„Grenzgänger“

2-Tages-Trekkingtour im Dreiländereck D, A, CZ – und eine Nacht im Zelt im Narodni park Sumava

Narodni park Sumava
Hinweis: Beitrag enthält unbezahlte Werbung

Unsere „Grenzgänger“ 2-Tages-Trekkingtour führt uns vom Bayerischen Wald übers Dreiländereck, entlang der Grenze zu Österreich in den Narodni park Sumava. 2 Tage waren wir unterwegs und hier ist unser Bericht.

Der Národní park Šumava ist das tschechische Gegenstück zum, auf deutscher Seite angrenzenden Nationalpark Bayerischer Wald.

Rastplatz am Dreiländereck

IDEE UND PLANUNG

Vor einiger Zeit entdeckte ich im Internet ein Foto. Unberührte Natur und eine „wilde“ Landschaft war zu sehen. Darunter stand nur „Narodni park Sumava„. Meine Neugier war geweckt und sofort suchte ich nach mehr Infos. Auf der offiziellen Website des tschechischen Nationalparks (hier finden sich auch sämtliche Verhaltensregeln im Nationalpark) bin ich auf die Möglichkeit der Notübernachtungsplätze gestoßen. Insgesamt 7 solcher Plätze erlauben es einem, im Nationalpark zu zelten – übrigens ist es der einzige Nationalpark den ich gefunden habe, bei dem das geht (Wildes Zelten ist verboten!). „Das ist genau meins, da muss ich hin„, dachte ich mir. Und so ging es ein Jahr später endlich los.

Hinter dem überdachten Rastplatz liegt der Zeltplatz Pod Plesnym jezerom (leider habe ich aufgrund der einbrechenden Dunkelheit davon kein Foto gemacht)

Die Planung war ziemlich einfach, obwohl es verhältnismäßig wenig Berichte über Trekkingtouren dort gibt. Es gibt eine Übersichtskarte mit allen Zeltplätzen und Komoot kennt diese Plätze zum Glück auch. Das gestaltete die Routenplanung gleich viel einfacher.

Dank meiner Packliste für die 12-Gipfel-Tour war alles schon vorbereitet und ich habe nur ein paar Dinge geändert (was genau erfahrt ihr im Beitrag).

DIE ROUTE

Obwohl wir nur etwa 48 Stunden unterwegs waren, hatten wir doch ein paar Highlights unterwegs.

Tag 1 (12.07.2019) – Von Frauenberg nach Pod Plešným jezerem

Wir starteten auf deutscher Seite und zwar im Bayerischen Wald in Frauenberg bei Haidmühle. Der Weg beginnt direkt am Parkplatz und führte zuerst über einen Forstweg zur Kanalstraße – eine ziemlich unbefahrene Nebenstraße. Von hier aus wanderten wir bergauf und überquerten die Straße zur Dreisesselalm.

Die ersten Meter auf dem Weg zum Dreisessel.
Und ja, ich bin auch dabei.

Über eine Hofeinfahrt eines Chalets (Betreten für Wanderer nicht gestattet! Den Hinweis haben wir aber erst gesehen, als wir schon durchgelaufen waren) kommen wir wieder auf eine Forststraße.

Manchmal fragt man sich dann schon, was Komoot unter der Bezeichnung „Weg“ versteht, denn von hier aus ging es weiter den Berg hinauf. Allerdings nicht über den Forstweg, sondern eine verwilderte, mit sehr hohem Gras bewachsene Rückegasse. „Naja, hilft nichts, da müssen wir jetzt durch!“ – dachten wir uns.

Auf diesem Wanderweg ist wohl schon lange niemand mehr gegangen…
Chriss schaute mehrmals, ob wir WIRKLICH auf dem richtigen Weg sind. Aber scheinbar war er richtig.

Am Ende des verwilderten Weges kommt man wieder auf einen Schotterweg. Eine Bank und ein Wegweiser zeigen einem zumindest, dass man richtig ist. Wir folgten der Beschilderung zum Dreisessel (nicht dem Dreisessel-Rundweg!) und bewältigten, über teils steinige Pfade, weitere Höhenmeter bis wir zum Hochstein gelangten. Da es ziemlich windig war, haben wir nur kurz den Gipfel bestiegen und machten uns auf den Weg zum Berggasthof Dreisessel, wo wir uns eine Pause und eine warme Mahlzeit gönnten.

Am Hochstein.
Ein traumhaftes Panorama vom Gipfel des Hochsteins.
Wir waren oben – auf dem Gipfel des Hochsteins.
Angekommen am Berggasthof Dreisessel – endlich gibts Essen, dachte sich Chriss wohl.

Danach folgten wir dem Weg paralell zur Grenze in Richtung Steinernes Meer. Insgesamt 3 solcher Blockhalden müssen überquert werden – sehr zum Leidwesen von Chriss. Für ihn ist es wirklich anstrengend gewesen, während Freya nahezu über die Steine schwebte. (Man folgt hier übrigens einer Teilstrecke des Goldsteigs). Ein steiniger Weg führt hinauf auf eine freie Fläche – diese ist aber keine Almwiese, sondern es sind die Überreste der vom Borkenkäferbefall abgestorbenen Bäume. Der „neue“ Wald wächst gerade erst nach.

Ja, das ist der Weg und die dazugehörige Markierung.
Überquerung einer Blockhalde am Steinernen Meer – Freya macht das mit einer Leichtigkeit.
Okay – Chriss schwebt beinahe (aber nur beinahe) so wie Freya über die Felsen…
Blockhalden sind durchaus nützlich, auch wenn sie manchmal schwierig zu laufen sind.
Keine Wiese, sondern ein „noch toter“ Wald. Dennoch ist es hier traumhaft.

Nach knapp 7 Stunden erreichten wir den Grenzstein im Dreiländereck. Hier treffen sich die Landesgrenzen Deutschland, Österreich und Tschechien. Nach kurzer Rast, ging es über den Grenzsteig (wandern zwischen Tschechien und Österreich), weiter zum Plöckenstein. Um von hier aus weiterzukommen, muss man am Plöckenstein vorbei – dahinter befinden sich weitere Wegweiser in verschiedene Richtungen. Wir folgten noch etwa einen Kilometer dem Grenzsteig, bis wir vom Pod Plechym nach Tschechien hinabstiegen.

Die „Rückseite“ vom Plöckenstein.

Der Abstieg zum Zeltplatz Pod Plešným jezerem war schwierig und steil (bei Nässe nicht zu empfehlen!). Chriss war mit seinen Kräften am Ende und wir legten einige Pausen ein. Kurz vor dem Zeltplatz (direkt am Platz gibt es kein Wasser) füllten wir an einem Rinnsal (es Bach zu nennen wäre übertrieben) unsere Wasservorräte auf. Hierfür hatten wir unseren Katadyn Hiker Pro Wasserfilter dabei. Und da mir die Culinario-Flaschen für ihr geringes Volumen etwas zu schwer sind, hatten wir uns eine leichtere Flasche besorgt. Ich werde mir definitv noch eine zweite (oder dritte) besorgen, da ich von dieser Flasche ziemlich begeistert bin.

Hier haben wir noch eine schöne Aussicht gehabt, bevor der schwierige Abstieg zum Zeltplatz kam.
Stellenweise fühlt man sich hier wie im Urwald. Farn – beinahe größer als ich (nicht schwer bei 1,63 cm).
Hier haben wir noch unseren Wasservorrat aufgefüllt, bevor es ins „Lager“ ging.

Nach 8,5 Stunden erreichten wir den Zeltplatz und stellten zuerst unser Zelt (O4G Sumas 3.0) auf. Wir waren nicht die einzigen. Ein Zelt, ebenfalls mit zwei Personen und einem Hund (gesehen haben wir zwar keinen, aber gehört), stand bereits auf dem Platz. Anschließend gab es Abendessen, welches wir bei der überdachten Sitzgruppe vor dem Platz einnahmen.

Am Platz befinden sich auch „Dixie-Klos“, welche jedoch scheinbar eher als Mülleimer genutzt werden. Jede Menge Toilettenpapier und Taschentücher finden sich rund um die Toiletten. Da jedoch Toilettenpapier rar ist, sollte man auf jeden Fall selbst eines mitnehmen.

Um etwas Wasser zu erhitzen hatte ich vor kurzem einen kleinen Topf gekauft. Da jeder von uns einen Bugaboo Cup dabei hatte, blieb die Schüssel des Kochsets zuhause und wir haben nur noch einen zweiten Göffel besorgt.

Unsere Bugaboo Cups.

Nach dem Abendessen krochen wir in unser Zelt und wollten eigentlich(!!!) schlafen. Und warum schreibe ich jetzt „EIGENTLICH“?!

Tag 1:

14 Kilometer, 650 Meter bergauf – 560 Meter bergab, reine Gehzeit 4 Stunden

Highlights: Hochstein, Dreisessel, Steinernes Meer, Grenzstein Dreiländereck, Plöckenstein

Daten aus Komoot
„Dieser Weg, wird kein leichter sein. Dieser Weg wird steinig und schwer.“ – Da bekommt das Lied von Xavier Neidoo eine ganz andere Bedeutung (ich muss gerade irgendwie lachen).
Herrliche Weitsicht auf dem Weg zum Dreiländereck-Grenzstein.
Drei Seiten hat der Grenzstein – Deutschland, Österreich und Tschechien
Chriss wäre am liebsten sitzen geblieben. Wenn er gewusst hätte, was für ein Abstieg folgt, hätte er das wahrscheinlich auch gemacht.
Nicht nur tote Bäume, sondern auch Blumen.
Die Wege sind genauso wechselhaft, wie das Wetter.
Füße kühlen im „Moorbad“.

Tag 2 (13.07.2019) – Von Pod Plešným jezerem nach Frauenberg

Die Nacht war extrem kurz, was aber defnitiv nicht an meiner neuen Nordisk Grip 3.8 Isomatte lag. Zwei heftige Gewitter mit starkem Regen haben uns den Schlaf geraubt und…? …und unser Zelt etwas durchnässt. Wir waren am Abend zu faul, das Zelt komplett abzuspannen – obwohl Regen angesagt war. Die eigene Faulheit (wir haben aus unserem Fehler gelernt) hat dazu geführt, dass das Außenzelt auf das Innenzelt drückte, was die Feuchtigkeit schön (schön wars natürlich nicht, also Ironie aus) ins Innere geleitet hat. Es war ziemlich feucht, genau genommen nass.

Wir krabbelten aus dem Zelt und machten uns erst einmal ans Frühstück. Es sollten Rühreier werden. Dafür hatte ich extra Volleipulver bestellt. Tja, beim „sollten es werden“ ist es geblieben. Das Pulver löste sich im kalten Wasser schlecht auf und als wir es erhitzten, brannte das Pulver-Wasser-Gemisch sofort an. Noch dazu wollte es ohne Hitze nicht fest werden, sodass es nicht im Geringsten die Konsistenz von Rührei erreichte. Geschmacklich soll es laut Chriss okay gewesen sein, aber Rührei in Trinkform war nichts für mich – schon gar nicht am Morgen. So gab es für mich dann später ein paar Müsliriegel.

Der Versuch, ein gelungenes Frühstück zuzubereiten…
…hat nicht so ganz geklappt.
Vielleicht würde es mit einer Pfanne besser gehen – für den Topf scheint das Eipulver wohl ungeeignet zu sein.
Beim nächsten Mal teste ich das Milchpulver und dann gibts hoffentlich Müsli zum Frühstück.

Nach dem missglückten Versuch eines gelungenen Frühstücks packten wir zuerst unsere Rucksäcke. Anschließend kam das klitschnasse Zelt dran. Ich hasse es Zelte einzupacken, aber noch viel mehr hasse ich es, ein nasses Zelt einzupacken.

Eingemummelt in unsere Regenkleidung ging es los. Wir hatten beide keine Lust den gleichen steilen und steinigen Weg zurück zugehen, weshalb wir Richtung Nové Údolí gestartet sind. (Hätten wir eine weitere Nacht im Nationalpark verbracht, wäre das unser zweiter Zeltplatz gewesen).

„Es regnet, es regnet, es regnet seinen Lauf. Und wenns genug geregnet hat, dann hörts auch wieder auf!“ (Kinderlied)
Aber wer entscheidet, wann es genug geregnet hat?

Der Weg führt anfangs über eine Teerstraße, was aber gar nicht so schlecht war. So kamen wir schneller voran als am Vortag – und außerdem wurden wir (zumindest von unten) nicht so nass. Sehr zu Freyas Freude war der kleine Bach, welcher unseren Weg ein gutes Stück begleitete, gut mit Wasser gefüllt. Mit ein Grund, warum wir mehr Kilometer in weniger Zeit geschafft hatten, sind die moderaten Höhenmeter. Man läuft zwar immer leicht bergauf, aber das merkt man kaum – hier konnte auch Chriss etwas „beflügelter“ laufen. Allerdings war sein Ansporn eher das nahende Auto, welches den Heimweg versprach (grins).

Auch einer unserer Rastplätze. Es gibt auch eine Hütte, wo man sich zumindest unter das Dach setzen kann.
Durch den Regen entstanden an Tag 2 nur wenig Bilder.

Bis zum Rosenauer Denkmal wechselt der Weg zwischen Teer und Schotter und führt größtenteils entlang des Schwarzenberg Kanals. Dieser ist allerdings, trotz Regen, nicht immer gefüllt. Obwohl das Wetter um einiges schlechter ist als am Tag zuvor, sind deutlich mehr Leute unterwegs. Radfahrer, Wanderer, Spaziergänger – heute ist einiges los. Zuvor hatten wir lediglich am Hochstein, am Dreisessel und auf dem Weg zum Plöckstein andere Personen getroffen (ausgenommen das zweite Zelt am Zeltplatz).

Am Rosenauer Denkmal.
Trotz nasser Bänke machten wir hier eine kleine Pause.

Die Landschaft im Narodni park Sumava ist, meiner Meinung nach, einzigartig. Man wandert durch abwechslungsreiche Wälder. Mal sind es Buchen, im nächsten Moment Fichten. Die Spuren des Borkenkäfers sind hauptsächlich nur in der 1. Zone des Nationalparks zu sehen. Wobei sich auch hier der Wald, etwa 20 Jahre nach der „Verwüstung durch den Forstschädling“, wieder erholt. In der 1. Zone gilt absolutes Wegegebot, d. h. die Wege dürfen nicht verlassen werden; außerdem ist in dieser Zone das menschliche Eingreifen nahezu ausnahmslos verboten und es besteht im gesamten Nationalparkgebiet Leinenpflicht!

Vom Rosenauer Denkmal geht der Weg in einen schmalen Waldpfad über. Wir wandern ein kurzes Stück den Grenzsteig (Grenzgänger zwischen Deutschland und Tschechien) entlang, bis wir links auf einen Schotterweg abbiegen. Ein bisschen erinnert der Grenzsteig an die verwucherte Rückegasse (diese Wege scheinen wirklich nicht oft begangen zu werden), aber es handelt sich um einen offiziellen Wanderweg.

Als wir die Fahrstraße zum Dreisessel erreichten, war für Chriss die Tour geschafft. Ich ging die restlichen knappen 5 Kilometer allein bis zum Auto und holte die beiden ab. Da ich ohne Freya schneller vorankomme, habe ich sie bei Chriss gelassen.

Auf den letzten Kilometern kam ich (allerdings unfreiwillig, da meine Internetverbindung noch nicht wieder so wollte wie ich und ich deshalb einen Umweg gelaufen bin) bei der Kreuzbachklause vorbei. Weil ich aufgrund des nächsten anstehenden Regenschauers unter Zeitdruck stand, war für ein Foto keine Zeit – sorry, wird irgendwann nachgeholt.

Anschließend war nochmals ein kurzer aber knackiger Anstieg durch hohes Gras zu bewältigen, nur damit ich dann wieder die (jetzt noch nassere) Rückegasse hinunterlaufen konnte (Augenroll und Jaaaa, da war ich tatsächlich leicht genervt). Allerdings war ich schlau genug, einmal nicht auf Komoot zu hören, sondern meinen eigenen Weg zu wählen und habe mir zumindest dazwischen einen „Kampf“ mitten durch den Wald erspart (manchmal muss man auch einfach auf seine weibliche Intuition hören).

Der Weg war mir dann doch lieber, als wieder mitten durch den Wald.

Knapp 7 Stunden nach unserem Aufbruch am Morgen, erreichte ich gegen 15:30 Uhr das Auto und „düste“ los, um meine zwei müden Krieger am Straßenrand einzusammeln.

Chriss hatte für Freya einen „Unterstand“ gebastelt, damit sie nicht nass wird und nicht friert (total süß, findet ihr nicht auch?).

Freya blieb dankbar darunter liegen, auch wenn ihr Blick eher genervt aussieht.

Tag 2:

bis zur Straße Richtung Dreisessel => 16,4 Kilometer, 210 Meter bergauf – 230 Meter bergab, 3:40 Stunden reine Gehzeit; dazu noch rund 5 Kilometer und 1 Stunde bis zum Auto zurück

Daten aus Komoot

Und wie war die Tour jetzt sonst so?

EMPFEHLUNGEN UND FAZIT:

Ich fange Mal mit den positiven Eindrücken an:

  • Der Ausblick vom Hochstein ist einfach nur grandios
  • Das Essen beim Berggasthof Dreisessel ist sehr lecker und auch günstig, außerdem sind die Bedienungen sehr nett => eine Einkehr kann ich wirklich empfehlen
  • Wer den Anblick von „unberührter“ Natur liebt, der kommt bei dieser Tour „voll und ganz auf seine Kosten“
  • Das Steinerne Meer ist ein absolutes Highlight für jeden, der Blockhalden liebt (ich mag sie ja besonders gern, seitdem ich auf dem Plattengipfel im Fichtelgebirge war)
  • Dreiländereck: Die „Ecke“ bei der sich drei Ländergrenzen treffen => muss ich mehr dazu sagen? – Ich denke nicht
  • Der Zeltplatz Pod Plesnym jezerem => obwohl der Platz etwas klein gehalten ist, ist er toll. Quasi mitten im Wald, was für Naturfreaks wie mich ein absoluter Traum ist
  • Auch wenn Chriss die Wege zu anspruchsvoll fand, so waren die Pfade für Freya und mich super zu laufen (wir sind diese Art Weg aber auch schon vom Fichtelgebirge gewohnt)
Ich liebe diese Landschaft.
Junge Bäumchen kommen nach.

Und was war jetzt nicht so toll?

Einstimmig haben wir beschlossen, dass es nichts gab, was nicht toll war… Okay, die 100.000 Mücken am Zeltplatz waren dann doch nicht so toll.

Ich werde auf jeden Fall noch den kompletten Nationalpark Sumava durchwandern. Zwar nicht mehr in diesem Jahr, aber im nächsten. Ein paar Tagestouren wird es auch noch im Dreiländereck geben. Die Landschaft ist ein Traum und ich bin immer noch total „geflasht“. Natürlich erhoffe ich mir dann auch, ein paar „wilde“ Tiere zu Gesicht zu bekommen, diesmal waren nämlich die Mücken die einzigen, die wir auf unserer Tour gesehen haben. Chriss wird uns vermutlich, zumindest bei solchen Touren, nicht mehr so schnell begleiten.

Chriss an der Grenze Deutschland – Tschechien
Hinter mir liegt der Nationalpark Sumava.
„Hintem Horizont gleich rechts?“ – nicht ganz. Aber hinter dem nächsten Hügel befindet sich bald der Berggasthof Dreisessel.
Bald ist der Aufstieg geschafft.
Wald, soweit das Auge reicht.
Zugegeben, bei 30 Grad wäre es hier ziemlich warm geworden.
Wälzen muss sein.
Rückblick zum Hochstein.
Der Weg zum Hochstein.
Ein Nachbar von Hochstein und Dreisessel.
Und noch einer.
Aber auch sowas findet man auf der Tour. Außerhalb der 1. Zone wird dennoch mit Harvestern gearbeitet…

Ich hatte dieses Mal einiges an „Zeug“ aussortiert, was ich bei der letzten Tour sowieso nicht gebraucht hatte oder was wettertechnisch sinnfrei erschien: kein Inlett für den Schlafsack, kein Sitzkissen, keine Schleppleine, keine kurze Hose. Wäre das Zelt noch dazu gekommen (das hatte jedoch Chriss am Rucksack) wäre mein Rucksack immer noch unter 15 Kg gewesen. Ich bin nämlich mit 12,9 Kg gestartet (nicht schlecht, oder?). Chriss sein Gepäck brachte 16,8 Kg auf die Waage, davon waren aber fast 3 Kg Getränke. Wir hatten Essen und Kleidung für 3 Tage dabei, falls das Wetter besser gewesen wäre, wären wir noch eine Nacht auf dem Zeltplatz bei Nove Udoli geblieben.

Apropos! Dank meinen neuen Schuhen (ich hatte mich ja trotzdem wieder für meine Lowa Renegade entschieden) gab es weder eine Blase, noch einen schmerzenden Knöchel, was die Tour gleich noch angenehmer machte. Manchmal hilft es eben schon, das ausgelatschte Paar einfach nur durch ein neues Paar zu ersetzen (freu).

Mal sehen, wo uns die nächste Tour hinführt. Wer war denn auch schon im Nationalpark Sumava oder im Grenzgebiet D, A, CZ unterwegs? Wie hat es euch gefallen? Schreibt doch einfach einen Kommentar – ich würde mich freuen.

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