Altmühltal-Panoramaweg mit Hund – Etappe 6: Eichstätt – Kipfenberg

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Wegweiser auf dem Altmühltal-Panoramaweg zwischen Eichstätt und Kipfenberg.

Die Wegmarkierung des Altmühltal-Panoramawegs hab ich schon 2017 das erste Mal gesehen. Irgendwie hat mich dieser Weg aber nie interessiert. 2 Jahre nachdem ich auf den Fernwanderweg aufmerksam wurde, war mein Interesse dann doch geweckt und so ging es etappenweise auf Tour. Natürlich immer mit Hund.

Über den Altmühltal-Panoramaweg

Der Altmühltal-Panoramaweg verläuft durch den Naturpark Altmühltal. Auf insgesamt 200 Kilometer, welche den Wanderer von Gunzenhausen nach Kehlheim führen, gibt es einiges zu entdecken. Egal ob Geschichts- oder Archäologiefreund, Naturfreak oder Kulinarischer Fan – es ist für jeden was dabei.

Der komplette Weg (Infoheft des Naturpark Altmühltal).

Auszeichnungen des Altmühltal-Panoramawegs*:

  • Top Trail of Germany
  • Qualitätsweg Wanderbares Deutschland

(*Info stammt aus der Broschüre des Altmühltal-Panoramaweg)

Etappen:

Der Fernwanderweg kann in viele einzelne Etappen unterteilt werden. Jeder kann sich die Länge der Touren selbst „zusammenschneidern“. Wir haben uns für die sportliche Variante entschieden und werden den Altmühltal-Panoramaweg in 10 Tagesetappen gehen. Die Länge der Etappen variiert zwischen 11 und 30 Kilometer.

Die 10 Etappen im Überblick:

  1. Etappe: Gunzenhausen – Spielberg
  2. Etappe: Spielberg – Treuchtlingen
  3. Etappe: Treuchtlingen – Solnhofen
  4. Etappe: Solnhofen – Dollnstein
  5. Etappe: Dollnstein – Eichstätt
  6. Etappe: Eichstätt – Kipfenberg (gelaufen am 30.10.2019)
  7. Etappe: Kipfenberg – Beilngries
  8. Etappe: Beilngries – Dietfurt
  9. Etappe: Dietfurt – Riedenburg
  10. Etappe: Riedenburg – Kehlheim

Markierung:

Das Zeichen des Altmühltal-Panoramaweg.

Die Markierung des Altmühltal-Panoramaweg ist (in beide Richtungen) ausgezeichnet, weshalb ich bei den Berichten keine Richtungsangaben mache, sondern lediglich auf „schwer erkennbare“ Markierungen hinweisen werde.

Schlaufenwege Altmühltal-Panoramaweg:

Wer sich am Altmühltal nicht sattsehen kann oder die Gegend gerne noch etwas näher kennenlernen möchte, der kann den Fernwanderweg mit insgesamt 16 Schlaufenwegen ergänzen und verlängern. Die Schlaufenwege sind (mit wenigen Ausnahmen) alle Rundwanderwege, welche auch einzeln gegangen werden können.

Wanderkarten sowie detailliertes Infomaterial zum Altmühltal-Panoramaweg und seinen Schlaufenwegen könnt ihr unter folgendem Link im Infozentrum Naturpark Altmühltal bestellen.

Mit Hund auf dem Altmühltal-Panoramaweg:

Bei allen Berichten findet ihr Infos zum Altmühltal-Panoramaweg und wie sich die jeweilige Etappe mit Hund meistern lässt. Natürlich gibt es auch hundefreundliche Übernachtungsmöglichkeiten für euch, damit ihr euren Weg am nächsten Morgen ohne Extra-Anreise fortsetzen könnt.

Etappe 6 – Altmühltal-Panoramaweg: Von Eichstätt nach Kipfenberg

Am 30.10.2019 ging es für uns auf unsere erste Etappe des Altmühltal-Panoramaweg. Wir starteten gleich zu Beginn mit der längsten, von insgesamt 10 Etappen. Nach dem Motto „das Schlimmste immer zuerst ;-)“. Es ging also von Eichstätt nach Kipfenberg.

Aufgrund der Parksituation in Eichstätt (kostenloses Parken ist dort nur selten möglich) starteten wir unsere Tour etwas außerhalb am Parkplatz des Figurenfelds und unsere Route verkürzte sich um rund 1,5 Kilometer.

Figurenfeld Eichstätt.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: 28,7 Kilometer* (bei Start am Infozentrum in Eichstätt: 30,4 Kilometer)
  • Höhenmeter: 610 bergauf, 720 bergab*
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: sehr gute Grundkondition nötig; festes Schuhwerk; nicht kinderwagengeeignet; Strecken-/Etappentour; in beide Richtungen sehr gut markierter Weg; auf der Arnsberger Leite befinden sich Ziegen und/oder Schafees müssen zwei Tore durchlaufen werden (Vorsicht Elektrozaun! und bitte die Tore wieder schließen); Wasserstellen für Hunde, bzw. die Möglichkeit Flaschen aufzufüllen, gibt es unterwegs immer wieder (trotzdem etwas mitnehmen, gerade wenn es heiß ist); Wegearten: Teer/Asphalt, Forst-/Schotterwege, (schmale) Wald- und Wiesenpfade; Anstiege sind oft nur kurz, aber auch mal etwas steiler; Arnsberger Leite & Gungoldinger Wacholderheide sind Naturschutzgebiete = Leinenpflicht!; Weg verläuft überwiegend außerhalb der Ortschaften, es müssen aber auch (selten) Straßen überquert werden;
  • Einkehrmöglichkeiten: Eichstätt (hier kann ich euch „Zum Gutmann“ empfehlen), Landershofen (nicht direkt am Weg), Pfünz (nicht direkt am Weg); Inching (nicht direkt am Weg), Walting (nicht direkt am Weg), Rieshofen, Gungolding (ebenfalls nicht direkt am Weg), Arnsberg, Böhming, Kipfenberg (meine Empfehlung „Zum Blauen Hecht“, nicht direkt am Weg) – bitte erkundigt euch vorher über die Öffnungszeiten;
  • Highlights: Blick auf das Römerkastell Vetoniana Pfünz; Mammuthöhle Buchenhüll; Naturschutzgebiet Gungoldinger Wacholderheide; Naturschutzgebiet Arnsberger Leite; UNESCO-Welterbe Limes
  • Varianten: Tour kann auch umgekehrt gegangen werden;
  • Von Ort zu Ort (Angaben in Kilometer)**: Eichstätt -> Pfünz (7,3) -> Walting (5,5) -> Arnsberg (11,9) -> Kipfenberg (5,7)
  • Start: Parkplatz am Figurenfeld Eichstätt (oder am Informationszentrum Naturpark Altmühltal, Notre Dame 1, 85072 Eichstätt)
  • Ziel: Kipfenberg

(* Daten stammen aus Komoot; ** Angaben aus der Infobroschüre Altmühltal-Panoramaweg)

Hundefreundliche Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Route:

Bei nachfolgenden Pensionen/Hotels/Campingplätzen habe ich für euch nachgefragt, um euch entlang des Altmühltal-Panoramawegs hundefreundliche Unterkünfte zu nennen (inklusive Entfernungen zum offiziellen Weg):

Walting: leider keine geeignete Unterkunft gefunden

Gungolding: Zeltplatz/Bootsratsplatz Gungolding (600 m vom Weg entfernt, nur mit Zelt)

Arnsberg: Landhotel Zum Raben (direkt am Weg, Haustiere nach Absprache, 9 €/Hund);

Böhming: Landhotel Römer-Castell (direkt am Weg; 1 Hund frei, 2 Hunde oder mehr gegen Aufpreis);

Kipfenberg: Campingplatz AZUR Camping (ca. 700 m vom Weg entfernt; Hunde gegen Aufpreis erlaubt)

(Änderungen der Gastgeber vorbehalten, deshalb sollte bei der Buchung stets auf den/die Hund/e aufmerksam gemacht werden, damit keine Missverständnisse entstehen).

Der Start

Wie bereits erwähnt, starteten wir nicht am Infozentrum Naturpark Altmühltal in Eichstätt, sondern etwas außerhalb am kostenlosen Parkplatz des Figurenfeld Eichstätt.

Tafel über das Naturschutzgroßprojekt Altmühlleiten am Parkplatz.

(Fast) Pünktlich starteten wir um 8:10 Uhr, mit unserer tollen Begleitung (vielen Dank fürs Mitlaufen), mit der 6. Etappe des Altmühltal-Panoramawegs. Ein bisschen mentale Vorbereitung war diesmal gleich zu Beginn nötig, denn es lagen knapp 30 Kilometer vor uns. – Wer direkt in Eichstätt startet, muss mit 30,4 Kilometer rechnen, bei uns waren es am Ende 28,6 Kilometer.

Zuerst ging es oberhalb des Figurenfelds vorbei an einigen Wacholderbüschen, bis wir über ein kurzes Stück durch den Wald dann auf den Panoramaweg kamen. Es sah aus, als würde es ein toller Tag werden… Strahlender Sonnenschein, allerdings bei frischen 2 Grad.

Der Weg verläuft zu Beginn über einen breiten Schotterweg zwischen Wiesen und Felder hindurch, bis er sich in einen schmalen Waldpfad wandelt.

Vorsicht Kinder

Ein Schild mit der Aufschrift Vorsicht Kinder irritierte uns kurz. Springen uns etwa gleich Horden von Kinder aus dem Wald an?

Ein wenig irritiert waren wir ja schon, nachdem wir das Schild gesehen hatten…

Ganz so wild wurde es nicht. Am Ende des Waldstücks gelangt man auf einen Spielplatz. Wir sahen von weitem eine Kindergarten-Gruppe auf uns zukommen, welche aber in ausreichender Entfernung wartete, bis wir unseren Weg wieder in den Wald fortsetzten. Der Stimme der Kindergärtnerin zu vernehmen, hatten sie wohl Bedenken wegen unserer (angeleinten!) Hunde.

Hier hätte ich als Kind auch gern gespielt.

Abwechslungsreich geht es weiter

Durch einen, mit Laub bedeckten, Waldpfad geht es bergab, bis wir wieder auf einem Schotterweg landeten. Der Markierung folgend gelangten wir nach Landershofen.

Der erste Fels entlang des Panoramawegs.
Ein schöner Weg Richtung Landershofen.

Durch felsdurchsetzte Wacholderheiden setzten wir unseren Weg fort. Nach einem Blick auf die Karte, war das Geheimnis um das, von einer Mauer umgebene Gebäude, im Dorf gelüftet. Man blickt auf das Römerkastell Pfünz.

Mit Hund auf dem Altmühltal-Panoramaweg.

Die Wacholderheide ließen wir hinter uns und wanderten durch den Wald. Mal über Pfade, mal auf einem breiten Forstweg. Bei einer Weggabelung entdeckten wir eine Tafel mit der Aufschrift Mammuthöhle. Von der Mammuthöhle hatte ich schon einmal gelesen, allerdings hatten wir noch einige Kilometer vor uns, weshalb wir uns entschieden hatten, diese ein anderes Mal zu besuchen.

Wir hätten auch einfach außen herum gehen können – aber nein 😉 …

Auf dem Weg Richtung Walting entdeckten wir an einem toten Baum ein „Weißes Etwas“, das ich so vorher noch nie gesehen hatte. Hättet ihr gewusst, worum es sich handelt?

Einzigartige Flora und Fauna im Altmühltal

Jack untersucht das „Weiße Etwas“ ganz genau.
Ästiger Stachelbart – Heilpilze im Altmühltal.

Genau! Es ist ein Ästiger Stachelbart. Nach späterer Recherche fand ich heraus, dass dieser Pilz auch als Heilpilz genutzt wird. Wir fanden ein paar 100 Meter weiter nochmals diesen Pilz, danach jedoch nicht mehr. Überhaupt ist die Tier- und Pflanzenwelt im Altmühltal faszinierend. Ich bin gespannt, was wir auf unseren weiteren Etappen noch entdecken werden.

Weiter gehts

Die Ortschaft Walting liegt zu unseren Füßen und kurz überlegten wir, ob wir einkehren sollten. Wir entschieden uns allerdings dagegen, obwohl uns das Hinweisschild mit den leckeren Brotzeiten durchaus gereizt hätte…

Ein bisschen hatte uns die Einkehr schon gereizt, aber wir hatten ja noch einige Kilometer vor uns.

In Rieshofen wäre eine erneute Einkehrmöglichkeit gewesen, hätte diese nicht Dienstag, Mittwoch und Donnerstag Ruhetag! Und so ging es weiter.

Halbzeit

Kurz die Straße überquert, führt ein Feldweg über Felder und Wiesen weiter nach Isenbrunn.

Halbzeit – wir haben die Hälfte des Wegs geschafft. Zeit für eine Pause.

Bei der Sitzgruppe mitten im Ort gönnten wir uns unsere mitgenommene Brotzeit. Es ging allerdings schnell danach weiter. Die Sonne war seit einiger Zeit hinter dicken grauen Wolken verschwunden und der Wind war kalt.

Ein kurzer aber knackiger Aufstieg sorgte dafür, dass uns schnell wieder warm wurde.

Über die Trockenheide, welche mit tollen Felsformationen durchzogen ist, ging es wieder bergauf und anschließend über verschiedene Wegarten Richtung Gungolding.

Trockenheide bei Isenbrunn.
Felsen gibt es am Altmühltal-Panoramaweg viele. Aber sehr schön waren die Felsformationen entlang der Trockenheide auf dem Weg nach Gungolding.
Nochmal Felsen.

Wir überquerten wieder eine Straße um uns dann an den Anstieg bei der Gungoldinger Wacholderheide zu machen. Über den Pfarrer-Bierschneider-Weg gelangen wir auf das Plateau der Gunguldinger Wacholderheide. So hoch oben blickt man weit über das Altmühltal und die Altmühl und dann geht es bald wieder bergab nach Arnsberg.

Pfarrer-Bierschneider-Weg.
Blick auf die Gungoldinger Wacholderheide. Und ja, da muss man hoch.
Der Weg bei der Gungoldinger Wacholderheide.

Nach einem schönen Blick zur Burg Arnsberg und zur Arnsberger Leite durchquerten wir Arnsberg und folgten der Markierung.

Burg/Schloss Arnsberg.
Blick auf die Arnsberger Leite.

Der Anstieg auf die Arnsberger Leite „hat es nochmal in sich“. Oben angekommen, irritierte uns ein wenig der Elektrozaun. Hinter einem Tor entdeckten wir die Wegmarkierung und gingen durch das Tor. Auf der Bank machten wir nochmals kurz Rast, um anschließend die letzten Kilometer in Angriff zu nehmen.

Auch Tore müssen auf dem Panoramaweg durchquert werden.
Freya auf der Arnsberger Leite – im Hintergrund links die Ortschaft Arnsberg.
Arnsberger Leite und Altmühl.

Ein weiteres Mal mussten wir durch ein Tor hindurch und erblickten dann eine Schafherde. Deshalb also der Zaun.

Schafe gibts im Altmühltal viele. Auch auf der Arnsberger Leite.

Der Weg führt weiter nach Böhming. Hat man die Ortschaft hinter sich, kommt der letzte Anstieg auf dieser Etappe. Über einen Pfad geht es zum Limesturm. Da es mittlerweile bereits dunkel war, gibt es von dort leider keine Fotos mehr.

Anschließend erreichten wir gegen 17:30 Uhr Kipfenberg – das Ende unserer heutigen Etappe auf dem Altmühltal-Panoramaweg.

Glücklich und zufrieden und vor allem mächtig stolz, warteten wir auf unser „Taxi“. An dieser Stelle Vielen Dank an Chriss, der uns abgeholt und wieder zu unseren Autos gebracht hat.

GESCHAFFT!

Zusammenfassung und Fazit => Etappe 6 – Altmühltal-Panoramaweg mit Hund:

Der Weg ist sehr abwechslungsreich, im einen Moment geht es durch Buchenwälder, im nächsten Augenblick steht man im dunklen Fichtenwald. Auch Wiesen und Wacholderheiden gibt es viele auf dieser Etappe. Sowohl wir Zwei-, wie auch unsere Vierbeiner haben die Tour sehr genossen. Ab und an gibt es Wasserstellen bzw. kommt man im Tal an die Altmühl, aber nicht zu oft. Deshalb bitte unbedingt Wasser für die Hunde mitnehmen.

Wenn Hund und Halter eine (sehr) gute Grundkondition besitzen, dann ist diese Etappe durchaus an einem Stück machbar. Ansonsten bieten sich unterwegs einige Orte für eine Übernachtung (s. Übernachtungsmöglichkeiten mit Hund) oder ein Etappenziel an. Viele Orte entlang des Wegs können auch mit Bus und/oder Bahn erreicht werden.

Es mussten keine ausgesetzten Passagen begangen werden. Die Anstiege waren zwar teilweise steil, dafür aber nicht sehr lange. Da es sich bei der Gungoldinger Wacholderheide und der Arnsberger Leite um Naturschutzgebiete handelt und wegen der Schafe (welche man übrigens im Altmühltal immer wieder antreffen kann), waren unsere Hunde stets angeleint.

Einkehrmöglichkeiten sind vorhanden, wir bevorzugen jedoch immer unsere eigene Brotzeit fernab des Trubels – wobei wir bei dieser Etappe nur wenige Wanderer getroffen hatten. Die meiste Zeit waren wir alleine unterwegs.

Die reine Gehzeit betrug ca. 6,5 Stunden.

Weitere Impressionen:

Mächtige Buchen im Altmühltal.
Wer erkennt hier ein Gesicht?
Der Franz-Xaver-Mayr-Weg auf dem Weg zur Arnsberger Leite.
Bänke gibt es auch auf dem Panoramaweg.
Zuerst geht es durch lichten Buchenwald…
…um anschließend zwischen dunklen Fichten zu stehen.
8 Pfoten auf dem Altmühltal-Panoramaweg.
Das war unsere erste Etappe auf dem Altmühltal-Panoramaweg.

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Auf zur nächsten Etappe!!!

Wart ihr auch schon auf dem Altmühltal-Panoramaweg unterwegs, oder seid ihr ihn vielleicht sogar schon komplett gegangen? Hat euch der Weg gefallen? Gerne dürft ihr mir eure Erfahrungen in einem Kommentar hier erläutern 😉 .

Auf dem „Adolf-Hackner-Weg“ in Greding – Wandern im Altmühltal

Rundwanderweg Nr. 10

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Wegmarkierung bei unserem Einstieg in den Adolf-Hackner-Weg.

„Wandern vor der Haustür“

Das war am 24. September 2019 unser Motto.

Ich hatte keine Lust, mit dem Auto irgendwohin zu fahren und da wir in und um Greding einige Wanderwege haben, entschied ich mich diesmal für den Adolf-Hackner-Weg – Rundwanderweg Nr. 10.

Gelesen hatte ich von ihm schon viel. Teilstücke sind wir auf unseren „normalen“ Gassirunden auch bereits gegangen, aber eben nie den kompletten Weg an einem Stück.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: 12 Kilometer*
  • Höhenmeter: 240*
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: festes Schuhwerk da der Weg auch über Wiesen führt; Rundtour; überwiegend kinderwagengeeignet (Wurzelweg zu den Sinterterrassen sowie Weg über die Wacholderheiden etwas schwierig, aber mit einem guten Buggy machbar); Wegarten => breite (Forst- oder Wiesen)Wege, Pfade, wenige Treppenstufen – jedoch keine Gittertreppen, Asphalt; Wegmarkierung grüne 10 auf gelbem Untergrund (gut ausgeschildert); mehrere Einkehrmöglichkeiten in Greding (Öffnungszeiten beachten); an heißen Tagen genug Wasser für den Hund mitnehmen => je nach Witterung können Bäche ausgetrocknet sein (Gewässer entlang der Route: Agbach, kleines Rinnsal am Weg bei den Fischweihern, Kaisinger Brunnenbach, Schwarzach, Mühlbach); ein paar Mal müssen Straßen gequert werden; zahlreiche Sitzmöglichkeiten; Leinenpflicht bei den Sinterterrassen; zu unserer Zeit (unter der Woche) kaum frequentiert
  • Highlights: Sinterterrassen im Kaisinger Tal
  • Varianten: Tour kann auch umgekehrt gegangen werden; Abkürzungen möglich (alle 2 bis 4 Kilometer kann man zurück zum Marktplatz gehen);
  • Start: der Adolf-Hackner-Weg kann an mehreren Stellen gestartet werden. Wer mit dem Auto anreist, startet am besten am großen Altstadtparkplatz am Hallenbad in Greding (kostenlos)
  • Ziel: = Start

(* Daten stammen aus Komoot)

Natur entlang des Adolf-Hackner-Weg.

Wandern vor der Haustür

Ein Einstieg in den Adolf-Hackner-Weg befindet sich nur 400 Meter von unserer Haustür entfernt. Also schnürte ich um 10:45 Uhr meine Wanderstiefel und los gings zum Startpunkt nahe des Spielplatzes Im Mühltal.

Weil aber vermutlich die meisten mit dem Auto kommen, gehe ich mit euch die Tour vom Startpunkt am Altstadtparkplatz los. Da es eine Rundtour ist, ändert sich nicht viel. Weitere Parkmöglichkeiten finden sich an der Straße von Greding Richtung Landerzhofen, bzw. am Lehrpfad im Kaisinger Tal oder bei der St. Martin Kirche (Bergstraße).

Wir sind die Tour im Uhrzeigersinn gelaufen (unsere Empfehlung), da es einen knackigen Anstieg gibt. Ich laufe einfach lieber bergab ;-).

Der Weg ist in beide Richtungen sehr gut beschildert, sodass man sich auch ohne Komoot, Outdooractive oder GPS nicht verlaufen kann.

Zahlreiche Markierungen weisen Wanderer darauf hin, dass man richtig ist.

Dann mal los

Am Altstadtparkplatz überqueren wir zuerst einmal die Hauptstraße und folgen nach links dem Fußgängerweg. Das Wasserrad, den Kinderspielplatz und den Zeidlerturm lassen wir hinter uns, um am Stadttor geradeaus die Straße zu queren.

Wasserrad am Kinderspielplatz.
Und sogar ein Insektenhotel befindet sich in der Rosenschar am Zeidlerturm.

Wir folgen dem Hühnerweg in Richtung St. Martin Basilika. (Bis hier gibt es schon 2 Bänke und noch weitere Sitzmöglichkeiten beim Zeidlerturm und am Spielplatz ;-)). Am Parkplatz der Kirche halten wir uns links, überqueren die Bergstraße und wandern über einen Pfad, welcher teils serpentinenartig nach oben und durch eine Wacholderheide verläuft, auf eine Hochfläche. Hier hat man einen grandiosen Blick über Greding. (Auch auf diesem Teilstück haben wir ca. 6 Bänke entdeckt).

Tipp für Kinderwagen und/oder Hundebuggy: der Bergstraße auf dem Gehweg bis zum nächsten Markierungspunkt folgen und dann die Wanderung auf dem Weg fortsetzen => der Pfad über die Wacholderheide ist ziemlich schmal.

Dieser Baum hat mich fasziniert. Er ist in der Mitte hohl. Irgendetwas – vermutlich ein Blitz – muss ihn gespalten haben. Dennoch hat er überlebt.
Ein schmaler Pfad führt serpentinenartig nach oben.
Herrliche Fernsicht.

Über einen Wiesenweg geht es ein Stück bergab. Wir folgen eine kurze Strecke bergauf der Bergstraße, überqueren sie erneut und halten uns Richtung Bildstöckl (hier gibt es wieder 3 Bänke und auf dem Weg dorthin auch eine).

Der weitere Wegverlauf bietet immer wieder Blicke nach Greding.

Auf gehts zum Bildstock.

Das Agbachtal

Nach einem kurzen aber steilen Abstieg geht es an Fischweihern und einem Mini-Mini-Wasserfall vorbei ins Agbachtal.

Das Agbachtal ist eines der ältesten Biberreviere im Landkreis. Aber auch Fuchs, Dachs, Reh und Hase leben in diesem idyllischen Tal.

Hier halten wir uns gern auf.

Ob bei diesem Mini-Mini-Wasserfall wohl irgendwann eine Steinerne Rinne entsteht?
Links bahnt sich ein Rinnsal den Weg.
Das Agbachtal.

Ein Stück bergauf geht es erneut über einen Wiesenweg – mit Wacholder geziert – zur Straße in Richtung Landerzhofen, um dem Forstweg auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu folgen.

Auch den kommenden Teil der Strecke bin ich schon öfter gelaufen, aber heute hatte er etwas von einem Märchenwald.

Es haben nur noch Trolle und Elfen gefehlt.

Links kommt eine Quelle aus dem Berg und läuft über den Weg. Auch hier war ich schon mehrmals, aber heute war es ganz besonders. Ich wollte mir die Quelle einmal genauer ansehen und was ist da? – Ich bin ziemlich erschrocken als dieser kleine Freund hier

Feuersalamander an der Quelle.

auf einmal neben mir war. Feuersalamander sind sehr seltene Tiere geworden und natürlich freut es mich umso mehr, dass auch bei uns in Greding noch oder wieder ein solches Tier ein Zuhause hat. Möge er ein langes Leben haben.

Nachdem wir mindestens 3 weitere Bänke hinter uns ließen und ein paar schöne Blicke ins Tal erhascht hatten, ging es erneut über eine Straße in Richtung Sinterterrrassen im Kaisinger Tal.

Schilder am Parkplatz zum Kaisinger Tal.

Eigentlich verläuft der Weg im Kaisinger Tal nicht direkt an den Sinterterrassen vorbei, ein Abstecher ist dennoch drin. Wer nicht gerade mit Kinderwagen oder Hundebuggy unterwegs ist, sollte hierfür den Wurzelweg wählen.

Bei den Sinterterrassen im Kaisinger Tal.
Im oberen Bereich haben die Kalktuff-Kaskaden noch ein bisschen Wasser…
…aber bereits ab der Hälfte liegen sie trocken.

Sinterstufen, auch Sinterterrassen sind Ablagerungen von porösem Kalktuff oder dicht geschichtetem Kalksinter in einem Bach oder fließenden Gewässer und bilden sich im Gegensatz zu Tropfsteinen relativ schnell. Größere Sinterstufen sind beispielsweise im Gebiet der Plitvicer Seen oder in Pamukkale vorhanden.
An ins Wasser gefallenen Ästen, Steinen und Zweigen bilden sich zuerst kleine Ablagerungen und über die Zeit dann immer größere Barrieren im Bachlauf. Diese Barrieren entwickeln sich im Laufe der Zeit zu kleineren Becken, die sich als Sinterstufen markieren und das Wasser kaskadenartig aufstauen. Die Stufen sind meist Bildungen innerhalb des Quartär.

Weitere Sinterstufen gibt es u.a. beim „Hohen Brunnen“ in Berching, bei der „Lillachquelle“ bei Weißenohe oder auch an der „Marienklause“ bei Beilngries.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sinterstufen

Wir verlassen das Kaisinger Tal und kommen an Entsorgungscontainern vorbei. Hier ein kleiner Tipp: den oberen Weg wählen, da unten immer sehr viele Scherben am Boden liegen.

Tipp: Links/oben vorbei, um nicht in Scherben zu treten.

Nach den Container halten wir uns links und kommen zu einem weiteren Biberrevier.

Weiteres Biberrevier in Greding.

Auf gehts zu den nächsten 2 Bänken, von welchen aus wir über eine Wiese Richtung Straße kommen. Die Aussicht ist zwar toll, der Lärm der A9 allerdings nicht. Deshalb gehts schnell weiter hinunter zur Schwarzach.

Schöne Bank, aber der Verkehrslärm der A9 bewegte uns zum Weiterlaufen.

Entlang der Schwarzach verläuft ein Fisch-Lehrpfad. Freya fand aber die Abkühlung (obwohl es wirklich nicht heiß war) in der Schwarzach viel besser.

Bauch kühlen in der Schwarzach.
Die lange Trockenheit im Sommer macht sich auch hier bemerkbar.

Am Sportplatz vorbei, kommen wir wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Fast am Ziel gibt es noch eine Info-Tafel zum Fisch-Lehrpfad.

Während wir bei strahlendem Sonnenschein gestartet sind, wurde das Wetter gegen 13 Uhr immer bewölkter. Dennoch kamen wir trockenen Fußes nach Hause.

Insgesamt waren wir 5 Stunden unterwegs, die reine Gehzeit betrug 3 Stunden. Auf den 12 Kilometern haben wir kaum jemanden getroffen. An den Wochenenden bei schönem Wetter ist hier allerdings mehr los.

Habt ihr auch einen Wanderweg vor eurer Haustür? Und falls ja – seid ihr diesen schon gegangen? Ich freue mich auf euren Kommentar. Bis bald!

Noch ein paar Impressionen für euch:

Auf dem Weg ins Agbachtal.
Hier fließt die Quelle über den Weg. Ja genau die, wo der Feuersalamander war.
Auf dem Adolf-Hackner-Weg.
Info-Tafel am Lehrpfad im Kaisinger Tal.
Auf dem Weg zu den Sinterterrassen. Leine nicht vergessen!
Bei den Sinterterrassen. Hier ist meistens schon wenig Wasser, aber so trocken hab ich es noch nie gesehen.
Bis bald ihr Lieben.