Tierische Gefahren – „Die Wilden“

Wolf, Bär, Wildschwein und Co.

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Bild: eigene Aufnahme
So entspannt, wie im Wildpark Hundshaupten, sind sicher nicht alle Wildtiere, welche man auf einer Wanderung treffen kann.

Wer wandern geht, bewegt sich meistens mitten in der Natur. Und die Natur ist das Zuhause zahlreicher „wilden“ Tiere. Nicht alle dieser Wilden sind gefährlich für uns, aber bei manchen Genossen kann ein Aufeinandertreffen durchaus unangenehm werden, vor allem wenn man einen Hund mit sich führt.

Von welchen Tieren spreche ich? Was kann passieren und vor allem, wie kann ich ein Aufeinandertreffen vermeiden und wie verhalte ich mich, wenn es doch einmal passiert? Diese Fragen behandle ich in diesem Beitrag.

Bild: Carola Heinelt
Der Wolf – naher Verwandter unserer Haushunde. Dennoch kann eine Begegnung mit Hund zu Problemen führen.

Welche „tierischen“ Gefahren gibt es beim Wandern (mit Hund)?

In diesem Artikel geht es um Wildtiere, welche man durchaus in den Wäldern Europas und auch mittlerweile in Deutschland antreffen kann. In Kürze folgt dann auch ein weiterer Beitrag, in welchem es dann um weitere „Tierische Gefahren“ geht.

Die Tiere, welche man in der Natur antrifft, richten sich selbstverständlich nach der Region, in der man unterwegs ist. In Deutschland und vor allem in Bayern, wird man eher selten auf einen Elch oder einen Bären treffen – Bruno wurde ja vor einiger Zeit erlegt und verweilt nun im Museum – aber nicht jeder wandert nur in Deutschland und niemand kann ausschließen, dass sich nicht doch mal wieder ein Tier in die Region „verirrt“.

Natürlich gibt es auch noch Löwen, Tiger, Pumas und andere „gefährliche Tiere“, aber in diesem Artikel beschränke ich mich auf die „Wilden“, welche in Europa angetroffen werden könn(t)en.

Der Wisent

Bild: Carola Heinelt
Wisente sind mit den Kühen verwandt.

Wisente sind in Europa sehr selten. Sie gelten als streng geschützt und wurden in Deutschland vor 250 Jahren ausgerottet. Aber im Rothaargebirge gibt es ein Projekt, bei welchem die Tiere ausgewildert wurden. Ebenso in Teilen der Slowakei und Rumänien. Hier besteht also durchaus die Möglichkeit, dass man einer ganzen Herde gegenübersteht.

In Polen gibt es gleich mehrere freilebende Wisent-Populationen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein Tier nochmal die Oder durchschwimmt, wie bereits vor ein paar Jahren der Fall war.

Welche Gefahr stellt ein Wisent für Mensch und Hund dar und wie verhalte ich mich richtig?

Wisente, welche nicht an Menschen gewöhnt sind, sind sehr scheue Tiere. Sie zu Gesicht zu bekommen, ist meist sehr schwierig. Ein Aufeinandertreffen ist dennoch nicht ganz ausgeschlossen. Werden die Tiere von einem Wanderer im Wald überrascht, flüchten sie. Vor allem Herden mit Jungtieren sind sehr scheu. Können die Tiere jedoch nicht weitgenug flüchten, weil ihnen der Weg versperrt wird, reagieren besonders Bullen während der Brunft und jungtierführende Kühe aggressiv.

Schüttelt ein Wisent seinen Kopf, bewegt den Schwanz heftig und scharrt am Boden, dann sollte man sich langsam entfernen, während man das Tier/die Herde auf jeden Fall im Blick behält, da ein Angriff nicht mehr ausgeschlossen werden kann.

Hunde werden, anders als bei Kühen, oft ignoriert. Aber – Ausnahmen bestätigen die Regel. Darauf verlassen würde ich mich nicht. Ich rate hier dazu, den Hund anzuleinen, sich ruhig zu verhalten und ebenfalls, mit Blick auf die Tiere, das Revier weiträumig zu umgehen. Der Hund könnte auf die Hörner genommen oder zertrampelt werden.

Der Elch

Elche sind in Deutschland immer häufiger anzutreffen, vor allem in Brandenburg und im ehemaligen Ostpreußen, aber auch in Bayerischen Wald werden immer wieder Tiere gesichtet. In Tschechien, Polen, Schweden und Norwegen – welches durchaus beliebte Wander-Länder sind, lassen sich sogar größere Populationen finden. Elche trifft man meistens in schwergängigem Gelände an, jedoch eher selten auf freien Flächen. Sie sind Einzelgänger – einer ganzen Herde zu begegnen ist also ziemlich unwahrscheinlich.

Bild: Carola Heinelt
Eine Elchkuh mit drei Kälbern. In freier Natur sollte man hier äußerst vorsichtig sein.
Welche Gefahr stellt ein Elch für Mensch und Hund dar und wie verhalte ich mich richtig?

Elche weichen dem Menschen für gewöhnlich aus. Aber gerade während der Brunft sind die Tiere sehr leicht erregbar. Man sollte großen Abstand halten und sie nicht bedrängen, auch der Hund sollte angeleint und ruhig sein.

Vor allem eine Elchkuh mit Kälbern versteht keinen Spaß, wenn es um ihren Nachwuchs geht. Wölfe sind natürliche Feinde der jungen Kälber und die Mütter verteidigen ihren Nachwuchs – auch gegen Hunde.

Ein Hufschlag eines Elchs trifft sehr schnell und mit ziemlicher Wucht und kann sowohl für uns Menschen wie auch für den Hund tödlich sein. Kommt einem ein Elch entgegen, signalisiert er damit seine Angriffsbereitschaft. Es kann auch sein, dass ein Elch von hinten angreift und einen niedertrampelt.

Greift ein Elch an, wird dazu geraten, sich zu einer Kugel zu formen und den Kopf zu schützen. Aufstehen sollte man erst, wenn der Elch sich weitgenug zurückgezogen hat. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich schnellstmöglich zurückziehen oder sich hinter etwas verstecken, sodass der Elch einen nicht mehr sehen kann.

Der Wolf

Bild: eigene Aufnahme
Ein Wolfsrüde im Wildpark Gondorf.

150 Jahre lang war der Wolf in Deutschland ausgerottet. Seit dem Jahr 2000 ist er auch bei uns wieder Zuhause. Wölfe sind sehr vorsichtige Tiere und einen zu Gesicht zu bekommen, ist gar nicht so einfach. Aber die Sichtungen und das Aufeinandertreffen häufen sich mit zunehmender Population. In einigen Ländern waren die Tiere nie fort. In Bayern siedeln sie sich in letzter Zeit gebietsweise neu an. Um einem Wolf zu begegnen, muss man sich nicht fernab der Wanderwege bewegen. Sie nutzen auch unsere Feld- und Waldwege. Wie verhalte ich mich, wenn ich einem Wolf beim Wandern begegne und was mache ich mit meinem Hund?

Welche Gefahr stellt ein Wolf für Mensch und Hund dar und wie verhalte ich mich richtig?

Der Mensch fällt nicht in das Beuteschema eines Wolfs. Wenn also ein Angriff stattfindet, dann nicht, weil der Wolf Hunger hat. Und auch bei direkten, überraschten Begegnungen stürzen sich Wölfe nicht gleich auf ihr Gegenüber, sondern beobachten und entfernen sich langsam. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich groß machen und in die Hände klatschen.

Bild: eigene Aufnahme
Ob die Wölfin im Eifelpark Gondorf Freya beobachtet hat? Wir wissen es nicht genau, aber auch Freya war sehr interessiert, hatte aber auch ein klein wenig Respekt.

Der eigene Vierbeiner sollte angeleint sein und nahe bei sich gehalten werden. Hunde gelten oft als Revier-Eindringlinge und es kommt immer wieder vor, dass vor allem freilaufende Jagdhunde von Wölfen getötet werden.

Zusammenfassend: Hund an die (kurze) Leine und nahe bei sich behalten, sich groß machen und in die Hände klatschen oder anderweitig bemerkbar machen. Manchmal hilft auch ein Stock oder ähnliches, um etwas mehr Distanz zu gewinnen. Keine hastigen Bewegungen und mit Blick auf das Tier langsam von der Stelle entfernen.

Auch ein Pfefferspray kann helfen, jedoch sollte man aufpassen, da auch die eigenen Augen und die Nase des Hundes darauf reagieren.

Der (Braun)Bär

Bären sind in Deutschland und vor allem bei uns in Bayern nicht das Tier, das man überall antrifft. 2006 „verirrte“ sich ein Bruno zu uns und verweilt seit diesem Besuch im Museum. Es gibt jedoch Wanderregionen, wo man durchaus auf einen Braunbären treffen kann.

Bild: eigene Aufnahme
Meister Petz im Eifelpark Gondorf. Ich finde, er sieht ganz niedlich aus, aber in freier Wildbahn auf ihn zu treffen… Naja, da hätte ich doch ziemlich Respekt.

Sie gelten als Allesfresser, ernähren sich aber hauptsächlich von Pflanzen und Menschen gehören nicht zu ihrer Beute, dennoch kann so ein Bärentreffen ziemlich unangenehm enden. Sowohl für die Fellnase, wie auch für uns Menschen. In Österreich lebt eine kleine Population und in den Alpen gibt es vereinzelt durchwandernde Tiere, ansonsten finden sich Braunbären heutzutage im italienischen Trentino, in Slowenien, Rumänien (Karpaten) aber auch in Finnland, Schweden und Norwegen.

Welche Gefahr stellt ein Braunbär für Mensch und Hund dar und wie verhalte ich mich richtig?

Wie bei (fast) allen genannten Wildtieren, ist ein Aufeinandertreffen mit einem Bären eher gering. Für gewöhnlich flüchten sie schon lange bevor wir auch nur erahnen, dass sich dort ein Bär aufhält. Allerdings können Mütter mit ihren Jungen, mit fressen beschäftigte oder verletzte Tiere durchaus zur Gefahr werden.

Ein Prankenhieb eines Braunbären kann tödlich enden. Auch ein Biss oder Kratzer, mit den bis zu 8 cm langen Krallen, führt zu erheblichen, zum Teil lebensbedrohlichen Verletzungen.

Da ich mich mit Bären nicht so gut auskenne, hier zwei Links.

Gute Verhaltensregeln im Bärengebiet gibt’s hier

und hier fürs Wandern mit Hund

Der Luchs

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„Schau mir in die Augen Baby“ – oder denkt sich dieser schöne Luchs gerade etwas anderes?!

Luchse sind zwar immer noch sehr selten, jedoch streifen sie mittlerweile u. a. wieder im Harz, Fichtelgebirge, Rothaargebirge, Spessart, Bayerischen Wald und Böhmerwald durch die Wälder. Auch im Jura und in den Alpen siedeln sie sich wieder an. Luchse gehören zu den größten Raubtieren Europas.

Einem Luchs zu begegnen ist also sehr gering, auch weil sie sehr scheue Tiere sind und einen meist schon bemerken und flüchten, bevor man überhaupt in die Nähe kommt. Dennoch kann es immer passieren, dass vor allem freilaufende Hunde einem Luchs mit seiner Beute zu Nahe kommt. Hier können die knapp 25 kg schweren Großkatzen durchaus zur Gefahr für den Hund werden.

Welche Gefahr stellt ein Luchs für Mensch und Hund dar und wie verhalte ich mich richtig?

Auch wenn die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist – wer unterwegs auf einen Luchs trifft, sollte seinen Hund sofort zu sich rufen und ihn anleinen und sich langsam zurückziehen.

Ist der eigene Vierbeiner bereits mit dem Luchs in einer Rangelei, so sollte man keineswegs dazwischengehen, sondern durch Werfen verschiedener Gegenstände und Rufen versuchen, die beiden auseinanderzubringen.

Eventuelle Biss- und Kratzspuren sollten sofort von einem Tierarzt behandelt werden. Ein nötiger Impfschutz ist Pflicht und sollte bei Bedarf unverzüglich aufgefrischt werden.

Bild: eigene Aufnahme
Mit diesen Pranken kann ein Luchs ordentlich zuschlagen und die Krallen sind der Größe angepasst – Biss- und Kratzspuren sollten unbedingt von einem (Tier)Arzt untersucht werden.

Das Wildschwein

Wildschweine sind häufig anzutreffende Zeitgenossen. Besonders in den letzten Jahren haben sie sich stark vermehrt und sind mittlerweile eigentlich überall zuhause. Um auf Wildschweine zu treffen, muss man sich nicht fernab der Zivilisation bewegen. Unfälle mit den „wilden Sauen“ sind ein um ein Vielfaches höher, als mit einem Wolf oder einem anderen Wildtier. Das mag zum einen an der höheren Populationsdichte liegen, zum anderen aber auch daran, dass die Tiere weniger Scheu sind, als Wolf, Luchs oder Bär.

Bild: eigene Aufnahme
Dieses Wildschwein im Wildpark Mehlmeisel macht einen sehr entspannten Eindruck.
Welche Gefahr stellt ein Wildschwein für Mensch und Hund dar und wie verhalte ich mich richtig?

Auch Wildschweine sind keine aggressiven Wald-Rambos, aber vor allem bei falschem Verhalten kommt es immer wieder zu Unfällen. Die Tiere haben viel Kraft und sehr lange, messerscharfe Eckzähne. Es kommt immer wieder vor, dass Wildschweine Menschen und auch Hunde angreifen und diese Angriffe nicht immer glimpflich ausgehen.

Bild: Carola Heinelt
Hier erkennt man ziemlich gut, die großen Eckzähne mancher Wildschweine.
Mit ihren Zähnen können sie schwere Verletzungen verursachen.

Gerade in der Dämmerung und nachts sind die allesfressenden Wildschweine aktiv. Wer also einem Aufeinandertreffen geringere Chancen bieten will, der sollte seine Wanderung auf den Tag verlegen.

Aber es gibt für nichts eine Garantie. Damit man nicht doch auf eine ruhende Rotte, womöglich mit Frischlingen trifft, gelten folgende einfache Regeln:

  • Der Hund sollte angeleint sein
  • Auf den Wegen bleiben
  • Sich am besten etwas lauter durch den Wald bewegen, damit die Tiere einen früh genug hören können, um zu flüchten

Vor allem Bachen, also weibliche Wildschweine, mit Jungen und Keiler – so werden die männlichen Wildschweine genannt – können aggressiv gegenüber Störungen durch Menschen und vor allem durch Hunde sein.

Wie man sich am besten verhält, wenn man auf Wildschweine trifft, ist in diesem Bericht sehr gut beschrieben, deshalb schreibe ich nichts weiter dazu.

Ich persönlich habe tatsächlich mehr Bedenken davor, einer Wildsau gegenüberzustehen, als einem Wolf oder einem anderen Wildtier.

Der Rothirsch

Bild: eigene Aufnahme
Ein imposanter Rothirsch – der für seine Art ziemlich weiß ist – im Wildpark Mehlmeisel.

Rothirsche sind nicht überall anzutreffen – vor allem in Deutschland gibt es Regionen, in denen kein Rotwild zu finden ist. In Deutschland gibt es nämlich Gesetze, die das Rotwildvorkommen und deren Gebiete regeln.

Dennoch sind Rothirsche unter anderem im Mittelgebirge, in den Alpen und im Alpenvorland vertreten. In Ländern wie Rumänien, Tschechien, Ungarn und Polen gibt es größere Bestände.

Rothirsche zählen nicht zu den Raubtieren, sondern sind Pflanzenfresser. Sie können dennoch ein Gewicht von bis zu 220 kg und einer Schulterhöhe an die 150 cm.

Sie leben in Rudeln und sind standorttreu.

Welche Gefahr stellt ein Rothirsch für Mensch und Hund dar und wie verhalte ich mich richtig?

Dass ein Rothirsch einen Menschen attackiert ist beinahe ausgeschlossen. Dennoch kann es passieren, dass die Tiere sich auf der Flucht vor etwas befinden oder man sie aus Versehen aufschreckt und sie somit in Panik rennen. Das hat z. B. im Naturpark Soonwald (Hunsrück) schon dazu geführt, dass eine Frau mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden musste.

Ein Rothirsch erwischte die Frau mit den Hufen im Gesicht und an der Schulter. Sie befanden sich vermutlich auf der Flucht vor einem Hund.

In Frankreich hat ein Jäger einen Hirsch vermutlich erschreckt, welcher daraufhin aufgesprungen ist und den Jäger über den Haufen gerannt hat.

Während der Brunft kommt es vor allem in Tierparks ab und an zu Unfällen mit den Tieren. Sie sind während dieser Zeit „mit besonderer Vorsicht zu genießen“, nicht nur im Wildpark.

Bild: eigene Aufnahme
Diese Aufnahme ist uns im Wildpark Hundshaupten gelungen. Bevor er so posierte, übersprang er einfach einen 1,50 m hohen Zaun.

Auch ein Hirschgeweih kann schwere Verletzungen hervorrufen. Die Enden sind besonders spitz und so kann ein Rothirsch einen ziemlich unsanft aufs Geweih nehmen. Auch Hunde können so in Gefahr kommen, wobei sie ebenso mit den Hufen geschlagen werden können. Es gibt auch ein Video, in dem ein Hirsch mit seinen Hufen einen Jäger regelrecht „verprügelt“.  

Verhaltensregeln sind auch hier, dass man sich auf den Wegen bewegen soll, den Hund nicht unbeaufsichtigt durch den Wald rennen lässt und sich am besten bemerkbar macht, sowie die Wanderung in den Tag verlegt.

Der (Alpen)Steinbock

Bild: eigene Aufnahme
Die Hörner eines Steinbocks können bis zu einem Meter lang werden.

Zugegeben – Steinböcke sind noch weniger verbreitet, wie der Rothirsch, aber gerade in den Alpen gibt es wieder ein paar Populationen. Auch in Südtirol, Tirol und auch in Bayern gibt es wieder Steinböcke. Die Tiere verfügen über Hörner, die bis zu einem Meter lang werden können und die Böcke erreichen ein Gewicht von rund 100 kg.

Anzutreffen sind die Tiere, meist in Herden, in höheren Gebirgslagen.

Ein Steinbock wird größer als eine Gämse und auch seine Hörner sind um einiges größer als deren Gehörn. Steinböcke sind nicht allzu scheu, aber auch hier gibt es Unterschiede.

Welche Gefahr stellt ein Steinbock für Mensch und Hund dar und wie verhalte ich mich richtig?

Steinböcke können in einem Hund einen natürlichen Beutegreifer erkennen, wodurch sich ein Angriff nicht ausschließen lässt. Deshalb gilt es, bei Steinböcken den Hund anzuleinen und bei sich zu behalten. Im Berchtesgadener Nationalpark kam es bereits zu einem Vorfall, wo der Hund der Auslöser für einen Angriff war. Zuerst wurde der Hund attackiert. Als dieser zu seinem Herrchen lief, wurde auch der Mann umgestoßen.

Dass ein Steinbock auch mit seinen Hörnern schwere Verletzungen verursachen kann, ist bei der Größe der Hörner nicht verwunderlich.

Wer einen einzelnen Steinbock oder eine ganze Herde erblickt, sollte darauf achten, dass man genügend Abstand zu den Tieren hält und auch der Hund nicht zu den Tieren läuft und/oder diese aufscheucht.

Bild: eigene Aufnahme
Noch ziemlich jung, dafür schon sehr neugierig, war dieser Steinbock.
Obwohl wir in einem Wildpark waren, wo die Tiere sowohl Mensch wie auch Hund gewöhnt sind, wurde es mir doch leicht mulmig, weil er direkt auf Freya und mich zulief.

Die Kreuzotter/Aspisviper

Vor allem in Deutschland gibt es nur zwei Giftschlangen und zwar die Kreuzotter und die Aspisviper. Eine Kreuzotter kann bis zu 80 cm lang werden – eine Aspisviper bis zu 90 cm.

Die Kreuzotter fühlt sich auf den Ostseeinseln Rügen und Hiddensee am wohlsten. Aber auch in Moor- und Heidelandschaften, sowie in alpinen Regionen ist sie zu finden. Wir wurden bei einer Tour um den Eibsee von einer netten Spaziergängerin gewarnt, dass sich gerade um die kleinen Seen rund um den Eibsee einige Kreuzottern aufhalten.

Die Aspisviper ist nur im südlichen Schwarzwald zu finden, jedoch auch in den Ländern Spanien, Slowenien, Frankreich, Italien und der Schweiz zuhause.

Bild: Uwe Pleschke
Eine Kreuzotter beim Sonnenbad.
Welche Gefahr stellt eine Kreuzotter/Aspisviper für Mensch und Hund dar und wie verhalte ich mich richtig?

Die beiden Schlangenarten sind natürlich keine Biester, welche lauernd darauf warten, dass sie endlich einen Menschen oder einen Hund beißen können.

Das Gift einer Kreuzotter ist zwar giftiger als das einer Diamant-Klapperschlange, aber die Kreuzotter hat weniger Vorrat davon. Kreuzottern beißen selten und sind scheue Tiere. Nur wenn man sie reizt, auf sie tritt oder anfasst, beißt sie zu. Deshalb sollte man am besten vor dem Hund laufen, die Augen offenhalten und aufpassen, wo man hintritt.

Das Gift der Aspisviper ist ähnlich dem der Kreuzotter. Eine Aspisviper ringelt sich zuerst zusammen, bevor sie angreift. Wer sie überrascht oder bedrängt, muss damit rechnen, dass auch sie zubeißt. Meist flieht sie aber bereits bei der geringsten Störung.

Und was, wenn man trotz aller Vorsicht doch gebissen wird?

Dann sollte man nach dem Biss das betroffene Körperteil ruhigstellen und sich um einen Arzt oder ein Krankenhaus kümmern. Der Biss kann für Kinder oder kranke und alte Personen tödlich sein. Meist bildet sich aber nur eine schmerzhafte Schwellung. Auch allergische Reaktionen können auftreten, mit denen ähnlich wie bei Bienengift, nicht zu spaßen ist.  

Auch für den Hund kann so ein Biss tödlich sein, vor allem, wenn nicht bekannt ist, dass der Hund gebissen wurde. Wie schnell sich das Gift ausbreitet und wie schwer die Vergiftung ist, hängt vom Gewicht, alter und gesundheitlichem Zustand des Vierbeiners ab. Besonders Stellen wie der Kopf-Schnauzen-Bereich und der Pfoten-Beine-Bauch-Bereich sind Schlangenbiss-gefährdete Bereiche.

Um sich selbst vor Schlangenbissen zu schützen, sollte man auf festes, geschlossenes Schuhwerk achten. Auch feste Gamaschen helfen.

Beim Hund hilft meistens nur, dass man vorausläuft und man den Weg im Auge hat. Dabei sollte der Hund nicht mehrere Meter neben einem gehen, sondern den gleichen Weg benutzen, wie sein Besitzer.

Bild: Uwe Pleschke
Gut getarnt, liegt die Kreuzotter im Gebüsch. Hunde sollten nicht zu weit neben dem Weg schnuppern.

Nach all den großen Tieren, sollte man natürlich auch kleinere Tiere, wie Wespen, Bienen, Hornissen, Zecken und verschiedene Mücken- und Spinnenarten nicht außer Acht lassen, aber diese hier alle aufzuzählen, würde vermutlich den Rahmen dieses Beitrags sprengen.

Auch Quallen und viele andere Tiere in Gewässern, können auf Wanderungen zur Gefahr werden. Ich finde, es kommt wirklich darauf an, wo man unterwegs ist (ich rate jedem, sich vor Antritt der Wanderung Infos über die Flora und Fauna der Route und der Region einzuholen), wie man sich verhält und vor allem, wie man auf seinen Hund achtet. Wer sich achtsam und respektvoll in der Natur bewegt, der kann Unfälle mit Wildtieren zwar nie ganz verhindern, aber zumindest reduzieren.

Um das Alles nochmal etwas Revue passieren zu lassen, gibts hier noch ein paar…

Allgemeine Tipps, zu den „Wilden Tieren“ beim Wandern:

  • Vor Antritt der Wanderung Infos zu Fauna einholen
  • Sich ruhig etwas lauter bewegen (singen, sprechen), so können die Tiere einen früh genug wahrnehmen
  • Eventuell ein Glöckchen an Schuh oder Rucksack befestigen
  • Auf den Wegen bleiben
  • Keine Wildtiere füttern (Lebensmittel und Müll gut verpacken, wenn das nicht möglich ist, nicht direkt in der Nähe des Nachtlagers lagern oder hoch oben an einem Baum mit Seil)
  • Bekannte Rückzugsorte der Tiere meiden
  • Den Hund an der Leine führen (je nach Region/Ortschaft auch Pflicht) und nicht unbeaufsichtigt lassen

Packliste für unsere „12-Gipfel-Tour im Fichtelgebirge“

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Na, was schätzt ihr, wie schwer der Rucksack ist?
Ich habe für euch alles detailliert aufgeschrieben…

In diesem Beitrag geht es darum, welche Ausrüstung ich bei unserer 3-tägigen „12-Gipfel-Tour im Fichtelgebirge“ dabei habe und was die Ausrüstung wiegt. Seid ihr auch so gespannt, wie ich es war?

„Und das muss natürlich auch noch mit…

Oder? Lieber nicht, zu viel Gewicht!“

Wie oft habe ich mir beim Packen gedacht: „Das muss unbedingt mit, ohne geht es gar nicht“ und als ich dann meine kleine Küchenwaage neben mir stehen und alles bis aufs Gramm genau abgewogen hatte… Ja, ihr ahnt es wohl – kam die Ernüchterung.

Bei einer Tagestour, wo man morgens das Haus verlässt und abends wieder in sein gewohntes Bett steigen kann, ist es ziemlich egal, wenn man ein paar Kilos zuviel mit sich rumschleppt. Abends ist man den Rucksack ja wieder los. Aber wenn man die Sachen 3 Tage lang auf dem Buckel hat, dann schaut man doch ein bisschen mehr aufs Gewicht.

AUSRÜSTUNG

Zur Ausrüstung zähle ich auf jeden Fall meinen Rucksack, aber auch Dinge wie Zelt oder Schlafsack.

Das Overmont 1-2 Personen-Zelt ist innerhalb weniger Minuten aufgebaut.
WasWas genauGewicht in Gramm
Gesamtgewicht5513
RucksackDeuter Aircontact 40+10 sl2170
ZeltOvermont 1-2 Pers. Zelt1939
Schlafsack High Peak lite 800842
Isomatteaufblasbare Isomatte 518
KarabinerSchnappkarabiner44

Die Ausrüstung lässt sich variieren und kommt selbstverständlich auch auf die Region an. Vor allem im Punkt Zelt und Schlafsack kommen immer neue, leichtere Produkte auf den Markt. Allerdings ist natürlich gerade das Geld und der Einsatzbereich ein Kritikpunkt, der für mich mindestens genauso interessant ist, wie das Gewicht. Selbstverständlich habe ich trotz geringerer Investition nicht das schwerste Zelt ausgewählt, da ich ja trotz allem meinen Rücken und meine Schultern nicht überbelasten möchte. Wie sich das Overmont im Praxistest schlägt, werde ich natürlich auch berichten.

Der Karabiner ist kein Muss, aber ich habe ihn gern dabei. Damit kann ich Freya in schwierigem Gelände etwas sichern und außerdem kann ich die Leine damit am Bauchgurt des Rucksacks befestigen (bitte nur in einfachem Gelände, da ansonsten die Absturzgefahr von Mensch und Hund zu groß ist). 

Ich denke, dass ich für 3 Tage mit Übernachtungen auf Campingplätzen gut gerüstet bin. Wir sind im Fichtelgebirge unterwegs, nicht im Hinterland Alaskas und deshalb hoffe ich, dass auch der Schlafsack mit einer Komfort-Temperatur von 12 Grad, ausreichend ist.

KOCHEN UND GESCHIRR

Alles dabei, um sich etwas Warmes zuzubereiten… Für ein paar Tage reicht das auf jeden Fall.

Wer sich viel bewegt, verbraucht viel Energie. Da ich während meinen Touren nicht allzu oft in Restaurants gehe, habe ich einen Gaskocher und Kochgeschirr, sowie Besteck dabei. Damit lässt sich ohne viel Aufwand ein wenig Wasser erhitzen und dank vieler Fertiggerichte und sogenannter Trekking-Nahrung, wo man nur mit Wasser aufgießen muss, ist dann auch schon gekocht.

Auch in diesem Punkt lassen sich mit Sicherheit ein paar Gramm einsparen, aber gerade beim Topf habe ich gern ein Modell, in welchem ich problemlos mal eine etwas größere Portion erwärmen kann, ohne mehrmals den Kocher anzuschmeißen.

WasWas genauGewicht in Gramm
Gesamtgewicht3662
Kochgeschirr und BesteckTopf, Geschirr und Besteck je nur für eine Person, dazu noch eine Tasse aus Aluminium485
KocherCampingkocher289
Gas100 Gramm Kartusche Coleman Xtreme 2.0 Butan/Propan-Gemisch192
WasserbehälterCulinario Flavour 700 ml127
MesserTaschenmesser49
Feuerzeugherkömmliches Feuerzeug20
Essen und Getränkeverschiedenes2500 (durchschnittlich)

Da wir auf Campingplätzen übernachten, werde ich dort einen Teil meiner Vorräte auffüllen oder mir auch den Luxus gönnen und ein Restaurant besuchen.

Bäche, Seen und Weiher gibt es auf der Route genug, weshalb ich nur 700 ml Wasser und ein paar Teebeutel und noch etwa einen Liter Eistee oder ähnliches einpacken werde. Freya trinkt sowieso lieber aus einem Bach.

Egal, worauf man unterwegs Lust hat – auf jeden Fall sollte man genügend Energiespender in Form von Müsliriegeln oder auch Nüssen dabei haben. Sie wiegen nicht viel und nehmen wenig Platz in Anspruch, können aber im „Ernstfall“ hilfreich sein. Gleiches gilt für Traubenzucker und Obst – wobei Obst und Gemüse ziemlich schwer sind. Wem es schmeckt, der kann auf Trockenobst ausweichen.

Verschiedene Müsliriegel und ein paar Teebeutel bringen oft schon etwas Abwechslung auf den Speiseplan.

HYGIENE UND GESUNDHEIT

Da ich auch beim Wandern nicht auf bestimmte Hygieneartikel verzichten möchte, muss natürlich auch hier Verschiedenes mit in den Rucksack. Die Industrie macht sich in diesem Bereich viele Gedanken und so gibt es auch Zahnbürsten, Duschgels und andere Utensilien im rucksacktauglichen Kleinformat.

Und noch ein kleiner Hinweis: Umweltschutz wird immer größer geschrieben, weshalb es mittlerweile umweltfreundliche/biologisch abbaubare Seife gibt. Dennoch sollte man sich lieber etwas abseits des Gewässers abwaschen, damit der Boden die Stoffe filtern kann.

Taschentücher sind praktischer als eine Rolle Toilettenpapier. Dennoch bitte beides nicht in die Natur, sondern ab in eine Tüte und auf zum nächsten Mülleimer.
WasWas genauGewicht in Gramm
Gesamtgewicht1183
Handtuch Microfaser Badetuch gestreift L216
HundehandtuchReisehandtuch Microfaser S42
ZahnpflegeReise-Zahnpflege-Set50

Haarbürstekleine Haarbürste53
Duschen/WaschenCareplus Bioseife (geeignet für Körper, Haar, Geschirr, Wäsche)
Sprüh-Spülung für die Haare, Deo
223

PflegeGesichtscreme, Nagelschere, Nagelfeile, Pinzette, Rasierer, Desinfektionstücher, Tempos, Tampons, Anti-Mücken-Spray214
Erste HilfeErste Hilfe-Set354
KotbeutelKotbeutel (20 Stück)
31

Meine langen Haare möchte ich gerne behalten, weshalb es ohne etwas Haarpflege nicht funktioniert.

Und wer freut sich tierisch darüber, wenn die Fellnase gerade noch Planschen im See war und danach pitschnass ins Zelt kommt?! – richtig… ich auf keinen Fall. Und mit meinem Handtuch werde ich sie garantiert nicht trocknen. Deshalb habe ich für Freya ein eigenes Handtuch dabei. Es ist nicht groß und auch nicht schwer, aber ungemein praktisch, da Freyas Fell zwar verhältnismäßig schnell trocknet, aber auch nur wenn es warm genug ist. Und noch dazu liebt sie es, wenn sie abgetrocknet wird.

Freya hat ihr eigenes Handtuch.

TECHNIK

Eigentlich bin ich ein sehr minimalistischer Mensch und hab während der Kindheitsurlaube gut ohne Strom und technische Geräte gelebt, aber… Die Technik hat mich in den letzten Jahren eingeholt und so gehe ich nicht mehr ohne Handy wandern. Zum einen natürlich aus Sicherheitsgründen – man kann im Fall der Fälle einen Notruf absetzen – aber ein weiterer Grund ist die Tourenaufzeichnung.

Damit ihr auch seht, welche Route wir gegangen sind, zeichne ich alle Wanderungen mit meinem Handy auf. Dafür gibt es verschiedene Apps und zwei Bekanntere stelle ich euch in Kürze hier vor. Und um auch im Dunkel die Übersicht zu behalten, habe ich natürlich eine Lampe dabei. Auch eine Kamera darf natürlich nicht fehlen, sonst wird das nix mit den Schnappschüssen unterwegs.

WasWas genauGewicht in Gramm
Gesamtgewicht1385
LampeStirnlampe Pezl (älteres Modell) 81
SolarpanelAnker Solar Ladegerät483
PowerbankAnsmann Powerbank 5.4 (5000 mAh)137
StativYobi Gorilla-Pod162
SmartphoneCubot X18 plus213
Kamera + SD Karte + ErsatzakkuKompaktkamera Olympus Tough TG 5252
Ladekabel Micro-USB Kabel inkl. kleiner Stecker (sollte das Solarpanel nicht so viel Strom erzeugen)57
Noch das Handy dazu und das wars das schon an technischem „Schnick-Schnack“.

Zugegeben, ich könnte natürlich auch alle Fotos mit dem Handy machen, aber mit der Kamera und einem Stativ dazu werden sie einfach besser. Zuerst wollte ich meine Bridgekamera mitnehmen. Sie macht einfach tolle Bilder. Aber nach mehreren Wanderungen geht sie mir immer mehr auf die Nerven. Sie ist ziemlich schwer und sperrig obendrein. Ist das Gepäck leicht und die Tour kurz – alles kein Problem. Aber nicht bei der 12-Gipfel Tour. Und so habe ich mich für meine neue Olympus Tough TG5 entschieden.

Da die App für die Tourenaufzeichnung ziemlich viel Akku verbraucht, habe ich ein Solarpanel dabei. Ansonsten hätte ich vermutlich spätestens nach dem ersten Tag weder Handy noch Powerbank voll. Wie und ob das Solarpanel funktioniert, berichte ich euch dann einmal in einem separaten Produkttest-Beitrag.

Die Stirnlampe bietet Licht und eignet sich sehr gut, um im Dunklen das Zelt noch schnell aufzubauen oder bei der abendlichen Gassi-Runde nicht „unsichtbar“ herumzuirren. Mit einer Stirnlampe hat man außerdem die Hände frei. Um auch im Zelt etwas Licht zu haben, befestige ich sie einfach mit Hilfe des Hakens am Zelt oben. So erspare ich mir, eine zweite Zelt-Lampe mitzuschleppen.

KLEIDUNG UND SCHUHE

Ich habe vor Jahren einen Spruch gelesen…

„Bergliebe ist…

…wenn ein Paar Socken drei Tage reicht“

Wer ihn verfasst hat, kann ich euch leider nicht mehr sagen, aber genauso gut könnte man sagen: „Wanderliebe ist, wenn ein paar Socken drei Tage reicht“.

Auch unterwegs lege ich Wert darauf, meine durchgeschwitzten Klamotten zu wechseln. Viele Hersteller von Sportbekleidung bieten sowohl leichte, wie auch funktionale Wanderbekleidung an.

Man braucht nicht viel, wenn man unterwegs ist… Dennoch möchte ich gerade nach dem Duschen frische Kleidung tragen.

Und auch wenn man beim Wandern eigentlich nur ein paar Schuhe, nämlich Wanderschuhe, benötigt, so habe ich gern noch ein weiteres Paar Schuhe dabei. Wer freut sich nicht, abends aus den Wanderstiefeln zu können und einfach ein paar leichte Sandalen oder ähnliches anzuziehen?

WasWas genauGewicht in Grammoptional/am Körper
Gesamtgewicht18111264
WanderschuheLowa Renegade gtx Mid Ws (auch für Herren erhältlich)-880
SandalenCrocs176-
HosenLeggins
Leggins
kurze Hose
204
-
112
-
230
-
Shirts/Tops2 Tank-Tops
1 Tank-Top
178
-
-
89
Socken2 Paar
1 Paar
80
-
-
40
Unterwäsche11025
Pullover1803 Born in the Alps220-
Weste/Jacke1803 Born in the Alps299-
RegenhoseRegatta Kids Pack-it Regenhose148-
RegenjackeRegatta Pack-it Jacket (auch als Damen-/Herrenversion verfügbar)192-
Bikini92-

Ein Paar Socken zum Wechseln, wenn die anderen einmal nass geworden sind, sowie Kleidung zum Schlafen sollte man auf jeden Fall mitnehmen.

Ebenso sollte eine leichte Regenjacke (und eventuell eine Regenhose) auf Wanderungen nie fehlen. Man kann schnell in einen Wolkenbruch kommen und ist dann froh, wenn man nicht bis auf die Knochen nass wird.

Der Bikini ist jetzt nicht das „MUST-HAVE“, da ich mich aber im See oder Bach wasche und so auch mal eine kleine Bade-Pause einlegen kann, nehme ich die wenigen Gramm Mehr-Gewicht gerne in Kauf.

Aufgrund der kurzen Wanderung von 3 Tagen, habe ich mich dazu entschlossen, ohne ein zweites Paar Wanderschuhe loszuziehen, obwohl ich gern noch meine leichteren Lowa Innox mitgenommen hätte. Aber das bedeutet auch mehr Gewicht und so bleibe ich bei meinen LOWA Renegade, welche ich an den Füßen habe. Fürs Zelt und zum Baden/Duschen habe ich meine CROCS dabei.

Nur zwei Paar Schuhe – früher undenkbar – heute Alltag.

Ein Gewichtsproblem ist auch eine weitere, wärmere Jacke. Deshalb gehts ohne los und ich hoffe einfach auf warme Temperaturen. Zur Not muss halt die Regenjacke drüber.

PERSÖNLICHES

WasWas genauGewicht in Gramm
Gesamtgewicht526
GeldbeutelGeldbeutel inkl. EC-Karte, Kreditkarte, Bargeld, Personalausweis, Krankversichertenkarte100
Sonnenbrille28
Sitzkissenein leichtes, faltbares Sitzkissen von Fritz Berger18
SchnürsenkelErsatzpaar Schnürsenkel13
EU-HeimtierpassImpfpass von Freya30
Persönliche Dinge329
Wäscheklammern2 Stück8

Der Geldbeutel sollte auf gar keinen Fall fehlen. Der Inhalt richtet sich danach, wo und wie lange man unterwegs ist. Ist man im Ausland, sollte man in jedem Fall Bargeld in der jeweiligen Währung in der Geldbörse haben, wie auch eine Kreditkarte, um an einem Bankautomaten (kostenlos) etwas Geld abzuheben. Wer in Deutschland wandert, ist ebenfalls mit einer Kreditkarte „vorn dabei“. Gelangt man nicht zur Hausbank, lässt sich mit der Kreditkarte meist kostenlos bei allen Automaten Bargeld abheben. Bei EC-Karten fallen hingegen häufig Gebühren an, wenn man nicht bei der eigenen Bank abhebt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist selbstverständlich der Ausweis. Wer unterwegs auf einem Campingplatz nächtigt, muss sich hier ausweisen können und auch, wenn das hoffentlich nie der Fall sein wird, es kann auch sein, dass man sich gegenüber einem Ranger, der Polizei oder ähnlich befugten Personen ausweisen muss.

Wer mit der Fellnase wandert, sollte stets auch den EU-Pass des Tiers vorzeigen können. Natürlich ist hier darauf zu achten, dass die jeweils vorgeschriebenen Impfungen des bereisten Landes eingehalten werden. Welche das sind, kann man über den Tierarzt oder das zuständige Veterinäramt des Landes erfragen. Je nach Land reichen eventuell auch Kopien oder Fotos der eingetragenen Daten. Eine Kopie der Versicherungspolice kann auch hilfreich sein, aber da sollte auch ein Handyfoto reichen.

Selbstverständlich dürfen auch ein paar persönliche Dinge nicht fehlen.

FREYAS AUSRÜSTUNG

Geschirr, Halsband, Futter, Napf und Leine… Freyas Ausrüstung ist damit komplett.
WasWas genauGewicht in Grammhat Freya am Körper
Gesamtgewicht1670443
NapfReisenapf60
SchleppleineSchleppleine 5 m151
Halsband mit Adressanhänger45
FutterTrockenfutter für 3 Tage760
GeschirrPetlando Y-Comfort Geschirr204
HundeleineJoggingleine194
Knabbersachenverschiedenes300 (durchschnitt)
Hundedecke Dogs Creek Everest M399
Natürlich darf auch die Jogging-Leine nicht fehlen. Sie war eine sehr gute Investition und ich möchte nicht mehr auf die Leine verzichten müssen…

Freyas Ausrüstung bezieht sich auf das Wesentliche. Futter, Napf, Decke und Schleppleine kommen in den Rucksack, Halsband und Geschirr trägt sie am Körper. Und die Jogging-Leine? –

Probeliegen auf der neuen Decke – sie scheint zu gefallen.

Da ich kein spezielles und auch nicht mehr Futter gebe, sondern alles „beim Alten bleibt“, nehme ich für diese Tour jene Sorte, mit dem meisten Fettgehalt. Dazu gibt es verschiedene Knabbersachen.

„Der Pack-Esel lässt grüßen…“

WasGewicht
Gesamt15.750
Ausrüstung5912
Kochen und Essen3662
Hygiene und Gesundheit1183
Technik1385
Kleidung und Schuhe1811
Persönliches526
Freyas Ausrüstung1271

Wie schon am Anfang geschrieben, lässt es sich am Gesamtgewicht immer wieder ein bisschen feilen. Aber für die erste Tour und die geringe Investition, bin ich mit knapp 16 kg durchaus zufrieden.

Wahrscheinlich bin ich trotzdem froh, wenn der Rucksack leichter wird – und das tut er jeden Tag ein Stück mehr. Freyas Futter wird weniger und die Hygieneartikel werden leichter, auch wenn es nur ein paar Gramm sind – ich werde die paar Gramm auf jeden Fall merken.

Ich hoffe, ich konnte euch einen Einblick in meinen Rucksack verschaffen und ein klein wenig für eure nächste Tour in Sachen „Rucksack packen“ unterstützen.

Habt ihr auch schon einmal nachgewogen, wie schwer euer Rucksack ist, wenn ihr unterwegs seid? Was habt ihr alles dabei? Ihr könnt gern einen Kommentar hinterlassen. Ich bin gespannt.

Zeckenschutz

Krabbelvieh, Blutsauger, Krankheitsüberträger

HINWEIS: BEITRAG ENTHÄLT UNBEZAHLTE WERBUNG

Beim Zeckenschutz handelt es sich um ein elementares Thema bei meinen Wanderungen. Nicht nur unsere Hunde können von Zecken befallen werden, sondern auch wir Menschen.
Welche Möglichkeiten es gibt, sich vor den lästigen Blutsaugern zu schützen und wie man Zecken am besten entfernt, wenn sie sich erstmal festgebissen haben, das erfahrt ihr in diesem Artikel.

Das Frühjahr beginnt und damit auch die Zeckenzeit

entfernte Zeck

Als es im Winter noch lange Temperaturen unter 0 Grad hatte und der Schnee beinahe jeden Flecken Erde bedeckt hielt, hatte man zumindest während dieser Zeit Ruhe vor Zecken. Aber mit der Klimaerwärmung (ja, ich weiß, viele streiten sie immer noch ab) und den damit einhergehenden „oft zu warmen Wintern“, hat man meist das ganze Jahr über mit den kleinen Biestern zu kämpfen. Wenn es dann Frühling wird, geht’s wieder richtig los.

Wie sieht also so eine Zecke aus

Zecken gehören zur Klasse der Spinnentiere. Sie bestehen aus einem Rumpf, einem Kopf mit dem Mundwerkzeug und 8 Beinen. Je nach Art unterscheiden sie sich farblich. Ich habe schon graue, rot-braune, schwarze, aber auch weiße Zecken gesehen. Es kommt natürlich immer ein wenig auf die Region an.

Als Kind wurde mir erzählt, Zecken würden auf Bäumen sitzen und warten, bis ein Mensch oder ein Tier vorbeikommt, um sich auf ihn fallen zu lassen. Das ist nicht so. Zecken halten sich meistens in hohem Gras oder Gestrüpp auf und man streift sie im Vorbeigehen ab.

Leider übertragen viele Zecken, zum Teil lebensgefährliche Krankheiten. FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis), Borreliose, Babesiose, Ehrlichiose, Rickettsiosen oder Neoehrlichiose sind vor allem für den Menschen ein ernstzunehmendes Thema. Aber auch Hunde können sich beispielsweise mit Borrelien infizieren

Aber was gibt es denn nun für Möglichkeiten, mich und meinen Hund vor ihnen zu schützen und welche Variante ist die Beste?

saugende Zecke

Nun, es gibt nicht DEN Zeckenschutz. Es spielen immer mehrere Faktoren eine Rolle. Die Zeckenarten sind oft abhängig von der Region und für einen Hund, der mehr am Ufer bleibt, reicht oft ein anderer Schutz aus, als für eine ambitionierte Wasserratte – schon wegen des Gewässerschutzes sollte hier auf wasserfeste Produkte geachtet werden und dann gibt es Mittel, welche repellent (abstoßend) aber nicht abtötend wirken. Diese Methode des Zeckenschutzes bevorzuge ich.

Ihr seht hier nun ein paar Zeckenschutz-Varianten, die ihr entweder bei eurem Tierarzt, in der Zoofachhandlung, dem Drogeriemarkt oder in der Apotheke bekommt.

Der Zeckenschutz für den Hund

  • Spot Ons: Sogenannte Spot Ons sind kleine, mit flüssigem Wirkstoff gefüllte Tuben, welche auf der Haut (beispielsweise im Nacken und bei der Schwanzwurzel) verteilt werden. Der Wirkstoff kann sowohl pflanzlich wie auch chemischen Ursprungs sein und hält meistens 4 Wochen.
  • Bravecto: Die Tablette gegen Zecken. Sie hält 3 Monate und wirkt ziemlich zuverlässig. Zwei- oder dreimal bekam sie Freya auch. Nachdem ich jedoch ein wenig über Bravecto recherchiert hatte, bekam sie diese Tablette nie wieder. Die Nebenwirkungen sind mir persönlich einfach zu risikoreich.
  • Halsbänder: Zeckenhalsbänder gibt es in pflanzlicher, wie auch chemischer Form. Egal ob Leder-, Kautschuk- oder Stoffhalsband – alle sind mit einem, zeckenfernhaltenden oder zeckentötendem Wirkstoff versehen. Der Vorteil eines Halsbandes gegenüber Spot Ons oder Tabletten liegt darin, dass ein Halsband bei Unverträglichkeit wieder abgenommen werden kann und der Wirkstoff schneller abgebaut ist, als bei Mitteln, welche direkt auf die Haut aufgetragen oder oral verabreicht werden. Chemiefrei und ohne weitere Zusätze sind Keramikhalsbänder oder Bernsteinketten. Zu deren Wirkung kann ich allerdings nichts sagen.
  • Sprays: Zeckenschutzsprays gibt es ebenfalls in verschiedenen Varianten. Während u. a. das Frontline-Spray einer Chemiekeule ähnelt, basiert beispielsweise der Canina Bio-Insect-Shocker auf Auszügen des Kokosöls, ist also eher von pflanzlicher Art. Ein kleiner Tipp von mir: Nicht selten wird empfohlen, das Fell direkt einzusprühen. Da es aber Hunde gibt, die das „Zisch-zisch“ der Flasche nicht mögen, empfehle ich, sich die Hände einzusprühen und dann durchs Fell zu wuscheln. Dafür trage ich Handschuhe. Je nach Hersteller helfen Sprays entweder für ein paar Stunden (wie z. B. Ballistol stichfrei Animal – Wirkungsdauer bis zu 8 Stunden) oder auch über mehrere Wochen.
  • Puder: Bei Pudern sind die Wirkstoffe meistens dieselben wie bei Sprays. Es gibt sie hauptsächlich in der Zoohandlung vor Ort. Mit Pudern habe ich jedoch bisher keinerlei Erfahrungen gemacht, da mich persönlich die Anwendungsweise stört.
  • Shampoo: Auch Shampoos gibt es mit dementsprechenden Mitteln, welche gegen Zecken helfen. Da ich jedoch kein Fan von häufigem Shampoonieren beim Hund bin, würde ich ein Shampoo nur nutzen, wenn ich gerade nichts anderes zur Hand habe.
  • Schaum: Ein Schaum wird ähnlich wie ein Spray aufgetragen. Die Wirkstoffe sind oft rein pflanzlicher Herkunft. Die Wirkungsdauer beschränkt sich häufig auf maximal 2 Wochen.
  • Alternativen: Alternativen können Knoblauch, Kokosöl, Schwarzkümmelöl oder Kokosflocken sein.
    • Knoblauch gibt es als Pulver, Tabletten oder Pellets. Da hier sorgfältig auf die Dosierung geachtet werden sollte (Zwiebelgewächse sind eigentlich nichts für Hunde), stehe ich dieser Variante der Zeckenabwehr, sehr skeptisch gegenüber.
    • Das Kokosöl wird beispielsweise mit den Händen, direkt vor der Wanderung, im Fell verteilt. Hund und Hände riechen angenehm nach Kokos. Die Wirkung hält aber leider auch nur ein paar Stunden. Alternativ lassen sich auch aus Kokosöl und Bierhefeflocken Leckerlis herstellen. Das Rezept dazu findet ihr unter https://www.smillaswohngefuehl.com/2018/05/natuerlich-gegen-zecken-und-floehelfe-gegen-zecken-und-floehe-bei-hunden.html/
    • Wer Schwarzkümmelöl gibt, sollte dies mehrmals pro Woche über das Futter verabreichen. Es verändert den Körpergeruch und macht den Hund für Zecken uninteressant (Vorsicht: Schwarzkümmelöl ist für Katzen giftig!). Es sollte auf die Dosierung geachtet werden.
    • Kokosflocken können auch über das Futter gegeben werden. Selbst habe ich es noch nicht getestet, es soll allerdings durchaus beim wirksamen Zeckenschutz helfen.
  • Auch Halsbandanhänger, wie der „tic-clip von Anibio“ sollen Zecken bis zu 2 Jahren fernhalten. Auf welche Art das funktionieren soll, könnt ihr hier https://www.anibio.de/hunde/ungeziefer/tic-clip nachlesen. Zugegeben, ich liebäugle mit dem Anhänger seit einigen Jahren, konnte mich aber noch nicht durchringen ihn zu kaufen. Zum einen wegen dem Preis, zum anderen hat Freya selten ein Halsband um. Sollte ich ihn testen, lasse ich es euch wissen.

Der Zeckenschutz für den Menschen:

  • Kleidung: Ein großer Beitrag zur Zecken-Prophylaxe kann die Wahl der richtigen Kleidung sein. Es gibt mittlerweile, vor allem für den Jagdbedarf, zeckenabwehrende Hosen. Inwiefern diese Hosen einen gewissen Komfort beim Wandern bieten, habe ich nicht getestet. Vermutlich werde ich es auch nie. Aber auch hohe Socken, geschlossene Schuhe und lange, am besten eng-anliegende Hosen, helfen schon gut, um sich vor den Blutsaugern etwas zu schützen.
  • Sprays: Was es für den Hund gibt, gibt es auch für den Menschen. Authan und Ballistol stichfrei (ich nehme selbst auch oft das Ballistol stichfrei Animal, da ich das für die Fellnasen auch habe) sind bewährte Sprays, welche jedoch auch öfter aufgetragen werden müssen. Aber ein paar Pumpstöße Ballistol auf der Jeans, halten die lästigen Zecken bei mir ganz gut fern.
  • Ernährung: Inwiefern die eigene Ernährung wirklich die Zeckenabwehr beeinflusst, kann ich nicht beurteilen. Ich esse, worauf ich gerade Lust hab und was ich dabei hab. Jedoch scheint es auch hier Veränderungen durch die Aufnahme von Knoblauch zu geben.

Ein guter Erfolg stellt sich auch ein, wenn man sich nach dem Spaziergang einfach nach den Zecken absucht und eventuell abduscht. Wer den Hund nicht Baden möchte, kann die Fellnase auch mit einem etwas feinerem Kamm durchkämmen.

Bei Freya hatte ich längere Zeit das Ballistol stichfrei animal im Einsatz. Ich verwende es mittlerweile aber nur noch für mich selbst (es gibt auch eines für Kids und eins für Erwachsene), weil ich stets vergessen hatte, Freya einzusprühen. Das vielbeworbene Kokosöl erzielte bei uns keinerlei Effekt

Auch nach 6 Jahren habe ich noch nicht den optimalen Zeckenschutz für Freya gefunden, aber ich werde weitersuchen

Und bitte vergesst nicht: Egal, welches Mittel ihr verwendet. Es kann immer passieren, dass die Zecken mit der Zeit resistent werden oder das eingesetzte Produkt nicht das richtige für den eigenen Vierbeiner ist. Am besten bespricht man dies mit seinem Tierarzt, oder lässt sich in einem guten Fachhandel beraten.

Das richtige Entfernen von Zecken – NUR BEIM EIGENEN TIER!

Zecken bei Menschen, insbesondere bei Kinder, nur mit Einverständnis der Person und / oder des Erziehungsberechtigten. Unbedingt nach erfolgter Entfernung sehr zeitnah einen Facharzt aufsuchen

Hat der Zeckenschutz versagt, oder man hat ihn vergessen und es hat sich doch einmal ein Blutsauger den Weg in die Haut gebahnt, ist es notwendig, diesen sicher und zeitnah zu entfernen. Wie das funktioniert und worauf ihr achten solltet, erfahrt ihr hier

Kleine Helferlein – leicht, klein aber praktisch

Zeckenzange
  • Zecken-Zange: Der Klassiker ist die Zeckenzange. Vorn die kleine Zange, die sich auf Knopfdruck öffnet. Lässt man den Knopf los, schließt sie sich. Optimalerweise hat man den Kopf der Zecke bereits gefasst. Nun nur noch leicht drehen und „schwupps“, ist die Zecke entfernt.
  • Zecken-Karte: Eine Zeckenkarte hat meistens das Format einer EC-Karte. An einer Ecke besitzt sie eine Auskerbung, mit welcher man unter die Zecke fährt und diese abstreift bzw. herauszieht.
  • Zecken-Haken: Zeckenhaken kamen erst vor ein paar Jahren auf den Markt, haben sich aber mittlerweile zu meinem bewährten Zeckenentferner entwickelt. Hin und wieder hat Freya eine Zecke direkt am Auge. Eine Stelle, wo ich mit der Zeckenzange nicht richtig hinkomme. Man fährt einfach mit dem Schlitz des Hakens unter die Zecke und „dreht“ sie langsam heraus. Ganz ohne Zwicken (was mir mit der Zange leider an solchen Stellen häufiger passiert ist).
Zeckenhaken
  • Zecken-Schlinge: Eine Zeckenschlinge sieht ähnlich aus, wie eine Zecken-Zange. Lediglich der vordere Teil ist eine Schlinge. Die Handhabung ist jedoch gleich.

Alle aufgezählten „Helferlein“ zur Entfernung von Zecken, bekommt ihr sowohl in der Apotheke wie auch in Zoofachhandlungen oder in gut sortierten Drogeriemärkten.

Ob man sich dazu entscheidet, die Zecke herauszudrehen, oder herauszuziehen, sei jedem selbst überlassen. Entgegen einiger Behauptungen „man solle die Zecke niemals herausdrehen“, habe ich keinerlei Unterschied bemerkt. Wichtig ist allerdings, dass man die Zecke beim Entfernen nicht zu sehr quetscht, da man hierbei manche Krankheitsstoffe erst vermehrt in den Blutkreislauf drücken könnte. Deshalb sollte man auf eine Entfernung mit den Fingernägeln verzichten.

Bitte Zecken auch niemals mit Kleber beträufeln. Das hat man früher gemacht (also zumindest meine Mutter machte das so), um die Zecke zu ersticken. Es könnte aber sein, dass gerade in Stresssituationen, Zecken die meisten Krankheitserreger absondern.

Was mache ich mit der Zecke jetzt? – klingt jetzt böse, aber ich zerquetsche sie mit einem Stein oder zünde sie mit dem Feuerzeug an. Macht man dies nicht und schmeißt sie einfach wieder in die Natur, wartet sie einfach auf ihr nächstes „Opfer“.

Nachbehandlung eines Zeckenbisses

Ich behandle einen Zeckenbiss, weder bei mir noch bei Freya, nicht wirklich großartig nach. Da es sich jedoch um eine offene Wunde handelt, halte ich den Biss einfach sauber. Es gibt verschiedene Wundsalben, welche auch für Zeckenbisse geeignet sind. Getestet habe ich bisher keine der Salben, da die meisten nicht abgeleckt werden sollten. Wenn ich den Biss desinfizieren möchte, benutze ich Octenisept. Ein Spray, welches auch bei Haustieren gut angewendet werden kann, da es nicht brennt.

Was ich jedoch immer mache, wenn ich selbst von einer Zecke gebissen wurde:

Ich notiere mir das Datum und beobachte die Stelle. Bildet sich nach ein paar Tagen/Wochen ein roter Kreis oder Fleck, oder bekommt man grippeähnliche Symptome, sollte man schleunigst einen Arzt aufsuchen. Es kann durchaus sein, dass man sich mit Borreliose angesteckt hat. Hier hilft oft eine rechtzeitige Antibiotika-Gabe um weitere Komplikationen zu vermeiden.

Das wars von meiner Seite zum Thema Zeckenschutz.

Wie schützt ihr euch und eure Lieblinge vor Zecken? Ich freue mich auf eure Kommentare.