Herbstliche Wanderung zum „Schlögener Blick“ – Wandern mit Hund in Oberösterreich

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Was macht man, wenn gute Freunde fast 500 Kilometer weit weg wohnen und man aber zusammen wandern gehen will? Richtig – man trifft sich in der Mitte 😅. So führte uns unsere Tour, gemeinsam mit Anna und Fina von Fina the adventuredog, am Sonntag den 13.10.2019 nach Schlögen in Oberösterreich zum Schlögener Blick.

Vom Schlögener Blick hat man eine tolle Aussicht auf die Donauschlinge – auch bekannt als Schlögener Schlinge.

Die Donauschlinge von „unten“.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: 13,5 Km*
  • Höhenmeter: 370*
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: Rundtour; am Parkplatz an der Anlegestelle in Schlögen Parkgebühren 5 € (Toilettennutzung 50 Cent); festes Schuhwerk; Trittsicherheit; Tour kann auch umgekehrt gegangen werden (allerdings hat man dann fast 30 Minuten einen ziemlich steilen Anstieg); gesamte Tour nicht kinderwagengeeignet – wer allerdings den direkten Weg zum Schlögener Blick wählt, sollte es mit einem geländegängigen Kinderwagen (und genügend Ausdauer wegen des steilen Anstiegs) schaffen; rund um den Schlögener Blick stark frequentiert – auf dem restlichen Weg waren wir aber fast alleine unterwegs; Wasser für die Hunde mitnehmen – an der Donau gibt’s Wasser, aber dazwischen keine Wasserstellen; Einkehrmöglichkeiten in Inzell oder am Parkplatz (5 € Parkgebühren werden bei Verzehr von min. 10 € angerechnet); Naturschutzgebiet = Leinenpflicht
  • Highlights: Aussichtspunkt Schlögener Blick, Steinerfelsen
  • Start: Anlegestelle Schlögen; Schlögen 2, 4083 Haibach ob der Donau, Österreich
  • Ziel: = Start

(* Daten stammen aus Komoot)

Start unserer Tour!

Wir hatten uns um 10 Uhr am Parkplatz an der Anlegestelle in Schlögen verabredet. Selbst die Anreise war für mich bereits ein Genuss. Strahlender Sonnenschein und eine tolle Gegend 😍 erwarteten uns.

Da wir beide etwa 15 Minuten früher am Treffpunkt waren, haben wir noch schnell die Parktickets geholt und konnten pünktlich um 10 Uhr unsere Tour starten.

Der Weg ist ein Rundweg und mit einer blauen Markierung ausgeschildert. CICONIA WEG steht auf dem Schild – das bedeutet wohl Großer Vogel.

Die Markierung des Ciconia Weg weist uns den richtigen Weg und ist in beide Richtungen ausgeschildert.

Man kann entweder gleich zum Aussichtspunkt hoch wandern (Gehzeit ca. 30 Minuten, aber sehr steil), oder man entscheidet sich – wie wir es getan haben – zuerst für den Weg entlang der Donau.

Während sich am Parkplatz noch Menschenmassen tummelten, waren wir auf dem weiteren Wegverlauf eher einsam unterwegs. Obwohl es sich um den offiziellen Radwanderweg und eine Verbindungsstraße handelt, haben wir außer ein paar Anglern nur sehr wenige Menschen (und auch Autos) gesehen.

Wir verließen die Teerstraße und folgten dem Treppelweg. Dieser führt direkt an der Donau entlang. So hatten wir einen angenehmeren Weg, als die Teerstraße unter den Füßen und die Hunde hatten Wasser. Außerdem waren weit genug entfernt von den Forstarbeiten (ja, auch am Sonntag wurde gearbeitet) und hatten keine Autofahrer.

Rechts verläuft der Radweg, aber der Treppelweg ist viel schöner.
Der Treppelweg – ein schöner Weg.
Noch ein Bild vom Treppelweg – etwa bei der Hälfte zwischen Schlögen und Inzell.

Ab nach oben

In Inzell angekommen, sind wir bei nächster Gelegenheit nach rechts abgebogen, um kurz nach der Kurve links in den Wald zu gehen.

Dieser Weg war am Anfang nicht so schön. Die feuchte Witterung und die Forstarbeiten machten sich bemerkbar. Es erforderte etwas „Fingerspitzengefühl“ um nicht knöcheltief im Matsch zu versinken. Aber hat man dies geschafft, verwandelt sich der Weg fast in eine Reise durch einen Märchenwald.

Matsch soweit das Auge reicht. Und noch dazu geht es bergauf – aber auch das haben wir geschafft.
Und dann verwandelt sich der Matsch-Weg in einen schönen Weg.
Mit vielen tollen Pilzen.

Es geht abwechslungsreich bergauf. Mal über einen breiten Forstweg, mal über einen schmalen Pfad. Ab und an lässt sich ein Blick auf die Donau erhaschen.

Wandern auf dem „Bergrücken“

Wir folgten immer dem CICONIA WEG und dieser führte uns zu einem schönen Aussichtspunkt mit Bank. Die Aussicht mussten wir einfach genießen und legten eine kleine Pause ein, bevor es auf den „Bergkamm“ ging.

Auf zur Bank mit Aussicht.
Freya genießt ebenfalls die Aussicht.

Dieser Weg entspricht total meinem Geschmack 😊. Zugegeben, ein bisschen aufpassen muss man schon, wo man seine Füße absetzt, aber ich liebe diese schmalen Pfade mit Baumwurzeln und Steinen.

Über Wurzeln und Steine und durch Heide geht es Richtung Steiner Felsen.
Ein bisschen trittsicher sollte man schon sein.

Ab hier begegneten wir auch mehr Menschen und auch ein paar Hunde haben wir gesehen.

Steiner Felsen (auch Steinerfelsen) und kurze Pause

Über den Bergrücken geht’s zum Steiner Felsen und anschließend machten wir Pause – oder wie man in Österreich sagt 😉 – „Jause“.

Mit einer traumhaften Aussicht und der (noch) wärmenden Sonne ließ es sich hier sehr gut aushalten, aber wir wollten ja noch weiter zum Schlögener Blick.

Ein toller Weg – der Ciconia Weg.

Kleiner Steiner Felsen (auch Kleiner Steinerfelsen)

Unser nächster Halt war beim Kleinen Steiner Felsen. Allerdings war hier so viel los, dass wir uns schnell weiter auf den Weg machten.

Kleiner Steinerfelsen.

Aussichtspunkt am Steiner Felsen

Nach den Steiner Felsen gelangten wir zu einem Aussichtspunkt. Allerdings war dies noch nicht der Aussichtspunkt „Schlögener Blick“, wie wir zuerst vermutet hatten 🤭, sondern der Aussichtspunkt Steiner Felsen.

Blick von der Aussichtsplattform nahe des Kleinen Steinerfelsen.

Auf zum Schlögener Blick

Über Feldwege (im Hochsommer könnte es auf diesem Teilstück ziemlich heiß werden) und ein kurzes Stück Teerstraße gelangt man wieder in den Wald um anschließend auf einem breiten Schotterweg zu laufen.

Der Weg führt auch über Wiesen und Felder. Im Sommer könnte es auf diesem Teilstück der Route ziemlich heiß werden.

Nicht weit von diesem Weg entfernt, befindet sich ein Parkplatz, von welchem aus man in wenigen Gehminuten zum Schlögener Blick gelangt. Und das spürten wir auch. Denn ab hier kamen uns die Menschenmassen entgegen.

Wir machten einen Abstecher zu einem weiteren Aussichtspunkt und wanderten anschließend – bergab – zum Aussichtspunkt Schlögener Blick.

Blick auf die Donau vom Aussichtspunkt VOR dem Schlögener Blick.

Schlögener Blick – traumhafte Aussicht auf die Donauschlinge Schlögen

Ich glaube, zu dieser traumhaften Aussicht muss man nicht viel sagen/schreiben – oder?!

Was für eine Aussicht von der Aussichts-Plattform Schlögener Blick! Man sieht genau den Verlauf der Donauschlinge. Ein tiefes Tal, wo sich die Donau hindurch schlängelt. Dazu der herbstlich gefärbte Wald. Einfach grandios 😍!

Wäre hier nicht so viel los gewesen, hätten wir sicher länger den Anblick genossen.

Abstieg ins Tal

Nachdem wir uns kurz über den Ausblick erfreuten, machten wir uns an den ( teils steilen) Abstieg. Hier sollte man wirklich aufpassen. Der steinige und steile Weg ist bei Nässe nicht zu unterschätzen. Dennoch sind wir froh, die Tour im Uhrzeigersinn gegangen zu sein. Entgegenkommende Personen keuchten ganz schön 🤣.

Kurz bevor wir wieder am Parkplatz angelangten, ergab sich noch einmal die Möglichkeit, von „oben“ auf die Donau zu blicken und dann waren wir auch schon wieder unten.

Noch ein letzter Blick von oben, bevor wir wieder bei den Autos waren.

Wir starteten um 10 Uhr und waren gegen 14:45 Uhr wieder am Parkplatz. Die reine Gehzeit lag (laut Komoot) bei 3 Stunden und 10 Minuten.

Das Obere Donautal in Oberösterreich war bisher absolutes „Neuland“ für uns. Die Gegend hat mich aber so fasziniert, dass wir mit Sicherheit nicht das letzte Mal dort gewesen sind.

Deshalb sagen wir „Bis bald“!

Vom Ei zum Käfer.
Kunstvolle Schnitzereien zeigen die Entwicklungsstadien eines Waldbewohners.
Kunstvolle Schnitzereien zeigen die Entwicklungsstadien eines Waldbewohners.
Kunstvolle Schnitzereien zeigen die Entwicklungsstadien eines Waldbewohners.
Stellenweise finden sich auch Lehrtafeln auf dem Weg. Biber haben wir allerdings keinen gesehen…

Wart ihr auch schon bei der Donauschlinge in Schlögen und beim Aussichtspunkt Schlögener Blick? Hat es euch auch so gut gefallen, wie uns?

Auf dem „Adolf-Hackner-Weg“ in Greding – Wandern im Altmühltal

Rundwanderweg Nr. 10

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Wegmarkierung bei unserem Einstieg in den Adolf-Hackner-Weg.

„Wandern vor der Haustür“

Das war am 24. September 2019 unser Motto.

Ich hatte keine Lust, mit dem Auto irgendwohin zu fahren und da wir in und um Greding einige Wanderwege haben, entschied ich mich diesmal für den Adolf-Hackner-Weg – Rundwanderweg Nr. 10.

Gelesen hatte ich von ihm schon viel. Teilstücke sind wir auf unseren „normalen“ Gassirunden auch bereits gegangen, aber eben nie den kompletten Weg an einem Stück.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: 12 Kilometer*
  • Höhenmeter: 240*
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: festes Schuhwerk da der Weg auch über Wiesen führt; Rundtour; überwiegend kinderwagengeeignet (Wurzelweg zu den Sinterterrassen sowie Weg über die Wacholderheiden etwas schwierig, aber mit einem guten Buggy machbar); Wegarten => breite (Forst- oder Wiesen)Wege, Pfade, wenige Treppenstufen – jedoch keine Gittertreppen, Asphalt; Wegmarkierung grüne 10 auf gelbem Untergrund (gut ausgeschildert); mehrere Einkehrmöglichkeiten in Greding (Öffnungszeiten beachten); an heißen Tagen genug Wasser für den Hund mitnehmen => je nach Witterung können Bäche ausgetrocknet sein (Gewässer entlang der Route: Agbach, kleines Rinnsal am Weg bei den Fischweihern, Kaisinger Brunnenbach, Schwarzach, Mühlbach); ein paar Mal müssen Straßen gequert werden; zahlreiche Sitzmöglichkeiten; Leinenpflicht bei den Sinterterrassen; zu unserer Zeit (unter der Woche) kaum frequentiert
  • Highlights: Sinterterrassen im Kaisinger Tal
  • Varianten: Tour kann auch umgekehrt gegangen werden; Abkürzungen möglich (alle 2 bis 4 Kilometer kann man zurück zum Marktplatz gehen);
  • Start: der Adolf-Hackner-Weg kann an mehreren Stellen gestartet werden. Wer mit dem Auto anreist, startet am besten am großen Altstadtparkplatz am Hallenbad in Greding (kostenlos)
  • Ziel: = Start

(* Daten stammen aus Komoot)

Natur entlang des Adolf-Hackner-Weg.

Wandern vor der Haustür

Ein Einstieg in den Adolf-Hackner-Weg befindet sich nur 400 Meter von unserer Haustür entfernt. Also schnürte ich um 10:45 Uhr meine Wanderstiefel und los gings zum Startpunkt nahe des Spielplatzes Im Mühltal.

Weil aber vermutlich die meisten mit dem Auto kommen, gehe ich mit euch die Tour vom Startpunkt am Altstadtparkplatz los. Da es eine Rundtour ist, ändert sich nicht viel. Weitere Parkmöglichkeiten finden sich an der Straße von Greding Richtung Landerzhofen, bzw. am Lehrpfad im Kaisinger Tal oder bei der St. Martin Kirche (Bergstraße).

Wir sind die Tour im Uhrzeigersinn gelaufen (unsere Empfehlung), da es einen knackigen Anstieg gibt. Ich laufe einfach lieber bergab ;-).

Der Weg ist in beide Richtungen sehr gut beschildert, sodass man sich auch ohne Komoot, Outdooractive oder GPS nicht verlaufen kann.

Zahlreiche Markierungen weisen Wanderer darauf hin, dass man richtig ist.

Dann mal los

Am Altstadtparkplatz überqueren wir zuerst einmal die Hauptstraße und folgen nach links dem Fußgängerweg. Das Wasserrad, den Kinderspielplatz und den Zeidlerturm lassen wir hinter uns, um am Stadttor geradeaus die Straße zu queren.

Wasserrad am Kinderspielplatz.
Und sogar ein Insektenhotel befindet sich in der Rosenschar am Zeidlerturm.

Wir folgen dem Hühnerweg in Richtung St. Martin Basilika. (Bis hier gibt es schon 2 Bänke und noch weitere Sitzmöglichkeiten beim Zeidlerturm und am Spielplatz ;-)). Am Parkplatz der Kirche halten wir uns links, überqueren die Bergstraße und wandern über einen Pfad, welcher teils serpentinenartig nach oben und durch eine Wacholderheide verläuft, auf eine Hochfläche. Hier hat man einen grandiosen Blick über Greding. (Auch auf diesem Teilstück haben wir ca. 6 Bänke entdeckt).

Tipp für Kinderwagen und/oder Hundebuggy: der Bergstraße auf dem Gehweg bis zum nächsten Markierungspunkt folgen und dann die Wanderung auf dem Weg fortsetzen => der Pfad über die Wacholderheide ist ziemlich schmal.

Dieser Baum hat mich fasziniert. Er ist in der Mitte hohl. Irgendetwas – vermutlich ein Blitz – muss ihn gespalten haben. Dennoch hat er überlebt.
Ein schmaler Pfad führt serpentinenartig nach oben.
Herrliche Fernsicht.

Über einen Wiesenweg geht es ein Stück bergab. Wir folgen eine kurze Strecke bergauf der Bergstraße, überqueren sie erneut und halten uns Richtung Bildstöckl (hier gibt es wieder 3 Bänke und auf dem Weg dorthin auch eine).

Der weitere Wegverlauf bietet immer wieder Blicke nach Greding.

Auf gehts zum Bildstock.

Das Agbachtal

Nach einem kurzen aber steilen Abstieg geht es an Fischweihern und einem Mini-Mini-Wasserfall vorbei ins Agbachtal.

Das Agbachtal ist eines der ältesten Biberreviere im Landkreis. Aber auch Fuchs, Dachs, Reh und Hase leben in diesem idyllischen Tal.

Hier halten wir uns gern auf.

Ob bei diesem Mini-Mini-Wasserfall wohl irgendwann eine Steinerne Rinne entsteht?
Links bahnt sich ein Rinnsal den Weg.
Das Agbachtal.

Ein Stück bergauf geht es erneut über einen Wiesenweg – mit Wacholder geziert – zur Straße in Richtung Landerzhofen, um dem Forstweg auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu folgen.

Auch den kommenden Teil der Strecke bin ich schon öfter gelaufen, aber heute hatte er etwas von einem Märchenwald.

Es haben nur noch Trolle und Elfen gefehlt.

Links kommt eine Quelle aus dem Berg und läuft über den Weg. Auch hier war ich schon mehrmals, aber heute war es ganz besonders. Ich wollte mir die Quelle einmal genauer ansehen und was ist da? – Ich bin ziemlich erschrocken als dieser kleine Freund hier

Feuersalamander an der Quelle.

auf einmal neben mir war. Feuersalamander sind sehr seltene Tiere geworden und natürlich freut es mich umso mehr, dass auch bei uns in Greding noch oder wieder ein solches Tier ein Zuhause hat. Möge er ein langes Leben haben.

Nachdem wir mindestens 3 weitere Bänke hinter uns ließen und ein paar schöne Blicke ins Tal erhascht hatten, ging es erneut über eine Straße in Richtung Sinterterrrassen im Kaisinger Tal.

Schilder am Parkplatz zum Kaisinger Tal.

Eigentlich verläuft der Weg im Kaisinger Tal nicht direkt an den Sinterterrassen vorbei, ein Abstecher ist dennoch drin. Wer nicht gerade mit Kinderwagen oder Hundebuggy unterwegs ist, sollte hierfür den Wurzelweg wählen.

Bei den Sinterterrassen im Kaisinger Tal.
Im oberen Bereich haben die Kalktuff-Kaskaden noch ein bisschen Wasser…
…aber bereits ab der Hälfte liegen sie trocken.

Sinterstufen, auch Sinterterrassen sind Ablagerungen von porösem Kalktuff oder dicht geschichtetem Kalksinter in einem Bach oder fließenden Gewässer und bilden sich im Gegensatz zu Tropfsteinen relativ schnell. Größere Sinterstufen sind beispielsweise im Gebiet der Plitvicer Seen oder in Pamukkale vorhanden.
An ins Wasser gefallenen Ästen, Steinen und Zweigen bilden sich zuerst kleine Ablagerungen und über die Zeit dann immer größere Barrieren im Bachlauf. Diese Barrieren entwickeln sich im Laufe der Zeit zu kleineren Becken, die sich als Sinterstufen markieren und das Wasser kaskadenartig aufstauen. Die Stufen sind meist Bildungen innerhalb des Quartär.

Weitere Sinterstufen gibt es u.a. beim „Hohen Brunnen“ in Berching, bei der „Lillachquelle“ bei Weißenohe oder auch an der „Marienklause“ bei Beilngries.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sinterstufen

Wir verlassen das Kaisinger Tal und kommen an Entsorgungscontainern vorbei. Hier ein kleiner Tipp: den oberen Weg wählen, da unten immer sehr viele Scherben am Boden liegen.

Tipp: Links/oben vorbei, um nicht in Scherben zu treten.

Nach den Container halten wir uns links und kommen zu einem weiteren Biberrevier.

Weiteres Biberrevier in Greding.

Auf gehts zu den nächsten 2 Bänken, von welchen aus wir über eine Wiese Richtung Straße kommen. Die Aussicht ist zwar toll, der Lärm der A9 allerdings nicht. Deshalb gehts schnell weiter hinunter zur Schwarzach.

Schöne Bank, aber der Verkehrslärm der A9 bewegte uns zum Weiterlaufen.

Entlang der Schwarzach verläuft ein Fisch-Lehrpfad. Freya fand aber die Abkühlung (obwohl es wirklich nicht heiß war) in der Schwarzach viel besser.

Bauch kühlen in der Schwarzach.
Die lange Trockenheit im Sommer macht sich auch hier bemerkbar.

Am Sportplatz vorbei, kommen wir wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Fast am Ziel gibt es noch eine Info-Tafel zum Fisch-Lehrpfad.

Während wir bei strahlendem Sonnenschein gestartet sind, wurde das Wetter gegen 13 Uhr immer bewölkter. Dennoch kamen wir trockenen Fußes nach Hause.

Insgesamt waren wir 5 Stunden unterwegs, die reine Gehzeit betrug 3 Stunden. Auf den 12 Kilometern haben wir kaum jemanden getroffen. An den Wochenenden bei schönem Wetter ist hier allerdings mehr los.

Habt ihr auch einen Wanderweg vor eurer Haustür? Und falls ja – seid ihr diesen schon gegangen? Ich freue mich auf euren Kommentar. Bis bald!

Noch ein paar Impressionen für euch:

Auf dem Weg ins Agbachtal.
Hier fließt die Quelle über den Weg. Ja genau die, wo der Feuersalamander war.
Auf dem Adolf-Hackner-Weg.
Info-Tafel am Lehrpfad im Kaisinger Tal.
Auf dem Weg zu den Sinterterrassen. Leine nicht vergessen!
Bei den Sinterterrassen. Hier ist meistens schon wenig Wasser, aber so trocken hab ich es noch nie gesehen.
Bis bald ihr Lieben.

Von der Kindinger Klause zum Felsentor Unteremmendorf – Wandern im Altmühltal

Eine Tour im Naturpark Altmühltal – für Archäologie-Fans, Höhlenbegeisterte und Naturfreunde.

Eine Tour im Naturpark Altmühltal, bei welcher sowohl Archäologie-Fans, wie auch Höhlenbegeisterte und Naturfreunde voll und ganz auf „ihre Kosten kommen“. Schöne Ausblicke, abwechslungsreiche Wege sowie dunkle Höhlen warten auf dieser Tour. Wer auf dem 200 Kilometer langen Altmühltal Panoramaweg wandert, kann sich ebenfalls dieser Naturjuwelen erfreuen, denn der Altmühltal Panoramaweg führt hier entlang.

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Start und Ziel der Tour ist ein kleiner Parkplatz neben der Straße, zwischen Kinding und Kipfenberg. Die Markierungen sind hier super.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: (je nach Variante) ca. 9 – 11 Kilometer*
  • Höhenmeter: 200*
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: festes Schuhwerk; Rundtour; nicht kinderwagengeeignet; wenige Treppenstufen – jedoch keine Gittertreppen; Östliches Schneiderloch (Höhle am Felsentor) kann nur über eine Leiter erreicht werden (geübte Hunde können sicherlich mit etwas Hilfe seitlich hoch, haben wir aber nicht gemacht); Taschenlampe oder Stirnlampe nicht vergessen; Wegarten => breite (Forst- oder Wiesen)Wege, Pfade, Hohlwege, Treppen, Asphalt; Wegmarkierungen Altmühltal Panoramaweg und Burgenweg Kinding (gut ausgeschildert); Einkehrmöglichkeiten in Unteremmendorf und Kinding (Öffnungszeiten beachten); Landschaftsschutzgebiet; genug Wasser für den Hund mitnehmen => keine Trinkmöglichkeiten außer am Bach in Unteremmendorf und je nach Variante, abschnittsweise an der Altmühl; wegen des Fledermausschutzes sollten Höhlen vom 01. Oktober bis 31. März nicht begangen werden
  • Highlights: Kindinger Klause (auch Binnleitenhöhle genannt), Felsentor, Östliches Schneiderloch
  • Varianten: Tour kann auch umgekehrt gegangen werden (der Aufstieg von Unteremmendorf zum Felsentor ist jedoch steiler, als von der Kindinger Klause); Rückweg kann identisch mit dem Hinweg sein; Rückweg kann am Waldrand entlang erfolgen (empfohlen an heißen Tagen); Rückweg kann entlang der Altmühl erfolgen (nicht geeignet für heiße Tage => kein Schatten und nur wenig Möglichkeiten, um an die Altmühl zu kommen);
  • Start: kleiner Parkplatz an der Straße von Kinding Richtung Kipfenberg, etwa 300 Meter ab der Brücke
  • Ziel: = Start

(*Daten stammen aus Komoot)

Auf geht´s

Unsere Tour startete am 18. September 2019 um 13:15 Uhr am o.g. Parkplatz. Wir wanderten wieder in Begleitung, denn so macht es gleich doppelt so viel Spaß.

Steht man am Parkplatz und blickt Richtung Hügel, folgt man dem geteerten Weg bergauf (nicht der Hauptstraße Richtung Kipfenberg folgen). An der Scheune befindet sich bereits der erste Wegweiser mit der Aufschrift „Klause“.

An der kleinen Kapelle (eher ein Bildstock) an der Weggabelung folgten wir dem Weg geradeaus. Es geht auf einem steilen Waldpfad weiter (auch hier finden wir den Wegweiser „Klause“), bis wir nach etwa 300 Meter die Kindinger Klause erreichten.

Hier geht es geradeaus in den Wald.
Aufstieg zur Kindinger Klause.

Kindinger Klause

Die Kindinger Klause wird auch Binnleitenhöhle genannt. Es handelt sich bei dieser Höhle um ein Felsdach, welches 10 Meter breit, 3,5 Meter hoch und 7 Meter tief ist. Nach links zweigt ein 10 Meter langer Gang ab, über welchen man wieder ins Freie gelangt.

Die Höhle hat bereits unseren Vorfahren jahrtausendelang Unterschlupf gewährt, was Grabungen und Funde belegen. Der spektaluärste Fund ist wohl ein Teil eines Mammutknochens.

Naturpark Altmühltal
Und da ist sie, die Kindinger Klause. Dieser Ort wirkt imposant und irgendwie geheimnisvoll. Erst wenn man direkt davor und im Inneren der Höhle war, bemerkt man die wahre Größe.

Nachdem wir die Kindinger Klause dann auch ein zweites Mal erkundet hatten 😉 (Sonnenbrille in der Höhle vergessen) ging es ein kurzes Stück zurück, bis wir dann weiter dem Weg bergauf folgten und auf einen Forstweg kamen.

Durch den Buchenwald geht es weiter nach oben.

Die Markierung zeigt nach links, ein Blick auf die Karte zeigte auch, dass wir nach links müssen, also gingen wir auch links.

Hügelgräber

Nach etwa 700 Meter erreichten wir einen kleinen netten Picknickplatz (Mülleimer vorhanden) an den Hügelgräbern. Diese Hügelgräber stammen vermutlich auch von den damaligen Bewohnern der Kindinger Klause.

Steinmännchen auf einem der Hügelgräber.

Wir folgten weiter geradeaus dem Forstweg und auch der Hinweis, dass durch Rückearbeiten der Wegzustand schlecht sei, schreckte uns nicht ab (wenn es vorher geregnet hat, kann es allerdings durchaus eine matschige Angelegenheit werden).

Bei vorangegangenem Regen kann der Weg durchaus sehr matschig sein.

Der Forstweg ändert sich in einen Waldpfad – klasse, das ist genau unser Ding. Auch die Vegetation ändert sich. Der lichte Buchenwald wechselt zu Fichten und Gestrüpp.

Der lichte Buchenwald wechselt zu Fichten und Kiefern…
…und ein wenig Gestrüpp. Der Weg ist dennoch gut begehbar. (Hier musste ich dann doch ein bisschen an Abschnitte des Goldsteigs im Bayerischen Wald denken).

Immer folgend der Beschilderung des Altmühltal Panoramawegs und des Burgenwegs Kinding, gelangen wir über Pfade und einen Wiesenweg an die Straße, welche Irlahüll mit Unteremmendorf verbindet. Diese überqueren wir um wieder einem breiten, geschotterten Forstweg zu folgen. Bei nächster Gelegenheit biegen wir jedoch schon wieder links auf einen weichen Waldpfad ab.

Wegweiser auf der anderen Seite der Straße. Wir folgen in Richtung Unteremmendorf/Beilngries.

Die Aussicht des Herrn – Panoramablicke ins Altmühltal

Wir genießen die Aussicht des Herrn – von hier aus hat man wirklich einen fantastischen Ausblick über das Altmühltal – schweift der Blick nach rechts, sieht man Unteremmendorf, den Kratzmühlsee und Beilngries im Hintergrund, sieht man nach links blickt man nach Kinding. Auch Gleitschirmflieger konnten wir einige beobachten. Nach einer kurzen Rast auf der Bank ging es dann auch schon weiter.

Blick nach rechts von der „Aussicht des Herrn“.
Ausblick nach links von der „Aussicht des Herrn“.
Gleitschirmflieger im Altmühltal.

Erholt ging es weiter in Richtung Felsentor. Oberhalb befinden sich zwei Bänke mit einem Tisch, weil es aber ziemlich „frisch“ war, wollten wir im Schatten keine weitere Rast einlegen.

Saufelsen – gefunden oder nicht?

Wir waren schon fast am Abstieg zum Felsentor – aber was ist da? Saufelsen ca. 200 Meter – wir folgtem der Markierung zum Saufelsen und entdeckten tatsächlich nach rund 170 Meter einen kleinen, unerreichbaren (zumindest mit Hund und Rucksack) Höhleneingang in einem Felsen. Ist das der Saufelsen? – Wir wissen es nicht, denn leider war er nicht beschriftet. Also zurück zur Treppe, welche uns hinab zum Felsentor bringt.

Ein kleiner Höhleneingang – ist das der Saufelsen oder nicht?
Die Treppe hinab zum Felsentor. Wer möchte, kann auch dem Pfad rechts folgen – hier gelangt man nochmals zu einer traumhaften Aussicht (vorsicht, Absturzgefahr – nicht mit einem Geländer o.ä. gesichert) – man muss jedoch wieder zurück zur Treppe.

Felsentor und Östliches Schneiderloch

Das Felsentor bei Unteremmendorf, auch Burgstall „Torfelsen“ genannt, ist natürlich entstanden und war früher vermutlich der Eingang zu einer Burg.

Unterhalb des Felsentors, im Fels selbst, befindet sich eine 25 Meter lange Höhle, welche mit einer Taschenlampe begangen werden kann und mit in die damalige Burganlage einbezogen war.

Naturpark Altmühltal
Das Felsentor. Auch Burgstall „Torfelsen“ genannt, natürlich entstanden und als Burganlageneingang genutzt.
In der Höhle, welche sich im Fels beim Felsentor befindet.
Der Höhleneingang kann über eine Leiter erreicht werden.

Nachdem wir unsere Höhlenleidenschaft gestillt und unsere geplanten Highlights erreicht hatten, ging es an die Planung des Rückwegs. Hierfür stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.

Rückweg

Variante 1: Man nimmt den selben Weg, wie zuvor (das machen wir aber nur sehr, sehr selten – deshalb war diese Variante nichts für uns).

Variante 2: (empfohlen, wenn es sehr heiß ist, da man hier noch ein wenig Schatten hat) Diese Variante verläuft entlang des Waldrands. Ist man in Unteremmendorf angekommen, biegt man vor der Kirche links ab und folgt dem Weg, bis man wieder an der Kapelle angelangt (oder man biegt vorher einmal nach rechts ab und gelangt auf den unteren Weg).

Variante 3: Weil es nicht mehr so heiß war und wir unbedingt noch die Sonne genießen wollten, wählten wir Variante 3. Dieser Weg verläuft (mit mal mehr, mal weniger Abstand) parallel zur Altmühl. Wir liefen also an der Kirche vorbei, um bei nächster Gelegenheit links abzubiegen und hielten uns dann rechts.

Badepause in der Altmühl.

Nach einer ausgiebigen Badepause für die Hunde, blieben wir auf diesem Weg, bis wir um 17:30 Uhr wieder am Auto ankamen.

Insgesamt waren wir also 4 Stunden und 15 Minuten unterwegs, bei einer reinen Gehzeit von 2 Stunden und 45 Minuten. (Durch unsere kurze Doppelstrecke zur Kindinger Klause und dem Abstecher Richtung Saufelsen haben sich die Höhenmeter auf 240 Meter summiert).

Hier gibts noch ein paar Impressionen für euch:

Vor der Höhle beim Felsentor – zwei brav wartende Hunde.
Im hinteren Teil der Kindinger Klause.
Gruppenfoto in der Kindinger Klause – vielen Dank, an meine Begleitung, dass ich das Bild verwenden darf.
Blick aus der Kindinger Klause.
Burgfräulein und Burgherr? – vielen Dank für die tolle Begleitung und dass ich das Bild verwenden darf.
Freya und ich im Felsentor. Bis bald ihr Lieben!

„Hirschbacher Höhlenrundweg“ – Kombination Weg # 2 und # 3

Für Abenteuerlustige und Höhlenliebhaber!

Die Hunde hatten mindestens genauso viel Spaß.
Hinweis: Beitrag enthält unbezahlte Werbung

Die Höhlen im Hirschbachtal waren mir nicht mehr ganz neu, denn wir sind bereits im Mai 2018 eine Tour dort gegangen. Aber wie es so ist, vergisst man einige Eindrücke schnell und so wollte ich unbedingt nochmal diese Wege laufen. Der Plan war ein wenig anders als die Umsetzung, aber vermutlich war es so sogar besser. Alle Infos zur Tour gibts im nachfolgenden Beitrag.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: 12,9
  • Höhenmeter: 520 bergauf, 530 bergab
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: Rundtour; festes Schuhwerk; Trittsicherheit erforderlich; keine Wasserstellen für Hunde (genügend Wasser mitnehmen), außer am Gasthof Goldener Hirsch in Hirschbach; manche Höhlen müssen kriechend erforscht oder begangen werden (ältere Kleidung); Taschen- oder Stirnlampe nicht vergessen; nicht kinderwagengeeignet; eher für größere Kinder geeignet; Einkehrmöglichkeit Gasthof Goldener Hirsch (Öffnungszeiten beachten); bei Schnee könnte die Tour gefährlich rutschig werden; Fledermausschutz beachten – Höhlen vom 01. Oktober bis 31. März nicht begehen; Naturschutzgebiet (!)
  • Highlights: Schmiedberghöhle, Prellstein, Frankenkammer, Schlossberg-Durchgangshöhle, Brünnlesloch, Dürnberghöhle(n), Bodenberghöhle, Aussichtspunkt am „Himmel“
  • Start: Wanderparkplatz im Reichental in Hirschbach (nahe Gasthof Goldener Hirsch)
  • Ziel: = Start

(Daten stammen aus Komoot)

Am Parkplatz findet man eine große Tafel.

Der gesamte Hirschbacher Höhlenrundweg hat eine Länge von etwa 20 Kilometer. Da wir an jenem 11. September 2019 mit Begleitung wanderten und uns die 20 Kilometer etwas zu lang waren, entschieden wir uns für eine kürzere Variante.

Markierung „weiße 3 auf grünem Untergrund“

Wir starteten um 9:30 Uhr am Parkplatz. Zuerst ging es zurück Richtung Ortsmitte. Unser Weg sollte die # 3 werden. Wegmarkierung weiße 3 mit grünem Untergrund.

Wir folgten dem Bach etwa 100 Meter stromaufwärts und überquerten bei der Fußgängerampel die Straße. Weiter geradeaus, ging es an Häusern vorbei (etwas steil) nach oben. Zwischen einer Garage und einem Haus hindurch, führt der Weg über einen Pfad am Waldrand entlang.

Ein schöner Pfad am Waldrand entlang.

Nach rund 200 Meter zweigt die 3 nach rechts ab. Über einen steilen, laubbedeckten Hang und einige rutschige Wurzeln ging es nach oben zur Schmiedberghöhle (Beitragsbild: Sicht aus der Schmiedberghöhle). Der Regen der letzten Tage machte den Abstieg genauso interessant, aber wir kamen alle Vier unbeschadet wieder auf deWeg am Waldrand, welchem wir nach rechts folgten.

Über einen steilen Hang geht es nach oben zur Schmiedberghöhle.
Die Schmiedberghöhle.

Als wir auf einen Fahrweg trafen, ging unser Weg über ein paar Wurzeln links weiter. Wir blieben auf dem Weg mit der 3, hatten aber wohl eine Markierung übersehen. Zum Glück lief die App Komoot im Hintergrund mit, sodass wir nach ein paar hundert Meter umgekehrt hatten, denn die Cäciliengrotte liegt weiter links. Leider haben wir, trotz intensiver Suche, die Cäciliengrotte nicht gefunden, aber wir kommen mit Sicherheit nochmal.

Der weitere Wegverlauf führt uns zum Prellstein. Mit ein bisschen Kletter-Geschick kann man sich bestimmt nach oben arbeiten. Da wir aber ja die Hunde dabei hatten und ich den Aufstieg nicht kenne, war mir das Risiko zu groß. Wir blieben lieber unten und machten eine kurze Pause auf der Bank gegenüber.

Der Prellstein.
Freya wäre ja am liebsten auf den Prellstein, aber das war mir dann doch etwas zu gefährlich.

Nun ging es links an der Bergwachthütte vorbei und bei der nächsten Abzweigung links zur Frankenkammer. Alleine der Name ist schon klasse, aber die Location ist auch prima, um ein paar Schnappschüsse zu machen. Die Frankenkammer ist ein Ende des Höhenglücksteigs – einem Klettersteig – und im Inneren befinden sich Auf- bzw. Abstiegmöglichkeiten zum/vom Steig.

Da gehts zur Frankenkammer – Ja, da!

Weiter bergauf geht es über Wurzeln und Felsen zum Aussichtspunkt bei einem anderen Ende des Höhenglücksteigs. Die Aussicht ist traumhaft und hat uns scheinbar so „betüdelt“, dass wir gleich ein weiteres Mal den falschen Weg gegangen waren.

Von hier oben hat man eine tolle Aussicht.
Da mussten die beiden unbedingt auch mal schauen.

Während wir der Meinung waren, wir müssten einen Teil des Weges zurück, bemerkte ich erst bei einem weiteren Blick auf mein Handy, dass der Weg rechts neben dem Aussichtspunkt weiter geht. Also wieder zurück und rechts vorbei.

Es ging bergab. Wir gelangten auf einen Schotterweg und wir folgten diesem Weg (# 3) vorbei an Maisfeldern, bis wir bei einem (hässlichen) Sendemast wieder auf einen schmalen Pfad kamen und irgendwann auf eine (wenig befahrene) Teerstraße gelangten.

Kleine Abkürzung

Hier hielten wir uns rechts, damit wir bei nächster Gelegenheit wieder links gehen konnten und vor einer Weggabelung standen. Die 3 zeigt hier den linken Weg an. Da auf der Karte aber ersichtlich war, dass es sich nur um eine Schlaufe handelt und der Weg danach sowieso hier weitergeht, entschieden wir uns gleich für den rechten. Nach einem kurzen Stück auf dem Feldweg geht es wieder rechts auf einen Waldpfad.

Unser nächstes Ziel war das Schlossberg-Felsentor und die Schlossberg-Durchgangshöhle. Die beiden liegen direkt nebeneinander und so begutachteten wir zuerst das Felsentor und setzten unseren Weg durch die Schlossberg-Durchgangshöhle fort. Große Personen müssen hier schon ziemlich den Kopf einziehen und auch wir machten es uns fast unseren Hunden nach und „liefen auf allen Vieren“ durch die Höhle (was aber durchaus Spaß gemacht hat :-)). Wer nicht durch die Höhle gehen möchte, kann diese selbstverständlich auch umgehen. Der Spaßfaktor der gesamten Tour sinkt jedoch erheblich ;-).

Links der Eingang in die Schlossberghöhle, rechts das Schlossberg-Felsentor.
Auf dem Weg durch die Schlossberg-Durchgangshöhle.
Eher krabbelnd geht es durch die Schlossberg-Durchgangshöhle. Ein absolutes Highlight.

Obwohl man aufgrund der vielen Blätter den Pfad manchmal nur erahnen kann, kamen wir dank der guten Wegmarkierung nicht mehr vom richtigen Weg ab.

Über eine Wiese kamen wir auf die Straße bei Hauseck, welcher wir kurz folgten Straße um dann wieder rechts in den Wald zu gehen.

Eine Wegmarkierung führt zum Brünnlesloch. Keine Durchgangshöhle, aber dennoch interessant. Diese Höhle scheint für Fledermäuse ein wichtiger Winterplatz zu sein, denn es befindet sich ein Hinweisschild am Eingang der Höhle zum Thema Fledermausschutz. Dieser gilt ab dem 01. Oktober und endet am 31. März. Da wir uns noch außerhalb diesen Zeitraums befanden, holten wir die Stirnlampen aus dem Rucksack und schauten uns ein wenig im Inneren der Höhle um.

Der Eingang zum Brünnlesloch.
Der erste Flattermann ist schon ins Brünnlesloch eingezogen. Wenn auch keine Fledermaus.

Das Brünnlesloch war ganz nett, aber viel abenteuerlicher war für uns der Weg durch die Dürnberghöhle(n). Genauer gesagt führt der Weg durch EINE der Dürnberghöhlen und hier mussten wir sogar unsere Rucksäcke abnehmen, um hindurch zu passen. Sehr große oder auch sehr korpulente Personen sollten vielleicht wirklich lieber den Weg um die Höhlen nutzen, aber für uns war es Abenteuer pur. Wir brauchten zwar keine Stirnlampen, weil der Ausgang nicht weit ist, aber es hat richtig Spaß gemacht.

Durchs Brünnlesloch. Nix für Leute mit Platzangst. Aufrecht laufen? Fehlanzeige.
Unsere Begleitung schlängelt sich durch die Dürnberghöhle.

Auf der anderen Seite befindet sich noch eine kleine Höhle. Diese ähnelt mehr einem Felsvorsprung. Hier scheinen wohl schon einige ein Lager aufgebaut zu haben, denn es ist ein Hinweis angebracht, dass ein weiteres Lagerfeuer zur Anzeige gebracht wird. Wirklich schade, dass sich manche Leute nicht an Regeln und Gesetze halten können – denn Wildcampen ist in Deutschland verboten und außerdem herrscht gerade nach solch langer Trockenheit wie in den letzten Jahren akute Waldbrandgefahr.

Noch völlig „hin und weg“ von den Dürnberghöhlen führte uns der Weg steil hinauf. Es ging zur Bodenberghöhle.

Fast geschafft – gleich erreichen wir die Bodenberghöhle.

Wer diese Höhle betreten möchte, der braucht ein wenig Kraxelgeschick, denn der Eingang liegt etwa 3 Meter hoch im Fels. Während einer von uns bei den Hunden blieb, erkundete der andere die Höhle. Da meine Stirnlampe im Rucksack war, schaute ich mir nur den vorderen Teil an, während meine Wanderbegleitung auch etwas weiter hinter die Felsbrocken ging. Sehr beeindruckend.

Der Weg hinter den Felsbrocken führt weiter, wohin genau wissen wir aber nicht.
Wer ins Innere der Bodenberghöhle möchte, sollte ein paar Kletterkünste in der Hinterhand haben. Der Eingang liegt ca. 3 Meter hoch im Fels.

Obwohl der Weg hier eigentlich entlang der Felsen weitergeht, entschieden wir uns, auf den Hauptweg abzusteigen und dann unseren Weg fortzusetzen. Ich bin den Weg entlang der Felsen 2018 gegangen und war froh, dass ich Freya bei Chriss am Hauptweg gelassen hatte. Ohne Hund JA – mit Hund NEIN.

Wechsel auf die weiße 2 auf grünem Untergrund

Unser Weg wäre noch etwas weiter geplant gewesen, aber wir mussten uns langsam auf den Rückweg machen. Also wechselten wir kurze Zeit nach der Bodenberghöhle auf die Wegmarkierung 2. Eine weiße 2 mit grünem Untergrund.

Vorbei an schönen Felsen ging es weiter zum Aussichtspunkt am „Himmel„, welcher oberhalb des Höhenglücksteigs liegt und nach kurzer Rast ging es weiter.

Was für eine Fernsicht am Himmel!

Wir kamen nochmal an der Frankenkammer und am Prellstein vorbei und folgten dem selben Weg wie zu Beginn unserer Tour – die Cäciliengrotte haben wir wieder nicht gefunden – nahmen den Abstieg dann jedoch über den Schotterweg.

Fast geschafft.

Bei den Häusern angekommen, ging es wieder nach unten (ich hatte schon fast die Hasen in einem Garten vergessen, aber Freya nicht ;-)) zur Straße. Am Bächlein beim Gasthaus Goldener Hirsch konnten sich die beiden Hunde noch die Füße abkühlen, sodass wir dann kurz nach 15:30 Uhr wieder am Parkplatz waren.

Die reine Gehzeit betrug 3 Stunden und 16 Minuten. Auf den ersten 10 Kilometern waren wir völlig allein auf dem Weg, später haben wir dann ein paar wenige Wanderer und Klettersteig-Geher getroffen. Die Wege sind abwechslungsreich und führen über verschiedene Wegarten.

Da bei dieser Tour die Wegbeschreibung echt schwierig ist, gibts anbei eine Übersichtskarte.

Höhlenrundwanderweg
Quelle: https://www.hirschbachtal.de/Wanderparadies/Hohlenrundweg/hohlenrundweg.html

Und hier (https://www.hirschbachtal.de/Wanderparadies/Hoehlenweg.pdf) kann man sich noch den Flyer über den Hirschbacher Höhlenrundweg als PDF herunterladen.

Seid ihr auch so höhlenverrückt? Ich liebe sie abgöttisch, da man dort jede Menge Abenteuer erleben kann. Allerdings bin ich ein ziemlicher Angsthase und freue mich natürlich umso mehr, dass das mit unserer Begleitung wieder einmal geklappt hat. Dankeschön :-*

Felsen neben der Schmiedberghöhle.
Das Schlossberg-Felsentor.
Abwechslungsreiche Wege.
Mein Seelenhund.
Trittsicherheit erforderlich – die Wege führen auch über Wurzeln und Steine.

Bis bald!

See, Höhle, Gipfel – eine Rundwanderung im Fichtelgebirge

Hinweis: beitrag enthält unbezahlte werbung

Während meiner digitalen Streifzüge durch verschiedene Wandergebiete stieß ich auf eine Tour im Fichtelgebirge. Die Bezeichnung lautet dort ein wenig anders, aber ich nenne die Tour „See, Höhle, Gipfel – eine Tageswanderung im Fichtelgebirge“.

Die „See, Höhle, Gipfel – Tageswanderung im Fichtelgebirge“ ist eine sehr abenteuerliche Tour – nicht nur für uns, sondern auch für unsere Vierbeiner. Ein grandioser Ausblick, bizarre Felsformationen, Seen und kleine Bäche warten auf euch. (Diese Tour war eine unserer Teststrecken für unsere 12-Gipfel-Tour im Fichtelgebirge. Mehr dazu findet ihr hier).

Wenig abenteuerlich verlief die Anreise (was nicht heißen soll, dass das schlecht ist). Der Wanderparkplatz Seehaus ist leicht zu finden. Von Bischofsgrün kommend, liegt er auf der linken Straßenseite an der B303, kurz nach dem Abzweig Richtung Fichtelberg.

Das Wetter meinte es gut mit uns – zumindest kein Regen und auch nicht ganz so heiß.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: 18,1 km
  • Höhenmeter: 430
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: steile Treppen in der Höhle, beim Durchqueren der Höhle ziemlich eng – ein großer sperriger Rucksack muss vom Rücken genommen und anderweitig nach oben transportiert werden (ich habe ihn vorn getragen), nicht Kinderwagen-tauglich, Gittertreppen auf den Prinzenfelsen, Rundtour, Einkehr im Seehaus, Silberhaus oder am Fichtelsee möglich (Öffnungszeiten unbedingt vorher erfragen)
  • Start: Wanderparkplatz Seehaus
  • Koordinaten: Geographisch: 50.027711, 11.857623
  • UTM: 32U 704665 5545625
  • Ziel = Start

(Daten aufgezeichnet mit Komoot.)

Jetzt aber los!

Wir starten und überqueren die B303. Dank der Fußgängerampel ist das auch kein großes Problem. Hier geht es auf einem breiten, aber schönen Weg in Richtung Fichtelsee.

Der Fichtelsee.

Am See biegen wir links ab und gehen kurz über einen Holzbohlenweg. Wir folgen ein Stück dem Ufer des Fichtelsees, bis wir nach 1,3 km wieder links dem Weg folgen. Hier findet sich ein Hinweis (Naturwaldreservat Fichtelseemoor), dass es sich um ein Gebiet handelt, in welchem sich die Natur (weitestgehend) selbst überlassen ist – das gefällt mir gut, denn es gibt nur noch wenige Landschaftsbereiche, in denen dies zugelassen wird.

Nach 500 Meter kommen wir an eine Kreuzung, bei welcher wir geradeaus weiterlaufen. Von einem kleinen Waldpfad geht es nun auf einem Schotterweg weiter.

Es geht ein Stück parallel zur B303. Die bekommt man aber kaum mit – der Wald dämpft jeglichen Straßenlärm. Wir bleiben auf dem Hauptweg, überqueren die Straße nach Fichtelberg und folgen dem Weg weiter. Wir erreichen nach etwa 5,5 km den Neuweiher. „Endlich Abkühlung“, denkt sich Freya und nimmt erst einmal ein Bad im See. Der Picknick-Platz lädt für eine Pause ein und die gönnen wir uns auch – kurz zumindest, denn es warten noch einige Kilometer auf uns.

Picknick-Platz am Neuweiher.

Vom Neuweiher folgen wir dem Weg rechts und kommen zur Straße Richtung Nagel. Diese überqueren wir wieder und es geht auf einem Waldweg weiter. Anfangs folgen wir ihm Richtung Nagler See, halten uns dann aber links. Nach ca. 10 km erreichen wir die Abzweigung zur Girgelhöhle. (Hinweis: die Höhle kann auch umgangen werden, wenn man dem Weg geradeaus folgt. Der Abstecher zur Höhle lohnt sich aber auf jeden Fall – vor allem wenn man mit Kindern wandert.)

Die Geschichte zur Gigelhöhle fasziniert mich immer noch – welch ein Gefühl muss dieser Mensch gehabt haben, während er dort gewohnt hat?

Zuerst hab ich mich durch den engen Eingang in die Höhle gequetscht. „Sieht ganz nett aus und wo geht es dahin? Komme ich von hier vielleicht wieder raus?“, dachte ich mir. Satz mit X – war wohl nix. Hier ist kein Durchkommen… „Aber irgendwie muss ich doch zu dem Felsenlabyrinth kommen„… Freya steht schon wieder richtig. Wie macht dieser Hund das? Immer, wenn ich erst überlegen und schauen muss, weiß sie schon, wo der richtige Weg weitergeht.

Als hätte sie den weißen Pfeil gesehen – Freya kennt schon den richtigen Weg.

Nachdem ich 14 kg Gepäck auf dem Rücken hatte (es sollte ja als Teststrecke so realistisch wie möglich sein) ließ ich den Rucksack vorerst stehen und begutachtete die Situation… welche sich schnell als ziemliche Quälerei herausstellte. „Wie soll ich mit meinem Rucksack durch dieses enge Loch passen?“ Als erstes brachte ich Freya und die Kamera nach oben.

Die Treppen durch die Girgelhöhle nach oben. Steil, schmal und überhaupt ist da alles ziemlich eng.

Dann ging es wieder die Treppen nach unten. Den Rucksack nahm ich vor den Bauch. „So sollte es klappen“ und so hat es auch geklappt. Der abenteuerlichste Teil ist mit der Kraxelei durch die Girgelhöhle „erledigt“.

Ein kleines Felsenlabyrinth oberhalb der Girgelhöhle.

Wir durchqueren das Felsenlabyrinth und folgen dem Pfad wieder auf einen breiten Weg. „Eine Bank“ dachte sich Freya und steuerte sofort darauf zu. Nach einer kurzen Pause bei der Bank unter einem schattenspenden Baum ging es – vom vorherigen Weg kommend – zuerst geradeaus und dann links, weiter zum Prinzenfelsen. Nach kurzem Genuss der schönen Aussicht geht es weiter.

Gittertreppen am Prinzenfelsen.
Gittertreppen. Für Freya kein Problem.
Aussicht vom Prinzenfelsen.

Wir machen uns auf den Weg zum Silberhaus. Hier kann man einkehren und sich eine Pause gönnen. Infos zu den Öffnungszeiten findet ihr unter https://www.silberhaus-fichtelgebirge.de/.

Der Weg zum Silberhaus.

Wir stehen wieder vor der B303 und müssen auf die andere Straßenseite. Dank einem Tunnel für Fußgänger und Radfahrer haben wir dies gefahrlos geschafft. Nun kommt der Anstieg zum Plattengipfel. Schilder deuten auf ein Wildschutzgebiet hin und verweisen auf das Wegegebot und Leinenpflicht für Hunde, ansonsten drohe ein Bußgeld. Kein Problem für uns, läuft Freya bei Wanderungen sowieso ausschließlich an der Leine.

Über Pfade geht es den Berg hinauf. Zuerst treffen wir auf die letzten Reste des „Alten Silberhaus“. Hier gibt es wieder einen Picknick-Platz samt Bänken und Tisch. Aber ich habe jetzt keine Lust auf eine Pause und so geht es links daran vorbei und weiter auf dem Weg zum Gipfel.

Auf dem Weg zum Plattengipfel.

Stetig bergauf kommen wir zum Plattensteig und folgen hier dem Weg nach rechts Richtung Platte. Ein wunderschönes Blockmeer liegt vor uns und die Aussicht von hier ist ebenfalls „nicht von schlechten Eltern“.

Aussicht von der Platte.
Das Blockmeer.

Nach einer aussichtsreichen Pause auf der Platte geht es links zum Abstieg.

Abstieg von der Platte in Richtung Seehaus.

Den Aufstieg zum Seehaus sparen wir uns – es im Moment sowieso vorübergehend geschlossen! Infos siehe hier und so ignorierten wir die Wegweiser und folgten dem Schotterweg geradeaus.

Nach 17,3 km biegen wir an der Kreuzung links ab und kommen 800 Meter später am Ziel = Startpunkt wieder an.

Insgesamt waren wir also 18,1 km unterwegs. Dafür haben wir knapp 6 Stunden gebraucht, wovon 4 Stunden reine Gehzeit waren.

Blick vom Holzsteg auf den Fichtelsee.

Das Fichtelgebirge zählt mittlerweile zu meinen „Lieblings-Wanderregionen“. Wie sieht es bei euch aus, wo geht ihr gerne wandern?

Waldnaabtal-Runde

Oder wie ich es nenne – mein Klein-Kanada

Hinweis: Beitrag enthält unbezahlte werbung
Mein eigenes Klein-Kanada. Hier bekommt man Wildnis-Gefühle.

Die Waldnaabtal-Runde führt uns, wie der Name schon sagt, durchs wilde und zugleich wunderschöne Waldnaabtal.

Vorweg sei gleich erwähnt: Man bewegt sich während der gesamten Wanderung in einem Naturschutzgebiet, weshalb eine Leine stets Pflicht sein sollte.

Abenteuerlich war bereits der Weg zum Parkplatz. Zwischen Windischeschenbach und Falkenberg geht es, von Windischeschenbach kommend, rechts in den Wald in Richtung Uferparkplatz. Mein erster Gedanke war „da darfst du mit Sicherheit nicht offiziell lang, aber es ist angeschrieben – komisch.“ Und siehe da, mitten im Wald zwei Bänke, ein großes Schild auf dem ein Wanderparkplatz ausgewiesen ist und ein Parkplatz. Was will man mehr.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: 12 km
  • Höhenmeter: 210
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: teilweise Gittertreppen, nicht Kinderwagen-tauglich, Einkehr bei Blockhütte möglich (Montags Ruhetag), Rundtour, geeignet für warme Tage, Naturschutzgebiet
  • Start: Uferparkplatz
  • Koordinaten: Geographisch: 49.826222, 12.177026
  • Ziel: = Start

Los gehts – starten wir die Runde entlang der Waldnaab

Schnell die Wanderschuhe geschnürt, Freya das Geschirr angezogen, den Rucksack auf den Rücken geschnallt und schon ging es los.

Vom Parkplatz aus folgen wir dem Weg mit der Markierung U, wer wie ich auch etwas suchen muss – es ist der mittlere Weg von den dreien. Der Weg führt über einen breiten Forstweg hinunter ins Tal.

Und plötzlich steht man da – direkt vor einem Fluss, der Waldnaab. Ich war richtig sprachlos, so schön sieht es dort aus.

Ruhig und sanft fließt hier die Waldnaab – aber sie kann auch anders.

Man folgt zur Linken flussaufwärts dem Fluss. Hier geht es über Stock und Stein, weshalb man durchaus trittsicher sein sollte und die Augen Richtung Boden halten muss – was gar nicht so einfach ist, weil die sagenhafte Landschaft die Blicke fesselt.

Bereits nach ein paar Metern wechselt die Waldnaab vom stillen Bächlein zum reißenden Fluss. Sie schlängelt sich durch riesige Granitblöcke. Zu unserer Linken ragen sagenhafte Felsen empor.

Granitblöcke findet man hier überall, egal ob im Flussbett oder außerhalb.

Weiter geht es über Wurzeln, (Gitter)Treppen, vorbei an kleinen Brücken und über den Tischstein, welcher umgangen übergangen werden muss. Keine Angst, eine Bank auf der anderen Uferseite steht schon bereit und lädt dazu, den Felsblock einfach nur anzuschauen.

Freya kennt solche Treppen und hat auch keine Probleme damit. Soweit ich erkennen konnte, kann man die Stelle aber auch umgehen.
Zum Erfolg gibt es keinen Lift. Man muss die Treppe benützen. (Emil Oesch)

Nach etwa 5 km kommt man zur Blockhütte. Hier lässt es sich einkehren, wenn es nicht gerade Montag ist, denn montags hat die Blockhütte Ruhetag. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der ruft am besten vorher an (Tel.: 09637415).

Nachdem wir noch das Wasserrad bei der Blockhütte besucht haben, nahmen wir die nächste Brücke und folgten der Waldnaab flussabwärts.

Wasserrad bei der Blockhütte.

Nun folgt man einem breiten Forstweg, welchen man sich mit Radfahrern teilt. Ein Schild an der Brücke verweist auf gegenseitige Rücksichtnahme. Da das Wetter nicht so prickelnd und es unter der Woche war, waren aber weniger Radler unterwegs. Allgemein haben wir wenige Personen getroffen und konnten so die Ruhe genießen.

Nach rund 7,5 Kilometern insgesamter Wegstrecke stehen wir nun hier – der Tischstein. Da das Wetter nicht mehr so gut war und es bereits leicht regnete, gab es nur ein paar „Beweisfotos“ und schon gings weiter Richtung Butterfass mit seinen Felsformationen.

Vor uns der Tischstein.
Madame war schon sichtlich genervt, wie ihr Blick verrät. Sie wollte eigentlich nur noch so schnell wie möglich zum Auto – nichts ahnend, dass wir die kürzere Wegstrecke übersehen sollten…

Wir kamen an der letzten Brücke vorbei und warum auch immer, habe ich mir gedacht, dass mit Sicherheit in naher Zukunft eine weitere Brücke kommt. Pustekuchen!

Nachdem glücklicherweise die Komoot-App im Hintergrund lief um die Tour aufzuzeichnen, konnte ich immer wieder einen Blick auf die Wege werfen. Nur irgendwie war mein Internet nicht das Beste und so verließ ich mich lieber auf meine Orientierung. „Irgendwann muss doch hier wieder eine Brücke kommen, das kann doch gar nicht sein“, dachte ich mir.

Bereits auf dem Rückweg… Irgendwann kommt mit Sicherheit eine Brücke, denn das Auto steht auf der anderen Flussseite.

Der Forstweg machte eine Linkskurve, während wir einfach geradeaus weitergingen. Hier geht es über einen schmalen Pfad am Hang entlang, während die Waldnaab ruhiger wurde.

Und siehe da, es kam eine Brücke (eine Gitterbrücke, es ist aber ein Teil mit Metallplatten abgedeckt). Beim 11ten Kilometer war es soweit. Wir überquerten die Waldnaab ein zweites Mal und waren wieder auf der richtigen Seite. Ab hier geht es noch knapp 2 Kilometer, mit leichter Steigung, zurück zum Parkplatz.

Man kann sich kaum verlaufen. Der Uferpfad und die Forststraße sind nicht verfehlbar und der kleine „Abstecher“ war sogar richtig schön, da er weiterhin am Wasser entlang ging. Wer die Tour aber lieber abkürzen möchte, nimmt von der Blockhütte kommend, eine der Holzbrücken – spätestens aber jene nach dem Tischstein.

Eine tolle Tour, welche wir auf jeden Fall wiederholen werden. Dann aber mit Badeklamotten und sommerlichen Temperaturen im Rucksack.

Wart ihr auch schon an der Waldnaab wandern?