Von Leuzenberg zum Glatzenstein – Wandern mit Hund im Nürnberger Land

Hinweis: Beitrag enhält unbezahlte Werbung
Das Gipfelkreuz am Glatzenstein.

Eigentlich war am Sonntag, den 29. September, ja etwas anderes geplant…

Luna, eine unserer Samtpfoten wurde angefahren und muss nun in regelmäßigen Abständen via Sonde gefüttert werden. Ich hatte damit gerechnet, dass Freya und ich in den nächsten Wochen nicht (viel) wandern würden…

Umso erfreulicher war es, dass Chriss sich um Luna gekümmert hat (Danke 🙏 nochmal) und wir an diesem Sonntag dann doch auf eine kurze Tour starten konnten.

Genauso toll war, dass unsere Begleitung ebenfalls Zeit und Lust hatte und wir somit wieder zu Viert auf Wanderschaft gingen.

Unser Ziel war der Glatzenstein nahe Neunkirchen am Sand in der Fränksichen Alb.

Die Felsen am Glatzenstein.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: ca. 7,5 Kilometer*
  • Höhenmeter: 210*
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: gutes Schuhwerk; Rundtour; Einkehrmöglichkeiten Leuzenberger Hof (Start-Ziel) oder Berggasthof Glatzenstein (nicht direkt am Weg); bedingt kinderwagengeeignet; an schönen (Wochenend)Tagen stark frequentiert; Wegarten – überwiegend Forst- bzw. Feldwege, Pfade, Teerstraßen; Abkürzungen und andere Varianten möglich; wenig bis kein Wasser (unbedingt etwas mitnehmen); tolle Aussicht vom Glatzenstein ins Tal;
  • Start: Leuzenberger Hof, Dorfstraße 5, 91244 Reichenschwand
  • Ziel: = Start

( * Daten stammen aus der Komoot-App)

Start der Tour

Pünktlich um 10:30 Uhr (diesmal ohne Stau, Umleitungen oder sonstige Maleure) starteten wir am Parkplatz am Leuzenberger Hof.

Wir folgen der Dorfstraße leicht bergauf und biegen bei der vierten Straße Zum Seeanger nach links ab. Hat man das Dorf hinter sich gelassen, zeigt sich bereits die erste herrliche Fernsicht über die Felder und Wiesen.

Bei dieser Aussicht muss man einfach kurz inne halten.

Es geht weiter bergauf, bis wir zu einer Weggabelung mit einer Bank und einem alten Grenzstein gelangen, wo wir uns rechts halten. Kuhglocken-Geläute lässt mein „Allgäu-Herz“ höher schlagen und die Gegend ähnelt wirklich einer Alm, aber keine Angst – die Kühe sind eingezäunt (Vorsicht, dass der Vierbeiner nicht an den Zaun kommt – Strom!!!).

Eine Tafel mit Erklärungen zum Archäologischen Wanderweg soll uns auf unserem Weg noch des öfteren begegnen.

Auch ein Teil des Archäologischen Wanderwegs begleitete uns bei dieser Tour.

Wir bleiben vorerst auf dem Forstweg, bis uns die Beschilderung nach links auf einen Pfad führt. Diesem Pfad folgen wir wieder nach links. Es ist ein schöner Weg durch den Wald und das scheinen noch mehr Wanderer entdeckt zu haben 🙄.

Es war eine tolle Atmosphäre, als wir so durch den Buchenwald gewandert sind.

Abwechselnd geht es über Pfade und Forstwege, wobei uns die Pfade lieber sind, denn auch einige Mountainbiker sind unterwegs. Viele sind freundlich, grüßen zurück und bedanken sich, dass man auf die Seite geht, andere bekommen „die Zähne nicht auseinander“ (vielleicht bleiben sonst zu viele Mücken zwischen den Zähnen hängen 😉).

Die Wege sind abwechslungsreich, obwohl die Tour nicht besonders lang ist.

Nächster Halt – Glatzenstein

Nach etwa 3 Kilometer erreichen wir unser eigentliches Ziel. Der Glatzenstein ist ein Berg der Fränkischen Alb. Und obwohl er mit seinen 572 m ü. NN nicht sonderlich hoch ist, bietet er eine grandiose Aussicht. Wenn nicht gerade so viel los ist wie bei uns, lässt es sich hier sicher lange aushalten.

Blick zur Burgruine Rothenberg.
Weitsicht vom Glatzenstein ins Tal.
Die Bank am Glatzenstein haben wir nicht genutzt, aber hier einen Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang zu erleben, wäre sicherlich eine tolle Sache.

Übrigens: Wir haben am Glatzenstein eine Versteinerung (manche nennen auch Fossil) entdeckt. Wer weiß, wo diese Versteinerung ist und was war das einmal 😃?

Kersbacher Felsenlabyrinth

Nun, nachdem uns am Glatzenstein zu viel Trubel herrschte und es auch ziemlich windig war, ging es für uns in Richtung Kersbacher Felsenlabyrinth (Beschilderung vorhanden).

Dass sich nahe des Glatzensteins auch eine Höhle befindet, habe ich leider erst jetzt entdeckt, während ich diesen Beitrag hier schreibe 😔. Naja, dann müssen wir wohl noch einmal dort hin 😁, um die Höhle zu erkunden.

Felsen im Kersbacher Felsenlabyrinth.
Wald im Kersbacher Felsenlabyrinth.

Auf einer Lichtung nahe des Frühzeitlichen Kalkbrennofen machten wir eine schöne Brotzeit-Pause.

Die wärmende Sonne und die Windstille haben zwar richtig gut getan, dennoch ging es zügig weiter.

Der Rückweg

Einige Höhenmeter, welche wir zuvor bergauf gelaufen sind, führten nun vorerst wieder nach unten. Bereits seit einiger Zeit (ich kann euch gar nicht mehr genau sagen, seit wann) ist auch der Frankenweg Teil unseres Wegs. Wer möchte, kann dem Pfad etwas unterhalb des Kalkbrennofen nach rechts folgen. Das ist dann eine kleine Abkürzung und man landet nicht wie wir, zu weit unten.

Den Wald lassen wir bald hinter uns und gelangen auf eine Teerstraße, welche uns durch Felder führt. Von hier hat man eine schöne Aussicht und wieder erinnert mich alles ziemlich ans Allgäu.

Auch wenn ich Teerstraßen beim Wandern nicht gern mag, man kommt zumindest flott voran.
Die Aussicht ist einfach nur herrlich.

Wir folgen dieser Teerstraße geradeaus, bis wir in der Kurve am Berg nach rechts abbiegen. Nun sind wir auf dem Jura-Gebirgsweg.

Der Jura-Gebirgsweg kommt auf jeden Fall auf meine „Da-will-ich-wandern-Liste“.

Der Jura-Gebirgsweg führt in Richtung Großer Hansgörgel, welchen wir aber auslassen und uns für den kürzeren, direkten Weg in Richtung Leuzenberg entscheiden. Ein paar liegende Baumstämme auf einer Wiese nutzten wir nochmals für eine kurze Rast. Sonne tanken. Die Hunde hatten ihren Spaß und Freya spielte sogar ausgiebig mit Jack (normalerweise ist Freya kein „Spiel-Hund“, umso schöner war es für mich, dass sie Spaß dabei hatte).

Über einen Pfad gelangten wir zu einem kleinen Bächlein, weiter zu einem (leicht versteckten) Weiher, wo die Hunde sich abgekühlt haben (nein, es war nicht heiß) und von dort aus wieder nach Leuzendorf, wo unsere Autos standen.

Kleiner Bachlauf im Wald.
Und sogar ein Mini-Mini-Wasserfall.

Insgesamt waren wir 3 Stunden unterwegs, die reine Gehzeit betrug etwas über 2 Stunden (leider habe ich aus Versehen die Aufzeichnung bei Komoot gelöscht). Unsere Pausen fielen bei dieser Tour sehr knapp aus, was natürlich auch daran lag, dass ich schnell wieder nach Hause zu unserem „Patienten“ wollte. Aber auch die starke Frequentierung des Wegs war nicht so unser Ding. Andere Hunde haben wir keine bzw. nur in der Ferne gesehen.

Die Route an sich ist abwechslungsreich und durchaus zu empfehlen, dann aber lieber unter der Woche.

Schaut mal, wie der Baum gewachsen ist?!
Auf dem Weg zum Glatzenstein.
Gipfelkreuz am Glatzenstein.
Pilze.
Abkühlung muss sein – und wenns Minusgrade hat 😉

Anbei gibts noch den Link zur (zwar nur geplanten, aber so gelaufenen) Tour auf Komoot.

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Wart ihr auch schon beim Glatzenstein? Wie hat es euch gefallen? Schreibt mir doch einfach einen Kommentar, ich freu mich. Bis bald!

Von der Kindinger Klause zum Felsentor Unteremmendorf – Wandern im Altmühltal

Eine Tour im Naturpark Altmühltal – für Archäologie-Fans, Höhlenbegeisterte und Naturfreunde.

Eine Tour im Naturpark Altmühltal, bei welcher sowohl Archäologie-Fans, wie auch Höhlenbegeisterte und Naturfreunde voll und ganz auf „ihre Kosten kommen“. Schöne Ausblicke, abwechslungsreiche Wege sowie dunkle Höhlen warten auf dieser Tour. Wer auf dem 200 Kilometer langen Altmühltal Panoramaweg wandert, kann sich ebenfalls dieser Naturjuwelen erfreuen, denn der Altmühltal Panoramaweg führt hier entlang.

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Start und Ziel der Tour ist ein kleiner Parkplatz neben der Straße, zwischen Kinding und Kipfenberg. Die Markierungen sind hier super.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: (je nach Variante) ca. 9 – 11 Kilometer*
  • Höhenmeter: 200*
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: festes Schuhwerk; Rundtour; nicht kinderwagengeeignet; wenige Treppenstufen – jedoch keine Gittertreppen; Östliches Schneiderloch (Höhle am Felsentor) kann nur über eine Leiter erreicht werden (geübte Hunde können sicherlich mit etwas Hilfe seitlich hoch, haben wir aber nicht gemacht); Taschenlampe oder Stirnlampe nicht vergessen; Wegarten => breite (Forst- oder Wiesen)Wege, Pfade, Hohlwege, Treppen, Asphalt; Wegmarkierungen Altmühltal Panoramaweg und Burgenweg Kinding (gut ausgeschildert); Einkehrmöglichkeiten in Unteremmendorf und Kinding (Öffnungszeiten beachten); Landschaftsschutzgebiet; genug Wasser für den Hund mitnehmen => keine Trinkmöglichkeiten außer am Bach in Unteremmendorf und je nach Variante, abschnittsweise an der Altmühl; wegen des Fledermausschutzes sollten Höhlen vom 01. Oktober bis 31. März nicht begangen werden
  • Highlights: Kindinger Klause (auch Binnleitenhöhle genannt), Felsentor, Östliches Schneiderloch
  • Varianten: Tour kann auch umgekehrt gegangen werden (der Aufstieg von Unteremmendorf zum Felsentor ist jedoch steiler, als von der Kindinger Klause); Rückweg kann identisch mit dem Hinweg sein; Rückweg kann am Waldrand entlang erfolgen (empfohlen an heißen Tagen); Rückweg kann entlang der Altmühl erfolgen (nicht geeignet für heiße Tage => kein Schatten und nur wenig Möglichkeiten, um an die Altmühl zu kommen);
  • Start: kleiner Parkplatz an der Straße von Kinding Richtung Kipfenberg, etwa 300 Meter ab der Brücke
  • Ziel: = Start

(*Daten stammen aus Komoot)

Auf geht´s

Unsere Tour startete am 18. September 2019 um 13:15 Uhr am o.g. Parkplatz. Wir wanderten wieder in Begleitung, denn so macht es gleich doppelt so viel Spaß.

Steht man am Parkplatz und blickt Richtung Hügel, folgt man dem geteerten Weg bergauf (nicht der Hauptstraße Richtung Kipfenberg folgen). An der Scheune befindet sich bereits der erste Wegweiser mit der Aufschrift „Klause“.

An der kleinen Kapelle (eher ein Bildstock) an der Weggabelung folgten wir dem Weg geradeaus. Es geht auf einem steilen Waldpfad weiter (auch hier finden wir den Wegweiser „Klause“), bis wir nach etwa 300 Meter die Kindinger Klause erreichten.

Hier geht es geradeaus in den Wald.
Aufstieg zur Kindinger Klause.

Kindinger Klause

Die Kindinger Klause wird auch Binnleitenhöhle genannt. Es handelt sich bei dieser Höhle um ein Felsdach, welches 10 Meter breit, 3,5 Meter hoch und 7 Meter tief ist. Nach links zweigt ein 10 Meter langer Gang ab, über welchen man wieder ins Freie gelangt.

Die Höhle hat bereits unseren Vorfahren jahrtausendelang Unterschlupf gewährt, was Grabungen und Funde belegen. Der spektaluärste Fund ist wohl ein Teil eines Mammutknochens.

Naturpark Altmühltal
Und da ist sie, die Kindinger Klause. Dieser Ort wirkt imposant und irgendwie geheimnisvoll. Erst wenn man direkt davor und im Inneren der Höhle war, bemerkt man die wahre Größe.

Nachdem wir die Kindinger Klause dann auch ein zweites Mal erkundet hatten 😉 (Sonnenbrille in der Höhle vergessen) ging es ein kurzes Stück zurück, bis wir dann weiter dem Weg bergauf folgten und auf einen Forstweg kamen.

Durch den Buchenwald geht es weiter nach oben.

Die Markierung zeigt nach links, ein Blick auf die Karte zeigte auch, dass wir nach links müssen, also gingen wir auch links.

Hügelgräber

Nach etwa 700 Meter erreichten wir einen kleinen netten Picknickplatz (Mülleimer vorhanden) an den Hügelgräbern. Diese Hügelgräber stammen vermutlich auch von den damaligen Bewohnern der Kindinger Klause.

Steinmännchen auf einem der Hügelgräber.

Wir folgten weiter geradeaus dem Forstweg und auch der Hinweis, dass durch Rückearbeiten der Wegzustand schlecht sei, schreckte uns nicht ab (wenn es vorher geregnet hat, kann es allerdings durchaus eine matschige Angelegenheit werden).

Bei vorangegangenem Regen kann der Weg durchaus sehr matschig sein.

Der Forstweg ändert sich in einen Waldpfad – klasse, das ist genau unser Ding. Auch die Vegetation ändert sich. Der lichte Buchenwald wechselt zu Fichten und Gestrüpp.

Der lichte Buchenwald wechselt zu Fichten und Kiefern…
…und ein wenig Gestrüpp. Der Weg ist dennoch gut begehbar. (Hier musste ich dann doch ein bisschen an Abschnitte des Goldsteigs im Bayerischen Wald denken).

Immer folgend der Beschilderung des Altmühltal Panoramawegs und des Burgenwegs Kinding, gelangen wir über Pfade und einen Wiesenweg an die Straße, welche Irlahüll mit Unteremmendorf verbindet. Diese überqueren wir um wieder einem breiten, geschotterten Forstweg zu folgen. Bei nächster Gelegenheit biegen wir jedoch schon wieder links auf einen weichen Waldpfad ab.

Wegweiser auf der anderen Seite der Straße. Wir folgen in Richtung Unteremmendorf/Beilngries.

Die Aussicht des Herrn – Panoramablicke ins Altmühltal

Wir genießen die Aussicht des Herrn – von hier aus hat man wirklich einen fantastischen Ausblick über das Altmühltal – schweift der Blick nach rechts, sieht man Unteremmendorf, den Kratzmühlsee und Beilngries im Hintergrund, sieht man nach links blickt man nach Kinding. Auch Gleitschirmflieger konnten wir einige beobachten. Nach einer kurzen Rast auf der Bank ging es dann auch schon weiter.

Blick nach rechts von der „Aussicht des Herrn“.
Ausblick nach links von der „Aussicht des Herrn“.
Gleitschirmflieger im Altmühltal.

Erholt ging es weiter in Richtung Felsentor. Oberhalb befinden sich zwei Bänke mit einem Tisch, weil es aber ziemlich „frisch“ war, wollten wir im Schatten keine weitere Rast einlegen.

Saufelsen – gefunden oder nicht?

Wir waren schon fast am Abstieg zum Felsentor – aber was ist da? Saufelsen ca. 200 Meter – wir folgtem der Markierung zum Saufelsen und entdeckten tatsächlich nach rund 170 Meter einen kleinen, unerreichbaren (zumindest mit Hund und Rucksack) Höhleneingang in einem Felsen. Ist das der Saufelsen? – Wir wissen es nicht, denn leider war er nicht beschriftet. Also zurück zur Treppe, welche uns hinab zum Felsentor bringt.

Ein kleiner Höhleneingang – ist das der Saufelsen oder nicht?
Die Treppe hinab zum Felsentor. Wer möchte, kann auch dem Pfad rechts folgen – hier gelangt man nochmals zu einer traumhaften Aussicht (vorsicht, Absturzgefahr – nicht mit einem Geländer o.ä. gesichert) – man muss jedoch wieder zurück zur Treppe.

Felsentor und Östliches Schneiderloch

Das Felsentor bei Unteremmendorf, auch Burgstall „Torfelsen“ genannt, ist natürlich entstanden und war früher vermutlich der Eingang zu einer Burg.

Unterhalb des Felsentors, im Fels selbst, befindet sich eine 25 Meter lange Höhle, welche mit einer Taschenlampe begangen werden kann und mit in die damalige Burganlage einbezogen war.

Naturpark Altmühltal
Das Felsentor. Auch Burgstall „Torfelsen“ genannt, natürlich entstanden und als Burganlageneingang genutzt.
In der Höhle, welche sich im Fels beim Felsentor befindet.
Der Höhleneingang kann über eine Leiter erreicht werden.

Nachdem wir unsere Höhlenleidenschaft gestillt und unsere geplanten Highlights erreicht hatten, ging es an die Planung des Rückwegs. Hierfür stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.

Rückweg

Variante 1: Man nimmt den selben Weg, wie zuvor (das machen wir aber nur sehr, sehr selten – deshalb war diese Variante nichts für uns).

Variante 2: (empfohlen, wenn es sehr heiß ist, da man hier noch ein wenig Schatten hat) Diese Variante verläuft entlang des Waldrands. Ist man in Unteremmendorf angekommen, biegt man vor der Kirche links ab und folgt dem Weg, bis man wieder an der Kapelle angelangt (oder man biegt vorher einmal nach rechts ab und gelangt auf den unteren Weg).

Variante 3: Weil es nicht mehr so heiß war und wir unbedingt noch die Sonne genießen wollten, wählten wir Variante 3. Dieser Weg verläuft (mit mal mehr, mal weniger Abstand) parallel zur Altmühl. Wir liefen also an der Kirche vorbei, um bei nächster Gelegenheit links abzubiegen und hielten uns dann rechts.

Badepause in der Altmühl.

Nach einer ausgiebigen Badepause für die Hunde, blieben wir auf diesem Weg, bis wir um 17:30 Uhr wieder am Auto ankamen.

Insgesamt waren wir also 4 Stunden und 15 Minuten unterwegs, bei einer reinen Gehzeit von 2 Stunden und 45 Minuten. (Durch unsere kurze Doppelstrecke zur Kindinger Klause und dem Abstecher Richtung Saufelsen haben sich die Höhenmeter auf 240 Meter summiert).

Hier gibts noch ein paar Impressionen für euch:

Vor der Höhle beim Felsentor – zwei brav wartende Hunde.
Im hinteren Teil der Kindinger Klause.
Gruppenfoto in der Kindinger Klause – vielen Dank, an meine Begleitung, dass ich das Bild verwenden darf.
Blick aus der Kindinger Klause.
Burgfräulein und Burgherr? – vielen Dank für die tolle Begleitung und dass ich das Bild verwenden darf.
Freya und ich im Felsentor. Bis bald ihr Lieben!

Durch die Oswaldhöhle zum Quackenschloss – Wandern mit Hund in der Fränkischen Schweiz

Taschenlampe nicht vergessen! 😉

Unsere Sonntagstour (01. September 2019) führte uns durch das Wanderparadies Fränkische Schweiz. Genauer gesagt ging es zum Quackenschloss. Auf dem Weg dorthin gab es so einiges zu entdecken.

Wir waren bei dieser Tour nicht alleine unterwegs und so verabredeten wir uns für 9 Uhr am Treffpunkt… Was ich bei der Planung nicht gesehen hatte, war der Marathon rund um Muggendorf und Gößweinstein, weshalb wir unseren Treffpunkt kurzfristig zum Bahnhof Muggendorf auslagerten und auch die Uhrzeit verspätete sich (dank einiger Umleitungen) ein paar Minuten.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: 10 Kilometer
  • Höhenmeter: 410 bergauf, 420 bergab
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: gutes Schuhwerk; keine Wasserstellen, außer an der Wiesent; Treppen (nicht kinderwagengeeignet); Gittertreppen (wer den Aussichtsturm besteigen möchte); Höhlendurchgang 1,60 m durch die Oswaldhöhle (Wanderweg führt durch die Höhle – Taschenlampe ratsam); Wundershöhle (Eingang ist ein kleines Loch, durch das man hindurchkriechen muss – wir sind nicht hinein); Aussichtsfelsen Adlerstein – steile Treppe (definitiv nicht für alle Hunde geeignet); Vorsicht bei Nässe – Rutschgefahr auf einigen Pfaden); Einkehrmöglichkeiten in Muggendorf vorhanden; Rundtour
  • Start: Bahnhof Muggendorf – Am Bahnhof, 91346 Wiesenttal
  • Ziel: Bahnhof Muggendorf

(Daten stammen aus Komoot)

Wanderwege rund um Muggendorf. Wir hielten uns hauptsächlich an den gelben Kreis.

Wir starteten also um halb 10 mit unserer Tour und zu Fuß konnten wir über die Brücke der Wiesent und problemlos die, für Autos gesperrte, B470 queren. Von der Forchheimer Straße sind wir dann rechts in den Marktplatz abgebogen und an einer Mauer unterhalb der Kirche „begegneten“ wir schon dem ersten Wegweiser.

Wir hielten uns Links, bogen in die Straße Lindenberg ab und von hier aus ging es weiter den Dooser Berg hinauf, wo wir in der Kurve dann in einen Waldweg wechselten und der Beschilderung zum Mehlbeerensteig folgten.

Nach einem kurzen, aber knackigen Anstieg über ein paar Stufen erreichten wir einen schönen Aussichtspunkt.

Wunderschöne Sichts ins Wiesenttal.

Den Mehlbeerensteig „ließen wir links – ähm rechts liegen“ und entschieden uns für den linken Weg in Richtung Oswaldhöhle. Wer nicht durch die Höhle gehen kann oder möchte, der sollte an dieser Stelle die anderen Wege nutzen.

Die maximale Höhe der Höhle beträgt 160 cm. Um nirgendwo dran zu stoßen, hatte ich extra noch meine Stirnlampe dabei.

Höhlenforscher – Eine Taschen- oder Stirnlampe bringt gewisse Vorteile mit sich

Der Wanderweg verläuft DURCH die Oswaldhöhle. Hier heißt es für größere Personen „Kopf einziehen“, denn die maximale Höhe beträgt 1,60 Meter. Außerdem sollte zum Schutz der Fledermäuse auf eine Begehung in den Wintermonaten (etwa Oktober – Ende März/Anfang April) verzichtet werden.

Noch ein kurzer Blick nach draußen und dann wird es dunkel.

Wer mit einer Taschen- oder Stirnlampe ausgestattet ist, der kann sich im Inneren der Höhle etwas umsehen. Es ist wirklich faszinierend, auch wenn es keine Besonderheiten, wie Stalagniten oder ähnliches gibt. Dazu weht einem immer ein leichtes Lüftchen um die Nase, denn der Ausgang ist nicht weit.

In der Oswaldhöhle.
Im inneren der Oswaldhöhle.
Auch auf der anderen Seite der Höhle befindet sich der Hinweis.
Links der Eingang zur Wundershöhle.

Direkt neben dem Ausgang der Oswaldhöhle befindet sich der (unscheinbare) Eingang zur Wundershöhle. Wer diese Höhle betreten möchte, der muss sich zuerst durch eine schmale Öffnung, kriechend, hindurch „quetschen“. Auf dieses Abenteuer hatten wir jedoch verzichtet ;-), denn wir hatten noch ein bisschen was vor uns.

Hoch hinaus

Der weitere Weg führte uns, linkerhand durch abwechslungsreiche Wälder zum Aussichtsturm Hohes Kreuz oberhalb des Hohlen Bergs.

Hier machten wir, obwohl wir gerade erst 2 Kilometer geschafft hatten, die erste Rast. Eine schöne Bank hat förmlich dazu eingeladen.

Nach unserer kleinen Pause wartete der Aufstieg auf den Aussichtsturm. Vier Gittertreppen warteten auf uns, aber die Hunde machten das super. Für mich wäre es vor 3 Jahren undenkbar gewesen, diesen Turm zu besteigen. Treppen durch die man hindurchsehen kann und dann noch diese Höhe – das war für meine Höhenangst nichts. Aber so langsam wird es besser und die Aussicht von dort oben ist einfach sagenhaft.

Der Aussichtsturm „Hohes Kreuz“.

Den Turm ließen wir hinter uns und über einen breiten aber steilen Abstieg gelangten wir auf einen Pfad in Richtung Quackenschloss.

Der Weg verlief abwechslungsreich. Während im Wald einige Felsen aus dem Waldboden ragten, standen wir im nächsten Moment vor einer großen Wiese.

Zwei Mountainbiker kamen entgegen, blieben aber auf dem breiten Forstweg, während wir auf einen kleinen Pfad nach rechts abgebogen sind. Nach etwa 5 Kilometer erreichten wir das Quackenschloss.

Das Quackenschloss.

Die kleine Höhle (eigentlich ähnelt es mehr einem Felsentor) hat auch eine eigene Sage…

Die Sage des Quackenschlosses.

Wir begutachteten das Quackenschloss von innen, aber der Weg nach oben interessierte uns ebenfalls und so konnten wir vom Aussichtspunkt oberhalb des Quackenschlosses noch eine top Fernsicht genießen. Eine zweite, jetzt aber etwas längere Pause, machten wir genau an dieser Stelle. Einfach nur schön.

Auf gehts zur schönen Aussicht.
Freya hoch oben. Oberhalb des Quackenschloss.
Ein schöner Ort, für unsere zweite Pause.

Steiler Aufstieg zum Adlerstein

Als wir wieder auf dem Weg waren, entschieden wir uns, den Adlerstein noch zu „erwandern“ und dann den Rückweg anzutreten. Also folgten wir dem Wanderweg weiter. Mitten aus dem Nichts tauchen zwei große Felsen auf. Der Adlerstein kann über eine STEILE Treppe (nichts für „Jederhund“) bestiegen werden. Freya wollte unbedingt nach oben und so kraxelten wir beide nach oben. Mit ein bisschen Hilfe und Schieben schaffte sie es auch. Allerdings sollte man hier direkt hinter seinem Hund laufen, da ein „nach hinten Kippen“ jederzeit möglich wäre.

Auf dem Weg zum Adlerstein.
Und da soll ich jetzt wieder runter?

Oben angekommen staunten 4 weitere Personen nicht schlecht. Für sie war es faszinierend, dass Freya diese Treppen überhaupt hochgekommen ist. Da unsere Begleitung unten wartete, gabs nur einen kurzen Knipser und schon machten wir uns wieder an die Treppe. Die 4 Wanderer standen oben am Geländer und schauten zu, wie Freya die Treppe hinabstieg. Wir verabschiedeten uns und setzten unsere Wanderung fort.

Über einen Schotterweg gelangten wir zu einer Teerstraße, wo wir links gingen. Aber bereits nach etwa 200 Meter ging es wieder auf einen Waldweg. Breiter als ein Pfad, aber angenehm zu laufen. Nach rund einem Kilometer, ein paar Eichhörnchen und drei Rehe, welche die Hunde schon weit vorher gerochen hatten, erreichten wir den Weg, den wir vorher schon einmal gegangen waren. Da wir allerdings nicht den völlig gleichen Rückweg antreten wollten, entschieden wir uns dann für den Abstieg zur Wiesent. Es war warm und die Hunde hatten sich definitv eine Abkühlung verdient.

Weil die beiden völlig aufgedreht waren, als sie die Rehe flitzen sahen, musste eine kurze „Sitz-Pause“ für die zwei eingelegt werden. Beide Hunde waren während der kompletten Wanderung angeleint und so konnten wir alle unbeschadet unseren Wegen folgen.
Die Wiesent.

Über einen steilen Weg ging es nach unten. Wir überquerten die B470 und nachdem die Hunde ihre Abkühlung bekommen hatten, ging es über die Brücke und die Bahngleise auf einen Schotterweg. Dieser Weg ist Teil eines Lehrpfads.

Bei nächster Gelegenheit querten wir wieder auf die andere Seite der Straße und da durch den Marathon die Bundesstraße gesperrt war, konnten wir ohne Probleme auf dem Radweg (es sind ja alle auf der Straße gefahren) unsere Tour bis zum Bahnhof fortsetzen. Um 14:30 Uhr erreichten wir nach vielen tollen Eindrücken und einer super Wanderung dann wieder unseren Ausgangspunkt.

Höhlenhund.
Auf dem Weg zum Quackenschloss.
Baumpilze.
Bis zum nächsten Mal.

Vielen Dank an unsere tolle Begleitung :-), von welcher ich auch einige Bilder für den Beitrag verwenden durfte.

Wanderung durch die „Starzlachklamm“

Kein Vergleich zu den „großen Geschwistern“

Hinweis: Beitrag enthält unbezahlte Werbung
Die Starzlach.

Chriss hat seinen Gleitschirmkurs in der Nähe von Oberstaufen weitergemacht und ich wollte die „Gunst der Stunde“ nutzen und mit Freya durch die Starzlachklamm wandern. Schließlich stand diese schon ewig auf meiner „Da-will-ich-hin-Liste“ und da ich anschließend die Nacht noch in unserem Wohni verbringen konnte, war die Anfahrt nicht so wild.

Das Wetter war herrlich – blauer Himmel, Sonnenschein und warme Temperaturen – aber die Ferien hatten in Bayern noch nicht begonnen, es war unter der Woche (Donnerstag, der 18. Juli 2019) und ich hatte gehofft, dass deshalb nicht so viele Menschen die gleiche Idee hatten wie ich. Denkste…

Die Anreise verlief noch gut. Kein Stau und auch das Navi hat mich direkt zum richtigen Parkplatz geführt (unbedingt bis zum Ende der Straße fahren, auch wenn man unten ebenfalls parken könnte). Das Hinweisschild „Parken mit Parkschein“ wollte ich nicht ignorieren und so bekam ich schon den ersten Schockmoment am Parkautomaten. Bitte?? 3 Euro für 3 Stunden parken?!? „Naja, ich bin scheinbar verwöhnt und parke wohl zu oft kostenlos“ dachte ich mir und bezahlte mein Parkticket und habe es fein säuberlich hinter der Autoscheibe platziert. Rucksack rauf und los.

Wasserfall in der Starzlachklamm.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: 5,87 Km
  • Höhenmeter: 280 bergauf, 270 bergab
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: gutes Schuhwerk erforderlich, Rundweg, viele Wurzeln und Stufen, nicht kinderwagengeeignet, bei schönem Wetter ziemlich überlaufen, teils enge und felsige Wege (Rutschgefahr), Weideviehbetrieb auf den umliegenden Wiesen, Wasser gibts zwar in der Klamm, ist aber nicht immer erreichbar (deshalb selbst nochmal was für die Fellnase mitnehmen), Highlight ist der große Wasserfall beim Klammwirt, Einkehr möglich beim Klammwirt oder der Alpe Topfen (Öffnungszeiten beachten), mehrere Varianten möglich (Bsp. Start am Parkplatz beim Berggasthof Alpenblick oder nach der Klamm rechts abbiegen und über den Weg rechts zurück); wenig Ausweichmöglichkeiten, wenn einem andere Hunde entgegen kommen
  • Start: Parkplatz zur Starzlachklamm in Winkel (3 Euro Parkgebühr, Automat wechselt nicht (!), es gibt aber einen Geldwechsler daneben, Toiletten 50 Cent)
  • Ziel: = Start

(Daten stammen aus der Komoot-App)

Freya in der Starzlach, bevor die Tour los ging.

Weil es bereits jetzt schon ziemlich warm war, gönnte sich Freya gleich zu Beginn eine Abkühlung in der Starzlach. Anschließend querten wir eine Brücke, einen weiteren Parkplatz und folgten einem geschotterten Weg bis es rechts durch ein Drehkreuz auf einen Waldpfad ging.

Hier wären wir besser gleich geblieben

Nach etwa 700 Meter erreichten wir ein schönes Plätzchen an der Starzlach, aber bereits hier tummelten sich Familien im Bachbett und die Bänke waren alle besetzt. Also kühlte Freya nur schnell ihre Füße und wir gingen weiter. Der Weg führt über Wurzeln und auch ein paar Treppenstufen, ist aber nicht allzu anstrengend.

Hier hätten wir am besten gleich bleiben sollen.

Knappe 300 Meter später kamen wir zu einem schönen großen Wasserfall und beobachteten kurz die Canyoning-Verrückten, welche sich hier ins Wasser stürzen. Aber auch hier ist einiges los und so ging ich rasch zum Eingang der Klamm, bevor die Seniorengruppe mit knapp 15 Mann/Frau sich ebenfalls in die Klamm begab.

Großer Wasserfall am Eingang zur Starzlachklamm.

Ein weiteres Mal wird zur Kasse gebeten

3,50 Euro Eintritt. „Okay, jede Klamm kostet Eintritt, warum also nicht auch die Starzlachklamm“ (dass ich das Eintrittsgeld noch für unangemessen anpreisen würde, hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht gedacht).

Die Klamm kann von beiden Richtungen begangen werden. Sonderbar ist (und das ist mir jetzt gerade erst aufgefallen, als ich diesen Bericht hier schreibe), dass sich aber nur am unteren Eingang (beim Wasserfall) eine Kasse befindet, nicht aber, wenn man von „oben“ kommt.

Enge Wege, viele Leute

Enge Wege und viele Menschen ergeben eine Kombination, die mit Hund (aber auch ohne) nichts für mich sind. Die Strecke durch die Starzlachklamm ähnelt teils mehr einem Parcours den es zu bewältigen gilt, als einem schönen Naturerlebnis. Dass die Klamm aus beiden Richtungen durchwandert werden kann, macht das ganze noch viel schlimmer.

An einigen Stellen musste ich Freya zwischen meine Beine und eine Felswand „quetschen“ um zu verhindern, dass ihr die entgegenkommenden Menschenmassen auf die Pfoten treten. Hinzu kamen glitschige Felsen auf dem Weg, an denen das Geländer gerade recht kam, weil man sonst kaum hinauf gekommen wäre.

Ziemlich eng wird es bei einem Durchgang durch einen Felsen.

Während ausgerechnet immer an den engsten Wegpunkten dann auch noch die Leute standen, um beim Canyoning zuzusehen, war ich eigentlich nur noch damit beschäftigt, uns heil und ohne Absturz durch diese Klamm zu bringen.

Wenn hier noch „Gegenverkehr“ herrscht, dann wird es ziemlich eng.
Auch schmale Brücken gibt es in der Klamm.

Endlich wirds ruhiger, oder doch nicht?

Die Starzlachklamm selbst, ist nur etwa 1,5 Kilometer lang und der Wasserfall beim Klammwirt ist eigentich das einzige Highlight, vielleicht noch ein paar Stellen – aber ich war ja mehr damit beschäftigt, mich an Zuschauern vorbeizuschlängeln und aufzupassen, dass Freya nicht getreten wird – als die Klamm richtig anzuschauen.

Umso mehr hatte ich mich eigentlich auf eine ruhige „Zurück-zum-Auto-Strecke“ gefreut. Aber auch der restliche Weg hinauf auf den Berg in Richtung Alm war nicht viel besser.

Die Gitter können seitlich vom Hund umgangen werden.
Vorsicht! Manche Stufen sind Morsch. Eigentlich kenne ich es so, dass die Eintrittsgelder für den Erhalt der Wege genutzt werden. Scheinbar in dieser Klamm nicht.

Die Wege wurden zwar etwas breiter und die Menschenmassen etwas weniger , dafür waren diese umso lauter. Geschrei und Herumgetolle begleiteten uns auf dem weiteren Weg, bis wir endlich auf einer Wiese und am Ende des Klammwegs (Vorsicht, hier stehen manchmal Kühe) ankamen. Den Weg zur Alpe Topfen ersparte ich uns und so gingen wir geradeaus weiter, Richtung Berggasthof Alpenblick. Hier steht die „Eis-Hiddé“ – ein Automat mit Eis.

Nicht alle Kühe sind eingezäunt, also Vorsicht bitte.

Über die Teerstraße gelangten wir zu einem Parkplatz. Hier sind wir links abgebogen und folgten einem Pfad über eine Weide, bis es in den Wald hinein ging. Bei einer Gabelung hielten wir uns rechts (vermutlich wäre es auf dem linken Weg sogar besser gewesen) und über ein paar ausgesetzte Stellen sowie eine ziemliche Kraxelei entlang der Kletterfelsen gelangten wir auf eine weitere Weide samt Viehbetrieb.

Auf dem Rückweg wurde es dschungelartig.

Ich behielt Freya nah bei mir und beobachtete die weit entfernte Kuhherde. So kamen wir unbeschadet und ohne Zwischenfall wieder auf den Weg, den wir zu Beginn gegangen waren. Ich weiß leider nicht, wie der Weg rechts neben der Klamm aussieht, vermutlich könnte dies aber der schönere Weg sein und eventuell wird dieser irgendwann getestet (bei schlechterem Wetter oder außerhalb jeglicher Ferien oder so ;-)).

Links sind ein paar Kühe zu erkennen. Die Wiese ist aber groß genug, um die Herde zu umgehen.

Nach einer erneuten und wesentlich entspannteren Abkühlung für Freya in Starzlach ging es zurück zum Auto. Eigentlich wollte ich am Parkplatz noch die Toilette aufsuchen, weil hier aber auch noch 50 Cent verlangt wurden, habe ich es mir „verkniffen“.

Am Ende der Tour wurde nochmal ausgiebig in der Starzlach gebadet.

Fazit:

Die Tour durch die Starzlachklamm ist keinesfalls vergleichbar mit der Breitach- oder Partnachklamm – quasi den Geschwistern der Starzlachklamm. Vermutlich hat es auch deshalb so lange gedauert, bis ich mich zum Tourenbericht durchringen konnte. Kennt ihr das? – Man schreibt ungern über Dinge, die einem nicht so gut gefallen haben?!

Vielleicht wäre es besser gewesen, zu einer anderen Tageszeit oder bei schlechterem Wetter zu gehen bzw. wirklich außerhalb jeglicher Ferien (falls es diesen Zeitpunkt überhaupt gibt), aber schon die Kosten (ja ich weiß, sie sind verhältnismäßig klein, aber für solch eine Strecke in meinen Augen zu hoch) scheuen mich vorerst vor einem erneuten Besuch.

Welche Klamm ist euer Favorit? Ich freue mich auf eure Kommentare.

Bildausschnitt vom Flyer der Starzlachklamm (erhältlich am Parkautomaten).
Diese Infotafel befindet sich am Ende des Aufstiegs in Richtung Alpe Topfen bzw. Berggasthof.
Nichts für Fußkranke oder Kinderwägen.
Gleich zu Beginn wird es eng und wurzelig.
Kleiner Wasserfall in der Klamm.

Wanderung zu den Rißlochfällen

„Bei der Hitze gehst du wandern? Bist du verrückt?“

Mit solchen oder ähnlichen Worten werde ich konfrontiert, wenn ich sage, dass ich morgen wandern gehe… Und ja, ich gehe dann wirklich wandern, denn für genau solche Tage habe ich

„Coole“ Touren für heiße Tage!“

Die Wanderung zu den Rißlochfällen – auch Riesloch oder Rießloch – führt uns nach Bodenmais im Bayerischen Wald und ist besonders für heiße Tage geeignet.

Soviel schon Mal vorweg: Der Weg geht durch schattige Wälder und zahlreiche Bademöglichkeiten für die Fellnasen bieten die nötige Abkühlung. Bei solch einer Hitze genau die richtige Tour.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: 6,04 km
  • Höhenmeter: 320
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: gutes Schuhwerk und Trittsicherheit von Vorteil (es waren tatsächlich auch welche mit Flip-Flops unterwegs – ich hätte aber nicht tauschen wollen); Wasser für die Vierbeiner gibt es genug, jedoch ist ein kurzes Teilstück nicht direkt am Bach; schöne Wasserfälle; überwiegend schattig; Tour kann verlängert werden (kleiner Arber, großer Arber, Chamer Hütte), Naturschutzgebiet (Leine nicht vergessen); auf der direkten Route gibt es keine Einkehrmöglichkeit, nicht Kinderwagengeeignet
  • Start: kostenloser Wanderparkplatz Rißlochfälle, Rißlochweg (die vorherigen Parkplätze sind teils gebührenpflichtig)
  • Koordinaten: Geographisch: 49.0800636, 13.1101612
  • Ziel: = Start

(Daten stammen aus der Komoot App)

Nachdem ich bei der Parkplatzsuche zuerst dachte, ich sei falsch (es geht nämlich an allen Häusern vorbei in Richtung Wald), entdeckte ich dann doch den Parkplatz. Bereits hier fließt der Riesbach entlang.

Also schnell die Schuhe geschnürt, den Rucksack geschultert und schon gehts los.

Hinweisschild am Parkplatz.

Der Wegverlauf

Wir starten am Parkplatz und folgen einer geschotterten Forststraße leicht bergauf. Der Riesbach fließt zu unserer Linken, ist aber aufgrund eines Hangs nicht wirklich zu erreichen. Das ändert sich aber nach knapp 500 Meter.

Hier geht es noch nicht ins kühle Nass. Aber gleich.

Ein Hinweisschild weist den Weg. Links geht es über den Steinigen Weg weiter am Bach entlang, „klingt gut, den nehmen wir“. Der rechte Weg wird unser Rückweg.

Wegweiser an der Gabelung. Wir gehen links weiter.

Nach kurzer Zeit merken wir, wieso der Weg „Steiniger Weg“ genannt wird. Es wird richtig felsig, aber Freya nimmt gleich ihr erstes Bad, denn hier kommt man gut ins Wasser.

Gutes Schuhwerk und Trittsicherheit sind hier von Vorteil.
Endlich kommt man ins Wasser.

Nach einer kurzen Erfrischungspause geht es weiter. Schließlich warten noch ein paar Kilometer auf uns. 1,3 Km nach dem Start am Parkplatz erreichen wir den ersten Wasserfall an der Unteren Wasserstube. Er ist wunderschön und eine Bank bietet sich für eine Rast an (Bänke gibts auf der Route immer wieder).

Der Wasserfall bei der Unteren Wasserstube.

Vom unteren Wasserfall geht es weiter über einen steilen Anstieg durch die Rieslochschlucht. Der Anstieg bietet einem eine super Aussicht auf den Wasserfall. Von oben sieht er fast noch imposanter aus.

Die schöne Schlucht lassen wir hinter uns und folgen weiter dem steinigen Pfad. Obwohl hier Personen mit Sandalen und Flip-Flops unterwegs waren, würde ich dies niemandem raten. Ich war sehr glücklich darüber, dass ich mich für meine festen und wasserdichten Wanderschuhe entschieden habe.

Der Weg wird etwas gerader und wir überqueren eine kleine Brücke. Badezeit!!! Hier kommt man wieder super ans Wasser.

Nachdem wir die Brücke überquert haben (1,6 km) und Freya ein Bad genommen hat, gehen wir ein kurzes Stück rechts vom Bach weiter und kommen zu einer weiteren Abzweigung. Hier biegen wir links ab.

Der Weg wird wieder etwas felsiger und…

…nasser. Ein richtiger kleiner Bach fließt uns entgegen. Der Schwellbach ist es aber nicht. Dieser ist nämlich rechts von uns. Freya genießt es, mit den Pfoten im Wasser zu tapsen und meine neuen Schuhe werden gleich mal auf ihre Dichtigkeit geprüft.

Ein kleiner Bach fließt direkt über den Weg.
Links im Bild der Schwellbach, rechts der etwas nasse Weg.

Nun verlassen wir den Waldpfad (bis hier sind es 3 Km) und kommen auf eine geschotterte Forststraße. Wir halten uns rechts und folgen ein Stück der Arberhochstraße. Aufgrund des breiten Wegs ist es hier nicht schattig.

Die 500 Meter in der Sonne sind schnell geschafft und beim Unterstand des Arberbachs legen wir eine kleine Pause sein. Hier können die Vierbeiner wieder gut ans/ins Wasser.

Der Wegweiser führt uns wieder in den Wald. Ist das angenehm. Rechts der Bach und schattenspendende Bäume. Herrlich. Aber auch wieder ein felsiger Weg – also nichts für einen „normalen“ Kinderwagen. Wer hier gehen möchte, sollte einen geländegängigen Kinderwagen haben oder eine Kraxe nehmen.

Wenn ihr VOR diesem Schild steht, dann müsst ihr links. Kommt ihr vom Waldpfad hoch, dann rechts.
Kurz nach dem Unterstand geht es rechts in den Wald.
Auch der Rückweg ist ziemlich steinig.

Nachdem der Weg fast wie eine Acht verläuft, kommen wir wieder an der Brücke vorbei. Wir bleiben aber auf dieser Seite und laufen weiter bergab. Natürlich gibts erst wieder eine Badepause.

Hier kommen wir an einen weiteren großen Wasserfall, den Rieslochwasserfall. Er stürzt sich, meiner Meinung nach, fast noch imposanter in die Tiefe.

Der Rieslochwasserfall. Nicht so hoch wie der Wasserfall an der Unteren Stube, aber den Verlauf finde ich fast noch schöner.

Vorbei an ein paar großen Felsen kommen wir wieder an der Weggabelung an (nun seid ihr schon 5,5 Km gegangen), wo wir am Anfang der Tour links den Steinigen Weg genommen haben. Die letzten Meter bis zum Parkplatz verlaufen auf der selben Forststraße wie die ersten Meter.

Die Wege sind gut beschildert und man kann sich eigentlich nicht verlaufen. Wer eine größere Tour machen möchte, kann weiter zum Kleinen/Großen Arber oder dem Kleinen Arbersee gehen, aber für heiße Tage empfehle ich die kurze Tour mit 6 Kilometer.

Eine super Tour für heiße Tage, die ich auf jeden Fall empfehlen kann.

Wasser und Wald – was will man an heißen Tagen mehr?
Auch kleine Wasserfälle begleiten uns.
Ein abenteuerlicher Weg – gute Schuhe sind empfehlenswert. Dennoch fühlt man sich wie in einer Oase.
Füße kühlen im Bach.
Nun ja, das mit dem „in die Kamera schauen“ müssen wir noch etwas üben.

Obwohl wir die Wanderung unter der Woche gemacht haben, war verhältnismäßig viel los. Ich denke, dass die Rieslochfälle am Wochenende sehr gut besucht sind.

Wart ihr auch schon bei den Rieslochfällen? Wie hat es euch gefallen?

Der „Jägersteig“ bei Dollnstein

Eine Tour im Naturwaldreservat Beixenhart. Für abenteuerlustige und trittsichere Wanderer!

Für alpines Feeling und Action ist gesorgt.

Für mich ist der Jägersteig bei Dollnstein eine besondere Tour. Ich bin ein absoluter Fan von ansprungsvollen Wanderungen und der Jägersteig lässt mein „Kraxler-Herz“ höher schlagen.

Infos zur Tour:

  • Gesamtlänge: 6,15 km
  • Höhenmeter: 110
  • Besonderheiten/Schwierigkeiten: es gibt auf dem gesamten Jägersteig kein Wasser – man sollte also ausreichend zu trinken mitnehmen (auch für den Hund), Rundtour, Vorsicht bei Nässe – dann lieber nicht gehen, nicht geeignet für kleine Kinder, Trittsicherheit erforderlich, keine Einkehrmöglichkeit, eine Leiter – diese ist aber ziemlich flach (kleine Hunde können getragen werden, große Hunde am besten unterstützen)
  • Start: Parkplatz am Groppenhofer Weiher, von Dollnstein Richtung Ried auf der linken Seite
  • Koordinaten: Geographisch: 48.855047, 11.078646
  • Ziel: = Start

(Daten stammen aus der Komoot-App).

Die Tour beginnt am „Parkplatz Groppenhofer Weiher“, auch bekannt als „Rieder Weiher“ oder als „Wanderparkplatz Jägersteig“ – Achtung, im Weiher, am Spielplatz und auf der Liegewiese beim Weiher sind keine Hunde erlaubt!

Wir überqueren die Straße und noch einen Radweg (Vorsicht!) und halten uns geradeaus. Zuerst geht es ein kurzes Stück die Forststraße entlang, bis wir nach knapp 400 Meter rechts in den Jägersteig einsteigen. Beim ersten Mal, als ich den Jägersteig gegangen bin, hatten wir den Einstieg übersehen und sind dann erst im Zwischeneinstieg nach oben. Diesmal war er besser zu erkennen.

Eine Tafel markiert den Einstieg in den Jägersteig.

Der Jägersteig ist mit seinen 110 Höhenmetern eher unspektakulär – denkt man, aber es gibt kurze und knackige Anstiege, welche teilweise vollen Körpereinsatz erfordern.

Der Einstieg verläuft allerdings gemäßigt und erinnert eher an einen Spaziergang.

Man läuft auf einem schmalen Pfad durch den Buchenwald – die Steigung ist mäßig. Immer wieder ragen Felsen aus dem Waldboden heraus. Genau mein Geschmack.

Felsen wechseln sich mit Buchen ab.

Wir trotten den Pfad entlang und gelangen nach dem ersten Kilometer zu der ersten „Hürde“. Jetzt bin ich gespannt – Freya kennt noch keine Leitern. Während sie mit Gittertreppen kein Problem hat, war das neu. Aber auch diese Hürde meisterte sie souverän.

Leiter am Jägersteig.

Die Leiter ist geschafft. Nach ein paar Metern kann man hier den Abstieg vom Jägersteig antreten. Der einzige Zwischenausstieg, bevor man den ganzen Weg laufen muss.

Die Hinweisschilder für den Zwischenabstieg kann man eigentlich nicht übersehen.

Wir bleiben aber auf dem Steig und nun geht es doch etwas weiter nach oben. Aber der Anstieg ist halb so wild und erfordert noch keinen vollen Einsatz. Zuerst rechts hoch, dann links – schon sind wir oben und folgen weiterhin dem schmalen Weg durch den (teils sehr lichten) Wald.

Ab jetzt wird der Weg etwas schwieriger. Es folgen Passagen, die vollen Körpereinsatz fordern. Mit Hilfe von Händen, Füßen und Drahtseilen kommt aber jede Stelle gut hinauf oder herunter.

Freya geht es viel zu langsam, sie wartet aber geduldig, bis ihr Herrchen unten ist.
Und wieder muss sie warten… Was die sich wohl denkt?!
Zugegeben, ohne Freya an der Leine war es einfacher, dort runter zu kommen.
Und hier ist dann auch noch eine von mehreren seilgesicherten Passagen…

Nach der ganzen Kletterei erreichen wir das Felsentor Beixenhart (bei Kilometer 3,3 vom Start). Pause ist angesagt und so gibt es hier für alle eine Brotzeit. Doch es ist ziemlich „zugig“ hier, was uns nach dem kurzen Aufenthalt zum Weiterlaufen bewegt.

Freya und ich vor dem Felsentor Beixenhart.

Nach einem kurzen Abstieg geht es dann zurück auf den Forstweg. Ich sags euch, es ist beinahe schon angenehm, wieder „normalen“ Boden unter den Füßen zu haben…

Nun geht es die letzten 3 km ziemlich gemütlich zurück zum Auto.

Schöne Ausblicke hat man am Jägersteig immer wieder mal.
Freya ist da schon etwas flotter unten.
Arme Freya. Sie muss immer warten – ob es hoch oder runter geht.
Der Weg ist nicht sehr breit, dennoch kann man Personen und anderen Hunden gut ausweichen.
Geschafft! Der Rückweg verläuft gemäßigt auf einem ebenen Forstweg.

Wer dem Pfad folgt, der kann sich nicht verlaufen. Da es nicht viele Möglichkeiten gibt um abzubiegen, bedarf es bei dieser Route keine großen Wegbeschreibungen.

Die Tour ist zwar für unsere Verhältnisse mit 6 km nicht lange, aber aufgrund der kleinen Klettereinlagen doch ziemlich anstrengend. Spaß macht die Runde trotzdem und ich kann sie jedem empfehlen, der gerne etwas mehr Abenteuer bei seinen Routen hat.

Wart ihr auch schon auf dem Jägersteig bei Dollnstein? Wie hat es euch gefallen?