war hier so viel los, dass wir uns schnell weiter auf den Weg machten.

Kleiner Steinerfelsen.

Aussichtspunkt am Steiner Felsen

Nach den Steiner Felsen gelangten wir zu einem Aussichtspunkt. Allerdings war dies noch nicht der Aussichtspunkt „Schlögener Blick“, wie wir zuerst vermutet hatten 🤭, sondern der Aussichtspunkt Steiner Felsen.

Blick von der Aussichtsplattform nahe des Kleinen Steinerfelsen.

Auf zum Schlögener Blick

Über Feldwege (im Hochsommer könnte es auf diesem Teilstück ziemlich heiß werden) und ein kurzes Stück Teerstraße gelangt man wieder in den Wald um anschließend auf einem breiten Schotterweg zu laufen.

Der Weg führt auch über Wiesen und Felder. Im Sommer könnte es auf diesem Teilstück der Route ziemlich heiß werden.

Nicht weit von diesem Weg entfernt, befindet sich ein Parkplatz, von welchem aus man in wenigen Gehminuten zum Schlögener Blick gelangt. Und das spürten wir auch. Denn ab hier kamen uns die Menschenmassen entgegen.

Wir machten einen Abstecher zu einem weiteren Aussichtspunkt und wanderten anschließend – bergab – zum Aussichtspunkt Schlögener Blick.

Blick auf die Donau vom Aussichtspunkt VOR dem Schlögener Blick.

Schlögener Blick – traumhafte Aussicht auf die Donauschlinge Schlögen

Ich glaube, zu dieser traumhaften Aussicht muss man nicht viel sagen/schreiben – oder?!

Was für eine Aussicht von der Aussichts-Plattform Schlögener Blick! Man sieht genau den Verlauf der Donauschlinge. Ein tiefes Tal, wo sich die Donau hindurch schlängelt. Dazu der herbstlich gefärbte Wald. Einfach grandios 😍!

Wäre hier nicht so viel los gewesen, hätten wir sicher länger den Anblick genossen.

Abstieg ins Tal

Nachdem wir uns kurz über den Ausblick erfreuten, machten wir uns an den ( teils steilen) Abstieg. Hier sollte man wirklich aufpassen. Der steinige und steile Weg ist bei Nässe nicht zu unterschätzen. Dennoch sind wir froh, die Tour im Uhrzeigersinn gegangen zu sein. Entgegenkommende Personen keuchten ganz schön 🤣.

Kurz bevor wir wieder am Parkplatz angelangten, ergab sich noch einmal die Möglichkeit, von „oben“ auf die Donau zu blicken und dann waren wir auch schon wieder unten.

Noch ein letzter Blick von oben, bevor wir wieder bei den Autos waren.

Wir starteten um 10 Uhr und waren gegen 14:45 Uhr wieder am Parkplatz. Die reine Gehzeit lag (laut Komoot) bei 3 Stunden und 10 Minuten.

Das Obere Donautal in Oberösterreich war bisher absolutes „Neuland“ für uns. Die Gegend hat mich aber so fasziniert, dass wir mit Sicherheit nicht das letzte Mal dort gewesen sind.

Deshalb sagen wir „Bis bald“!

Vom Ei zum Käfer.
Kunstvolle Schnitzereien zeigen die Entwicklungsstadien eines Waldbewohners.
Kunstvolle Schnitzereien zeigen die Entwicklungsstadien eines Waldbewohners.
Kunstvolle Schnitzereien zeigen die Entwicklungsstadien eines Waldbewohners.
Stellenweise finden sich auch Lehrtafeln auf dem Weg. Biber haben wir allerdings keinen gesehen…

Wart ihr auch schon bei der Donauschlinge in Schlögen und beim Aussichtspunkt Schlögener Blick? Hat es euch auch so gut gefallen, wie uns?

Hundeernährung unterwegs – „Welches Hundefutter eignet sich für Rucksacktouren?“

hinweis: beitrag enthält unbezahlte werbung

Welches Futter eignet sich auf mehrtägigen Wanderungen?

In diesem Artikel geht es darum, welche Futterarten es gibt und welche sich für unterwegs eignet/eignen.

Nicht nur wir verbrauchen während einer Wanderung viel Energie. Auch für unsere Vierbeiner kann eine Tour anstrengend sein und sie freuen sich unterwegs auf eine leckere „Brotzeit“. Und spätestens dann, wenn man mehrere Tage auf Wanderschaft ist, kommen verschiedene Fragen zur Hundeernährung unterwegs auf.

Die Ernährung des eigenen Vierbeiners ist ein sehr sensibles Thema und nicht jedes Futter ist für jeden Hundehalter und schon gar nicht für jeden Hund „geeignet“, deshalb gilt nachfolgender Hinweis.

Hinweis: Was und wie viel ihr euren Hunden füttert, kommt auf den Hund an. Nicht jeder Hund verträgt oder mag alles. Und natürlich kommt es auch auf euch an. Ich will hier keine Futterberatung durchführen, denn letztendlich muss jeder selber das Richtige für sich und seinen Vierbeiner finden ;-). Dieser Beitrag soll euch lediglich zeigen, welche Möglichkeiten es gibt und wie meine Erfahrung ist.

Welche Futterarten gibt es und was eignet sich für unterwegs?

  • BARF:

Wer barft, hat spätestens auf Mehrtagestouren ohne regelmäßige Einkaufsmöglichkeit ein Problem.

Dies ist nur ein kleiner Auszug der Zutaten, welche man braucht, wenn man barft.

Unter BARF versteht man „Biologisch artgerechte Roh-Fütterung“ oder auch „Bones and Raw Foods“. D. h. es wird (ausschließlich) alles roh an den Hund verfüttert. Sowohl Fleisch wie auch Gemüse, Obst und Kräuter. Nun gestaltet es sich schwierig, Frischfleisch (oder auch TK-Ware) und sämtliche anderen Zutaten in den, vermutlich sowieso schon prallgefüllten, Rucksack zu stecken. Ich würde es jedenfalls nicht tun wollen. Insofern eignet sich BARF aus meiner Sicht nicht für unterwegs.

Wer dennoch in diese Richtung füttern möchte, wird sicherlich unter dem Punkt Alternativen fündig.

  • FEUCHTFUTTER / DOSENFUTTER:
Wer auf Rucksacktouren Feuchtfutter füttern will, sollte sich dem erhöhten Gewicht bewusst sein.

Viele Barfer nutzen gern im Urlaub Feuchtfutter als Alternative zur Rohfütterung. Es ist über Jahre hinweg haltbar (insofern die Dose oder Schale verschlossen und unbeschädigt ist), meistens ist mit einer Mahlzeit die Dose leer und man muss sie nicht im Kühlschrank oder sonst wo aufbewahren. Zuhause oder wenn wir mit dem Wohnwagen unterwegs sind, bekommt Freya auch Feuchtfutter. Aber nicht auf Rucksack-Touren. Aber dazu nachher mehr.

Wer seinem Hund unterwegs Feuchtfutter anbieten möchte, sollte wissen, dass der Hund eine größere Menge (das liegt am höheren Wassergehalt) als z.B. von Trockenfutter benötigt. Dies wiederum bedeutet, dass man mehr schleppt.

Freya braucht z. B. 200 – 250 g Trockenfutter pro Tag. Um die gleiche Menge an Nährstoffen und Energie zu bekommen, würde sich die Ration bei einem hochwertigen Feuchtfutter auf 800 – 1000 g belaufen. Weshalb Feuchtfutter bei unseren Wanderungen rausfällt.

  • TROCKENFUTTER:
Trockenfutter in Zip-Beuteln.

Trockenfutter ist eine beliebte Futterart auf Reisen. Vor allem bei Rucksack-Touren hat sich diese Futterart bewährt. Warum?

Trockenfutter ist, im Vergleich zu Nassfutter, verhältnismäßig leicht. Wie oben beschrieben braucht der Hund etwa ein Viertel der Menge, als bei Feuchtfutter. Auch die Verpackung ist relativ platzsparend. Keine lästigen Dosen, sondern eine Tüte. Füllt man es portionsweise in Zip-Beutel ab, braucht man nicht den ganzen Sack mitnehmen und es ist sogar (je nach Beutel) luft- und wasserdicht verpackt.

  • ALTERNATIVEN / WEITERE MÖGLICHKEITEN:

Carnello Hundecocktail: Er besteht aus getrocknetem und pulverisiertem Rindfleisch und kann einfach mit Wasser zu einem Brei angerührt werden. Das Mischverhältnis sowie eine ausführliche Beschreibung findet ihr hier: https://www.carnello.de/index.php/klassik/hundecocktail

(Wir haben den Hundecocktail noch nicht getestet, werden ihn aber mit Sicherheit nächstes Jahr ausprobieren und dann gibts hier ein Update.

Trocken-Barf / Gefriergetrocknetes: Wer sich für eine Art Trocken-Barf interessier, der ist bei BALF https://www.balf-tiernahrung.de/ an der richigen Adresse. Es handelt sich um gefriergetrocknetes Futter. Der Vorteil von Gefriergetrocknetem liegt im Gewicht. Es ist wahnsinnig leicht. Allerdings sollte der Hund dann genügend zu trinken haben (was er aber eh immer haben sollte).

Links gefriergetrocknetes Hundefutter – Rechts die gleiche Tasse mit Trockenfutter gefüllt. Gefriergetrocknetes Futter ist leichter.

Etwas vom „Tisch“: Wer darüber nachdenkt, den Hund mit den eigenen Speiseresten zu verpflegen, dem kann ich hiervon nur abraten. Handelt sich um gekochte Nudeln oder Reis, ist das okay. Aber spätestens bei stark gewürzten Speisen oder irgendwelchen Fertiggerichten würde ich mir das gut überlegen.

  • JAGEN ODER FISCHEN FÜR DEN HUND BZW. DEN HUND JAGEN GEHEN LASSEN

Auch wenn diese Alternative für den ein oder anderen interessant erscheinen mag, es ist in Deutschland VERBOTEN. Weder ihr selbst, noch eure Hunde dürfen einfach so jagen gehen. Das ist Wilderei. Es gilt der Jagdschutz. D. h., dass euer Hund – wird er beim Wildern erwischt – vom zuständigen Jagdaufseher erschossen werden darf! Dieses Risiko würde ich keinesfalls eingehen.

Den Hund jagen lassen, oder gar selbst (ohne Jagd- oder Angelschein und entsprechender Erlaubnis) jagen zu gehen, ist verboten!
  • WASSER FÜR DEN VIERBEINER

Es ist nicht nur wichtig, dass wir bei einer Wanderung genug zu trinken haben, sondern auch die vierbeinige Begleitung die Möglichkeit hat, Wasser zu bekommen. Deshalb nehmt auf jeden Fall genug Wasser mit und schaut euch bereits bei der Tourenplanung nach geeigneten Wasserstellen um.

Sauberes Wasser und Futter – alles was man für die Hundeernährung unterwegs braucht.

Auch die Qualität und eventuelle Verunreinigungen des Gewässers sollten bedacht werden. Ich würde Freya z. B. nie aus einem See trinken lassen, um welchen ich bereits mehrere tote Fische entdeckt habe.

Außerdem habe ich auch auf Tageswanderungen immer eine kleine „Jause“ für Freya dabei, sprich ein paar Kauartikel und kleine Leckerlis sind immer im Rucksack.

Fazit: Für Freya und mich eignet sich Trockenfutter bisher am besten. Alternativen wie Trockenbarf oder der Hundecocktail werden auf jeden Fall demnächst getestet.

Mich interessiert nun natürlich, welches Futter ihr euren Fellnasen unterwegs füttert und freue mich auf eure Kommentare.

Von Leuzenberg zum Glatzenstein – Wandern mit Hund im Nürnberger Land

Hinweis: Beitrag enhält unbezahlte Werbung
Das Gipfelkreuz am Glatzenstein.

Eigentlich war am Sonntag, den 29. September, ja etwas anderes geplant…

Luna, eine unserer Samtpfoten wurde angefahren und muss nun in regelmäßigen Abständen via Sonde gefüttert werden. Ich hatte damit gerechnet, dass Freya und ich in den nächsten Wochen nicht (viel) wandern würden…

Umso erfreulicher war es, dass Chriss sich um Luna gekümmert hat (Danke 🙏 nochmal) und wir an diesem Sonntag dann doch auf eine kurze Tour starten konnten.

Genauso toll war, dass unsere Begleitung ebenfalls Zeit und Lust hatte und wir somit wieder zu Viert auf Wanderschaft gingen.

Unser Ziel war der Glatzenstein nahe Neunkirchen am Sand in der Fränksichen Alb.

Die Felsen am Glatzenstein.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: ca. 7,5 Kilometer*
  • Höhenmeter: 210*
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: gutes Schuhwerk; Rundtour; Einkehrmöglichkeiten Leuzenberger Hof (Start-Ziel) oder Berggasthof Glatzenstein (nicht direkt am Weg); bedingt kinderwagengeeignet; an schönen (Wochenend)Tagen stark frequentiert; Wegarten – überwiegend Forst- bzw. Feldwege, Pfade, Teerstraßen; Abkürzungen und andere Varianten möglich; wenig bis kein Wasser (unbedingt etwas mitnehmen); tolle Aussicht vom Glatzenstein ins Tal;
  • Start: Leuzenberger Hof, Dorfstraße 5, 91244 Reichenschwand
  • Ziel: = Start

( * Daten stammen aus der Komoot-App)

Start der Tour

Pünktlich um 10:30 Uhr (diesmal ohne Stau, Umleitungen oder sonstige Maleure) starteten wir am Parkplatz am Leuzenberger Hof.

Wir folgen der Dorfstraße leicht bergauf und biegen bei der vierten Straße Zum Seeanger nach links ab. Hat man das Dorf hinter sich gelassen, zeigt sich bereits die erste herrliche Fernsicht über die Felder und Wiesen.

Bei dieser Aussicht muss man einfach kurz inne halten.

Es geht weiter bergauf, bis wir zu einer Weggabelung mit einer Bank und einem alten Grenzstein gelangen, wo wir uns rechts halten. Kuhglocken-Geläute lässt mein „Allgäu-Herz“ höher schlagen und die Gegend ähnelt wirklich einer Alm, aber keine Angst – die Kühe sind eingezäunt (Vorsicht, dass der Vierbeiner nicht an den Zaun kommt – Strom!!!).

Eine Tafel mit Erklärungen zum Archäologischen Wanderweg soll uns auf unserem Weg noch des öfteren begegnen.

Auch ein Teil des Archäologischen Wanderwegs begleitete uns bei dieser Tour.

Wir bleiben vorerst auf dem Forstweg, bis uns die Beschilderung nach links auf einen Pfad führt. Diesem Pfad folgen wir wieder nach links. Es ist ein schöner Weg durch den Wald und das scheinen noch mehr Wanderer entdeckt zu haben 🙄.

Es war eine tolle Atmosphäre, als wir so durch den Buchenwald gewandert sind.

Abwechselnd geht es über Pfade und Forstwege, wobei uns die Pfade lieber sind, denn auch einige Mountainbiker sind unterwegs. Viele sind freundlich, grüßen zurück und bedanken sich, dass man auf die Seite geht, andere bekommen „die Zähne nicht auseinander“ (vielleicht bleiben sonst zu viele Mücken zwischen den Zähnen hängen 😉).

Die Wege sind abwechslungsreich, obwohl die Tour nicht besonders lang ist.

Nächster Halt – Glatzenstein

Nach etwa 3 Kilometer erreichen wir unser eigentliches Ziel. Der Glatzenstein ist ein Berg der Fränkischen Alb. Und obwohl er mit seinen 572 m ü. NN nicht sonderlich hoch ist, bietet er eine grandiose Aussicht. Wenn nicht gerade so viel los ist wie bei uns, lässt es sich hier sicher lange aushalten.

Blick zur Burgruine Rothenberg.
Weitsicht vom Glatzenstein ins Tal.
Die Bank am Glatzenstein haben wir nicht genutzt, aber hier einen Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang zu erleben, wäre sicherlich eine tolle Sache.

Übrigens: Wir haben am Glatzenstein eine Versteinerung (manche nennen auch Fossil) entdeckt. Wer weiß, wo diese Versteinerung ist und was war das einmal 😃?

Kersbacher Felsenlabyrinth

Nun, nachdem uns am Glatzenstein zu viel Trubel herrschte und es auch ziemlich windig war, ging es für uns in Richtung Kersbacher Felsenlabyrinth (Beschilderung vorhanden).

Dass sich nahe des Glatzensteins auch eine Höhle befindet, habe ich leider erst jetzt entdeckt, während ich diesen Beitrag hier schreibe 😔. Naja, dann müssen wir wohl noch einmal dort hin 😁, um die Höhle zu erkunden.

Felsen im Kersbacher Felsenlabyrinth.
Wald im Kersbacher Felsenlabyrinth.

Auf einer Lichtung nahe des Frühzeitlichen Kalkbrennofen machten wir eine schöne Brotzeit-Pause.

Die wärmende Sonne und die Windstille haben zwar richtig gut getan, dennoch ging es zügig weiter.

Der Rückweg

Einige Höhenmeter, welche wir zuvor bergauf gelaufen sind, führten nun vorerst wieder nach unten. Bereits seit einiger Zeit (ich kann euch gar nicht mehr genau sagen, seit wann) ist auch der Frankenweg Teil unseres Wegs. Wer möchte, kann dem Pfad etwas unterhalb des Kalkbrennofen nach rechts folgen. Das ist dann eine kleine Abkürzung und man landet nicht wie wir, zu weit unten.

Den Wald lassen wir bald hinter uns und gelangen auf eine Teerstraße, welche uns durch Felder führt. Von hier hat man eine schöne Aussicht und wieder erinnert mich alles ziemlich ans Allgäu.

Auch wenn ich Teerstraßen beim Wandern nicht gern mag, man kommt zumindest flott voran.
Die Aussicht ist einfach nur herrlich.

Wir folgen dieser Teerstraße geradeaus, bis wir in der Kurve am Berg nach rechts abbiegen. Nun sind wir auf dem Jura-Gebirgsweg.

Der Jura-Gebirgsweg kommt auf jeden Fall auf meine „Da-will-ich-wandern-Liste“.

Der Jura-Gebirgsweg führt in Richtung Großer Hansgörgel, welchen wir aber auslassen und uns für den kürzeren, direkten Weg in Richtung Leuzenberg entscheiden. Ein paar liegende Baumstämme auf einer Wiese nutzten wir nochmals für eine kurze Rast. Sonne tanken. Die Hunde hatten ihren Spaß und Freya spielte sogar ausgiebig mit Jack (normalerweise ist Freya kein „Spiel-Hund“, umso schöner war es für mich, dass sie Spaß dabei hatte).

Über einen Pfad gelangten wir zu einem kleinen Bächlein, weiter zu einem (leicht versteckten) Weiher, wo die Hunde sich abgekühlt haben (nein, es war nicht heiß) und von dort aus wieder nach Leuzendorf, wo unsere Autos standen.

Kleiner Bachlauf im Wald.
Und sogar ein Mini-Mini-Wasserfall.

Insgesamt waren wir 3 Stunden unterwegs, die reine Gehzeit betrug etwas über 2 Stunden (leider habe ich aus Versehen die Aufzeichnung bei Komoot gelöscht). Unsere Pausen fielen bei dieser Tour sehr knapp aus, was natürlich auch daran lag, dass ich schnell wieder nach Hause zu unserem „Patienten“ wollte. Aber auch die starke Frequentierung des Wegs war nicht so unser Ding. Andere Hunde haben wir keine bzw. nur in der Ferne gesehen.

Die Route an sich ist abwechslungsreich und durchaus zu empfehlen, dann aber lieber unter der Woche.

Schaut mal, wie der Baum gewachsen ist?!
Auf dem Weg zum Glatzenstein.
Gipfelkreuz am Glatzenstein.
Pilze.
Abkühlung muss sein – und wenns Minusgrade hat 😉

Anbei gibts noch den Link zur (zwar nur geplanten, aber so gelaufenen) Tour auf Komoot.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von www.komoot.de zu laden.

Inhalt laden

Wart ihr auch schon beim Glatzenstein? Wie hat es euch gefallen? Schreibt mir doch einfach einen Kommentar, ich freu mich. Bis bald!

Auf dem „Adolf-Hackner-Weg“ in Greding – Wandern im Altmühltal

Rundwanderweg Nr. 10

Hinweis: Beitrag enthält unbezahlte Werbung
Wegmarkierung bei unserem Einstieg in den Adolf-Hackner-Weg.

„Wandern vor der Haustür“

Das war am 24. September 2019 unser Motto.

Ich hatte keine Lust, mit dem Auto irgendwohin zu fahren und da wir in und um Greding einige Wanderwege haben, entschied ich mich diesmal für den Adolf-Hackner-Weg – Rundwanderweg Nr. 10.

Gelesen hatte ich von ihm schon viel. Teilstücke sind wir auf unseren „normalen“ Gassirunden auch bereits gegangen, aber eben nie den kompletten Weg an einem Stück.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: 12 Kilometer*
  • Höhenmeter: 240*
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: festes Schuhwerk da der Weg auch über Wiesen führt; Rundtour; überwiegend kinderwagengeeignet (Wurzelweg zu den Sinterterrassen sowie Weg über die Wacholderheiden etwas schwierig, aber mit einem guten Buggy machbar); Wegarten => breite (Forst- oder Wiesen)Wege, Pfade, wenige Treppenstufen – jedoch keine Gittertreppen, Asphalt; Wegmarkierung grüne 10 auf gelbem Untergrund (gut ausgeschildert); mehrere Einkehrmöglichkeiten in Greding (Öffnungszeiten beachten); an heißen Tagen genug Wasser für den Hund mitnehmen => je nach Witterung können Bäche ausgetrocknet sein (Gewässer entlang der Route: Agbach, kleines Rinnsal am Weg bei den Fischweihern, Kaisinger Brunnenbach, Schwarzach, Mühlbach); ein paar Mal müssen Straßen gequert werden; zahlreiche Sitzmöglichkeiten; Leinenpflicht bei den Sinterterrassen; zu unserer Zeit (unter der Woche) kaum frequentiert
  • Highlights: Sinterterrassen im Kaisinger Tal
  • Varianten: Tour kann auch umgekehrt gegangen werden; Abkürzungen möglich (alle 2 bis 4 Kilometer kann man zurück zum Marktplatz gehen);
  • Start: der Adolf-Hackner-Weg kann an mehreren Stellen gestartet werden. Wer mit dem Auto anreist, startet am besten am großen Altstadtparkplatz am Hallenbad in Greding (kostenlos)
  • Ziel: = Start

(* Daten stammen aus Komoot)

Natur entlang des Adolf-Hackner-Weg.

Wandern vor der Haustür

Ein Einstieg in den Adolf-Hackner-Weg befindet sich nur 400 Meter von unserer Haustür entfernt. Also schnürte ich um 10:45 Uhr meine Wanderstiefel und los gings zum Startpunkt nahe des Spielplatzes Im Mühltal.

Weil aber vermutlich die meisten mit dem Auto kommen, gehe ich mit euch die Tour vom Startpunkt am Altstadtparkplatz los. Da es eine Rundtour ist, ändert sich nicht viel. Weitere Parkmöglichkeiten finden sich an der Straße von Greding Richtung Landerzhofen, bzw. am Lehrpfad im Kaisinger Tal oder bei der St. Martin Kirche (Bergstraße).

Wir sind die Tour im Uhrzeigersinn gelaufen (unsere Empfehlung), da es einen knackigen Anstieg gibt. Ich laufe einfach lieber bergab ;-).

Der Weg ist in beide Richtungen sehr gut beschildert, sodass man sich auch ohne Komoot, Outdooractive oder GPS nicht verlaufen kann.

Zahlreiche Markierungen weisen Wanderer darauf hin, dass man richtig ist.

Dann mal los

Am Altstadtparkplatz überqueren wir zuerst einmal die Hauptstraße und folgen nach links dem Fußgängerweg. Das Wasserrad, den Kinderspielplatz und den Zeidlerturm lassen wir hinter uns, um am Stadttor geradeaus die Straße zu queren.

Wasserrad am Kinderspielplatz.
Und sogar ein Insektenhotel befindet sich in der Rosenschar am Zeidlerturm.

Wir folgen dem Hühnerweg in Richtung St. Martin Basilika. (Bis hier gibt es schon 2 Bänke und noch weitere Sitzmöglichkeiten beim Zeidlerturm und am Spielplatz ;-)). Am Parkplatz der Kirche halten wir uns links, überqueren die Bergstraße und wandern über einen Pfad, welcher teils serpentinenartig nach oben und durch eine Wacholderheide verläuft, auf eine Hochfläche. Hier hat man einen grandiosen Blick über Greding. (Auch auf diesem Teilstück haben wir ca. 6 Bänke entdeckt).

Tipp für Kinderwagen und/oder Hundebuggy: der Bergstraße auf dem Gehweg bis zum nächsten Markierungspunkt folgen und dann die Wanderung auf dem Weg fortsetzen => der Pfad über die Wacholderheide ist ziemlich schmal.

Dieser Baum hat mich fasziniert. Er ist in der Mitte hohl. Irgendetwas – vermutlich ein Blitz – muss ihn gespalten haben. Dennoch hat er überlebt.
Ein schmaler Pfad führt serpentinenartig nach oben.
Herrliche Fernsicht.

Über einen Wiesenweg geht es ein Stück bergab. Wir folgen eine kurze Strecke bergauf der Bergstraße, überqueren sie erneut und halten uns Richtung Bildstöckl (hier gibt es wieder 3 Bänke und auf dem Weg dorthin auch eine).

Der weitere Wegverlauf bietet immer wieder Blicke nach Greding.

Auf gehts zum Bildstock.

Das Agbachtal

Nach einem kurzen aber steilen Abstieg geht es an Fischweihern und einem Mini-Mini-Wasserfall vorbei ins Agbachtal.

Das Agbachtal ist eines der ältesten Biberreviere im Landkreis. Aber auch Fuchs, Dachs, Reh und Hase leben in diesem idyllischen Tal.

Hier halten wir uns gern auf.

Ob bei diesem Mini-Mini-Wasserfall wohl irgendwann eine Steinerne Rinne entsteht?
Links bahnt sich ein Rinnsal den Weg.
Das Agbachtal.

Ein Stück bergauf geht es erneut über einen Wiesenweg – mit Wacholder geziert – zur Straße in Richtung Landerzhofen, um dem Forstweg auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu folgen.

Auch den kommenden Teil der Strecke bin ich schon öfter gelaufen, aber heute hatte er etwas von einem Märchenwald.

Es haben nur noch Trolle und Elfen gefehlt.

Links kommt eine Quelle aus dem Berg und läuft über den Weg. Auch hier war ich schon mehrmals, aber heute war es ganz besonders. Ich wollte mir die Quelle einmal genauer ansehen und was ist da? – Ich bin ziemlich erschrocken als dieser kleine Freund hier

Feuersalamander an der Quelle.

auf einmal neben mir war. Feuersalamander sind sehr seltene Tiere geworden und natürlich freut es mich umso mehr, dass auch bei uns in Greding noch oder wieder ein solches Tier ein Zuhause hat. Möge er ein langes Leben haben.

Nachdem wir mindestens 3 weitere Bänke hinter uns ließen und ein paar schöne Blicke ins Tal erhascht hatten, ging es erneut über eine Straße in Richtung Sinterterrrassen im Kaisinger Tal.

Schilder am Parkplatz zum Kaisinger Tal.

Eigentlich verläuft der Weg im Kaisinger Tal nicht direkt an den Sinterterrassen vorbei, ein Abstecher ist dennoch drin. Wer nicht gerade mit Kinderwagen oder Hundebuggy unterwegs ist, sollte hierfür den Wurzelweg wählen.

Bei den Sinterterrassen im Kaisinger Tal.
Im oberen Bereich haben die Kalktuff-Kaskaden noch ein bisschen Wasser…
…aber bereits ab der Hälfte liegen sie trocken.

Sinterstufen, auch Sinterterrassen sind Ablagerungen von porösem Kalktuff oder dicht geschichtetem Kalksinter in einem Bach oder fließenden Gewässer und bilden sich im Gegensatz zu Tropfsteinen relativ schnell. Größere Sinterstufen sind beispielsweise im Gebiet der Plitvicer Seen oder in Pamukkale vorhanden.
An ins Wasser gefallenen Ästen, Steinen und Zweigen bilden sich zuerst kleine Ablagerungen und über die Zeit dann immer größere Barrieren im Bachlauf. Diese Barrieren entwickeln sich im Laufe der Zeit zu kleineren Becken, die sich als Sinterstufen markieren und das Wasser kaskadenartig aufstauen. Die Stufen sind meist Bildungen innerhalb des Quartär.

Weitere Sinterstufen gibt es u.a. beim „Hohen Brunnen“ in Berching, bei der „Lillachquelle“ bei Weißenohe oder auch an der „Marienklause“ bei Beilngries.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sinterstufen

Wir verlassen das Kaisinger Tal und kommen an Entsorgungscontainern vorbei. Hier ein kleiner Tipp: den oberen Weg wählen, da unten immer sehr viele Scherben am Boden liegen.

Tipp: Links/oben vorbei, um nicht in Scherben zu treten.

Nach den Container halten wir uns links und kommen zu einem weiteren Biberrevier.

Weiteres Biberrevier in Greding.

Auf gehts zu den nächsten 2 Bänken, von welchen aus wir über eine Wiese Richtung Straße kommen. Die Aussicht ist zwar toll, der Lärm der A9 allerdings nicht. Deshalb gehts schnell weiter hinunter zur Schwarzach.

Schöne Bank, aber der Verkehrslärm der A9 bewegte uns zum Weiterlaufen.

Entlang der Schwarzach verläuft ein Fisch-Lehrpfad. Freya fand aber die Abkühlung (obwohl es wirklich nicht heiß war) in der Schwarzach viel besser.

Bauch kühlen in der Schwarzach.
Die lange Trockenheit im Sommer macht sich auch hier bemerkbar.

Am Sportplatz vorbei, kommen wir wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Fast am Ziel gibt es noch eine Info-Tafel zum Fisch-Lehrpfad.

Während wir bei strahlendem Sonnenschein gestartet sind, wurde das Wetter gegen 13 Uhr immer bewölkter. Dennoch kamen wir trockenen Fußes nach Hause.

Insgesamt waren wir 5 Stunden unterwegs, die reine Gehzeit betrug 3 Stunden. Auf den 12 Kilometern haben wir kaum jemanden getroffen. An den Wochenenden bei schönem Wetter ist hier allerdings mehr los.

Habt ihr auch einen Wanderweg vor eurer Haustür? Und falls ja – seid ihr diesen schon gegangen? Ich freue mich auf euren Kommentar. Bis bald!

Noch ein paar Impressionen für euch:

Auf dem Weg ins Agbachtal.
Hier fließt die Quelle über den Weg. Ja genau die, wo der Feuersalamander war.
Auf dem Adolf-Hackner-Weg.
Info-Tafel am Lehrpfad im Kaisinger Tal.
Auf dem Weg zu den Sinterterrassen. Leine nicht vergessen!
Bei den Sinterterrassen. Hier ist meistens schon wenig Wasser, aber so trocken hab ich es noch nie gesehen.
Bis bald ihr Lieben.

„Hirschbacher Höhlenrundweg“ – Kombination Weg # 2 und # 3

Für Abenteuerlustige und Höhlenliebhaber!

Die Hunde hatten mindestens genauso viel Spaß.
Hinweis: Beitrag enthält unbezahlte Werbung

Die Höhlen im Hirschbachtal waren mir nicht mehr ganz neu, denn wir sind bereits im Mai 2018 eine Tour dort gegangen. Aber wie es so ist, vergisst man einige Eindrücke schnell und so wollte ich unbedingt nochmal diese Wege laufen. Der Plan war ein wenig anders als die Umsetzung, aber vermutlich war es so sogar besser. Alle Infos zur Tour gibts im nachfolgenden Beitrag.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: 12,9
  • Höhenmeter: 520 bergauf, 530 bergab
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: Rundtour; festes Schuhwerk; Trittsicherheit erforderlich; keine Wasserstellen für Hunde (genügend Wasser mitnehmen), außer am Gasthof Goldener Hirsch in Hirschbach; manche Höhlen müssen kriechend erforscht oder begangen werden (ältere Kleidung); Taschen- oder Stirnlampe nicht vergessen; nicht kinderwagengeeignet; eher für größere Kinder geeignet; Einkehrmöglichkeit Gasthof Goldener Hirsch (Öffnungszeiten beachten); bei Schnee könnte die Tour gefährlich rutschig werden; Fledermausschutz beachten – Höhlen vom 01. Oktober bis 31. März nicht begehen; Naturschutzgebiet (!)
  • Highlights: Schmiedberghöhle, Prellstein, Frankenkammer, Schlossberg-Durchgangshöhle, Brünnlesloch, Dürnberghöhle(n), Bodenberghöhle, Aussichtspunkt am „Himmel“
  • Start: Wanderparkplatz im Reichental in Hirschbach (nahe Gasthof Goldener Hirsch)
  • Ziel: = Start

(Daten stammen aus Komoot)

Am Parkplatz findet man eine große Tafel.

Der gesamte Hirschbacher Höhlenrundweg hat eine Länge von etwa 20 Kilometer. Da wir an jenem 11. September 2019 mit Begleitung wanderten und uns die 20 Kilometer etwas zu lang waren, entschieden wir uns für eine kürzere Variante.

Markierung „weiße 3 auf grünem Untergrund“

Wir starteten um 9:30 Uhr am Parkplatz. Zuerst ging es zurück Richtung Ortsmitte. Unser Weg sollte die # 3 werden. Wegmarkierung weiße 3 mit grünem Untergrund.

Wir folgten dem Bach etwa 100 Meter stromaufwärts und überquerten bei der Fußgängerampel die Straße. Weiter geradeaus, ging es an Häusern vorbei (etwas steil) nach oben. Zwischen einer Garage und einem Haus hindurch, führt der Weg über einen Pfad am Waldrand entlang.

Ein schöner Pfad am Waldrand entlang.

Nach rund 200 Meter zweigt die 3 nach rechts ab. Über einen steilen, laubbedeckten Hang und einige rutschige Wurzeln ging es nach oben zur Schmiedberghöhle (Beitragsbild: Sicht aus der Schmiedberghöhle). Der Regen der letzten Tage machte den Abstieg genauso interessant, aber wir kamen alle Vier unbeschadet wieder auf deWeg am Waldrand, welchem wir nach rechts folgten.

Über einen steilen Hang geht es nach oben zur Schmiedberghöhle.
Die Schmiedberghöhle.

Als wir auf einen Fahrweg trafen, ging unser Weg über ein paar Wurzeln links weiter. Wir blieben auf dem Weg mit der 3, hatten aber wohl eine Markierung übersehen. Zum Glück lief die App Komoot im Hintergrund mit, sodass wir nach ein paar hundert Meter umgekehrt hatten, denn die Cäciliengrotte liegt weiter links. Leider haben wir, trotz intensiver Suche, die Cäciliengrotte nicht gefunden, aber wir kommen mit Sicherheit nochmal.

Der weitere Wegverlauf führt uns zum Prellstein. Mit ein bisschen Kletter-Geschick kann man sich bestimmt nach oben arbeiten. Da wir aber ja die Hunde dabei hatten und ich den Aufstieg nicht kenne, war mir das Risiko zu groß. Wir blieben lieber unten und machten eine kurze Pause auf der Bank gegenüber.

Der Prellstein.
Freya wäre ja am liebsten auf den Prellstein, aber das war mir dann doch etwas zu gefährlich.

Nun ging es links an der Bergwachthütte vorbei und bei der nächsten Abzweigung links zur Frankenkammer. Alleine der Name ist schon klasse, aber die Location ist auch prima, um ein paar Schnappschüsse zu machen. Die Frankenkammer ist ein Ende des Höhenglücksteigs – einem Klettersteig – und im Inneren befinden sich Auf- bzw. Abstiegmöglichkeiten zum/vom Steig.

Da gehts zur Frankenkammer – Ja, da!

Weiter bergauf geht es über Wurzeln und Felsen zum Aussichtspunkt bei einem anderen Ende des Höhenglücksteigs. Die Aussicht ist traumhaft und hat uns scheinbar so „betüdelt“, dass wir gleich ein weiteres Mal den falschen Weg gegangen waren.

Von hier oben hat man eine tolle Aussicht.
Da mussten die beiden unbedingt auch mal schauen.

Während wir der Meinung waren, wir müssten einen Teil des Weges zurück, bemerkte ich erst bei einem weiteren Blick auf mein Handy, dass der Weg rechts neben dem Aussichtspunkt weiter geht. Also wieder zurück und rechts vorbei.

Es ging bergab. Wir gelangten auf einen Schotterweg und wir folgten diesem Weg (# 3) vorbei an Maisfeldern, bis wir bei einem (hässlichen) Sendemast wieder auf einen schmalen Pfad kamen und irgendwann auf eine (wenig befahrene) Teerstraße gelangten.

Kleine Abkürzung

Hier hielten wir uns rechts, damit wir bei nächster Gelegenheit wieder links gehen konnten und vor einer Weggabelung standen. Die 3 zeigt hier den linken Weg an. Da auf der Karte aber ersichtlich war, dass es sich nur um eine Schlaufe handelt und der Weg danach sowieso hier weitergeht, entschieden wir uns gleich für den rechten. Nach einem kurzen Stück auf dem Feldweg geht es wieder rechts auf einen Waldpfad.

Unser nächstes Ziel war das Schlossberg-Felsentor und die Schlossberg-Durchgangshöhle. Die beiden liegen direkt nebeneinander und so begutachteten wir zuerst das Felsentor und setzten unseren Weg durch die Schlossberg-Durchgangshöhle fort. Große Personen müssen hier schon ziemlich den Kopf einziehen und auch wir machten es uns fast unseren Hunden nach und „liefen auf allen Vieren“ durch die Höhle (was aber durchaus Spaß gemacht hat :-)). Wer nicht durch die Höhle gehen möchte, kann diese selbstverständlich auch umgehen. Der Spaßfaktor der gesamten Tour sinkt jedoch erheblich ;-).

Links der Eingang in die Schlossberghöhle, rechts das Schlossberg-Felsentor.
Auf dem Weg durch die Schlossberg-Durchgangshöhle.
Eher krabbelnd geht es durch die Schlossberg-Durchgangshöhle. Ein absolutes Highlight.

Obwohl man aufgrund der vielen Blätter den Pfad manchmal nur erahnen kann, kamen wir dank der guten Wegmarkierung nicht mehr vom richtigen Weg ab.

Über eine Wiese kamen wir auf die Straße bei Hauseck, welcher wir kurz folgten Straße um dann wieder rechts in den Wald zu gehen.

Eine Wegmarkierung führt zum Brünnlesloch. Keine Durchgangshöhle, aber dennoch interessant. Diese Höhle scheint für Fledermäuse ein wichtiger Winterplatz zu sein, denn es befindet sich ein Hinweisschild am Eingang der Höhle zum Thema Fledermausschutz. Dieser gilt ab dem 01. Oktober und endet am 31. März. Da wir uns noch außerhalb diesen Zeitraums befanden, holten wir die Stirnlampen aus dem Rucksack und schauten uns ein wenig im Inneren der Höhle um.

Der Eingang zum Brünnlesloch.
Der erste Flattermann ist schon ins Brünnlesloch eingezogen. Wenn auch keine Fledermaus.

Das Brünnlesloch war ganz nett, aber viel abenteuerlicher war für uns der Weg durch die Dürnberghöhle(n). Genauer gesagt führt der Weg durch EINE der Dürnberghöhlen und hier mussten wir sogar unsere Rucksäcke abnehmen, um hindurch zu passen. Sehr große oder auch sehr korpulente Personen sollten vielleicht wirklich lieber den Weg um die Höhlen nutzen, aber für uns war es Abenteuer pur. Wir brauchten zwar keine Stirnlampen, weil der Ausgang nicht weit ist, aber es hat richtig Spaß gemacht.

Durchs Brünnlesloch. Nix für Leute mit Platzangst. Aufrecht laufen? Fehlanzeige.
Unsere Begleitung schlängelt sich durch die Dürnberghöhle.

Auf der anderen Seite befindet sich noch eine kleine Höhle. Diese ähnelt mehr einem Felsvorsprung. Hier scheinen wohl schon einige ein Lager aufgebaut zu haben, denn es ist ein Hinweis angebracht, dass ein weiteres Lagerfeuer zur Anzeige gebracht wird. Wirklich schade, dass sich manche Leute nicht an Regeln und Gesetze halten können – denn Wildcampen ist in Deutschland verboten und außerdem herrscht gerade nach solch langer Trockenheit wie in den letzten Jahren akute Waldbrandgefahr.

Noch völlig „hin und weg“ von den Dürnberghöhlen führte uns der Weg steil hinauf. Es ging zur Bodenberghöhle.

Fast geschafft – gleich erreichen wir die Bodenberghöhle.

Wer diese Höhle betreten möchte, der braucht ein wenig Kraxelgeschick, denn der Eingang liegt etwa 3 Meter hoch im Fels. Während einer von uns bei den Hunden blieb, erkundete der andere die Höhle. Da meine Stirnlampe im Rucksack war, schaute ich mir nur den vorderen Teil an, während meine Wanderbegleitung auch etwas weiter hinter die Felsbrocken ging. Sehr beeindruckend.

Der Weg hinter den Felsbrocken führt weiter, wohin genau wissen wir aber nicht.
Wer ins Innere der Bodenberghöhle möchte, sollte ein paar Kletterkünste in der Hinterhand haben. Der Eingang liegt ca. 3 Meter hoch im Fels.

Obwohl der Weg hier eigentlich entlang der Felsen weitergeht, entschieden wir uns, auf den Hauptweg abzusteigen und dann unseren Weg fortzusetzen. Ich bin den Weg entlang der Felsen 2018 gegangen und war froh, dass ich Freya bei Chriss am Hauptweg gelassen hatte. Ohne Hund JA – mit Hund NEIN.

Wechsel auf die weiße 2 auf grünem Untergrund

Unser Weg wäre noch etwas weiter geplant gewesen, aber wir mussten uns langsam auf den Rückweg machen. Also wechselten wir kurze Zeit nach der Bodenberghöhle auf die Wegmarkierung 2. Eine weiße 2 mit grünem Untergrund.

Vorbei an schönen Felsen ging es weiter zum Aussichtspunkt am „Himmel„, welcher oberhalb des Höhenglücksteigs liegt und nach kurzer Rast ging es weiter.

Was für eine Fernsicht am Himmel!

Wir kamen nochmal an der Frankenkammer und am Prellstein vorbei und folgten dem selben Weg wie zu Beginn unserer Tour – die Cäciliengrotte haben wir wieder nicht gefunden – nahmen den Abstieg dann jedoch über den Schotterweg.

Fast geschafft.

Bei den Häusern angekommen, ging es wieder nach unten (ich hatte schon fast die Hasen in einem Garten vergessen, aber Freya nicht ;-)) zur Straße. Am Bächlein beim Gasthaus Goldener Hirsch konnten sich die beiden Hunde noch die Füße abkühlen, sodass wir dann kurz nach 15:30 Uhr wieder am Parkplatz waren.

Die reine Gehzeit betrug 3 Stunden und 16 Minuten. Auf den ersten 10 Kilometern waren wir völlig allein auf dem Weg, später haben wir dann ein paar wenige Wanderer und Klettersteig-Geher getroffen. Die Wege sind abwechslungsreich und führen über verschiedene Wegarten.

Da bei dieser Tour die Wegbeschreibung echt schwierig ist, gibts anbei eine Übersichtskarte.

Höhlenrundwanderweg
Quelle: https://www.hirschbachtal.de/Wanderparadies/Hohlenrundweg/hohlenrundweg.html

Und hier (https://www.hirschbachtal.de/Wanderparadies/Hoehlenweg.pdf) kann man sich noch den Flyer über den Hirschbacher Höhlenrundweg als PDF herunterladen.

Seid ihr auch so höhlenverrückt? Ich liebe sie abgöttisch, da man dort jede Menge Abenteuer erleben kann. Allerdings bin ich ein ziemlicher Angsthase und freue mich natürlich umso mehr, dass das mit unserer Begleitung wieder einmal geklappt hat. Dankeschön :-*

Felsen neben der Schmiedberghöhle.
Das Schlossberg-Felsentor.
Abwechslungsreiche Wege.
Mein Seelenhund.
Trittsicherheit erforderlich – die Wege führen auch über Wurzeln und Steine.

Bis bald!