Kleines Zelt für „kleines“ Geld!

Meine Erfahrung mit dem „Overmont 1-2 Personen-Zelt“.

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Kompakt, einfach aufzubauen und leicht…

…so sollte mein neues Zelt sein. Es sollte aber nicht nur o. g. Kriterien erfüllen, sondern auch bezahlbar sein. Und mit bezahlbar meine ich, am besten unter der 100-Euro-Grenze. Aber gibt es so ein Zelt überhaupt? Die Suche nach der „eierlegenden Wollmilchsau“ beginnt!

Ich habe mit der Suche nach meinem perfekten Zelt einige Stunden im Internet verbracht und auch sämtliche Fachhändler vor Ort „abgeklappert“.

Aber kein Zelt entsprach meiner Vorstellung. „Zu schwer“, „zu großes Packmaß“, „komplizierter Aufbau“, „zu teuer“ – um es auf den Punkt zu bringen. Und dann entdeckte ich das Overmont 1-2 Personen-Zelt.

Warum hat mich das Overmont 1-2 Personen-Zelt überzeugt?

DER PREIS:

Der UVP liegt bei 69,99 €. Ich hatte Glück und habe das Zelt für 45,99 € ergattert.

Der Preis von 45,99 € (ja ich weiß, im Angebot) war für mich einfach unschlagbar. Sieht man sich vergleichbare Zelte an, dann bewegen sich diese weit über der 100-Euro-Grenze. Auch für 69,99 € liegt es preislich um einiges günstiger, als das MSR Hubba Hubba NX (359 € war der günstigste Preis, den ich finden konnte), welches wohl die Vorlage für das Overmont sein soll.

Ein Zelt für wenig Geld – das Overmont 1-2 Personen Zelt.
DAS GEWICHT:

Das Zelt von Overmont bringt gerade einmal 1939 Gramm (Herstellerangabe: 1,5 Kg) auf die Waage. Wobei sich hier mit Sicherheit noch ein paar Gramm einsparen ließen, wenn man die Abspannseile und Heringe austauscht. Aber für mich passt es (zumindest vorerst) so.

Ich habe bisher kein Zelt gefunden, welches weniger wiegt – ausgenommen Zelte in (viel) höheren Preisklassen. Aber selbst einige hochpreisige Zelte sind gleich schwer oder sogar schwerer. Deshalb bietet das Overmont ein gutes Verhältnis zwischen Preis – Gewicht.

DER AUFBAU:

Wer alleine wandert, kennt das Problem mit dem Aufbau. Man ist müde und kaputt, das Wetter verschlechtert sich, es muss schnell gehen und niemand ist da, der einem das Zelt aufstellt.

Der Aufbau ist binnen weniger Minuten erledigt – und das ganz allein. 2 Stangen werden in Tunnel am Innenzelt gefädelt und dann wird das Ganze aufgespannt. Außenzelt darüber, Heringe und Abspannseile befestigen – fertig! Und beinahe genauso schnell ist der Abbau und das Einpacken erledigt. Die Zeltstangen, Heringe und Abspannseile, sowie das Außen- und Innenzelt sind im Lieferumfang bereits enthalten. Auch eine Transport-Tasche gibt es dazu.

Man muss nur zwei Stangen in die Tunnel fädeln und das Zelt aufstellen.
DIE GRÖßE:

Das Packmaß bewegt sich (meiner Meinung nach) im Mittelfeld. Mit 48×14 cm würde es zwar gerade noch in meinen Rucksack passen, aber ich befestige es lieber außen. So habe ich innen Platz für andere Dinge.

Das Overmont-Zelt bekommt man wieder gut in den Packsack.

Innen bietet das Zelt 210×140 cm (das ist aber am Boden. Ich würde also eher 200×130 cm sagen). Für mich (163 cm groß, schlank) und Freya ist diese Größe vollkommen ausreichend. Rucksack und Schuhe finden ebenfalls im Inneren des Zelts Platz und müssen nicht in den – doch etwas klein geratenen – Apsiden bleiben. Dank einer Höhe von 115 cm kann man gut im Zelt sitzen.

Da ich das Zelt bisher nur bei schönem Wetter – also kein Regen – getestet habe, kann ich zur Dichte noch nicht viel sagen. Es hat aber die Nässe vom Boden gut abgehalten. Bei Regen wird es bestimmt auch irgendwann (eher unfreiwillig) getestet und dann wird es in diesem Beitrag ein Update dazu geben.

Das Innenzelt kann auch ohne das Außenzelt genutzt werden und dient als Moskitonetz.

Optimal für warme Sommernächte – das Innenzelt lässt sich alleine verwenden und dient als Moskitonetz/Mückenschutz.

Mein Fazit:

Das kleine Zelt von Overmont eignet sich für Freya und mich super. Der schnelle Aufbau ist perfekt, vor allem, wenn man nach einer langen Wanderung „hundemüde“ ist. Auch das Gewicht – Preisverhältnis ist unschlagbar. Wer seine ersten Versuche mit Zelt, Rucksack und Hund startet und wer alleine wandert, ist bei diesem Zelt an der richtigen Adresse, um für die „ersten Schritte“ kein halbes Vermögen für die Ausrüstung auszugeben.

Im Vergleich zu unserem (sauteuren) O4G Sumas 3.0 hat sich in meinem günstigen Zelt kein bzw. nur sehr, sehr wenig Kondenswasser gebildet.

Obwohl ich bereits über meine erste Zelt-Tour hinaus bin, wird dieses Zelt nun mein ständiger Begleiter bei Trekkingtouren sein und ich spreche eine klare Kaufempfehlung (für etwas kleinere Personen, bis 170 cm) aus.

(Auch wenn der Hersteller mit, bis zu 4 Jahreszeiten wirbt, so würde ich für Wintertouren ein hochwertigeres Expeditionszelt verwenden).

Das Overmont 1-2 Personen-Zelt ist leider online nur noch sporadisch und nach längerer Suche nach einem Händler, welcher den Artikel noch auf Lager hat, erhältlich. Eine Alternative bietet das Azarxis Kuppelzelt. Es ist, bis auf ein paar Gramm mehr, identisch mit dem Overmont-Zelt.

Mit welchem Zelt seid ihr unterwegs? Nach welchen Kriterien habt ihr euch für euer Zelt entschieden? Ihr dürft mir eure Erfahrungen und Favoriten gerne als Kommentar hinterlassen!

Wander-Ausrüstung für den Vierbeiner

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Packliste

Damit auch ja nichts vergessen wird…

Wem geht es nicht auch ab und zu so? Man denkt, man hat alles eingepackt, fährt los und kurz vor dem Ziel fällt einem ein, dass man doch etwas vergessen hat. Manche Dinge lassen sich vor Ort ersetzen, aber das „Ein oder Andere“ eben nicht.

Damit euch genau das NICHT passiert, zeige ich euch meine „Wander-Ausrüstung für den Vierbeiner – Packliste“.

Meine Checkliste.

Ihr könnt euch die Checkliste am Ende des Beitrags als PDF herunterladen, ausdrucken und abhaken.

Was muss also unbedingt bei einer Wanderung mit Hund dabei sein:

Hundeleine

Ich habe eine Joggingleine mit integriertem Ruckdämpfer, welche eine Länge von 180 bis 250 cm hat. Außerdem befindet sich im Rucksack meistens noch eine leichte 5 Meter lange Schleppleine.

Halsband

Der Adressanhänger sollte mit den wichtigsten Daten des Besitzers beschriftet sein.

Das Halsband trägt optimalerweise der Hund. Dort habe ich einen kleinen Anhänger befestigt, auf welchem meine Handynummer (inkl. der Vorwahl für Deutschland), das Land, die Postleitzahl und der Wohnort steht.

Geschirr

Zum Wandern eignen sich gut gepolsterte Y-Geschirre oder Sicherheitsgeschirre.

Freya trägt bei unseren Wanderungen immer ein Geschirr UND ein Halsband. Je nach Tour trägt sie entweder ein Y-Geschirr oder ihr Sicherheitsgeschirr, an welchem ich notfalls auch Packtaschen befestigen kann.

EU-Heimtierpass

Der Impfpass sollte immer dabei sein – auch in Deutschland.

Immer mit dabei ist Freyas EU-Heimtierausweis. Warum es wichtig ist, einen EU-Heimtierpass zu haben könnt ihr demnächst in einem weiteren Beitrag über die verschiedenen Reisebestimmungen nachlesen.

Futter, Leckerlis und Wasser

Auch bei meinen Tages- bzw. Halbtagestouren habe ich IMMER eine Portion Futter und Leckerlis/Kauartikel dabei. Man weiß ja nie, was noch kommt. Ebenso habe ich mindestens 500 ml Wasser in einer Trinkflasche dabei.

Hundehandtuch

Sollte Freya einmal unverhofft oder auch geplant baden gehen, so kann ich sie abtrocknen, bevor es wieder ins Auto, ins Zelt oder in ein Lokal geht. Ein kleines Reisehandtuch oder ein ausgemustertes Handtuch reicht hier völlig aus.

Kotbeutel

Kotbeutel sollte man immer dabei haben. Es gibt sie in sämtlichen Farben und auch biologisch abbaubare Tüten. Dennoch sollte man auch die umweltfreundliche Variante nicht einfach achtlos in die Natur werfen, sondern bis zum nächsten Mülleimer mitnehmen.

Ganz wichtig sind Kotbeutel, um die Hinterlassenschaften des lieben Gefährten zu entfernen. Ich habe sowohl biologisch abbaubare wie auch Kotbeutel aus Plastik dabei. Und auch, wenn es viele so machen – ich werfe die biologisch abbaubaren auch nicht ins Gebüsch. Dann lieber einen Stein auf das Häufchen legen oder mit einem Stock ins Gebüsch, damit es keine „Tretmiene“ wird.

Erste Hilfe-Set

Mein Erste-Hilfe-Set ist sowohl für Vier- wie auch für Zweibeiner ausgestattet. Wie genau dies aussieht, könnt ihr hier nachlesen. Hier findet ihr auch eine Liste unserer Medikamente.

Reisenapf

Reisenäpfe gibt es in verschiedenen Varianten. Mir ist dieser hier aber am liebsten.

Egal ob für Wasser oder Futter. Ein Napf sollte immer dabei sein. Warum ich lieber einen Reisenapf und eine separate Trinkflasche dabei habe und keine Trinkflasche mit integriertem Napf, erkläre ich euch demnächst.

Maulkorb

Da der Maulkorb fest zum Bestandteil meines Erste Hilfe-Sets gehört, habe ich ihn immer dabei. Gebraucht haben wir ihn bisher nur ein einziges Mal, aber „sicher ist sicher“. (In manchen Ländern ist ein Maulkorb Pflicht!)

Hundedecke

Reisedecken für Hunde gibt es viele. Praktisch ist es, wenn sie ein kleines Packmaß haben. Freya hat die Reisedecke Everest Größe M von Dogs Creek.

Naja, nicht jeder hat Lust, auf einer kleinen Wanderung eine Decke für die Fellnase mitzuschleppen. ABER, spätestens bei einer längeren Wanderung, womöglich mit Übernachtung in einem Zelt oder ähnlichem, sollte für den Hund eine Decke im Gepäck sein. Zum einen als Schutz gegen Kälte und Nässe vom Boden her, zum anderen, weil viele Hunde eine Decke einfach als „ihren Platz“ akzeptieren und es somit wenig „Diskussionen“ bzgl. dem Schlafplatz gibt.

Was habt ihr dabei, wenn ihr mit eurer Fellnase wandern geht?

Erste Hilfe-Set für Zwei- und Vierbeiner

Lieber haben,

als brauchen…

Stephan Spielberg
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Ich bekomme immer wieder abgelaufene KFZ-Verbandskästen geschenkt. Also habe ich alles raus und die Tasche mit dem Inhalt gefüllt, welchen ich auf meinen Wanderungen benötige.

Wie Stephan Spielberg bereits sagte „Lieber haben, als brauchen!“

Was hat das mit dem Erste Hilfe-Set zu tun?…

…ganz einfach. Passiert ist schnell etwas und dann ist man froh, wenn man sich zumindest profisorisch oder auch richtig „verarzten“ kann. Ein kleiner Kratzer wenn man abgerutscht ist, eine Platzwunde am Kopf, weil der Fels doch etwas niedriger war, als man dachte oder eine verletzte Person, die man nicht einmal kennt, aber man eben gerade des Weges ist. Solche Situationen und noch einige mehr, gibt es immer wieder, wenn man unterwegs ist.

Ich selbst habe es schon geschafft, mir „das Hirn“ aufzukratzen, weil ich an einem umgefallen Baum hängen geblieben bin, als ich drunter durch wollte. Eine Freundin hat es geschafft, ihre Finger unter einem Stein einzuklemmen. Keine Angst, die Finger waren nicht gequetscht oder ähnliches, aber die scharfen Kanten verursachten blutige Stellen.

Eine Glasscherbe, welche ein unachtsamer Mensch einfach am Ufer des Sees liegen gelassen hat oder wund gelaufene Pfoten – beides verursacht beim geliebten Vierbeiner Schmerzen und Wunden.

Da sich Unfälle jeglicher Form nie voraussagen lassen, habe ich IMMER ein Erste Hilfe-Set in meinem Rucksack. Zugegeben, es sind 354 Gramm, die ich mir manchmal lieber sparen möchte, aber hier geh ich tatsächlich auf Nummer sicher.

Und da ich ja nicht alleine, sondern mit meinem Vierbeiner unterwegs bin, habe ich natürlich nicht nur Material für Menschen, sondern eben auch für Hunde dabei.

Wie sieht unser Erste Hilfe-Set aus?

für Mensch und/oder HundMaterialMedikament
Gesamtgewicht28074
MenschParacetamol
MenschImmodium akut
Mensch und HundOctenisept (30 ml, abgefüllt)
HundBeaphar Reto Durchfalltabletten
Mensch und HundArnica Globuli (Reiseapotheke)
Mensch und Hundbabylove Wundschutzcreme (20 ml)
oder Bepanthen (20 g)
Mensch und Hundselbstklebender Verband
Mensch und HundMullbinde
Mensch und Hund2 Kompressen
Mensch und HundDreieckstuch
Mensch2 Einweghandschuhe
Mensch und HundVerbandtuch
Mensch und HundLeukoplast

Mensch und HundRettungsdecke
Mensch(Blasen) Pflaster
Mensch und Hund (siehe Hinweis Zeckenschutz)Zeckenzange, Zeckenhaken
Hund1 Trixie Walker Pfotenschutzschuh
HundMaulkorb
Für den Ernstfall gerüstet – unser Erste Hilfe-Set ist für Verletzungen bei Mensch und Hund gepackt…

Warum habe ich einen Maulkorb dabei? Ganz einfach… Es gibt, je nach Land und Region und teils auch schon Gemeinde, Vorschriften, dass der Hund einen Maulkorb tragen muss. Beispielsweise in Bus oder Bahn, auf öffentlichen Plätzen oder in der Nähe von Kinderspielplätzen. Aber auch wenn der Vierbeiner sich einmal verletzt hat – es gibt Hunde, welche bei Schmerzen um sich beißen und da kann es passieren, dass auch der eigene Mensch gebissen wird. Deshalb bei Verletzungen lieber gleich einen Maulkorb überziehen und dann den Hund weiter untersuchen, bevor die Situation zu „bissig“ wird.

Als Wundcreme nehme ich am liebsten Bepanthen oder die Wund-Zinksalbe von BabyLove. Beide kann ich sowohl für mich, wie auch für Freya verwenden und gleichzeitig funktionieren die Cremes auch super bei spröden Lippen. Arnica-Globuli helfen (zumindest bei Freya und mir) super gegen Muskelkater.

Welche Medikamente benötigt werden, muss jeder selbst entscheiden. Ibuprofen, Aspirin und sonstige Schmerzmittel fallen bei mir weg, da ich darauf allergisch bin, deshalb kommen für mich nur Paracetamol in Frage. Gegen „den flotten Otto“ haben sich (in meinem Fall) Immodium Akut lingual bewährt – da man sie auch ohne Flüssigkeit einnehmen kann, sind sie praktisch für unterwegs. Für Freya nutze ich die Reto Durchfall-Tabletten von Beaphar.

Vorsicht Allergie – keine Medikamente für fremde Personen und/oder fremde Tiere

Hier sei auch gleich erwähnt, dass man niemals einer fremden Person irgendwelche Medikamente geben darf. Das Risiko einer Unverträglichkeit ist viel zu groß und ihr seid kein Arzt! Auch würde ich niemals einem fremden Tier irgendwelche Tabletten geben.

Ich handhabe dies auch bei Cremes und Salben so. Bei Globuli kann man zwar grundsätzlich wenig falsch machen, dennoch würde ich auch hier niemals jemandem etwas geben. Für Globuli gibt es kleine Behälter, welche nicht viel Platz einnehmen. Arnica habe ich immer dabei, da es gerade bei Freya super gegen Muskelkater hilft.


Niemals bei jemand Fremden eine Zecke entfernen!

Ob man sich für eine Zeckenzange, Zeckenhaken oder anderes entscheidet, überlasse ich jedem selbst. Ich habe gern beides dabei. Der Hinweis, dass man – außer bei einem selbst – keiner Person eine Zecke entfernen darf, habe ich zwar bereits im Beitrag über den Zeckenschutz erwähnt, dennoch passt er hier nochmals gut.

Es gibt selbstverständlich auch bereits fertiggepackte Erste Hilfe-Sets. Beinahe jedes Outdoor-Geschäft bietet diese an. Ich habe mich allerdings für den Beutel eines alten Erste Hilfe-Sets fürs Auto entschieden und diesen dann mit dem Inhalt gefüllt, der mir wichtig erscheint. So haben auch der Maulkorb, Pfotenschutzschuh und das Octenisept ihren Platz im Erste Hilfe-Set gefunden und ich musste nicht für Freya extra etwas packen.

Packliste für unsere „12-Gipfel-Tour im Fichtelgebirge“

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Na, was schätzt ihr, wie schwer der Rucksack ist?
Ich habe für euch alles detailliert aufgeschrieben…

In diesem Beitrag geht es darum, welche Ausrüstung ich bei unserer 3-tägigen „12-Gipfel-Tour im Fichtelgebirge“ dabei habe und was die Ausrüstung wiegt. Seid ihr auch so gespannt, wie ich es war?

„Und das muss natürlich auch noch mit…

Oder? Lieber nicht, zu viel Gewicht!“

Wie oft habe ich mir beim Packen gedacht: „Das muss unbedingt mit, ohne geht es gar nicht“ und als ich dann meine kleine Küchenwaage neben mir stehen und alles bis aufs Gramm genau abgewogen hatte… Ja, ihr ahnt es wohl – kam die Ernüchterung.

Bei einer Tagestour, wo man morgens das Haus verlässt und abends wieder in sein gewohntes Bett steigen kann, ist es ziemlich egal, wenn man ein paar Kilos zuviel mit sich rumschleppt. Abends ist man den Rucksack ja wieder los. Aber wenn man die Sachen 3 Tage lang auf dem Buckel hat, dann schaut man doch ein bisschen mehr aufs Gewicht.

AUSRÜSTUNG

Zur Ausrüstung zähle ich auf jeden Fall meinen Rucksack, aber auch Dinge wie Zelt oder Schlafsack.

Das Overmont 1-2 Personen-Zelt ist innerhalb weniger Minuten aufgebaut.
WasWas genauGewicht in Gramm
Gesamtgewicht5513
RucksackDeuter Aircontact 40+10 sl2170
ZeltOvermont 1-2 Pers. Zelt1939
Schlafsack High Peak lite 800842
Isomatteaufblasbare Isomatte 518
KarabinerSchnappkarabiner44

Die Ausrüstung lässt sich variieren und kommt selbstverständlich auch auf die Region an. Vor allem im Punkt Zelt und Schlafsack kommen immer neue, leichtere Produkte auf den Markt. Allerdings ist natürlich gerade das Geld und der Einsatzbereich ein Kritikpunkt, der für mich mindestens genauso interessant ist, wie das Gewicht. Selbstverständlich habe ich trotz geringerer Investition nicht das schwerste Zelt ausgewählt, da ich ja trotz allem meinen Rücken und meine Schultern nicht überbelasten möchte. Wie sich das Overmont im Praxistest schlägt, werde ich natürlich auch berichten.

Der Karabiner ist kein Muss, aber ich habe ihn gern dabei. Damit kann ich Freya in schwierigem Gelände etwas sichern und außerdem kann ich die Leine damit am Bauchgurt des Rucksacks befestigen (bitte nur in einfachem Gelände, da ansonsten die Absturzgefahr von Mensch und Hund zu groß ist). 

Ich denke, dass ich für 3 Tage mit Übernachtungen auf Campingplätzen gut gerüstet bin. Wir sind im Fichtelgebirge unterwegs, nicht im Hinterland Alaskas und deshalb hoffe ich, dass auch der Schlafsack mit einer Komfort-Temperatur von 12 Grad, ausreichend ist.

KOCHEN UND GESCHIRR

Alles dabei, um sich etwas Warmes zuzubereiten… Für ein paar Tage reicht das auf jeden Fall.

Wer sich viel bewegt, verbraucht viel Energie. Da ich während meinen Touren nicht allzu oft in Restaurants gehe, habe ich einen Gaskocher und Kochgeschirr, sowie Besteck dabei. Damit lässt sich ohne viel Aufwand ein wenig Wasser erhitzen und dank vieler Fertiggerichte und sogenannter Trekking-Nahrung, wo man nur mit Wasser aufgießen muss, ist dann auch schon gekocht.

Auch in diesem Punkt lassen sich mit Sicherheit ein paar Gramm einsparen, aber gerade beim Topf habe ich gern ein Modell, in welchem ich problemlos mal eine etwas größere Portion erwärmen kann, ohne mehrmals den Kocher anzuschmeißen.

WasWas genauGewicht in Gramm
Gesamtgewicht3662
Kochgeschirr und BesteckTopf, Geschirr und Besteck je nur für eine Person, dazu noch eine Tasse aus Aluminium485
KocherCampingkocher289
Gas100 Gramm Kartusche Coleman Xtreme 2.0 Butan/Propan-Gemisch192
WasserbehälterCulinario Flavour 700 ml127
MesserTaschenmesser49
Feuerzeugherkömmliches Feuerzeug20
Essen und Getränkeverschiedenes2500 (durchschnittlich)

Da wir auf Campingplätzen übernachten, werde ich dort einen Teil meiner Vorräte auffüllen oder mir auch den Luxus gönnen und ein Restaurant besuchen.

Bäche, Seen und Weiher gibt es auf der Route genug, weshalb ich nur 700 ml Wasser und ein paar Teebeutel und noch etwa einen Liter Eistee oder ähnliches einpacken werde. Freya trinkt sowieso lieber aus einem Bach.

Egal, worauf man unterwegs Lust hat – auf jeden Fall sollte man genügend Energiespender in Form von Müsliriegeln oder auch Nüssen dabei haben. Sie wiegen nicht viel und nehmen wenig Platz in Anspruch, können aber im „Ernstfall“ hilfreich sein. Gleiches gilt für Traubenzucker und Obst – wobei Obst und Gemüse ziemlich schwer sind. Wem es schmeckt, der kann auf Trockenobst ausweichen.

Verschiedene Müsliriegel und ein paar Teebeutel bringen oft schon etwas Abwechslung auf den Speiseplan.

HYGIENE UND GESUNDHEIT

Da ich auch beim Wandern nicht auf bestimmte Hygieneartikel verzichten möchte, muss natürlich auch hier Verschiedenes mit in den Rucksack. Die Industrie macht sich in diesem Bereich viele Gedanken und so gibt es auch Zahnbürsten, Duschgels und andere Utensilien im rucksacktauglichen Kleinformat.

Und noch ein kleiner Hinweis: Umweltschutz wird immer größer geschrieben, weshalb es mittlerweile umweltfreundliche/biologisch abbaubare Seife gibt. Dennoch sollte man sich lieber etwas abseits des Gewässers abwaschen, damit der Boden die Stoffe filtern kann.

Taschentücher sind praktischer als eine Rolle Toilettenpapier. Dennoch bitte beides nicht in die Natur, sondern ab in eine Tüte und auf zum nächsten Mülleimer.
WasWas genauGewicht in Gramm
Gesamtgewicht1183
Handtuch Microfaser Badetuch gestreift L216
HundehandtuchReisehandtuch Microfaser S42
ZahnpflegeReise-Zahnpflege-Set50

Haarbürstekleine Haarbürste53
Duschen/WaschenCareplus Bioseife (geeignet für Körper, Haar, Geschirr, Wäsche)
Sprüh-Spülung für die Haare, Deo
223

PflegeGesichtscreme, Nagelschere, Nagelfeile, Pinzette, Rasierer, Desinfektionstücher, Tempos, Tampons, Anti-Mücken-Spray214
Erste HilfeErste Hilfe-Set354
KotbeutelKotbeutel (20 Stück)
31

Meine langen Haare möchte ich gerne behalten, weshalb es ohne etwas Haarpflege nicht funktioniert.

Und wer freut sich tierisch darüber, wenn die Fellnase gerade noch Planschen im See war und danach pitschnass ins Zelt kommt?! – richtig… ich auf keinen Fall. Und mit meinem Handtuch werde ich sie garantiert nicht trocknen. Deshalb habe ich für Freya ein eigenes Handtuch dabei. Es ist nicht groß und auch nicht schwer, aber ungemein praktisch, da Freyas Fell zwar verhältnismäßig schnell trocknet, aber auch nur wenn es warm genug ist. Und noch dazu liebt sie es, wenn sie abgetrocknet wird.

Freya hat ihr eigenes Handtuch.

TECHNIK

Eigentlich bin ich ein sehr minimalistischer Mensch und hab während der Kindheitsurlaube gut ohne Strom und technische Geräte gelebt, aber… Die Technik hat mich in den letzten Jahren eingeholt und so gehe ich nicht mehr ohne Handy wandern. Zum einen natürlich aus Sicherheitsgründen – man kann im Fall der Fälle einen Notruf absetzen – aber ein weiterer Grund ist die Tourenaufzeichnung.

Damit ihr auch seht, welche Route wir gegangen sind, zeichne ich alle Wanderungen mit meinem Handy auf. Dafür gibt es verschiedene Apps und zwei Bekanntere stelle ich euch in Kürze hier vor. Und um auch im Dunkel die Übersicht zu behalten, habe ich natürlich eine Lampe dabei. Auch eine Kamera darf natürlich nicht fehlen, sonst wird das nix mit den Schnappschüssen unterwegs.

WasWas genauGewicht in Gramm
Gesamtgewicht1385
LampeStirnlampe Pezl (älteres Modell) 81
SolarpanelAnker Solar Ladegerät483
PowerbankAnsmann Powerbank 5.4 (5000 mAh)137
StativYobi Gorilla-Pod162
SmartphoneCubot X18 plus213
Kamera + SD Karte + ErsatzakkuKompaktkamera Olympus Tough TG 5252
Ladekabel Micro-USB Kabel inkl. kleiner Stecker (sollte das Solarpanel nicht so viel Strom erzeugen)57
Noch das Handy dazu und das wars das schon an technischem „Schnick-Schnack“.

Zugegeben, ich könnte natürlich auch alle Fotos mit dem Handy machen, aber mit der Kamera und einem Stativ dazu werden sie einfach besser. Zuerst wollte ich meine Bridgekamera mitnehmen. Sie macht einfach tolle Bilder. Aber nach mehreren Wanderungen geht sie mir immer mehr auf die Nerven. Sie ist ziemlich schwer und sperrig obendrein. Ist das Gepäck leicht und die Tour kurz – alles kein Problem. Aber nicht bei der 12-Gipfel Tour. Und so habe ich mich für meine neue Olympus Tough TG5 entschieden.

Da die App für die Tourenaufzeichnung ziemlich viel Akku verbraucht, habe ich ein Solarpanel dabei. Ansonsten hätte ich vermutlich spätestens nach dem ersten Tag weder Handy noch Powerbank voll. Wie und ob das Solarpanel funktioniert, berichte ich euch dann einmal in einem separaten Produkttest-Beitrag.

Die Stirnlampe bietet Licht und eignet sich sehr gut, um im Dunklen das Zelt noch schnell aufzubauen oder bei der abendlichen Gassi-Runde nicht „unsichtbar“ herumzuirren. Mit einer Stirnlampe hat man außerdem die Hände frei. Um auch im Zelt etwas Licht zu haben, befestige ich sie einfach mit Hilfe des Hakens am Zelt oben. So erspare ich mir, eine zweite Zelt-Lampe mitzuschleppen.

KLEIDUNG UND SCHUHE

Ich habe vor Jahren einen Spruch gelesen…

„Bergliebe ist…

…wenn ein Paar Socken drei Tage reicht“

Wer ihn verfasst hat, kann ich euch leider nicht mehr sagen, aber genauso gut könnte man sagen: „Wanderliebe ist, wenn ein paar Socken drei Tage reicht“.

Auch unterwegs lege ich Wert darauf, meine durchgeschwitzten Klamotten zu wechseln. Viele Hersteller von Sportbekleidung bieten sowohl leichte, wie auch funktionale Wanderbekleidung an.

Man braucht nicht viel, wenn man unterwegs ist… Dennoch möchte ich gerade nach dem Duschen frische Kleidung tragen.

Und auch wenn man beim Wandern eigentlich nur ein paar Schuhe, nämlich Wanderschuhe, benötigt, so habe ich gern noch ein weiteres Paar Schuhe dabei. Wer freut sich nicht, abends aus den Wanderstiefeln zu können und einfach ein paar leichte Sandalen oder ähnliches anzuziehen?

WasWas genauGewicht in Grammoptional/am Körper
Gesamtgewicht18111264
WanderschuheLowa Renegade gtx Mid Ws (auch für Herren erhältlich)-880
SandalenCrocs176-
HosenLeggins
Leggins
kurze Hose
204
-
112
-
230
-
Shirts/Tops2 Tank-Tops
1 Tank-Top
178
-
-
89
Socken2 Paar
1 Paar
80
-
-
40
Unterwäsche11025
Pullover1803 Born in the Alps220-
Weste/Jacke1803 Born in the Alps299-
RegenhoseRegatta Kids Pack-it Regenhose148-
RegenjackeRegatta Pack-it Jacket (auch als Damen-/Herrenversion verfügbar)192-
Bikini92-

Ein Paar Socken zum Wechseln, wenn die anderen einmal nass geworden sind, sowie Kleidung zum Schlafen sollte man auf jeden Fall mitnehmen.

Ebenso sollte eine leichte Regenjacke (und eventuell eine Regenhose) auf Wanderungen nie fehlen. Man kann schnell in einen Wolkenbruch kommen und ist dann froh, wenn man nicht bis auf die Knochen nass wird.

Der Bikini ist jetzt nicht das „MUST-HAVE“, da ich mich aber im See oder Bach wasche und so auch mal eine kleine Bade-Pause einlegen kann, nehme ich die wenigen Gramm Mehr-Gewicht gerne in Kauf.

Aufgrund der kurzen Wanderung von 3 Tagen, habe ich mich dazu entschlossen, ohne ein zweites Paar Wanderschuhe loszuziehen, obwohl ich gern noch meine leichteren Lowa Innox mitgenommen hätte. Aber das bedeutet auch mehr Gewicht und so bleibe ich bei meinen LOWA Renegade, welche ich an den Füßen habe. Fürs Zelt und zum Baden/Duschen habe ich meine CROCS dabei.

Nur zwei Paar Schuhe – früher undenkbar – heute Alltag.

Ein Gewichtsproblem ist auch eine weitere, wärmere Jacke. Deshalb gehts ohne los und ich hoffe einfach auf warme Temperaturen. Zur Not muss halt die Regenjacke drüber.

PERSÖNLICHES

WasWas genauGewicht in Gramm
Gesamtgewicht526
GeldbeutelGeldbeutel inkl. EC-Karte, Kreditkarte, Bargeld, Personalausweis, Krankversichertenkarte100
Sonnenbrille28
Sitzkissenein leichtes, faltbares Sitzkissen von Fritz Berger18
SchnürsenkelErsatzpaar Schnürsenkel13
EU-HeimtierpassImpfpass von Freya30
Persönliche Dinge329
Wäscheklammern2 Stück8

Der Geldbeutel sollte auf gar keinen Fall fehlen. Der Inhalt richtet sich danach, wo und wie lange man unterwegs ist. Ist man im Ausland, sollte man in jedem Fall Bargeld in der jeweiligen Währung in der Geldbörse haben, wie auch eine Kreditkarte, um an einem Bankautomaten (kostenlos) etwas Geld abzuheben. Wer in Deutschland wandert, ist ebenfalls mit einer Kreditkarte „vorn dabei“. Gelangt man nicht zur Hausbank, lässt sich mit der Kreditkarte meist kostenlos bei allen Automaten Bargeld abheben. Bei EC-Karten fallen hingegen häufig Gebühren an, wenn man nicht bei der eigenen Bank abhebt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist selbstverständlich der Ausweis. Wer unterwegs auf einem Campingplatz nächtigt, muss sich hier ausweisen können und auch, wenn das hoffentlich nie der Fall sein wird, es kann auch sein, dass man sich gegenüber einem Ranger, der Polizei oder ähnlich befugten Personen ausweisen muss.

Wer mit der Fellnase wandert, sollte stets auch den EU-Pass des Tiers vorzeigen können. Natürlich ist hier darauf zu achten, dass die jeweils vorgeschriebenen Impfungen des bereisten Landes eingehalten werden. Welche das sind, kann man über den Tierarzt oder das zuständige Veterinäramt des Landes erfragen. Je nach Land reichen eventuell auch Kopien oder Fotos der eingetragenen Daten. Eine Kopie der Versicherungspolice kann auch hilfreich sein, aber da sollte auch ein Handyfoto reichen.

Selbstverständlich dürfen auch ein paar persönliche Dinge nicht fehlen.

FREYAS AUSRÜSTUNG

Geschirr, Halsband, Futter, Napf und Leine… Freyas Ausrüstung ist damit komplett.
WasWas genauGewicht in Grammhat Freya am Körper
Gesamtgewicht1670443
NapfReisenapf60
SchleppleineSchleppleine 5 m151
Halsband mit Adressanhänger45
FutterTrockenfutter für 3 Tage760
GeschirrPetlando Y-Comfort Geschirr204
HundeleineJoggingleine194
Knabbersachenverschiedenes300 (durchschnitt)
Hundedecke Dogs Creek Everest M399
Natürlich darf auch die Jogging-Leine nicht fehlen. Sie war eine sehr gute Investition und ich möchte nicht mehr auf die Leine verzichten müssen…

Freyas Ausrüstung bezieht sich auf das Wesentliche. Futter, Napf, Decke und Schleppleine kommen in den Rucksack, Halsband und Geschirr trägt sie am Körper. Und die Jogging-Leine? –

Probeliegen auf der neuen Decke – sie scheint zu gefallen.

Da ich kein spezielles und auch nicht mehr Futter gebe, sondern alles „beim Alten bleibt“, nehme ich für diese Tour jene Sorte, mit dem meisten Fettgehalt. Dazu gibt es verschiedene Knabbersachen.

„Der Pack-Esel lässt grüßen…“

WasGewicht
Gesamt15.750
Ausrüstung5912
Kochen und Essen3662
Hygiene und Gesundheit1183
Technik1385
Kleidung und Schuhe1811
Persönliches526
Freyas Ausrüstung1271

Wie schon am Anfang geschrieben, lässt es sich am Gesamtgewicht immer wieder ein bisschen feilen. Aber für die erste Tour und die geringe Investition, bin ich mit knapp 16 kg durchaus zufrieden.

Wahrscheinlich bin ich trotzdem froh, wenn der Rucksack leichter wird – und das tut er jeden Tag ein Stück mehr. Freyas Futter wird weniger und die Hygieneartikel werden leichter, auch wenn es nur ein paar Gramm sind – ich werde die paar Gramm auf jeden Fall merken.

Ich hoffe, ich konnte euch einen Einblick in meinen Rucksack verschaffen und ein klein wenig für eure nächste Tour in Sachen „Rucksack packen“ unterstützen.

Habt ihr auch schon einmal nachgewogen, wie schwer euer Rucksack ist, wenn ihr unterwegs seid? Was habt ihr alles dabei? Ihr könnt gern einen Kommentar hinterlassen. Ich bin gespannt.

Zeckenschutz

Krabbelvieh, Blutsauger, Krankheitsüberträger

HINWEIS: BEITRAG ENTHÄLT UNBEZAHLTE WERBUNG

Beim Zeckenschutz handelt es sich um ein elementares Thema bei meinen Wanderungen. Nicht nur unsere Hunde können von Zecken befallen werden, sondern auch wir Menschen.
Welche Möglichkeiten es gibt, sich vor den lästigen Blutsaugern zu schützen und wie man Zecken am besten entfernt, wenn sie sich erstmal festgebissen haben, das erfahrt ihr in diesem Artikel.

Das Frühjahr beginnt und damit auch die Zeckenzeit

entfernte Zeck

Als es im Winter noch lange Temperaturen unter 0 Grad hatte und der Schnee beinahe jeden Flecken Erde bedeckt hielt, hatte man zumindest während dieser Zeit Ruhe vor Zecken. Aber mit der Klimaerwärmung (ja, ich weiß, viele streiten sie immer noch ab) und den damit einhergehenden „oft zu warmen Wintern“, hat man meist das ganze Jahr über mit den kleinen Biestern zu kämpfen. Wenn es dann Frühling wird, geht’s wieder richtig los.

Wie sieht also so eine Zecke aus

Zecken gehören zur Klasse der Spinnentiere. Sie bestehen aus einem Rumpf, einem Kopf mit dem Mundwerkzeug und 8 Beinen. Je nach Art unterscheiden sie sich farblich. Ich habe schon graue, rot-braune, schwarze, aber auch weiße Zecken gesehen. Es kommt natürlich immer ein wenig auf die Region an.

Als Kind wurde mir erzählt, Zecken würden auf Bäumen sitzen und warten, bis ein Mensch oder ein Tier vorbeikommt, um sich auf ihn fallen zu lassen. Das ist nicht so. Zecken halten sich meistens in hohem Gras oder Gestrüpp auf und man streift sie im Vorbeigehen ab.

Leider übertragen viele Zecken, zum Teil lebensgefährliche Krankheiten. FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), Borreliose, Babesiose, Ehrlichiose, Rickettsiosen oder Neoehrlichiose sind vor allem für den Menschen ein ernstzunehmendes Thema. Aber auch Hunde können sich beispielsweise mit Borrelien infizieren

Aber was gibt es denn nun für Möglichkeiten, mich und meinen Hund vor ihnen zu schützen und welche Variante ist die Beste?

saugende Zecke

Nun, es gibt nicht DEN Zeckenschutz. Es spielen immer mehrere Faktoren eine Rolle. Die Zeckenarten sind oft abhängig von der Region und für einen Hund, der mehr am Ufer bleibt, reicht oft ein anderer Schutz aus, als für eine ambitionierte Wasserratte – schon wegen des Gewässerschutzes sollte hier auf wasserfeste Produkte geachtet werden und dann gibt es Mittel, welche repellent (abstoßend) aber nicht abtötend wirken. Diese Methode des Zeckenschutzes bevorzuge ich.

Ihr seht hier nun ein paar Zeckenschutz-Varianten, die ihr entweder bei eurem Tierarzt, in der Zoofachhandlung, dem Drogeriemarkt oder in der Apotheke bekommt.

Der Zeckenschutz für den Hund

  • Spot Ons: Sogenannte Spot Ons sind kleine, mit flüssigem Wirkstoff gefüllte Tuben, welche auf der Haut (beispielsweise im Nacken und bei der Schwanzwurzel) verteilt werden. Der Wirkstoff kann sowohl pflanzlich wie auch chemischen Ursprungs sein und hält meistens 4 Wochen.
  • Bravecto: Die Tablette gegen Zecken. Sie hält 3 Monate und wirkt ziemlich zuverlässig. Zwei- oder dreimal bekam sie Freya auch. Nachdem ich jedoch ein wenig über Bravecto recherchiert hatte, bekam sie diese Tablette nie wieder. Die Nebenwirkungen sind mir persönlich einfach zu risikoreich.
  • Halsbänder: Zeckenhalsbänder gibt es in pflanzlicher, wie auch chemischer Form. Egal ob Leder-, Kautschuk- oder Stoffhalsband – alle sind mit einem, zeckenfernhaltenden oder zeckentötendem Wirkstoff versehen. Der Vorteil eines Halsbandes gegenüber Spot Ons oder Tabletten liegt darin, dass ein Halsband bei Unverträglichkeit wieder abgenommen werden kann und der Wirkstoff schneller abgebaut ist, als bei Mitteln, welche direkt auf die Haut aufgetragen oder oral verabreicht werden. Chemiefrei und ohne weitere Zusätze sind Keramikhalsbänder oder Bernsteinketten. Zu deren Wirkung kann ich allerdings nichts sagen.
  • Sprays: Zeckenschutzsprays gibt es ebenfalls in verschiedenen Varianten. Während u. a. das Frontline-Spray einer Chemiekeule ähnelt, basiert beispielsweise der Canina Bio-Insect-Shocker auf Auszügen des Kokosöls, ist also eher von pflanzlicher Art. Ein kleiner Tipp von mir: Nicht selten wird empfohlen, das Fell direkt einzusprühen. Da es aber Hunde gibt, die das „Zisch-zisch“ der Flasche nicht mögen, empfehle ich, sich die Hände einzusprühen und dann durchs Fell zu wuscheln. Dafür trage ich Handschuhe. Je nach Hersteller helfen Sprays entweder für ein paar Stunden (wie z. B. Ballistol stichfrei Animal – Wirkungsdauer bis zu 8 Stunden) oder auch über mehrere Wochen.
  • Puder: Bei Pudern sind die Wirkstoffe meistens dieselben wie bei Sprays. Es gibt sie hauptsächlich in der Zoohandlung vor Ort. Mit Pudern habe ich jedoch bisher keinerlei Erfahrungen gemacht, da mich persönlich die Anwendungsweise stört.
  • Shampoo: Auch Shampoos gibt es mit dementsprechenden Mitteln, welche gegen Zecken helfen. Da ich jedoch kein Fan von häufigem Shampoonieren beim Hund bin, würde ich ein Shampoo nur nutzen, wenn ich gerade nichts anderes zur Hand habe.
  • Schaum: Ein Schaum wird ähnlich wie ein Spray aufgetragen. Die Wirkstoffe sind oft rein pflanzlicher Herkunft. Die Wirkungsdauer beschränkt sich häufig auf maximal 2 Wochen.
  • Alternativen: Alternativen können Knoblauch, Kokosöl, Schwarzkümmelöl oder Kokosflocken sein.
    • Knoblauch gibt es als Pulver, Tabletten oder Pellets. Da hier sorgfältig auf die Dosierung geachtet werden sollte (Zwiebelgewächse sind eigentlich nichts für Hunde), stehe ich dieser Variante der Zeckenabwehr, sehr skeptisch gegenüber.
    • Das Kokosöl wird beispielsweise mit den Händen, direkt vor der Wanderung, im Fell verteilt. Hund und Hände riechen angenehm nach Kokos. Die Wirkung hält aber leider auch nur ein paar Stunden. Alternativ lassen sich auch aus Kokosöl und Bierhefeflocken Leckerlis herstellen. Das Rezept dazu findet ihr unter https://www.smillaswohngefuehl.com/2018/05/natuerlich-gegen-zecken-und-floehelfe-gegen-zecken-und-floehe-bei-hunden.html/
    • Wer Schwarzkümmelöl gibt, sollte dies mehrmals pro Woche über das Futter verabreichen. Es verändert den Körpergeruch und macht den Hund für Zecken uninteressant (Vorsicht: Schwarzkümmelöl ist für Katzen giftig!). Es sollte auf die Dosierung geachtet werden.
    • Kokosflocken können auch über das Futter gegeben werden. Selbst habe ich es noch nicht getestet, es soll allerdings durchaus beim wirksamen Zeckenschutz helfen.
  • Auch Halsbandanhänger, wie der „tic-clip von Anibio“ sollen Zecken bis zu 2 Jahren fernhalten. Auf welche Art das funktionieren soll, könnt ihr hier https://www.anibio.de/hunde/ungeziefer/tic-clip nachlesen. Zugegeben, ich liebäugle mit dem Anhänger seit einigen Jahren, konnte mich aber noch nicht durchringen ihn zu kaufen. Zum einen wegen dem Preis, zum anderen hat Freya selten ein Halsband um. Sollte ich ihn testen, lasse ich es euch wissen.

Der Zeckenschutz für den Menschen:

  • Kleidung: Ein großer Beitrag zur Zecken-Prophylaxe kann die Wahl der richtigen Kleidung sein. Es gibt mittlerweile, vor allem für den Jagdbedarf, zeckenabwehrende Hosen. Inwiefern diese Hosen einen gewissen Komfort beim Wandern bieten, habe ich nicht getestet. Vermutlich werde ich es auch nie. Aber auch hohe Socken, geschlossene Schuhe und lange, am besten eng-anliegende Hosen, helfen schon gut, um sich vor den Blutsaugern etwas zu schützen.
  • Sprays: Was es für den Hund gibt, gibt es auch für den Menschen. Authan und Ballistol stichfrei (ich nehme selbst auch oft das Ballistol stichfrei Animal, da ich das für die Fellnasen auch habe) sind bewährte Sprays, welche jedoch auch öfter aufgetragen werden müssen. Aber ein paar Pumpstöße Ballistol auf der Jeans, halten die lästigen Zecken bei mir ganz gut fern.
  • Ernährung: Inwiefern die eigene Ernährung wirklich die Zeckenabwehr beeinflusst, kann ich nicht beurteilen. Ich esse, worauf ich gerade Lust hab und was ich dabei hab. Jedoch scheint es auch hier Veränderungen durch die Aufnahme von Knoblauch zu geben.

Ein guter Erfolg stellt sich auch ein, wenn man sich nach dem Spaziergang einfach nach den Zecken absucht und eventuell abduscht. Wer den Hund nicht Baden möchte, kann die Fellnase auch mit einem etwas feinerem Kamm durchkämmen.

Bei Freya hatte ich längere Zeit das Ballistol stichfrei animal im Einsatz. Ich verwende es mittlerweile aber nur noch für mich selbst (es gibt auch eines für Kids und eins für Erwachsene), weil ich stets vergessen hatte, Freya einzusprühen. Das vielbeworbene Kokosöl erzielte bei uns keinerlei Effekt

Auch nach 6 Jahren habe ich noch nicht den optimalen Zeckenschutz für Freya gefunden, aber ich werde weitersuchen

Und bitte vergesst nicht: Egal, welches Mittel ihr verwendet. Es kann immer passieren, dass die Zecken mit der Zeit resistent werden oder das eingesetzte Produkt nicht das richtige für den eigenen Vierbeiner ist. Am besten bespricht man dies mit seinem Tierarzt, oder lässt sich in einem guten Fachhandel beraten.

Das richtige Entfernen von Zecken – NUR BEIM EIGENEN TIER!

Zecken bei Menschen, insbesondere bei Kinder, nur mit Einverständnis der Person und / oder des Erziehungsberechtigten. Unbedingt nach erfolgter Entfernung sehr zeitnah einen Facharzt aufsuchen

Hat der Zeckenschutz versagt, oder man hat ihn vergessen und es hat sich doch einmal ein Blutsauger den Weg in die Haut gebahnt, ist es notwendig, diesen sicher und zeitnah zu entfernen. Wie das funktioniert und worauf ihr achten solltet, erfahrt ihr hier

Kleine Helferlein – leicht, klein aber praktisch

Zeckenzange
  • Zecken-Zange: Der Klassiker ist die Zeckenzange. Vorn die kleine Zange, die sich auf Knopfdruck öffnet. Lässt man den Knopf los, schließt sie sich. Optimalerweise hat man den Kopf der Zecke bereits gefasst. Nun nur noch leicht drehen und „schwupps“, ist die Zecke entfernt.
  • Zecken-Karte: Eine Zeckenkarte hat meistens das Format einer EC-Karte. An einer Ecke besitzt sie eine Auskerbung, mit welcher man unter die Zecke fährt und diese abstreift bzw. herauszieht.
  • Zecken-Haken: Zeckenhaken kamen erst vor ein paar Jahren auf den Markt, haben sich aber mittlerweile zu meinem bewährten Zeckenentferner entwickelt. Hin und wieder hat Freya eine Zecke direkt am Auge. Eine Stelle, wo ich mit der Zeckenzange nicht richtig hinkomme. Man fährt einfach mit dem Schlitz des Hakens unter die Zecke und „dreht“ sie langsam heraus. Ganz ohne Zwicken (was mir mit der Zange leider an solchen Stellen häufiger passiert ist).
Zeckenhaken
  • Zecken-Schlinge: Eine Zeckenschlinge sieht ähnlich aus, wie eine Zecken-Zange. Lediglich der vordere Teil ist eine Schlinge. Die Handhabung ist jedoch gleich.

Alle aufgezählten „Helferlein“ zur Entfernung von Zecken, bekommt ihr sowohl in der Apotheke wie auch in Zoofachhandlungen oder in gut sortierten Drogeriemärkten.

Ob man sich dazu entscheidet, die Zecke herauszudrehen, oder herauszuziehen, sei jedem selbst überlassen. Entgegen einiger Behauptungen „man solle die Zecke niemals herausdrehen“, habe ich keinerlei Unterschied bemerkt. Wichtig ist allerdings, dass man die Zecke beim Entfernen nicht zu sehr quetscht, da man hierbei manche Krankheitsstoffe erst vermehrt in den Blutkreislauf drücken könnte. Deshalb sollte man auf eine Entfernung mit den Fingernägeln verzichten.

Bitte Zecken auch niemals mit Kleber beträufeln. Das hat man früher gemacht (also zumindest meine Mutter machte das so), um die Zecke zu ersticken. Es könnte aber sein, dass gerade in Stresssituationen, Zecken die meisten Krankheitserreger absondern.

Was mache ich mit der Zecke jetzt? – klingt jetzt böse, aber ich zerquetsche sie mit einem Stein oder zünde sie mit dem Feuerzeug an. Macht man dies nicht und schmeißt sie einfach wieder in die Natur, wartet sie einfach auf ihr nächstes „Opfer“.

Nachbehandlung eines Zeckenbisses

Ich behandle einen Zeckenbiss, weder bei mir noch bei Freya, nicht wirklich großartig nach. Da es sich jedoch um eine offene Wunde handelt, halte ich den Biss einfach sauber. Es gibt verschiedene Wundsalben, welche auch für Zeckenbisse geeignet sind. Getestet habe ich bisher keine der Salben, da die meisten nicht abgeleckt werden sollten. Wenn ich den Biss desinfizieren möchte, benutze ich Octenisept. Ein Spray, welches auch bei Haustieren gut angewendet werden kann, da es nicht brennt.

Was ich jedoch immer mache, wenn ich selbst von einer Zecke gebissen wurde:

Ich notiere mir das Datum und beobachte die Stelle. Bildet sich nach ein paar Tagen/Wochen ein roter Kreis oder Fleck, oder bekommt man grippeähnliche Symptome, sollte man schleunigst einen Arzt aufsuchen. Es kann durchaus sein, dass man sich mit Borreliose angesteckt hat. Hier hilft oft eine rechtzeitige Antibiotika-Gabe um weitere Komplikationen zu vermeiden.

Das wars von meiner Seite zum Thema Zeckenschutz.

Wie schützt ihr euch und eure Lieblinge vor Zecken? Ich freue mich auf eure Kommentare.