Altmühltal-Panoramaweg mit Hund – Etappe 8: Beilngries – Dietfurt

Hinweis: Beitrag enthält unbezahlte Werbung

Es geht auf zur nächsten Etappe. Da wir den Altmühltal-Panoramaweg ja nicht an einem Stück laufen, sind wir ein bisschen flexibler mit den Touren und können auch mal „kurz“ eine Etappe laufen – so wie hier.

Mit Hund unterwegs auf dem Altmühltal-Panoramaweg.

Zuerst gibt es wieder die allgemeinen Infos zum Panoramaweg (wer sie schon kennt, kann diese natürlich überspringen) und anschließend geht es zur 8. Etappe.

Über den Altmühltal-Panoramaweg

Der Altmühltal-Panoramaweg verläuft durch den Naturpark Altmühltal. Auf insgesamt 200 Kilometer, welche den Wanderer von Gunzenhausen nach Kehlheim führen, gibt es einiges zu entdecken. Egal ob Geschichts- oder Archäologiefreund, Naturfreak oder Kulinarischer Fan – es ist für jeden was dabei.

Der komplette Weg (Infoheft des Naturpark Altmühltal).

Auszeichnungen des Altmühltal-Panoramawegs*:

  • Top Trail of Germany
  • Qualitätswanderweg Wanderbares Deutschland

(*Info stammt aus der Broschüre des Altmühltal-Panoramweg)

Etappen:

Der Fernwanderweg kann in viele einzelne Etappen unterteilt werden. Jeder kann sich die Länge der Touren selbst „zusammenschneidern“. Wir haben uns für die sportliche Variante entschieden und werden den Altmühltal-Panoramaweg in 10 Tagesetappen gehen. Die Länge der Etappen variiert zwischen 11 und 30 Kilometer.

Die 10 Etappen im Überblick:

  1. Etappe: Gunzenhausen – Spielberg
  2. Etappe: Spielberg – Treuchtlingen
  3. Etappe: Treuchtlingen – Solnhofen
  4. Etappe: Solnhofen – Dollnstein
  5. Etappe: Dollnstein – Eichstätt
  6. Etappe: Eichstätt – Kipfenberg (gelaufen am 30.10.2019)
  7. Etappe: Kipfenberg – Beilngries
  8. Etappe: Beilngries – Dietfurt (gelaufen am 07.11.2019)
  9. Etappe: Dietfurt – Riedenburg
  10. Etappe: Riedenburg – Kehlheim

Markierung:

Das Zeichen des Altmühltal-Panoramaweg.

Die Markierung des Altmühltal-Panoramaweg ist (in beide Richtungen) ausgezeichnet, weshalb ich bei den Berichten keine Richtungsangaben mache, sondern lediglich auf „schwer erkennbare“ Markierungen hinweisen werde.

Schlaufenwege Altmühltal-Panoramaweg:

Wer sich am Altmühltal nicht sattsehen kann oder die Gegend gerne noch etwas näher kennenlernen möchte, der kann den Fernwanderweg mit insgesamt 16 Schlaufenwegen ergänzen und verlängern. Die Schlaufenwege sind (mit wenigen Ausnahmen) alle Rundwanderwege, welche auch einzeln gegangen werden können.

Wanderkarten sowie detailliertes Infomaterial zum Altmühltal-Panoramaweg und seinen Schlaufenwegen könnt ihr unter folgendem Link im Infozentrum Naturpark Altmühltal bestellen.

Mit Hund auf dem Altmühltal-Panoramaweg:

Bei allen Berichten findet ihr Infos zum Altmühltal-Panoramaweg und wie sich die jeweilige Etappemit Hund meistern lässt. Natürlich gibt es auch hundefreundliche Übernachtungsmöglichkeiten für euch, damit ihr euren Weg am nächsten Morgen ohne Extra-Anreise fortsetzen könnt.

Etappe 8 – Altmühltal-Panoramaweg: Von Beilngries nach Dietfurt/Griesstetten

Unsere zweite Etappe auf dem Altmühltal-Panoramaweg führte uns am 07.11.2019 von Beilngries nach Dietfurt. Genauer gesagt nach Griesstetten, das liegt direkt neben Dietfurt a.d. Altmühl. Geht man den Altmühltal-Panoramaweg der Reihe nach, so ist dies die 8. Etappe des Fernwanderwegs.

Wegweiser auf dem Altmühltal-Panoramaweg bei Beilngries – dem Startpunkt unserer Etappe.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: 12,4 Kilometer*
  • Höhenmeter: 280 bergauf, 300 bergab*
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: gutes Schuhwerk; Streckentour; Etappentour; der Aufstieg zum Arzberg ist der einzige „lange“ Aufstieg; Abstieg nach Töging ist teilweise etwas steil (Vorsicht bei nassem Laub); viele befestigte Wege, hauptsächlich Forst- bzw. Feldwege, aber auch kurze Stücke auf Teerstraßen – wenig Waldpfade; keine ausgesetzten Stellen oder „Kraxelpassagen“; unbedingt Wasser für den Hund mitnehmen – Wasserstellen/Bademöglichkeiten für Hunde gibt es lediglich am Startpunkt in Beilngries, in Töging und Griesstetten; die kürzeste Etappe auf dem Altmühltal-Panoramaweg; Weg verläuft überwiegend außerhalb der Ortschaften; da wir unter der Woche unterwegs waren, war die Route wenig frequentiert (getroffen habe ich außerhalb der Ortschaften: 2 Radfahrer, einen Spaziergänger, einen Spaziergänger mit Hund und ja, auch ein Auto fuhr im Wald)
  • Einkehrmöglichkeiten: Beilngries (meine Empfehlung: Ringhotel Gams oder Kaiserbeck); Dietfurt (liegt nicht direkt am Weg) – bitte beachtet bei allen Gaststätten die Öffnungszeiten
  • Highlights: Geotop Malmschichten (hierbei handelt es sich um einen alten Steinbruch) zwischen Kottingwörth und Töging; weitere Highlights – befinden sich jedoch nicht direkt auf dem Weg – Sulzpark in Beilngries, Alcmona bei Dietfurt, Chinesenbrunnen Dietfurt
  • Varianten: die Route lässt sich abkürzen, indem man nach Töging nicht dem Weg zum/durch den Wald folgt, sondern unten den Feldweg entlang geht; im Wald nach Töging können die Treppen ausgelassen werden, wenn man nach links abbiegt kommt man „gleich“ nach Griesstetten; natürlich kann die Tour auch umgekehrt gegangen werden
  • Von Ort zu Ort (Angaben in Kilometer)**: Beilngries -> Töging (9) -> Griesstetten (2,2)
  • Start: Parkplatz Rewe, Im Oehl 8, 92339 Beilngries
  • Ziel: Griesstetten

(*Daten stammen aus der Komoot-App, **Angaben aus der Infobroschüre Altmühltal-Panoramaweg)

Hundefreundliche Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Route:

Bei nachfolgenden Pensionen/Hotels/Campingplätzen habe ich für euch nachgefragt, um euch entlang des Altmühltal-Panoramawegs hundefreundliche Unterkünfte zu nennen (inklusive Entfernungen zum offiziellen Weg):

Kottingwörth: leider keine hundefreundliche Unterkunft gefunden

Griesstetten: Gasthof Zu den 3 Heiligen (liegt direkt am Weg, 3 Euro pro Nacht/Hund)

(Änderungen der Gastgeber vorbehalten, deshalb sollte bei der Buchung stets auf den/die Hund/e aufmerksam gemacht werden, damit keine Missverständnisse entstehen).

Jetzt aber los

Bei der Etappe von Beilngries nach Dietfurt handelt es sich um die kürzeste Etappe des Altmühltal-Panoramawegs. Da ich vormittags noch ein paar Dinge zu erledigen hatte, kam mir das gerade recht. Ich startete um 12:45 Uhr am Parkplatz des Beilngrieser Rewe. Der Altmühltal-Panoramaweg verläuft fast daneben und nach einer Überquerung der Straße waren wir auch schon am Start unserer heutigen Tour.

Ein kleiner Park zu Beginn. Hier gibt es Wasser für den Hund – danach kommt lange nichts.

Den kleinen Park ließen wir schnell hinter uns und es ging an den Aufstieg zum Arzberg.

Der Arzberg

Ein schöner Pfad führt hier nach oben und lässt mich ein wenig ins Schwitzen kommen, bis es anschließend (ein wenig auf und ab) den Hang entlang geht. Die Buchen haben mittlerweile ihr Laub fast komplett abgeworfen und so lässt sich immer mal wieder ein Blick auf die Dächer der Stadt Beilngries erhaschen.

Noch am „Fuße“ des Arzberg.
Ein schöner Pfad führt entlang des Arzberghangs.
„Verkrüppelte“ Kiefer.
Ausblick auf Beilngries vom Altmühltal-Panoramaweg. Rechts oben im Bild Schloss Hirschberg.

Auch auf dieser Etappe ist die Markierung des Altmühltal-Panoramawegs gut. Sie führt uns weiter entlang des Hangs, etwas unterhalb an einem alten Steinbruch vorbei.

Alter Steinbruch am Arzberg.

Wir kommen auf einen befestigten Weg. Auch hier geht es noch ein Stück bergauf, bis wir den Arzberg „bezwungen“ haben.

Der Altmühltal-Panoramaweg ist auch (oder besonders?) im Herbst schön.
Wir sind oben!

Aufstieg geschafft

Wer das Bild genau betrachtet, kann 3 Wege erkennen. Der mittlere ist der richtige Weg, wobei man auch den rechten nehmen könnte. Die beiden Wege treffen sich nach ein paar 100 Meter wieder.

Ich wollte aber die Route des Panoramawegs laufen, weshalb ich mich eben für den mittleren Weg entschied.

Über einen Pfad geht es entlang des Waldrandes zu einem Musikinstrument und anschließend weiter durch den Wald, bis wir wieder auf einer Forststraße landeten.

Musikinstrument am Arzberg – Altmühltal-Panoramaweg.

Der Forstweg führt zu einem Aussichtspunkt und ändert sich dann in einen Feldweg. Ein kurzes Stück auf der Teerstraße und fast hätte ich auf Höhe des Pfenninghof die Abzweigung übersehen. Es geht, neben der Hecke rechts über die Wiese nach oben.

Nach einem kurzen Vergnügen durch den Wald kommen wir auf eine offene Fläche.

Ein kurzer Blick auf Kottingwörth und schon setzten wir unseren Weg fort.

Geotop „Malmschichten“

Eine Absperrung mit einem hohen Zaun irritierte mich kurz. Ein Blick auf die Schilder brachte Licht ins Dunkel.

Absperrung.
Vorsicht Absturzgefahr.

Irgendwie hatte die Absperrung aber meine Neugier geweckt und so folgten wir einem ausgetretenen Pfad, krabbelten über einen kleinen Wall standen plötzlich da…

Achtung! Hier geht es mehrere Meter steil nach unten.
Das Geotop „Malmschichten“ bei Kottingwörth.

Der Abstecher hatte sich wirklich gelohnt.

Ab nach unten

Über einen Pfad ging es weiter auf einen breiteren Weg, bis wir – nach einem etwas steileren Abstieg – auf den Forstweg nach Töging gelangten.

Die Ortschaft hatten wir schnell durchquert und wir kamen am Biber-Spielplatz vorbei. Für alle, die es noch nicht wissen – Ich liebe Biber! und deshalb war der Weg einfach toll für mich.

Eine Tafel über Biber bei Töging im Naturpark Altmühltal.
Und einen Biber haben wir auch gesehen.
Biberspur entlang des Altmühltal-Panoramawegs bei Töging.

Über eine Brücke ging es über die Altmühl. Hier gibt es übrigens auch einen Bootsrastplatz mit einer Sitzgruppe, aber zelten ist nicht erlaubt.

Bei Töging führt der Altmühltal-Panoramaweg über eine Brücke. Mit schönem Blick auf die Altmühl.

Ab durch die Hecke – ähm, durchs Gestrüpp

Der weitere Wegverlauf kann kurz nach der Brücke variiert werden. Entweder man folgt der Markierung (der Weg führt dann ein Stück entlang des Waldrands, verläuft ein Stück durch den Wald und über eine Wiese etwas oberhalb entlang) oder man nimmt gleich den unteren Weg. Bei diesem handelt es sich jedoch wieder um einen Feldweg.

Wir entschieden uns natürlich für den oberen Weg. Nachdem ich hier scheinbar eine Markierung übersehen hatte, sind wir direkt dem Pfad in den Wald gefolgt. Richtig wäre wohl der Weg direkt neben der Scheune gewesen, denn wir standen auf einmal im Gestrüpp.

Naja, machte nicht viel aus. Schnell waren wir wieder auf dem richtigen Weg und es ging weiter.

Wieder auf dem richtigen Weg.

Wir erreichten die nächste Möglichkeit, die Strecke abzukürzen. Wer schneller ans Ziel kommen möchte, der biegt hier links ab. Wer dies nicht tun möchte, folgt der Treppe nach oben – so wie wir es getan haben.

Die letzten (Kilo)Meter

Der Aufstieg über die Stufen war nur halb so schlimm wie erwartet und über eine Wiese gelangten wir zur Straße, wo zufällig Chriss (unser „Taxi“) gerade war. Eigentlich hatten wir den, noch 600 Meter entfernten, Wohnmobilstellplatz in Griesstetten als Treffpunkt vereinbart, aber so wechselten wir direkt vom Weg ins Auto.

Unser Fazit zur 8. Etappe auf dem Altmühltal-Panoramaweg lautet:

Die 11 Kilometer von Beilngries nach Griesstetten verlaufen größtenteils auf befestigten Wegen. Das hatte den Vorteil, dass wir schnell voran kamen, allerdings sind mir persönlich (Trampel)Pfade lieber. Aber das ist Geschmackssache.

Der Weg am Arzberg bei Beilngries hat mir persönlich am besten gefallen.

Anbei gibts noch den Link bei Komoot. Da mir diese App im Moment immer wieder Streiche spielt, gibts „nur“ die geplante Tour. Die Aufzeichnung klappte nämlich wieder mal nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte.

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Ich bin schon total gespannt, auf die nächsten Etappen. Ihr etwa auch? Wart ihr auch schon auf dem Altmühltal-Panoramaweg unterwegs? Wie waren eure Erfahrungen? Ich freue mich auf eure Kommentare.

Impressionen Etappe 8 – Altmühltal-Panoramaweg:

Blick auf Felsen.
Auf dem Altmühltal-Panoramaweg.
Insektenhotel am Altmühltal-Panoramaweg bei Töging.
Jep, es hat gestunken 😉
Pilze.
Links Buchen, rechts Fichten. Wie unterschiedlich der Waldboden aussieht…
Kreuz am Arzberg.
Wer auf dem Altmühltal-Panoramaweg eine Runde „abhängen“ möchte, kann dies hier tun – Hängematte bei Töging.
Bis bald, auf dem Altmühltal-Panoramaweg.

Insgesamt waren wir 3 Stunden und 45 Minuten unterwegs. Die reine Gehzeit betrug ca. 3 Stunden.

Altmühltal-Panoramaweg mit Hund – Etappe 6: Eichstätt – Kipfenberg

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Wegweiser auf dem Altmühltal-Panoramaweg zwischen Eichstätt und Kipfenberg.

Die Wegmarkierung des Altmühltal-Panoramawegs hab ich schon 2017 das erste Mal gesehen. Irgendwie hat mich dieser Weg aber nie interessiert. 2 Jahre nachdem ich auf den Fernwanderweg aufmerksam wurde, war mein Interesse dann doch geweckt und so ging es etappenweise auf Tour. Natürlich immer mit Hund.

Über den Altmühltal-Panoramaweg

Der Altmühltal-Panoramaweg verläuft durch den Naturpark Altmühltal. Auf insgesamt 200 Kilometer, welche den Wanderer von Gunzenhausen nach Kehlheim führen, gibt es einiges zu entdecken. Egal ob Geschichts- oder Archäologiefreund, Naturfreak oder Kulinarischer Fan – es ist für jeden was dabei.

Der komplette Weg (Infoheft des Naturpark Altmühltal).

Auszeichnungen des Altmühltal-Panoramawegs*:

  • Top Trail of Germany
  • Qualitätsweg Wanderbares Deutschland

(*Info stammt aus der Broschüre des Altmühltal-Panoramaweg)

Etappen:

Der Fernwanderweg kann in viele einzelne Etappen unterteilt werden. Jeder kann sich die Länge der Touren selbst „zusammenschneidern“. Wir haben uns für die sportliche Variante entschieden und werden den Altmühltal-Panoramaweg in 10 Tagesetappen gehen. Die Länge der Etappen variiert zwischen 11 und 30 Kilometer.

Die 10 Etappen im Überblick:

  1. Etappe: Gunzenhausen – Spielberg
  2. Etappe: Spielberg – Treuchtlingen
  3. Etappe: Treuchtlingen – Solnhofen
  4. Etappe: Solnhofen – Dollnstein
  5. Etappe: Dollnstein – Eichstätt
  6. Etappe: Eichstätt – Kipfenberg (gelaufen am 30.10.2019)
  7. Etappe: Kipfenberg – Beilngries
  8. Etappe: Beilngries – Dietfurt
  9. Etappe: Dietfurt – Riedenburg
  10. Etappe: Riedenburg – Kehlheim

Markierung:

Das Zeichen des Altmühltal-Panoramaweg.

Die Markierung des Altmühltal-Panoramaweg ist (in beide Richtungen) ausgezeichnet, weshalb ich bei den Berichten keine Richtungsangaben mache, sondern lediglich auf „schwer erkennbare“ Markierungen hinweisen werde.

Schlaufenwege Altmühltal-Panoramaweg:

Wer sich am Altmühltal nicht sattsehen kann oder die Gegend gerne noch etwas näher kennenlernen möchte, der kann den Fernwanderweg mit insgesamt 16 Schlaufenwegen ergänzen und verlängern. Die Schlaufenwege sind (mit wenigen Ausnahmen) alle Rundwanderwege, welche auch einzeln gegangen werden können.

Wanderkarten sowie detailliertes Infomaterial zum Altmühltal-Panoramaweg und seinen Schlaufenwegen könnt ihr unter folgendem Link im Infozentrum Naturpark Altmühltal bestellen.

Mit Hund auf dem Altmühltal-Panoramaweg:

Bei allen Berichten findet ihr Infos zum Altmühltal-Panoramaweg und wie sich die jeweilige Etappe mit Hund meistern lässt. Natürlich gibt es auch hundefreundliche Übernachtungsmöglichkeiten für euch, damit ihr euren Weg am nächsten Morgen ohne Extra-Anreise fortsetzen könnt.

Etappe 6 – Altmühltal-Panoramaweg: Von Eichstätt nach Kipfenberg

Am 30.10.2019 ging es für uns auf unsere erste Etappe des Altmühltal-Panoramaweg. Wir starteten gleich zu Beginn mit der längsten, von insgesamt 10 Etappen. Nach dem Motto „das Schlimmste immer zuerst ;-)“. Es ging also von Eichstätt nach Kipfenberg.

Aufgrund der Parksituation in Eichstätt (kostenloses Parken ist dort nur selten möglich) starteten wir unsere Tour etwas außerhalb am Parkplatz des Figurenfelds und unsere Route verkürzte sich um rund 1,5 Kilometer.

Figurenfeld Eichstätt.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: 28,7 Kilometer* (bei Start am Infozentrum in Eichstätt: 30,4 Kilometer)
  • Höhenmeter: 610 bergauf, 720 bergab*
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: sehr gute Grundkondition nötig; festes Schuhwerk; nicht kinderwagengeeignet; Strecken-/Etappentour; in beide Richtungen sehr gut markierter Weg; auf der Arnsberger Leite befinden sich Ziegen und/oder Schafees müssen zwei Tore durchlaufen werden (Vorsicht Elektrozaun! und bitte die Tore wieder schließen); Wasserstellen für Hunde, bzw. die Möglichkeit Flaschen aufzufüllen, gibt es unterwegs immer wieder (trotzdem etwas mitnehmen, gerade wenn es heiß ist); Wegearten: Teer/Asphalt, Forst-/Schotterwege, (schmale) Wald- und Wiesenpfade; Anstiege sind oft nur kurz, aber auch mal etwas steiler; Arnsberger Leite & Gungoldinger Wacholderheide sind Naturschutzgebiete = Leinenpflicht!; Weg verläuft überwiegend außerhalb der Ortschaften, es müssen aber auch (selten) Straßen überquert werden;
  • Einkehrmöglichkeiten: Eichstätt (hier kann ich euch „Zum Gutmann“ empfehlen), Landershofen (nicht direkt am Weg), Pfünz (nicht direkt am Weg); Inching (nicht direkt am Weg), Walting (nicht direkt am Weg), Rieshofen, Gungolding (ebenfalls nicht direkt am Weg), Arnsberg, Böhming, Kipfenberg (meine Empfehlung „Zum Blauen Hecht“, nicht direkt am Weg) – bitte erkundigt euch vorher über die Öffnungszeiten;
  • Highlights: Blick auf das Römerkastell Vetoniana Pfünz; Mammuthöhle Buchenhüll; Naturschutzgebiet Gungoldinger Wacholderheide; Naturschutzgebiet Arnsberger Leite; UNESCO-Welterbe Limes
  • Varianten: Tour kann auch umgekehrt gegangen werden;
  • Von Ort zu Ort (Angaben in Kilometer)**: Eichstätt -> Pfünz (7,3) -> Walting (5,5) -> Arnsberg (11,9) -> Kipfenberg (5,7)
  • Start: Parkplatz am Figurenfeld Eichstätt (oder am Informationszentrum Naturpark Altmühltal, Notre Dame 1, 85072 Eichstätt)
  • Ziel: Kipfenberg

(* Daten stammen aus Komoot; ** Angaben aus der Infobroschüre Altmühltal-Panoramaweg)

Hundefreundliche Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Route:

Bei nachfolgenden Pensionen/Hotels/Campingplätzen habe ich für euch nachgefragt, um euch entlang des Altmühltal-Panoramawegs hundefreundliche Unterkünfte zu nennen (inklusive Entfernungen zum offiziellen Weg):

Walting: leider keine geeignete Unterkunft gefunden

Gungolding: Zeltplatz/Bootsratsplatz Gungolding (600 m vom Weg entfernt, nur mit Zelt)

Arnsberg: Landhotel Zum Raben (direkt am Weg, Haustiere nach Absprache, 9 €/Hund);

Böhming: Landhotel Römer-Castell (direkt am Weg; 1 Hund frei, 2 Hunde oder mehr gegen Aufpreis);

Kipfenberg: Campingplatz AZUR Camping (ca. 700 m vom Weg entfernt; Hunde gegen Aufpreis erlaubt)

(Änderungen der Gastgeber vorbehalten, deshalb sollte bei der Buchung stets auf den/die Hund/e aufmerksam gemacht werden, damit keine Missverständnisse entstehen).

Der Start

Wie bereits erwähnt, starteten wir nicht am Infozentrum Naturpark Altmühltal in Eichstätt, sondern etwas außerhalb am kostenlosen Parkplatz des Figurenfeld Eichstätt.

Tafel über das Naturschutzgroßprojekt Altmühlleiten am Parkplatz.

(Fast) Pünktlich starteten wir um 8:10 Uhr, mit unserer tollen Begleitung (vielen Dank fürs Mitlaufen), mit der 6. Etappe des Altmühltal-Panoramawegs. Ein bisschen mentale Vorbereitung war diesmal gleich zu Beginn nötig, denn es lagen knapp 30 Kilometer vor uns. – Wer direkt in Eichstätt startet, muss mit 30,4 Kilometer rechnen, bei uns waren es am Ende 28,6 Kilometer.

Zuerst ging es oberhalb des Figurenfelds vorbei an einigen Wacholderbüschen, bis wir über ein kurzes Stück durch den Wald dann auf den Panoramaweg kamen. Es sah aus, als würde es ein toller Tag werden… Strahlender Sonnenschein, allerdings bei frischen 2 Grad.

Der Weg verläuft zu Beginn über einen breiten Schotterweg zwischen Wiesen und Felder hindurch, bis er sich in einen schmalen Waldpfad wandelt.

Vorsicht Kinder

Ein Schild mit der Aufschrift Vorsicht Kinder irritierte uns kurz. Springen uns etwa gleich Horden von Kinder aus dem Wald an?

Ein wenig irritiert waren wir ja schon, nachdem wir das Schild gesehen hatten…

Ganz so wild wurde es nicht. Am Ende des Waldstücks gelangt man auf einen Spielplatz. Wir sahen von weitem eine Kindergarten-Gruppe auf uns zukommen, welche aber in ausreichender Entfernung wartete, bis wir unseren Weg wieder in den Wald fortsetzten. Der Stimme der Kindergärtnerin zu vernehmen, hatten sie wohl Bedenken wegen unserer (angeleinten!) Hunde.

Hier hätte ich als Kind auch gern gespielt.

Abwechslungsreich geht es weiter

Durch einen, mit Laub bedeckten, Waldpfad geht es bergab, bis wir wieder auf einem Schotterweg landeten. Der Markierung folgend gelangten wir nach Landershofen.

Der erste Fels entlang des Panoramawegs.
Ein schöner Weg Richtung Landershofen.

Durch felsdurchsetzte Wacholderheiden setzten wir unseren Weg fort. Nach einem Blick auf die Karte, war das Geheimnis um das, von einer Mauer umgebene Gebäude, im Dorf gelüftet. Man blickt auf das Römerkastell Pfünz.

Mit Hund auf dem Altmühltal-Panoramaweg.

Die Wacholderheide ließen wir hinter uns und wanderten durch den Wald. Mal über Pfade, mal auf einem breiten Forstweg. Bei einer Weggabelung entdeckten wir eine Tafel mit der Aufschrift Mammuthöhle. Von der Mammuthöhle hatte ich schon einmal gelesen, allerdings hatten wir noch einige Kilometer vor uns, weshalb wir uns entschieden hatten, diese ein anderes Mal zu besuchen.

Wir hätten auch einfach außen herum gehen können – aber nein 😉 …

Auf dem Weg Richtung Walting entdeckten wir an einem toten Baum ein „Weißes Etwas“, das ich so vorher noch nie gesehen hatte. Hättet ihr gewusst, worum es sich handelt?

Einzigartige Flora und Fauna im Altmühltal

Jack untersucht das „Weiße Etwas“ ganz genau.
Ästiger Stachelbart – Heilpilze im Altmühltal.

Genau! Es ist ein Ästiger Stachelbart. Nach späterer Recherche fand ich heraus, dass dieser Pilz auch als Heilpilz genutzt wird. Wir fanden ein paar 100 Meter weiter nochmals diesen Pilz, danach jedoch nicht mehr. Überhaupt ist die Tier- und Pflanzenwelt im Altmühltal faszinierend. Ich bin gespannt, was wir auf unseren weiteren Etappen noch entdecken werden.

Weiter gehts

Die Ortschaft Walting liegt zu unseren Füßen und kurz überlegten wir, ob wir einkehren sollten. Wir entschieden uns allerdings dagegen, obwohl uns das Hinweisschild mit den leckeren Brotzeiten durchaus gereizt hätte…

Ein bisschen hatte uns die Einkehr schon gereizt, aber wir hatten ja noch einige Kilometer vor uns.

In Rieshofen wäre eine erneute Einkehrmöglichkeit gewesen, hätte diese nicht Dienstag, Mittwoch und Donnerstag Ruhetag! Und so ging es weiter.

Halbzeit

Kurz die Straße überquert, führt ein Feldweg über Felder und Wiesen weiter nach Isenbrunn.

Halbzeit – wir haben die Hälfte des Wegs geschafft. Zeit für eine Pause.

Bei der Sitzgruppe mitten im Ort gönnten wir uns unsere mitgenommene Brotzeit. Es ging allerdings schnell danach weiter. Die Sonne war seit einiger Zeit hinter dicken grauen Wolken verschwunden und der Wind war kalt.

Ein kurzer aber knackiger Aufstieg sorgte dafür, dass uns schnell wieder warm wurde.

Über die Trockenheide, welche mit tollen Felsformationen durchzogen ist, ging es wieder bergauf und anschließend über verschiedene Wegarten Richtung Gungolding.

Trockenheide bei Isenbrunn.
Felsen gibt es am Altmühltal-Panoramaweg viele. Aber sehr schön waren die Felsformationen entlang der Trockenheide auf dem Weg nach Gungolding.
Nochmal Felsen.

Wir überquerten wieder eine Straße um uns dann an den Anstieg bei der Gungoldinger Wacholderheide zu machen. Über den Pfarrer-Bierschneider-Weg gelangen wir auf das Plateau der Gunguldinger Wacholderheide. So hoch oben blickt man weit über das Altmühltal und die Altmühl und dann geht es bald wieder bergab nach Arnsberg.

Pfarrer-Bierschneider-Weg.
Blick auf die Gungoldinger Wacholderheide. Und ja, da muss man hoch.
Der Weg bei der Gungoldinger Wacholderheide.

Nach einem schönen Blick zur Burg Arnsberg und zur Arnsberger Leite durchquerten wir Arnsberg und folgten der Markierung.

Burg/Schloss Arnsberg.
Blick auf die Arnsberger Leite.

Der Anstieg auf die Arnsberger Leite „hat es nochmal in sich“. Oben angekommen, irritierte uns ein wenig der Elektrozaun. Hinter einem Tor entdeckten wir die Wegmarkierung und gingen durch das Tor. Auf der Bank machten wir nochmals kurz Rast, um anschließend die letzten Kilometer in Angriff zu nehmen.

Auch Tore müssen auf dem Panoramaweg durchquert werden.
Freya auf der Arnsberger Leite – im Hintergrund links die Ortschaft Arnsberg.
Arnsberger Leite und Altmühl.

Ein weiteres Mal mussten wir durch ein Tor hindurch und erblickten dann eine Schafherde. Deshalb also der Zaun.

Schafe gibts im Altmühltal viele. Auch auf der Arnsberger Leite.

Der Weg führt weiter nach Böhming. Hat man die Ortschaft hinter sich, kommt der letzte Anstieg auf dieser Etappe. Über einen Pfad geht es zum Limesturm. Da es mittlerweile bereits dunkel war, gibt es von dort leider keine Fotos mehr.

Anschließend erreichten wir gegen 17:30 Uhr Kipfenberg – das Ende unserer heutigen Etappe auf dem Altmühltal-Panoramaweg.

Glücklich und zufrieden und vor allem mächtig stolz, warteten wir auf unser „Taxi“. An dieser Stelle Vielen Dank an Chriss, der uns abgeholt und wieder zu unseren Autos gebracht hat.

GESCHAFFT!

Zusammenfassung und Fazit => Etappe 6 – Altmühltal-Panoramaweg mit Hund:

Der Weg ist sehr abwechslungsreich, im einen Moment geht es durch Buchenwälder, im nächsten Augenblick steht man im dunklen Fichtenwald. Auch Wiesen und Wacholderheiden gibt es viele auf dieser Etappe. Sowohl wir Zwei-, wie auch unsere Vierbeiner haben die Tour sehr genossen. Ab und an gibt es Wasserstellen bzw. kommt man im Tal an die Altmühl, aber nicht zu oft. Deshalb bitte unbedingt Wasser für die Hunde mitnehmen.

Wenn Hund und Halter eine (sehr) gute Grundkondition besitzen, dann ist diese Etappe durchaus an einem Stück machbar. Ansonsten bieten sich unterwegs einige Orte für eine Übernachtung (s. Übernachtungsmöglichkeiten mit Hund) oder ein Etappenziel an. Viele Orte entlang des Wegs können auch mit Bus und/oder Bahn erreicht werden.

Es mussten keine ausgesetzten Passagen begangen werden. Die Anstiege waren zwar teilweise steil, dafür aber nicht sehr lange. Da es sich bei der Gungoldinger Wacholderheide und der Arnsberger Leite um Naturschutzgebiete handelt und wegen der Schafe (welche man übrigens im Altmühltal immer wieder antreffen kann), waren unsere Hunde stets angeleint.

Einkehrmöglichkeiten sind vorhanden, wir bevorzugen jedoch immer unsere eigene Brotzeit fernab des Trubels – wobei wir bei dieser Etappe nur wenige Wanderer getroffen hatten. Die meiste Zeit waren wir alleine unterwegs.

Die reine Gehzeit betrug ca. 6,5 Stunden.

Weitere Impressionen:

Mächtige Buchen im Altmühltal.
Wer erkennt hier ein Gesicht?
Der Franz-Xaver-Mayr-Weg auf dem Weg zur Arnsberger Leite.
Bänke gibt es auch auf dem Panoramaweg.
Zuerst geht es durch lichten Buchenwald…
…um anschließend zwischen dunklen Fichten zu stehen.
8 Pfoten auf dem Altmühltal-Panoramaweg.
Das war unsere erste Etappe auf dem Altmühltal-Panoramaweg.

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Auf zur nächsten Etappe!!!

Wart ihr auch schon auf dem Altmühltal-Panoramaweg unterwegs, oder seid ihr ihn vielleicht sogar schon komplett gegangen? Hat euch der Weg gefallen? Gerne dürft ihr mir eure Erfahrungen in einem Kommentar hier erläutern 😉 .

Von Leuzenberg zum Glatzenstein – Wandern mit Hund im Nürnberger Land

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Das Gipfelkreuz am Glatzenstein.

Eigentlich war am Sonntag, den 29. September, ja etwas anderes geplant…

Luna, eine unserer Samtpfoten wurde angefahren und muss nun in regelmäßigen Abständen via Sonde gefüttert werden. Ich hatte damit gerechnet, dass Freya und ich in den nächsten Wochen nicht (viel) wandern würden…

Umso erfreulicher war es, dass Chriss sich um Luna gekümmert hat (Danke 🙏 nochmal) und wir an diesem Sonntag dann doch auf eine kurze Tour starten konnten.

Genauso toll war, dass unsere Begleitung ebenfalls Zeit und Lust hatte und wir somit wieder zu Viert auf Wanderschaft gingen.

Unser Ziel war der Glatzenstein nahe Neunkirchen am Sand in der Fränksichen Alb.

Die Felsen am Glatzenstein.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: ca. 7,5 Kilometer*
  • Höhenmeter: 210*
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: gutes Schuhwerk; Rundtour; Einkehrmöglichkeiten Leuzenberger Hof (Start-Ziel) oder Berggasthof Glatzenstein (nicht direkt am Weg); bedingt kinderwagengeeignet; an schönen (Wochenend)Tagen stark frequentiert; Wegarten – überwiegend Forst- bzw. Feldwege, Pfade, Teerstraßen; Abkürzungen und andere Varianten möglich; wenig bis kein Wasser (unbedingt etwas mitnehmen); tolle Aussicht vom Glatzenstein ins Tal;
  • Start: Leuzenberger Hof, Dorfstraße 5, 91244 Reichenschwand
  • Ziel: = Start

( * Daten stammen aus der Komoot-App)

Start der Tour

Pünktlich um 10:30 Uhr (diesmal ohne Stau, Umleitungen oder sonstige Maleure) starteten wir am Parkplatz am Leuzenberger Hof.

Wir folgen der Dorfstraße leicht bergauf und biegen bei der vierten Straße Zum Seeanger nach links ab. Hat man das Dorf hinter sich gelassen, zeigt sich bereits die erste herrliche Fernsicht über die Felder und Wiesen.

Bei dieser Aussicht muss man einfach kurz inne halten.

Es geht weiter bergauf, bis wir zu einer Weggabelung mit einer Bank und einem alten Grenzstein gelangen, wo wir uns rechts halten. Kuhglocken-Geläute lässt mein „Allgäu-Herz“ höher schlagen und die Gegend ähnelt wirklich einer Alm, aber keine Angst – die Kühe sind eingezäunt (Vorsicht, dass der Vierbeiner nicht an den Zaun kommt – Strom!!!).

Eine Tafel mit Erklärungen zum Archäologischen Wanderweg soll uns auf unserem Weg noch des öfteren begegnen.

Auch ein Teil des Archäologischen Wanderwegs begleitete uns bei dieser Tour.

Wir bleiben vorerst auf dem Forstweg, bis uns die Beschilderung nach links auf einen Pfad führt. Diesem Pfad folgen wir wieder nach links. Es ist ein schöner Weg durch den Wald und das scheinen noch mehr Wanderer entdeckt zu haben 🙄.

Es war eine tolle Atmosphäre, als wir so durch den Buchenwald gewandert sind.

Abwechselnd geht es über Pfade und Forstwege, wobei uns die Pfade lieber sind, denn auch einige Mountainbiker sind unterwegs. Viele sind freundlich, grüßen zurück und bedanken sich, dass man auf die Seite geht, andere bekommen „die Zähne nicht auseinander“ (vielleicht bleiben sonst zu viele Mücken zwischen den Zähnen hängen 😉).

Die Wege sind abwechslungsreich, obwohl die Tour nicht besonders lang ist.

Nächster Halt – Glatzenstein

Nach etwa 3 Kilometer erreichen wir unser eigentliches Ziel. Der Glatzenstein ist ein Berg der Fränkischen Alb. Und obwohl er mit seinen 572 m ü. NN nicht sonderlich hoch ist, bietet er eine grandiose Aussicht. Wenn nicht gerade so viel los ist wie bei uns, lässt es sich hier sicher lange aushalten.

Blick zur Burgruine Rothenberg.
Weitsicht vom Glatzenstein ins Tal.
Die Bank am Glatzenstein haben wir nicht genutzt, aber hier einen Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang zu erleben, wäre sicherlich eine tolle Sache.

Übrigens: Wir haben am Glatzenstein eine Versteinerung (manche nennen auch Fossil) entdeckt. Wer weiß, wo diese Versteinerung ist und was war das einmal 😃?

Kersbacher Felsenlabyrinth

Nun, nachdem uns am Glatzenstein zu viel Trubel herrschte und es auch ziemlich windig war, ging es für uns in Richtung Kersbacher Felsenlabyrinth (Beschilderung vorhanden).

Dass sich nahe des Glatzensteins auch eine Höhle befindet, habe ich leider erst jetzt entdeckt, während ich diesen Beitrag hier schreibe 😔. Naja, dann müssen wir wohl noch einmal dort hin 😁, um die Höhle zu erkunden.

Felsen im Kersbacher Felsenlabyrinth.
Wald im Kersbacher Felsenlabyrinth.

Auf einer Lichtung nahe des Frühzeitlichen Kalkbrennofen machten wir eine schöne Brotzeit-Pause.

Die wärmende Sonne und die Windstille haben zwar richtig gut getan, dennoch ging es zügig weiter.

Der Rückweg

Einige Höhenmeter, welche wir zuvor bergauf gelaufen sind, führten nun vorerst wieder nach unten. Bereits seit einiger Zeit (ich kann euch gar nicht mehr genau sagen, seit wann) ist auch der Frankenweg Teil unseres Wegs. Wer möchte, kann dem Pfad etwas unterhalb des Kalkbrennofen nach rechts folgen. Das ist dann eine kleine Abkürzung und man landet nicht wie wir, zu weit unten.

Den Wald lassen wir bald hinter uns und gelangen auf eine Teerstraße, welche uns durch Felder führt. Von hier hat man eine schöne Aussicht und wieder erinnert mich alles ziemlich ans Allgäu.

Auch wenn ich Teerstraßen beim Wandern nicht gern mag, man kommt zumindest flott voran.
Die Aussicht ist einfach nur herrlich.

Wir folgen dieser Teerstraße geradeaus, bis wir in der Kurve am Berg nach rechts abbiegen. Nun sind wir auf dem Jura-Gebirgsweg.

Der Jura-Gebirgsweg kommt auf jeden Fall auf meine „Da-will-ich-wandern-Liste“.

Der Jura-Gebirgsweg führt in Richtung Großer Hansgörgel, welchen wir aber auslassen und uns für den kürzeren, direkten Weg in Richtung Leuzenberg entscheiden. Ein paar liegende Baumstämme auf einer Wiese nutzten wir nochmals für eine kurze Rast. Sonne tanken. Die Hunde hatten ihren Spaß und Freya spielte sogar ausgiebig mit Jack (normalerweise ist Freya kein „Spiel-Hund“, umso schöner war es für mich, dass sie Spaß dabei hatte).

Über einen Pfad gelangten wir zu einem kleinen Bächlein, weiter zu einem (leicht versteckten) Weiher, wo die Hunde sich abgekühlt haben (nein, es war nicht heiß) und von dort aus wieder nach Leuzendorf, wo unsere Autos standen.

Kleiner Bachlauf im Wald.
Und sogar ein Mini-Mini-Wasserfall.

Insgesamt waren wir 3 Stunden unterwegs, die reine Gehzeit betrug etwas über 2 Stunden (leider habe ich aus Versehen die Aufzeichnung bei Komoot gelöscht). Unsere Pausen fielen bei dieser Tour sehr knapp aus, was natürlich auch daran lag, dass ich schnell wieder nach Hause zu unserem „Patienten“ wollte. Aber auch die starke Frequentierung des Wegs war nicht so unser Ding. Andere Hunde haben wir keine bzw. nur in der Ferne gesehen.

Die Route an sich ist abwechslungsreich und durchaus zu empfehlen, dann aber lieber unter der Woche.

Schaut mal, wie der Baum gewachsen ist?!
Auf dem Weg zum Glatzenstein.
Gipfelkreuz am Glatzenstein.
Pilze.
Abkühlung muss sein – und wenns Minusgrade hat 😉

Anbei gibts noch den Link zur (zwar nur geplanten, aber so gelaufenen) Tour auf Komoot.

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Wart ihr auch schon beim Glatzenstein? Wie hat es euch gefallen? Schreibt mir doch einfach einen Kommentar, ich freu mich. Bis bald!

Von der Kindinger Klause zum Felsentor Unteremmendorf – Wandern im Altmühltal

Eine Tour im Naturpark Altmühltal – für Archäologie-Fans, Höhlenbegeisterte und Naturfreunde.

Eine Tour im Naturpark Altmühltal, bei welcher sowohl Archäologie-Fans, wie auch Höhlenbegeisterte und Naturfreunde voll und ganz auf „ihre Kosten kommen“. Schöne Ausblicke, abwechslungsreiche Wege sowie dunkle Höhlen warten auf dieser Tour. Wer auf dem 200 Kilometer langen Altmühltal Panoramaweg wandert, kann sich ebenfalls dieser Naturjuwelen erfreuen, denn der Altmühltal Panoramaweg führt hier entlang.

Hinweis: Beitrag enthält unbezahlte Werbung
Start und Ziel der Tour ist ein kleiner Parkplatz neben der Straße, zwischen Kinding und Kipfenberg. Die Markierungen sind hier super.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: (je nach Variante) ca. 9 – 11 Kilometer*
  • Höhenmeter: 200*
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: festes Schuhwerk; Rundtour; nicht kinderwagengeeignet; wenige Treppenstufen – jedoch keine Gittertreppen; Östliches Schneiderloch (Höhle am Felsentor) kann nur über eine Leiter erreicht werden (geübte Hunde können sicherlich mit etwas Hilfe seitlich hoch, haben wir aber nicht gemacht); Taschenlampe oder Stirnlampe nicht vergessen; Wegarten => breite (Forst- oder Wiesen)Wege, Pfade, Hohlwege, Treppen, Asphalt; Wegmarkierungen Altmühltal Panoramaweg und Burgenweg Kinding (gut ausgeschildert); Einkehrmöglichkeiten in Unteremmendorf und Kinding (Öffnungszeiten beachten); Landschaftsschutzgebiet; genug Wasser für den Hund mitnehmen => keine Trinkmöglichkeiten außer am Bach in Unteremmendorf und je nach Variante, abschnittsweise an der Altmühl; wegen des Fledermausschutzes sollten Höhlen vom 01. Oktober bis 31. März nicht begangen werden
  • Highlights: Kindinger Klause (auch Binnleitenhöhle genannt), Felsentor, Östliches Schneiderloch
  • Varianten: Tour kann auch umgekehrt gegangen werden (der Aufstieg von Unteremmendorf zum Felsentor ist jedoch steiler, als von der Kindinger Klause); Rückweg kann identisch mit dem Hinweg sein; Rückweg kann am Waldrand entlang erfolgen (empfohlen an heißen Tagen); Rückweg kann entlang der Altmühl erfolgen (nicht geeignet für heiße Tage => kein Schatten und nur wenig Möglichkeiten, um an die Altmühl zu kommen);
  • Start: kleiner Parkplatz an der Straße von Kinding Richtung Kipfenberg, etwa 300 Meter ab der Brücke
  • Ziel: = Start

(*Daten stammen aus Komoot)

Auf geht´s

Unsere Tour startete am 18. September 2019 um 13:15 Uhr am o.g. Parkplatz. Wir wanderten wieder in Begleitung, denn so macht es gleich doppelt so viel Spaß.

Steht man am Parkplatz und blickt Richtung Hügel, folgt man dem geteerten Weg bergauf (nicht der Hauptstraße Richtung Kipfenberg folgen). An der Scheune befindet sich bereits der erste Wegweiser mit der Aufschrift „Klause“.

An der kleinen Kapelle (eher ein Bildstock) an der Weggabelung folgten wir dem Weg geradeaus. Es geht auf einem steilen Waldpfad weiter (auch hier finden wir den Wegweiser „Klause“), bis wir nach etwa 300 Meter die Kindinger Klause erreichten.

Hier geht es geradeaus in den Wald.
Aufstieg zur Kindinger Klause.

Kindinger Klause

Die Kindinger Klause wird auch Binnleitenhöhle genannt. Es handelt sich bei dieser Höhle um ein Felsdach, welches 10 Meter breit, 3,5 Meter hoch und 7 Meter tief ist. Nach links zweigt ein 10 Meter langer Gang ab, über welchen man wieder ins Freie gelangt.

Die Höhle hat bereits unseren Vorfahren jahrtausendelang Unterschlupf gewährt, was Grabungen und Funde belegen. Der spektaluärste Fund ist wohl ein Teil eines Mammutknochens.

Naturpark Altmühltal
Und da ist sie, die Kindinger Klause. Dieser Ort wirkt imposant und irgendwie geheimnisvoll. Erst wenn man direkt davor und im Inneren der Höhle war, bemerkt man die wahre Größe.

Nachdem wir die Kindinger Klause dann auch ein zweites Mal erkundet hatten 😉 (Sonnenbrille in der Höhle vergessen) ging es ein kurzes Stück zurück, bis wir dann weiter dem Weg bergauf folgten und auf einen Forstweg kamen.

Durch den Buchenwald geht es weiter nach oben.

Die Markierung zeigt nach links, ein Blick auf die Karte zeigte auch, dass wir nach links müssen, also gingen wir auch links.

Hügelgräber

Nach etwa 700 Meter erreichten wir einen kleinen netten Picknickplatz (Mülleimer vorhanden) an den Hügelgräbern. Diese Hügelgräber stammen vermutlich auch von den damaligen Bewohnern der Kindinger Klause.

Steinmännchen auf einem der Hügelgräber.

Wir folgten weiter geradeaus dem Forstweg und auch der Hinweis, dass durch Rückearbeiten der Wegzustand schlecht sei, schreckte uns nicht ab (wenn es vorher geregnet hat, kann es allerdings durchaus eine matschige Angelegenheit werden).

Bei vorangegangenem Regen kann der Weg durchaus sehr matschig sein.

Der Forstweg ändert sich in einen Waldpfad – klasse, das ist genau unser Ding. Auch die Vegetation ändert sich. Der lichte Buchenwald wechselt zu Fichten und Gestrüpp.

Der lichte Buchenwald wechselt zu Fichten und Kiefern…
…und ein wenig Gestrüpp. Der Weg ist dennoch gut begehbar. (Hier musste ich dann doch ein bisschen an Abschnitte des Goldsteigs im Bayerischen Wald denken).

Immer folgend der Beschilderung des Altmühltal Panoramawegs und des Burgenwegs Kinding, gelangen wir über Pfade und einen Wiesenweg an die Straße, welche Irlahüll mit Unteremmendorf verbindet. Diese überqueren wir um wieder einem breiten, geschotterten Forstweg zu folgen. Bei nächster Gelegenheit biegen wir jedoch schon wieder links auf einen weichen Waldpfad ab.

Wegweiser auf der anderen Seite der Straße. Wir folgen in Richtung Unteremmendorf/Beilngries.

Die Aussicht des Herrn – Panoramablicke ins Altmühltal

Wir genießen die Aussicht des Herrn – von hier aus hat man wirklich einen fantastischen Ausblick über das Altmühltal – schweift der Blick nach rechts, sieht man Unteremmendorf, den Kratzmühlsee und Beilngries im Hintergrund, sieht man nach links blickt man nach Kinding. Auch Gleitschirmflieger konnten wir einige beobachten. Nach einer kurzen Rast auf der Bank ging es dann auch schon weiter.

Blick nach rechts von der „Aussicht des Herrn“.
Ausblick nach links von der „Aussicht des Herrn“.
Gleitschirmflieger im Altmühltal.

Erholt ging es weiter in Richtung Felsentor. Oberhalb befinden sich zwei Bänke mit einem Tisch, weil es aber ziemlich „frisch“ war, wollten wir im Schatten keine weitere Rast einlegen.

Saufelsen – gefunden oder nicht?

Wir waren schon fast am Abstieg zum Felsentor – aber was ist da? Saufelsen ca. 200 Meter – wir folgtem der Markierung zum Saufelsen und entdeckten tatsächlich nach rund 170 Meter einen kleinen, unerreichbaren (zumindest mit Hund und Rucksack) Höhleneingang in einem Felsen. Ist das der Saufelsen? – Wir wissen es nicht, denn leider war er nicht beschriftet. Also zurück zur Treppe, welche uns hinab zum Felsentor bringt.

Ein kleiner Höhleneingang – ist das der Saufelsen oder nicht?
Die Treppe hinab zum Felsentor. Wer möchte, kann auch dem Pfad rechts folgen – hier gelangt man nochmals zu einer traumhaften Aussicht (vorsicht, Absturzgefahr – nicht mit einem Geländer o.ä. gesichert) – man muss jedoch wieder zurück zur Treppe.

Felsentor und Östliches Schneiderloch

Das Felsentor bei Unteremmendorf, auch Burgstall „Torfelsen“ genannt, ist natürlich entstanden und war früher vermutlich der Eingang zu einer Burg.

Unterhalb des Felsentors, im Fels selbst, befindet sich eine 25 Meter lange Höhle, welche mit einer Taschenlampe begangen werden kann und mit in die damalige Burganlage einbezogen war.

Naturpark Altmühltal
Das Felsentor. Auch Burgstall „Torfelsen“ genannt, natürlich entstanden und als Burganlageneingang genutzt.
In der Höhle, welche sich im Fels beim Felsentor befindet.
Der Höhleneingang kann über eine Leiter erreicht werden.

Nachdem wir unsere Höhlenleidenschaft gestillt und unsere geplanten Highlights erreicht hatten, ging es an die Planung des Rückwegs. Hierfür stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.

Rückweg

Variante 1: Man nimmt den selben Weg, wie zuvor (das machen wir aber nur sehr, sehr selten – deshalb war diese Variante nichts für uns).

Variante 2: (empfohlen, wenn es sehr heiß ist, da man hier noch ein wenig Schatten hat) Diese Variante verläuft entlang des Waldrands. Ist man in Unteremmendorf angekommen, biegt man vor der Kirche links ab und folgt dem Weg, bis man wieder an der Kapelle angelangt (oder man biegt vorher einmal nach rechts ab und gelangt auf den unteren Weg).

Variante 3: Weil es nicht mehr so heiß war und wir unbedingt noch die Sonne genießen wollten, wählten wir Variante 3. Dieser Weg verläuft (mit mal mehr, mal weniger Abstand) parallel zur Altmühl. Wir liefen also an der Kirche vorbei, um bei nächster Gelegenheit links abzubiegen und hielten uns dann rechts.

Badepause in der Altmühl.

Nach einer ausgiebigen Badepause für die Hunde, blieben wir auf diesem Weg, bis wir um 17:30 Uhr wieder am Auto ankamen.

Insgesamt waren wir also 4 Stunden und 15 Minuten unterwegs, bei einer reinen Gehzeit von 2 Stunden und 45 Minuten. (Durch unsere kurze Doppelstrecke zur Kindinger Klause und dem Abstecher Richtung Saufelsen haben sich die Höhenmeter auf 240 Meter summiert).

Hier gibts noch ein paar Impressionen für euch:

Vor der Höhle beim Felsentor – zwei brav wartende Hunde.
Im hinteren Teil der Kindinger Klause.
Gruppenfoto in der Kindinger Klause – vielen Dank, an meine Begleitung, dass ich das Bild verwenden darf.
Blick aus der Kindinger Klause.
Burgfräulein und Burgherr? – vielen Dank für die tolle Begleitung und dass ich das Bild verwenden darf.
Freya und ich im Felsentor. Bis bald ihr Lieben!

„Hirschbacher Höhlenrundweg“ – Kombination Weg # 2 und # 3

Für Abenteuerlustige und Höhlenliebhaber!

Die Hunde hatten mindestens genauso viel Spaß.
Hinweis: Beitrag enthält unbezahlte Werbung

Die Höhlen im Hirschbachtal waren mir nicht mehr ganz neu, denn wir sind bereits im Mai 2018 eine Tour dort gegangen. Aber wie es so ist, vergisst man einige Eindrücke schnell und so wollte ich unbedingt nochmal diese Wege laufen. Der Plan war ein wenig anders als die Umsetzung, aber vermutlich war es so sogar besser. Alle Infos zur Tour gibts im nachfolgenden Beitrag.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: 12,9
  • Höhenmeter: 520 bergauf, 530 bergab
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: Rundtour; festes Schuhwerk; Trittsicherheit erforderlich; keine Wasserstellen für Hunde (genügend Wasser mitnehmen), außer am Gasthof Goldener Hirsch in Hirschbach; manche Höhlen müssen kriechend erforscht oder begangen werden (ältere Kleidung); Taschen- oder Stirnlampe nicht vergessen; nicht kinderwagengeeignet; eher für größere Kinder geeignet; Einkehrmöglichkeit Gasthof Goldener Hirsch (Öffnungszeiten beachten); bei Schnee könnte die Tour gefährlich rutschig werden; Fledermausschutz beachten – Höhlen vom 01. Oktober bis 31. März nicht begehen; Naturschutzgebiet (!)
  • Highlights: Schmiedberghöhle, Prellstein, Frankenkammer, Schlossberg-Durchgangshöhle, Brünnlesloch, Dürnberghöhle(n), Bodenberghöhle, Aussichtspunkt am „Himmel“
  • Start: Wanderparkplatz im Reichental in Hirschbach (nahe Gasthof Goldener Hirsch)
  • Ziel: = Start

(Daten stammen aus Komoot)

Am Parkplatz findet man eine große Tafel.

Der gesamte Hirschbacher Höhlenrundweg hat eine Länge von etwa 20 Kilometer. Da wir an jenem 11. September 2019 mit Begleitung wanderten und uns die 20 Kilometer etwas zu lang waren, entschieden wir uns für eine kürzere Variante.

Markierung „weiße 3 auf grünem Untergrund“

Wir starteten um 9:30 Uhr am Parkplatz. Zuerst ging es zurück Richtung Ortsmitte. Unser Weg sollte die # 3 werden. Wegmarkierung weiße 3 mit grünem Untergrund.

Wir folgten dem Bach etwa 100 Meter stromaufwärts und überquerten bei der Fußgängerampel die Straße. Weiter geradeaus, ging es an Häusern vorbei (etwas steil) nach oben. Zwischen einer Garage und einem Haus hindurch, führt der Weg über einen Pfad am Waldrand entlang.

Ein schöner Pfad am Waldrand entlang.

Nach rund 200 Meter zweigt die 3 nach rechts ab. Über einen steilen, laubbedeckten Hang und einige rutschige Wurzeln ging es nach oben zur Schmiedberghöhle (Beitragsbild: Sicht aus der Schmiedberghöhle). Der Regen der letzten Tage machte den Abstieg genauso interessant, aber wir kamen alle Vier unbeschadet wieder auf deWeg am Waldrand, welchem wir nach rechts folgten.

Über einen steilen Hang geht es nach oben zur Schmiedberghöhle.
Die Schmiedberghöhle.

Als wir auf einen Fahrweg trafen, ging unser Weg über ein paar Wurzeln links weiter. Wir blieben auf dem Weg mit der 3, hatten aber wohl eine Markierung übersehen. Zum Glück lief die App Komoot im Hintergrund mit, sodass wir nach ein paar hundert Meter umgekehrt hatten, denn die Cäciliengrotte liegt weiter links. Leider haben wir, trotz intensiver Suche, die Cäciliengrotte nicht gefunden, aber wir kommen mit Sicherheit nochmal.

Der weitere Wegverlauf führt uns zum Prellstein. Mit ein bisschen Kletter-Geschick kann man sich bestimmt nach oben arbeiten. Da wir aber ja die Hunde dabei hatten und ich den Aufstieg nicht kenne, war mir das Risiko zu groß. Wir blieben lieber unten und machten eine kurze Pause auf der Bank gegenüber.

Der Prellstein.
Freya wäre ja am liebsten auf den Prellstein, aber das war mir dann doch etwas zu gefährlich.

Nun ging es links an der Bergwachthütte vorbei und bei der nächsten Abzweigung links zur Frankenkammer. Alleine der Name ist schon klasse, aber die Location ist auch prima, um ein paar Schnappschüsse zu machen. Die Frankenkammer ist ein Ende des Höhenglücksteigs – einem Klettersteig – und im Inneren befinden sich Auf- bzw. Abstiegmöglichkeiten zum/vom Steig.

Da gehts zur Frankenkammer – Ja, da!

Weiter bergauf geht es über Wurzeln und Felsen zum Aussichtspunkt bei einem anderen Ende des Höhenglücksteigs. Die Aussicht ist traumhaft und hat uns scheinbar so „betüdelt“, dass wir gleich ein weiteres Mal den falschen Weg gegangen waren.

Von hier oben hat man eine tolle Aussicht.
Da mussten die beiden unbedingt auch mal schauen.

Während wir der Meinung waren, wir müssten einen Teil des Weges zurück, bemerkte ich erst bei einem weiteren Blick auf mein Handy, dass der Weg rechts neben dem Aussichtspunkt weiter geht. Also wieder zurück und rechts vorbei.

Es ging bergab. Wir gelangten auf einen Schotterweg und wir folgten diesem Weg (# 3) vorbei an Maisfeldern, bis wir bei einem (hässlichen) Sendemast wieder auf einen schmalen Pfad kamen und irgendwann auf eine (wenig befahrene) Teerstraße gelangten.

Kleine Abkürzung

Hier hielten wir uns rechts, damit wir bei nächster Gelegenheit wieder links gehen konnten und vor einer Weggabelung standen. Die 3 zeigt hier den linken Weg an. Da auf der Karte aber ersichtlich war, dass es sich nur um eine Schlaufe handelt und der Weg danach sowieso hier weitergeht, entschieden wir uns gleich für den rechten. Nach einem kurzen Stück auf dem Feldweg geht es wieder rechts auf einen Waldpfad.

Unser nächstes Ziel war das Schlossberg-Felsentor und die Schlossberg-Durchgangshöhle. Die beiden liegen direkt nebeneinander und so begutachteten wir zuerst das Felsentor und setzten unseren Weg durch die Schlossberg-Durchgangshöhle fort. Große Personen müssen hier schon ziemlich den Kopf einziehen und auch wir machten es uns fast unseren Hunden nach und „liefen auf allen Vieren“ durch die Höhle (was aber durchaus Spaß gemacht hat :-)). Wer nicht durch die Höhle gehen möchte, kann diese selbstverständlich auch umgehen. Der Spaßfaktor der gesamten Tour sinkt jedoch erheblich ;-).

Links der Eingang in die Schlossberghöhle, rechts das Schlossberg-Felsentor.
Auf dem Weg durch die Schlossberg-Durchgangshöhle.
Eher krabbelnd geht es durch die Schlossberg-Durchgangshöhle. Ein absolutes Highlight.

Obwohl man aufgrund der vielen Blätter den Pfad manchmal nur erahnen kann, kamen wir dank der guten Wegmarkierung nicht mehr vom richtigen Weg ab.

Über eine Wiese kamen wir auf die Straße bei Hauseck, welcher wir kurz folgten Straße um dann wieder rechts in den Wald zu gehen.

Eine Wegmarkierung führt zum Brünnlesloch. Keine Durchgangshöhle, aber dennoch interessant. Diese Höhle scheint für Fledermäuse ein wichtiger Winterplatz zu sein, denn es befindet sich ein Hinweisschild am Eingang der Höhle zum Thema Fledermausschutz. Dieser gilt ab dem 01. Oktober und endet am 31. März. Da wir uns noch außerhalb diesen Zeitraums befanden, holten wir die Stirnlampen aus dem Rucksack und schauten uns ein wenig im Inneren der Höhle um.

Der Eingang zum Brünnlesloch.
Der erste Flattermann ist schon ins Brünnlesloch eingezogen. Wenn auch keine Fledermaus.

Das Brünnlesloch war ganz nett, aber viel abenteuerlicher war für uns der Weg durch die Dürnberghöhle(n). Genauer gesagt führt der Weg durch EINE der Dürnberghöhlen und hier mussten wir sogar unsere Rucksäcke abnehmen, um hindurch zu passen. Sehr große oder auch sehr korpulente Personen sollten vielleicht wirklich lieber den Weg um die Höhlen nutzen, aber für uns war es Abenteuer pur. Wir brauchten zwar keine Stirnlampen, weil der Ausgang nicht weit ist, aber es hat richtig Spaß gemacht.

Durchs Brünnlesloch. Nix für Leute mit Platzangst. Aufrecht laufen? Fehlanzeige.
Unsere Begleitung schlängelt sich durch die Dürnberghöhle.

Auf der anderen Seite befindet sich noch eine kleine Höhle. Diese ähnelt mehr einem Felsvorsprung. Hier scheinen wohl schon einige ein Lager aufgebaut zu haben, denn es ist ein Hinweis angebracht, dass ein weiteres Lagerfeuer zur Anzeige gebracht wird. Wirklich schade, dass sich manche Leute nicht an Regeln und Gesetze halten können – denn Wildcampen ist in Deutschland verboten und außerdem herrscht gerade nach solch langer Trockenheit wie in den letzten Jahren akute Waldbrandgefahr.

Noch völlig „hin und weg“ von den Dürnberghöhlen führte uns der Weg steil hinauf. Es ging zur Bodenberghöhle.

Fast geschafft – gleich erreichen wir die Bodenberghöhle.

Wer diese Höhle betreten möchte, der braucht ein wenig Kraxelgeschick, denn der Eingang liegt etwa 3 Meter hoch im Fels. Während einer von uns bei den Hunden blieb, erkundete der andere die Höhle. Da meine Stirnlampe im Rucksack war, schaute ich mir nur den vorderen Teil an, während meine Wanderbegleitung auch etwas weiter hinter die Felsbrocken ging. Sehr beeindruckend.

Der Weg hinter den Felsbrocken führt weiter, wohin genau wissen wir aber nicht.
Wer ins Innere der Bodenberghöhle möchte, sollte ein paar Kletterkünste in der Hinterhand haben. Der Eingang liegt ca. 3 Meter hoch im Fels.

Obwohl der Weg hier eigentlich entlang der Felsen weitergeht, entschieden wir uns, auf den Hauptweg abzusteigen und dann unseren Weg fortzusetzen. Ich bin den Weg entlang der Felsen 2018 gegangen und war froh, dass ich Freya bei Chriss am Hauptweg gelassen hatte. Ohne Hund JA – mit Hund NEIN.

Wechsel auf die weiße 2 auf grünem Untergrund

Unser Weg wäre noch etwas weiter geplant gewesen, aber wir mussten uns langsam auf den Rückweg machen. Also wechselten wir kurze Zeit nach der Bodenberghöhle auf die Wegmarkierung 2. Eine weiße 2 mit grünem Untergrund.

Vorbei an schönen Felsen ging es weiter zum Aussichtspunkt am „Himmel„, welcher oberhalb des Höhenglücksteigs liegt und nach kurzer Rast ging es weiter.

Was für eine Fernsicht am Himmel!

Wir kamen nochmal an der Frankenkammer und am Prellstein vorbei und folgten dem selben Weg wie zu Beginn unserer Tour – die Cäciliengrotte haben wir wieder nicht gefunden – nahmen den Abstieg dann jedoch über den Schotterweg.

Fast geschafft.

Bei den Häusern angekommen, ging es wieder nach unten (ich hatte schon fast die Hasen in einem Garten vergessen, aber Freya nicht ;-)) zur Straße. Am Bächlein beim Gasthaus Goldener Hirsch konnten sich die beiden Hunde noch die Füße abkühlen, sodass wir dann kurz nach 15:30 Uhr wieder am Parkplatz waren.

Die reine Gehzeit betrug 3 Stunden und 16 Minuten. Auf den ersten 10 Kilometern waren wir völlig allein auf dem Weg, später haben wir dann ein paar wenige Wanderer und Klettersteig-Geher getroffen. Die Wege sind abwechslungsreich und führen über verschiedene Wegarten.

Da bei dieser Tour die Wegbeschreibung echt schwierig ist, gibts anbei eine Übersichtskarte.

Höhlenrundwanderweg
Quelle: https://www.hirschbachtal.de/Wanderparadies/Hohlenrundweg/hohlenrundweg.html

Und hier (https://www.hirschbachtal.de/Wanderparadies/Hoehlenweg.pdf) kann man sich noch den Flyer über den Hirschbacher Höhlenrundweg als PDF herunterladen.

Seid ihr auch so höhlenverrückt? Ich liebe sie abgöttisch, da man dort jede Menge Abenteuer erleben kann. Allerdings bin ich ein ziemlicher Angsthase und freue mich natürlich umso mehr, dass das mit unserer Begleitung wieder einmal geklappt hat. Dankeschön :-*

Felsen neben der Schmiedberghöhle.
Das Schlossberg-Felsentor.
Abwechslungsreiche Wege.
Mein Seelenhund.
Trittsicherheit erforderlich – die Wege führen auch über Wurzeln und Steine.

Bis bald!